Der „rote Habeck“ und seine Art der Philosophie

Cantaloop

Foto: Imago

Im politischen Feuilleton, dem intellektuellen Gradmesser einer aufgeklärten Gesellschaft, drehen sich momentan viele Inhalte explizit um die Befindlichkeiten, Animositäten und Absichten des grünen Kanzleraspiranten Robert Habeck. Seines Zeichens Poet, Kinderbuchautor und promovierter Philosoph, dessen Fachgebiet die „literarische Ästhetiziät“ darstellt. In einem entlarvenden Interview mit David Prechtdiskutieren die Beiden über politische Visionen. Habeck vertritt dabei offen und unverblümt die Ansicht, dass (sic) „ein chinesisches politisches System gar nicht schlecht und sogar effizienter als unseres ist, da es ohne Opposition ungestört agieren kann“.

Diese Aussage lässt natürlich ein gerüttelt Maß an Deutungshoheit zu. Alleine aber die Tatsache, dass ein medial erfahrener Mensch wie er, Gedankengut aus einem der grausamsten Länder weltweit, überhaupt in Erwägung zieht, zeugt nicht nur von einer politischen Instinktlosigkeit sondergleichen, sondern zeigt im Umkehrschluss auch deutlich, wessen Geistes Kind der werte Habeck tatsächlich zu sein scheint. Und die hochgelobte chinesische „Effizienz“ vielleicht auch im Hinblick auf den zukünftigen Umgang mit politisch Andersdenkenden wertschätzt.

Auch Intelligenz schützt nicht vor ideologischer Verblendung

Denn Vorsicht: auch wesentlich brillantere Philosophen und tiefere Denker als das grüne Nordlicht zeigten sich ebenfalls nicht immun gegen eine sirenenhaft lockende Ideologie. Wie das traurige Beispiel von Martin Heidegger zeigt. Bekanntermaßen fiel der geniale Autor von „Sein und Zeit“, einem berühmten Standardwerk und wegweisenden Meilenstein moderner Philosophie, trotz seiner überragenden geistigen Kapazitäten leider den doch eher simplen Versprechungen der Nationalsozialisten anheim.

Im Zenit seiner Karriere wurde er dann Leiter und Rektor der renommierten Freiburger Albert-Ludwigs-Universität, an der Robert Habeck ebenfalls studiert hat. Nachdem Heidegger seinen Mentor und Vordenker, den emeritierten Begründer der Phänomenologie Edmund Husserl, abgelöst hatte. Hier schließt sich dann der erlauchte „Freiburger Kreis“.

Der stets konziliant wirkende Habeck indessen, der gerne mit dem lässigen, etwas verwegenen Stil eines Linksintellektuellen à la Jean-Paul Sartre kokettiert und dessen Vorbilder eigenen Angaben zufolge der RAF-Initiator Rudi Dutschke, Robin Hood, sowie der Kommunist Albert Camus sind, könnte somit ebenfalls Gefahr laufen, seinen geistigen Horizont von einer vermeintlich gut klingenden, in diesem Falle aber grünlinken Phantasiewelt einschränken zu lassen. Eine Analogie zum unglücklichen Heidegger? Möglicherweise. Abgesehen vom großen intellektuellen Gefälle der Beiden.

Habeck ein visionärer Vordenker – oder doch nur ein aufgeblasener Medienkasper?

So ist doch Habecks zweites Standbein, die Philosophie, als „brotlose“ Königin der Wissenschaften, im Grunde schrecklich unpräzise und generell sehr weitläufig interpretierbar. Es gibt innerhalb der einzelnen Auslegungen und Strömungsrichtungen sowohl stringente Weiterentwicklungen als auch Überschneidungen in den unterschiedlichen Epochen. Gleichwohl vielleicht mehrere Dutzend wirklich herausragender Denker, die dann nach Beendigung der Metaphysik ganze Akademiker-Generationen mit ihrem Gedankengut begleiteten und ebenso auch deren Nachfolger inspirierten. Die Verbindung philosophischer Teilbereiche zu hoch anspruchsvollen mathematisch-physikalischen Strukturen indes, sind sicher nicht zu verleugnen. Und keinesfalls zufällig entstanden.

