Viktor Orbán – „Europas Zukunft darf nicht von EU-Bürokraten bestimmt werden“

Foto:Von Alexandros Michailidis/shutterstock
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Ungarn – In einer Presseerklärung meldete sich Premierminister Viktor Orbán zu Wort und mahnte Brüssel, die Souveränität der Nationalstaaten zu respektieren.

In der offiziellen Presseerklärung zu den kommenden Wahlen zur EU-Kommission, richtete Premierminister Viktor Orbán warnende Worte an die Eurokraten in Brüssel. Sie hätten die „Nationalstaaten und ihre Unabhängigkeit“ sowie die „christliche Kultur Europas“ zu respektieren, wenn sie in ihr neues Amt gewählt werden. Auch werde sich die Fidesz-Partei nur solchen Kandidaten zuwenden, die keine feindlichen Absichten gegenüber Ungarn gezeigt haben. In der Vergangenheit musste das kleine Land östlich von Österreich viel Kritik für seinen migrationskritischen Kurs einfahren.

Orbán betonte zudem, dass es keinen Weg vorbei an der Migrationsfrage geben würde und man nur solche Kandidaten unterstützen würde, die in dieser Frage den richtigen Kurs verfolgen. Dabei deutete er an, dass es hier vermutlich Kandidaten aus der Visegrád-Gruppe sein würden, die traditionell mit Ungarn seit 2015 auf einer Linie liegen. Die Länder Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn sind Mitglieder der Visegrád-Gruppe, einer Allianz von vier mitteleuropäischen Ländern, die fundamentale Veränderungen in der Migrations- und Kulturpolitik in Europa fordern. Dazu gehören der Schutz der Außengrenzen des Kontinents sowie die Wahrung christlicher Kultur sowie der Erhalt der ethnokulturellen Identität der Völker.

Europas Zukunft könne nicht von „EU-Bürokraten“ bestimmt werden, so der Premierminister. (CK)

 

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12 Kommentare

  1. Die Migrantenströme nach Europa werden von der EU und der UN gezielt gefördert und unterstützt. Da gegen den entscheidenden Migrationsdruck, die enormen Geburtsraten (Afrika wächst wohl derzeit aller 10 Tage um eine Million), keine Hilfe zur Drosselung der Bevölkerungsexplosion erfolgt, ist Migration als Hilfe mehr als scheinheilig. In den unzähligen Protokollen und Programmen der EU-und UN- Gremien sucht man Einfluß auf sinnvolle Geburtenregelungen vergebens. Hauptziel ist die Auflösung der europäischen Nationalstaaten und ihrer sozialen und kulturellen Verhältnisse. Sich dagegen zu wehren ist ehrenvoll und entspricht den Willen der Bürger in den Ländern der EU.

  2. Viktor Orbán will diese EU Konstruktion nicht verstehen. Die EU ist als ein System der diktatorischen Umerziehung und Gleichmachung konstruiert worden – und das in einem Konglomerat mit ungefähr 200 Sprachen und Dialekten mit jeweils unterschiedlichen Kulturen.

    Den Machern dieser EU Konstruktion war klar, man kriegt alles nur unter einem Deckel, wenn der Prozess bestimmend geführt wird. Das Ergebnis sehen wir heute: eine Fehlkonstruktion EU, die zunehmend diktatorischer wird.

  3. Ja. Der hat komplett sowas von verloren – bei mir …

    Naja, bewahrheitet sich der Spruch: „Dessen Brot ich fress, dessen Hand ich leck.“

    Als BRD-Geborene werden wir das auch allein hinkriegen.

    Schade. Aber egal ;-))

    • was soll er machen, aus der EU austreten?

      Die EU hat eine mächte Waffe:

      Freier Warenverkehr und keine Zölle.

      Als Exportnation in Sachen Fertigung von Gütern aller Art für andere EU-Länder hat Ungarn wenig politischen Gestaltungsspielraum. Das ist der „Preis“ den alle zahlen müssen, die wirtschaftlich von der EU profitieren wollen. Kein schlecht ausgedachtes System, was sich die EU-Granden da vor vielen Jahren ausgedacht haben.

      Genau das ist ja auch der Grund, warum der Brexit den Briten so viel Kummer bereitet. Die unabhängige Schweiz kommt auch immer mehr in die Petrolie.

  4. Die EU muss auf das zurück geführt werden was es einmal war. Gemeinsame Standards zu entwickeln. Alles was die EU bisher macht sind Auswüchse von Möchtegern Faschisten mit einem ödipalen Komplex.

    • Genau. Es ist nämlich genau so, was die Engländer sagen: so war das alles nicht verabredet! Die EU hat sich vollkommen verselbständigt und verdreht – siehe Dragi: zuerst kriegen die Bürger erzählt, dass die EZB genauso arbeitet wie die Bundesbank und der Euro so sicher ist wie die DM, dieselben Leute haben aber den Dragi das machen lassen, was er nicht darf…..die ganze EU ist zwar gutgemeint, aber eigentlich eine einzige Lachnummer……wenn es nicht so traurig wäre.

  5. Mit Eurokraten in Brüssel, meint Orban sicherlich die freimaurerischen Jesuiten und Bilderberger Ritter von Malta.

    Man könnte dies den EU-Bürgern ruhig sagen, nur begreifen werden sie es eh nicht.

  6. Recht hat er. Bin gespannt wann die politische „Falle“ die für ihn bereitsteht zuschnappt.

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