Von Sand bis Stauffenberg: Über „Tyrannenmord“ entscheidet meistens die Nachwelt

Klaus Lelek

Foto:Von Diane Diederich/shutterstock

Mannheim – Attentate sind ein ernstes Thema. Eins, dass die Gemüter erregt und zugleich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden muss, und auch die Zeiten des Geschehens müssen berücksichtigt werden. Zum Beispiel das Attentat auf den Generalbundesanwalt Siegfried Buback, dass von einem zeitgenössischen Sympathisanten mit „klamm heimlicher Freude“ wahrgenommen wurde. Eine andere nicht minder spektakuläre Bluttat hat sich in diesem Frühjahr zum 200sten Mal gejährt. Der Mordanschlag auf den unbeliebten reaktionären Mainstreamautor der Metternich-Ära Kotzebue durch den patriotischen Studenten Karl Ludwig Sand am 23.März 1819. Der hatte fatale Auswirkungen auf die damals aufkeimende demokratische Bewegung und vor allem auf die Meinungsfreiheit. Die wurde nach dem Mord in Mannheim komplett verboten.

Den gleichgeschalteten Medien war das Ereignis, dass am 23. März 1819 ganz Deutschland erschütterte und mit den nachfolgenden Karlsbader Beschlüssen auch veränderte, ein paar Randnotizen und feuilletonistische Floskeln auf den Kulturseiten wert. Einige davon mit dem seit 2016 deutlich veränderten Blickwinkel auf Geschehnisse der deutschen Vergangenheit. Galt Sand früher noch als Freiheitskämpfer und Sinnbild für die im Wiener Kongress um ihren Nationalstaat betrogenen Bürger, so sind die neuen Verfechter einer staatlich verordneten linksgrünen Einheitsmeinung dabei, den Burschenschaftler zum Proto-Nazi abzustempeln. „Die erste Mordtat eines völkischen Fanatikers“ textet Christoph Schmitz-Scholemann in einem Beitrag des Deutschlandfunkes und stampft die gesamte im Freiheitskampf gegen Napoleon entstandene patriotische Bewegung als „hasserfüllt“ in Grund und Boden. Seiner Meinung nach waren Burschenschaften „Radau-Nationalisten“ mit einer „christlich grundierte Sehnsucht nach dem Martyrium mit der Ablehnung alles Fremden.“ Das klingst fast nach einem AfD-Bashing.

Noch mehr vom Zeitgeist infiltriert scheint zunächst die gleichfalls gleichgeschaltete WELT, die dem mit Zwangsgebühren finanzierten Staatssender in mancher Hinsicht um nichts nachsteht. Sie lässt durch den Kopf des am reaktionären aristokratischen Systems verzweifelten Studenten gar ein Hauch von Dschihad wehen und nennt den Patrioten einen „Selbstmordattentäter“. Überschrift: „Junge Deutsche feierten den Selbstmordattentäter als Sieger“ Aber dann mischen sich schon im Vorspann nachdenkliche Töne:

„Hier, du Verräter des Vaterlandes!“: Am 23. März 1819 erstach der Student Karl Ludwig Sand den Dichter August von Kotzebue. Der „Sieg“ für die Freiheit provozierte allerdings dramatische Folgen.“