So waren einige der herausragendsten Mathematiker ihrer Zeit auch Philosophen, bzw. umgekehrt. Wie beispielsweise auch der englische „3rd Earl“ und Universal-Gelehrte Bertrand Russel. Die akademischen Meriten unseres Schwiegermutter-Verzauberers Habeck beschränken sich im Moment jedoch eher auf schwülstige Rezensionen längst verstaubter Lyrik des 18. Jahrhunderts. Ferner auf das Verfassen von Prosa für Kinder- und Jugendbuchliteratur, in trauter Zusammenarbeit mit seiner Gemahlin. Plus ein paar neuzeitliche Theaterstücke.

Vorbild für eine „linkskonformistische“ Gesellschaft

Eine bewusst inszenierte linke Symbolik ist hingegen sein Äußeres. Oder deuten seine zerlöcherten Socken, die beginnende Verfettung und das zumeist unrasierte Doppelkinn in Verbindung mit den eher schlecht sitzenden schwarzen Sakkos doch eher auf eine Wahlverwandtschaft mit dem ebenfalls als Poet, Dichter und Schriftsteller bekannt gewordenen Charles Bukowski hin? Immerhin galt jener zu seiner Zeit auch als Linksintellektueller, Querdenker und Schrecken der Bourgeoisie schlechthin.

Wenn also der „rote Robby“ dereinst über die klimahysterischen Jung-Deutschen, halbsenilen Alt-Deutschen, islamfanatischen Neu-Deutschen und vollkommen gleichgültigen Rest-Deutschen als erster unrasierter Kanzler Deutschlands herrschen wird – so werden ihm die bis dahin adulten „Millenials“, neben den ebenfalls relativ unkritischen 60plus-Damen, eine besonders dankbare Klientel sein.

Anspruch, Wirklichkeit und „Zwangsbegrünung“

Denn exakt jene Generation Z, unsere sog. „Digital-Natives“, die ohnehin keine tiefere Beziehung zu ihrer angestammten Heimat mehr haben, wird in die Annalen der deutschen Geschichte dahingehend eingehen, dass sie es waren, die sich alles haben wegnehmen lassen. Die Freiheit, den Frieden, den Wohlstand und die Zukunft ihrer Kinder. Und das alles ohne die geringste Gegenwehr.

Die Tatsache, dass unser nun deutlich sichtbar von „Grünspan“ überzogenes Land alsbald eine spürbare Regression erfahren könnte, wird ein potentieller Öko-Kanzler Habeck nicht einmal annäherungsweise aufhalten. Aber immerhin kann er die schlechten Botschaften in einer perfekten und gleichermaßen ästhetischen Lyrik verfassen und zum Vortrage bringen. Der Schöngeist seiner sorgsam gewählten Worte und sein angenehmes Erscheinungsbild werden die aufgebrachten Bürger dann sicherlich beruhigen.

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17 Kommentare

  1. Hat man nicht wenigstens hier Ruhe vor dem Blender? So langsam fühlt man sich von den Konterfeis Habecks verfolgt…

  2. ZITAT: „Im politischen Feuilleton, dem intellektuellen Gradmesser einer
    aufgeklärten Gesellschaft, drehen sich momentan viele Inhalte explizit
    um die Befindlichkeiten, Animositäten und Absichten des grünen
    Kanzleraspiranten Robert Habeck.“

    Womöglich diskutiert man dort gerade das Für und Wider gestopfter Socken.

  3. Dem Habeck fehlt noch etwas die Redekunst on Onkel Adi. Er muss noch etwas ueben. Ein Spiegel eignet sicih gut dafuer. Er hat bereits heute mehr Anhaenger als der Vorgenannte in seiner Anfangszeit. Bis die Deutschen merken welcher Demagoge da heranwaechst ist es zu spaet. Er arbeit mit seinen Unwahrheiten nach dem Schneeballsystem. Je laenger man sie waelzt desto groesser werden sie. Tut man dies an der falschen Stelle na dann gute Nacht. Es gelingt in der Regel nicht eine Lawine zu stoppen.

