China jammert über 24.000 kiffende Chinesen – USA ist schuld

Foto:Von ArtWell/shutterstock

Im sogenannten Handelskrieg mit den USA fährt China ein ganz großes Geschütz auf. Dort betrachtet man die Legalisierung von Marihuana in Kanada und einigen US-Staaten als eine „neue Bedrohung Chinas“. Durch die Legalisierung würden mehr Drogen ins Land der Mitte gelangen, so die chinesische zuständige Anti-Drogen-Kommission.

Seit zwei Jahren beobachte man einen Anstieg des Cannabis-Schmuggels von Nordamerika in das Reich der Mitte, so  Liu Yuejin, Vize-Chef der chinesischen Anti-Drogen-Kommission, berichtet USnews.

24.ooo Menschen – ein Anstieg um 25 Prozent im vergangenen Jahr – würden bereits Marihuana konsumieren, so der „geschockte“ Yuejin. Angesichts einer Bevölkerungszahl von fast 1,4 Milliarden Menschen ist das immerhin ein „riesiger“ Prozentsatz von 0,02. Ein echter Grund zur Panik also.

China habe insgesamt 115 Pakete in internationaler Post abgefangen, die laut CNN 121 Pfund Marihuana oder Marihuana-Produkte enthielten. Die meisten, unter Paket-Schmuggelverdacht stehenden Personen, seien ausländische Studenten oder Studenten, die nach dem Studium im Ausland nach Hause zurückgekehrt sind, erklärte Yuejin. China verhängt schwere Strafen gegen diejenigen, die im Land Drogen handeln oder schmuggeln.  Jede Person, die mit mehr als 50 Gramm einer kontrollierten Substanz gefunden wurde, kann mit der Todesstrafe rechnen, stellt CNN fest.

Der Vorstoß Chinas, kann durchaus als billige Retourkutsche gesehen werden, da das Land, als weltweit größter Hersteller,  die USA seit Jahren mit dem Schmerzmittel Fentanyl regelrecht überschwemmt. Fentanyl ist starkes und schnell abhängig machendes verschreibungspflichtiges Opioid, dass zu einer regelrechten Sucht-Epidemie in den USA geführt hat.

Mehr als 72.000 Menschen starben 2017 an einer Drogen-Überdosis, die meisten an Opioiden wie Heroin oder dem Narkosemittel Fentanyl. US-Präsident Donald Trump rief daraufhin den nationalen Gesundheitsnotstand aus und stellte drei Milliarden Dollar pro Jahr, vor allem für Therapieplätze, zur Verfügung. Im April gab China im Fentanyl-Streit nach. Die Pekinger Regierung kündigte an, sie werde hart gegen die Produktion der gefährlichen Droge Fentanyl durchgreifen. Alle von den USA angesprochenen Probleme mit Fentanyl seien „gelöst“, erklärte damals sagte der Vize-Chef Liu Yuejin laut Welt.

Kanada war letztes Jahr das zweite Land, das Marihuana vollständig legalisierte. In den USA ist Marihuana derzeit in 10 Bundesstaaten für den Freizeitgebrauch legal. Ein elfter Bundesstaat – Illinois – hat kürzlich ein Legalisierungsgesetz verabschiedet, das im nächsten Jahr in Kraft treten soll. Mehr als 30 US-Bundesstaaten bieten medizinische Marihuana-Programme an. (MS)

 

 

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3 Kommentare

  1. Kiffen ist Mist, weil es süchtig macht und man sein Leben verpasst, sage ich als ehemals dauerkiffender Süchtiger! Und ich fürchte den Tag, wenn die Grünen sich damit bei der Greta-Jugend beliebt machen und sie diese so nebenbei grandios weiter verblöden!
    PS mein Bruder lebte lange in Shanghai; als ich ihn 2005 mal dort besuchte, fragte er mich ob er was besorgen solle; was ich sagen will: Auch in China gibt es seit langem eine Kifferszene.

  2. „China habe insgesamt 115 Pakete in internationaler Post abgefangen“

    Liebe Chinesische Regierung. Schickt einfach die Päckchen an den Deutschen Bundestag.
    Man wird sich dort freuen, auch wen 115 Pakete nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein werden.

    • … oder an Berliner Hauptschulen, dann haben die Schüler mehr Geld um auch am Abend wieder dicht zu sein.

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