Dann stellt der leitende Redakteur für Geschichte Sven Felix Kellerhoff eine interessante Frage, die aufhorchen lässt: „Kann ein Mörder, dessen Tat seine Zeitgenossen begeistert feiern, ein irregeleiteter Psychopath sein? Müssten dann nicht alle Menschen, die ihn bejubeln, ebenfalls geistesgestört sein?“ Eine gute Frage, die am besten der Psychologe Eberhard Richter beantworten könnte, der zu Lebzeiten eine regelrechte Patenschaft für die wegen Mordes einsitzende RAF-Terroristin Birgit Hogefeld übernahm. Sind die Sympathisanten von Terroristen oder Attentäter geistesgestört? Viele, die aus ihrer klamm heimlichen Sympathie nie einen Hehl machten, brachten es bis in die Chefetagen der Politik und Kulturbetriebe. Poster von Ulrike Meinhof, die in Kaufhäusern Symbole eines Nazi-Kapitalismus entdeckte, zierten fast jede dritte Wohngemeinschaft. Es wäre mal direkt eine Umfrage wert, welcher Richter oder Staatsanwalt der heutigen linksgrünen Justiz nicht zu Jura-Studentenzeiten ein solches Plakat über dem Bett hängen hatte. Eine Leitfigur dieser Szene ist auch der spätere Außenminister Joschka Fischer. In einem Artikel des Spiegels, der seine Nähe zum Terrorismus thematisiert, heißt es unverblümt: „Das Verhältnis zwischen Spontis und Terroristen war immer schwierig, ein ständiger Wechsel von Nähe und Distanz. Sie alle kamen aus derselben Ursuppe des Protestes. Christian Schmidt urteilt in seinem Buch: „Joschka und seine Freunde“ hätten „sich dem Konzept Stadt-Guerilla der RAF bis auf Tuchfühlung genähert“.

Anders als die RAF, die mitten in der Wirtschaftswunderzeit als eine hysterische Wucherung von Selbsthass zerfressener Wohlstandskinder entstand, sind Sands Mordmotive fast nachvollziehbar und wurden, wie Kellerhoff schreibt, von großen Bevölkerungsgruppen geteilt. „In Mannheim ist fast die ganze Bevölkerung für ihn gestimmt und preist den begangenen Mord als die Heldentat eines edlen vaterländischen Jünglings“, gab der damalige preußische Gesandte am badischen Hof, Karl August Varnhagen von Ense, die Berichte über die Stimmung am Tatort wieder“, weiß der WELT-Autor zu berichten. In einem der letzten Absätze des Features könnte man sogar Ähnlichkeiten zu aktuellen Ereignissen erkennen: „Einen Geheimbund, in dessen Auftrag Sand gehandelt haben könnte, hatte es nie gegeben. Aber weil alle herrschenden Fürsten trotzdem Angst vor einer solchen Verschwörung hatten, konnte Metternich im August 1819 eine radikale Einschränkung aller Freiheitsrechte im Deutschen Bund durchsetzen.“ Im Klartext: Das Attentat eines Einzelnen wird zur flächendeckenden Verfolgung Andersdenkender instrumentalisiert. Ein Phänomen, dass sich wie ein roter Faden durch alle Zeiten zu ziehen scheint. Der Mensch hat sich nicht verändert. Nur manche glauben eine moralische übergeordnete Ebene erreicht zu haben. Aber dies ist eine Denkfalle. Wenn man nämlich zurückblickt haben fast alle Attentäter eine Rehabilitation erfahren. Auch Sand, der heute in Mannheim in einem Ehrengrab ruht. Es zeugt von geschichtsphilosophischem Dilettantismus, die Gefühle und Sorgen der Menschheit vor 200 Jahren mit den Augen der dekadenten Postmoderne zu betrachten.

Was Karl-Ludwig Sand von der RAF unterschied

Denn der „Völkische Fanatiker“ wurde von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung als „Tyrannenmörder“ verstanden. Die treten immer dann auf den Plan, wenn ein Volk sich von seinen Herrschenden und Eliten verraten und verkauft fühlt. Wenn alle mühsam errungenen Freiheiten und Rechte, dazu gehört vor allem die MEINUNGSFREIHEIT, von harter Hand zertreten und der einzelne zum Opfer behördlicher, staatlicher Willkür wird. Wenn die Justiz alle gnadenlos verfolgt, die sich kritisch – vielleicht auch manchmal beleidigend oder aufrührerisch – zu bestimmten Themen äußern.  Besonders stark war dieses Gefühl in der so genannten „Metternich-Ära“ ausgeprägt. Die Menschen in Deutschland hatten in den Befreiungskriegen gegen die Französische Soldateska alles gegeben. Ihre Söhne, das Gold ihrer Eheringe, ihre Gesundheit… und standen am Ende mit leeren Händen da. Ihr Traum von einem geeinten bürgerlichen Nationalstaat nach dem Vorbild von Amerika, England, der Schweiz und den Niederlanden zerschellte wie im gleichnamigen Bild des patriotischen Malers C. David Friedrich an der Eiseskälte der Restauration deren zynische Großmeister Metternich, Zar Alexander und  König Friedrich Wilhelm III, die im Wiener Walzertakt buchstäblich alle demokratischen Bestrebungen niederwalzten. Kleinstaaterei, kulturelle Öde, eine zensierte Einheitspresse, die nur das schrieb, was den herrschenden Fürsten und ihrem Hofklüngel angenehm und unterhaltsam erschien, bestimmte den Alltag.