  4. Anstatt China hätte er eigentlich auch 1984 sagen können: Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke …

  5. ZITAT: „Habeck vertritt dabei offen und unverblümt die Ansicht, dass (sic) „ein chinesisches politisches System gar nicht schlecht und sogar effizienter als unseres ist, da es ohne Opposition ungestört agieren kann“

    Habecks „Mein Kampf“ (gegen die Opposition) erscheint nicht als Buch sondern als Interview mit David Precht in einem Video. Durchregieren 2.0

  6. die philosophie, die brotlose königin der wissenschaften? aber nicht, wenn man außerdem politiker ist, dann gibt es üppig belegte brote im überfluss. das hat unser robert richtig erkannt. unter all den roten und gruenen studienabbrechern und berufsuassteigern und versagern hat er die sache mit studium und promotion wenigsten beendet. ob er allerdings in seinem leben richtig gearbeitet hat, ergibt sich nicht so recht aus seiner biographie. kinderbuchschreiben zähle ich nicht dazu. ist eher etwas fuer arbeitslose hausfrauen. was er allerdings zur ineffizienz der demokratie sagt, stimmt, allerdings muss er nicht china als einen funktionieren staat ohne demokratie lobpreisen.

  7. Kritisch wird’s, wenn Genosse Grün anfängt Beutekunst zu sammeln
    oder sie anfangen Betonstatuen von sich selbst zu gießen.

    So eine Habeck Büste auf dem Kaminsims stehen zu haben,
    hat schon was philosophisches.
    Vielleicht noch in Quietschgrün?

    • In Oesterreich gibt es den Spruch“ Was is hier los, was wird hier gespielt, im ganzen Haus kein Hi,, aeh Habeckbild?

  8. Habeck ist ein ultralinker Wolf im grün-liberalen Schafspelz.
    Ein Täuscher, Tarner und Trickser.
    Die Gefährlichkeit dieses Mannes ist nicht zu überschätzen… – sie ist riesig.

  9. Habeck und Precht gelten im linksliberalen Feuilleton als kluge zeitgemäße Philosophen, wenngleich von beiden noch nie ein origineller Gedanke zu hören war. Beide halten sich selbst für klug und geläutert und stehen aus ihrer Sicht außerhalb der Links-Rechts-Dichotomie. Zwei Postlinke also. In ihren Forderungen gibt es dann doch einen Unterschied: Precht wollte nur den neuen Stuttgarter Bahnhof verhindern, Habeck will dagegen in elf Jahren den fossilen Verbrennungsmotor verbieten.

    Auf beide trifft zu, was der französische Philosoph Julian Benda schon 1927 in seinem berühmten Essay „Der Verrat der Intellektuellen“ (La trahison des clercs) beschrieb. Darin beklagte er einen Trend der Intelligentsia, die ihnen eigentlich zustehende Position des Universalismus zu verraten und sich zunehmend „politischen Leidenschaften“ wie dem Klassenkampf, dem Nationalismus oder dem Rassismus hinzugeben.

    Heute kommen noch neue politische Leidenschaften hinzu: Ökologismus, Europäismus, Genderismus, die Ideologie der ‚Weltoffenheit‘ und Multikulturalismus.

    • Dazu kommt mir gerade in den Sinn:

      Einen guten Intellektuellen erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache – auch nicht mit einer guten Sache.

    • Sie verwechseln da etwas. Es ging dabei um einen guten Journalisten, der sich mit keiner Sache gemein machen sollte. Soll von Hanns Joachim Friedrichs stammen, dieser Ausspruch.

      Zum Thema „intellektuell“ gibt es natürlich auch einen passenden Spruch:

      Das Verhältnis eines Intellektuellen zur Intelligenz ist meist so wie das Verhältnis von Tee zur Teewurst. Oder wie ein Primat zu einem Primaner …

  10. Apropo effizientes, chinesisches System: Das Nachschubproblem bezüglich sehr frischer Ersatzorgane wäre dann in einem Aufwasch mit gelöst. Dazu muss man nur die Rechten entrechten. (bereits in Arbeit)

  11. Soll dieser bevormundende, machtgeile Möchtegernintellektuelle doch in sein kommunistisches Traumland auswandern. Chinesen sind Patrioten und werden ihn entsprechend „hegen und pflegen“.

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