Freie Medien veröffentlichen gemeinsame Erklärung zum Mordfall Lübcke

Mordopfer Walter Lübcke Foto: Imago

Eine Vereinigung der freien Medien hat folgende Presseerklärung zum Mordfall Lübcke veröffentlicht:

Der mutmaßlich von dem Rechtsextremisten Stefan E. begangene Mord an Dr. Walter Lübcke ist ein verabscheuungswürdiges Verbrechen. Gerade deshalb gilt es, nicht nur die Tat zu untersuchen, sondern auch einen Blick auf die Umstände zu werfen, die den Nährboden dafür geschaffen haben.

Durch das bis heute andauernde Regierungshandeln der letzten Jahre, vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zurecht als „Herrschaft des Unrechts“ bezeichnet, wurden in Deutschland Zustände geschaffen, in denen rechtsradikale Gewalttäter eine Rechtfertigung für ihre Verbrechen zu sehen glauben.

Die von der Politik und den Mainstream-Medien betriebene unzulässige Gleichsetzung von rechtskonservativen, andersdenkenden Bürgern und ihrer Freien Medien mit tatsächlichen Nazis und Rechtsextremisten ermöglicht es letzteren, wie der Fisch im Wasser unkenntlich zu werden.

Wir, die Freien Medien und die rechtsstaatlichen Bürger Deutschlands weisen jeden Versuch der Mainstream-Presse, uns mitverantwortlich zu erklären, entschieden zurück. Wie alle anderen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen haben wir mit dem Milieu, aus dem Stefan E. stammt, in keiner Weise etwas gemein.

Im Gegenteil, wir haben von Anfang an vor dieser Entwicklung gewarnt, die ein gesellschaftliches Klima hervorgebracht hat, in dem ein solches verwerfliches Gedankengut gedeihen konnte. Und oft sind es gerade wir, die Freien Medien, die aufgrund unserer eher liberal-konservativen Weltanschauung, unserer Israel- und Homosexuellen-freundlichen Haltung von den Rechtsextremisten beschimpft und bedroht werden.

Uns mit dieser Klientel in einen Topf zu werfen bedeutet, den Extremisten in die Hände zu arbeiten.

Der Mord an Dr. Walter Lübcke sollte daher von der Politik und den etablierten Medien zum Anlass genommen werden, inne zu halten, hier künftig zu differenzieren und damit den Aktionsradius der Extremisten deutlich einzuschränken.

Die Unterzeichner finden Sie hier

Loading...