Auch Goethe, der „dichtende Hofrat“, gibt in dieser Zeit keine gute Figur ab, aber noch weniger August von Kotzebue. Ein quasi verbeamtetes „Unterhaltungsmonster“ der Metternich Ära, der, würde er heute noch leben, gut im Kreis der GEZ-Söldner von ARD und ZDF aufgehoben wäre. Zumal er auch journalistisch und publizistisch unterwegs war, ähnlich wie Todenhöfer und Böhmermann. Vor allem aber war er wie die heutigen Journalisten ein Stimmungsmacher. Meinungsfreiheit wurde gleichgesetzt mit “Demagogie”.  Zu seinen Opfern zählten alle, die von einem freien geeinten Deutschland träumten. Allen voran die Mitglieder der bündischen, patriotischen Studentenbewegungen. Unter ihnen der Theologiestudent Karl Ludwig Sand. Am 23. März 1819 trafen beide Männer in Mannheim aufeinander. Kotzebue hatte dem russischen Zaren ähnlich wie ein Auslandskorrespondent oder besser Nachrichtendienste in herablassender Weise über die Studentenbewegung und ihre “demagogischen Umtriebe” berichtet. Das war sein Todesurteil.

Mit den Worten „Hier du Verräter des Vaterlandes!“ stieß Sand dem denunzierenden Mainstreamautor einen Dolch in die Brust. Anschließend richtete der Attentäter sich mit einem zweiten Dolch selbst; doch überstand er den Suizidversuch und wurde „voll schuldfähig“ des Mordes überführt und angeklagt. Er starb ein Jahr später, von einer großen Sympathisantenmenge betrauert, durch das Richtschwert. Er ruht heute in Mannheim in einem Ehrengrab. Der russische Dichter Puschkin widmete ihm ein Gedicht “Der Dolch”, ein Werk, das in Dekabristen-Kreisen die Runde machte.

Andere Zeiten, andere Attentäter und Rebellen

Was kann man aus dem Schicksal von Karl Ludwig Sand lernen. Vor allem eins:

Die moralische Beurteilung von Menschen und Taten unterliegt immer dem Zeitgeist, und der kann sich innerhalb einer Generation, ja manchmal sogar innerhalb eines Jahres ändern, etwa im Fall des Oberst Graf von Stauffenberg, der als „Vaterlandsverräter“, „feiger Verschwörer“ und „Attentäter“ am 20. Juli 1944 im berüchtigten Bendlerblock  hingerichtet wurde und kein Jahr später ein gefeierter Widerstandskämpfer war, das Gesicht des neuen Deutschlands. Vorbild für eine neue Armee. Dabei wird Stauffenberg gerne in ein liberales, libertäres, bürgerliches Korsett gestopft und geflissentlich übersehen, dass der gute Mann durch und durch Nationalist und Patriot war und genau aus diesem glühenden Patriotismus, aus seiner Liebe zu Deutschland heraus der Barbarei der Nazis ein Ende machen wollte. Er wollte Hitler aus „Vaterlandsliebe“ töten und nicht mit dem Impuls „Deutschland abzuschaffen“.

Widerstand hat also viele Facetten. Auch Che Guevara war so ganz nebenbei gemerkt ein glühender Patriot und träumte von einer geeinten Südamerikanischen Nation. Was ist verwerflich am Festhalten eines gesunden Nationalgefühls? Wurde dieses nicht in der Gründungsphase der Grünen als „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ sogar in die Grundstatuten der Partei aufgenommen. Die Triebfeder von Sands Attentat war daher kein „völkischer Fanatismus“, sondern Bürgerstolz und Nationalstaatlichkeit, wie es andere Länder wie England und Frankreich längst praktizierten. Jene „Nationalstaatlichkeit“ die Jean-Jacques Rousseau erstmals im „Gesellschaftsvertrag“ als Prinzipien des Staatsrechts beschrieben hat. Eine vom Volk ausgehende Solidargemeinschaft mit gegenseitigen Verpflichtungen. Das Gegenteil davon sind Theokratien mit Gesetzen auf der Grundlage von Religionen (Scharia), Oligarchien oder Staatsgebilde in denen Familien und Clans das öffentliche Leben bestimmen, gekennzeichnet durch Zwangsehen, Kinderehen, Verwandten-Ehen, Polygamie, Korruption, Leibeigenschaft, Sklaverei und Vetternwirtschaft. Der Adel wollte den Nationalstaat verhindern – die Salonkommunisten des Politadels wollten ihn abschaffen.

Heute sind Sands Träume von einem souveränen und selbstbestimmten Deutschland wieder bedroht. Gefahr droht den europäischen Nationalstaaten, allen voran Deutschland, das sich vor allem als Sozialstaat definiert von zwei Seiten. Von international agierenden skrupellosen Konzernen und dekadenten linken Eliten. Dass pikante dabei ist, dass linke Eliten den Nationalstaat abschaffen wollen, in dem sie ihn mit Menschen fluten, die das antidemokratische, antisoziale Weltbild von Theokratien und Clans, dass diese Länder zu Armenhäusern gemacht hat, hier ganz im Sinne ihrer Scharia gesteuerten Familienpolitik installieren wollen. Ähnlich wie ein dekadenter Adel Anfang des 19. Jahrhunderts versuchte, in Deutschland, Habsburg und Russland bürgerliche Nationalstaaten zu verhindern.

Hier schließt sich der Kreis, denn last not least stehen Menschen, die sich heute gegen die Zerstörung ihrer teuer erkämpften Nationalstaaten stemmen vor dem gleichen Schlachtfeld, wie jene, die ihn während des 19. Jahrhunderts und später erkämpften. Vermutlich wird man ihre Aktionen später einmal genau so bewerten, wie die Revolution von 1848 oder die Erhebungen des Früh-März. Niemand sollte daher den patriotischen Studenten Karl Ludwig Sand, der den reaktionären Kotzebue erdolchte, einen geistesgestörten Meuchelmörder nennen. Bereits Puschkin und Dumas setzten ihm ein literarisches Denkmal. Das sollte der Deutschlandfunkschreiber, der auch noch den Literaten mimt, eigentlich wissen. Niemand nennt Jean d´Arc, die „Urmutter des Französischen Nationalstaates“ eine „Terroristin“ oder gar eine “rassistische Faschistin”. Die große französische Patriotin starb 1431 als Hexe und Verbrecherin auf dem Scheiterhaufen. Fünfundzwanzig Jahre später wurde sie vollständig rehabilitiert, als Volksheilige verehrt und schließlich offiziell heiliggesprochen. Aber vielleicht werden bald dekadente Eliten in Frankreich an ihrem Denkmal rütteln und sie ein zweites Mal als Hexe verbrennen. Zusammen mit den Kirchen, in denen jene einst residierten, die ihr Schicksal heraufbeschworen.

Bereits jetzt ist abzusehen, dass Europa in Dunkelheit, Aberglaube, Blut, Gewalt und Rechtlosigkeit versinken wird. Bereits jetzt gibt es Millionen von Menschen, die sich einen Dreck um die Errungenschaften eines modernen, humanistischen Rechtsstaates scheren und in ihren schmutzigen Hinterhöfen bereits eigene Gerichte installiert haben und innerfamiliär Todesurteile vollstrecken. Dann werden all jene, die Widerstand gegen diesen Wahnsinn zeigten, wie Sterne am Firmament in einer stockfinsteren Nacht leuchten. Egal welche Formen des Kampfes sie gewählt haben. Jene aber, die den Weg in finstere Mittelalter unterstützt und forciert haben, werden im Nachhinein ähnlich beurteilt werden wie alle anderen vor ihnen, die den Untergang ihres Landes verursachten. Über Tyrannenmorde entscheidet immer die Nachwelt.

 

Loading...

9 Kommentare

  1. Zu Tyrannmoerdern kann man sehr wohl ein ambivalentes Verhaeltnis haben. Im Moment beschraenke ich mich auf Staufenberg. Der war eigentlich kein Dummkopf, gleichwohl war er frueher beweisbar ein gluehender Nazi. Erst fuenf Minuten vor Torschluss entschlossen sich er und andere zum Mord an Hitler weil Sie glaubten“ ueberleben “ zu koennen. Das Attentat wurde allerdings sehr stuemperhaft und vom falschen Mann ausgefuehrt und schlug daher auch fehl. Ein Kriegsverletzter dessen motorische Funktionen eingeschraenkt sind und nicht bereit ist mit Hitler zusammen sicher in die Hoelle zu fahren ist wohl nicht unbedingt als Held anzusehen. Ob ich es gekonnt haette sei dahingestellt. Ich glaube aber eher nicht.

  2. Sehr guter Artikel zu dem mir sofort George Orwell einfiel:
    Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft.
    Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.

    Und wer die Medien und die Wissenschaft steuert, bestimmt das Denken
    weiter Teile der Menschen.

  3. Nur war der Theologiestudent Sand in der Tat ein Wirrkopf; davon kann sich jeder leicht überzeugen, der seine Briefe und sonstigen Schriften liest, die gedruckt vorliegen. Seine Ideen sind ein Wirrwarr eines völkisch aufgefaßten Christentums mit fast blasphemischen Erlöserphantasien, die die Rolle der eigenen Person betreffen. Die Burschenschaft wird bei ihm eine Art kollektiver Christus, der das erlösende Fanal gibt und stirbt, nachdem die Inkarnation des Bösen, Kotzebue, beseitigt ist. All das an in einem derart inkohärenten und wirr – prätentiösen Stil, daß der Gedanke an Wahnsinn nicht völlig von der Hand zu weisen ist. Kotzebue war der mit Abstand beliebteste und erfolgreichste Bühnenautor seiner Zeit. Selbst Goethe, der ihn aus künstlerischen und persönlichen Gründen verabscheute, kam nicht umhin, seine Stücke im Weimarer Theater ständig aufführen zu lassen, denn sie garantierten volle Kassen. Kotzebue hatte in seiner Zeitung die Burschenschaften in der Tat angegriffen; daß er russischer Geheimagent war, war reine Phantasie; allerdings berichtete er als Korrespondent über das politische und künstlerische Leben in den deutschen Ländern. Er besaß auch familiäre Bindungen ins Baltikum und war, wenn ich jetzt nicht irre, wohl auch russischer Untertan.
    K. hatte sich übrigens in seiner arroganten Art mit allen angelegt: die Weimarer Klassiker und die Jenaer Romantiker hat er gleichermaßen verspottet und angegriffen, in Weimar gegen Goethe intrigiert, sich bei Schiller persönlich verhaßt gemacht; Herzog Karl August hatte ihn schließlich aus Weimar ausgewiesen.

  4. Auffällig ist, daß viele der Leute, die „in schmutzigenren Hinterhöfen bereits eigene Gerichte installiert haben und (nur?) innerfamiliär Todesurteile vollstrecken“. so manche der ihnen verhaßten kulturellen Errungenschaften wie z.B. Smartphones und Hartz IV ganz gerne und sogar überproportional in Anspruch nehmen

  5. Es heißt im Deutschen aber nicht „klamm heimlich“, sondern auch nach neuerer Rechtschreibung „klammheimlich“. Und das ist auch gut so.

Kommentare sind deaktiviert.