Brandenburgs Linke lehnt Koalition mit der CDU ab

Brandenburger Linke lehnt Koalition mit der CDU ab; Foto: jouwatch Collage
Brandenburger Linke lehnt Koalition mit der CDU ab; Foto: jouwatch Collage

Brandenburg – Nachdem Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben angekündigt hat, nach den Landtagswahlen mit allen Parteien – also auch mit der AfD – Gespräche führen zu wollen – sind die Linksradikalen von der SED-Nachfolgepartei nun maximal verärgert. Sie schließen eine Koalition mit der CDU aus. 

„Wer der AfD nur einen kleinen Finger reicht, kann für uns kein Partner sein“, meint Linken-Spitzenkandidat für die brandenburgische Landtagswahl, Sebastian Walter, am vergangenen Samstag. „Wer mit der SPD unter Dietmar Woidke Gespräche ablehnt, aber gleichzeitig mit der AfD reden will, der sollte ganz, ganz tief in sich gehen und noch mal überlegen, auf welcher Seite er eigentlich steht“, so der Sozialist laut RBB24.

CDU-Spitzenkandidat Senftleben hatte im Falle eines Wahlerfolgs seiner Partei angekündigt, auch mit der AfD Gespräche führen zu wollen. Eine Koalition mit der AfD könne er sich im Land allerdings nicht vorstellen. Eine Zusammenarbeit mit der Linken schließt Senftleben grundsätzlich nicht aus, aber eine mit Dietmar Woidke, heißt es dazu weiter. Auf die Ansage des Linken Walter antwortete Senftleben: „Wenn die Linke das sagt, habe ich eine Frage weniger zu beantworten.“

Seit rund zehn Jahren regiert die Linke in Brandenburg mit der SPD. Rot-Rot hat aber in Umfragen keine Mehrheit mehr. Laut aktuellen Umfragen ist die AfD in Brandenburg erstmals stärkste Kraft und kommt auf 21 Prozent der Stimmen. Für die regierende SPD würden nur noch 18 Prozent stimmen. Die Grünen kommen auf 17 Prozent und liegen gleichauf mit der CDU. Die Linkspartei kommt auf 14 Prozent. (SB)

 

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10 Kommentare

  1. Es ist irgendwie schon richtig niedlich. Der CDU Mann geht davon aus das er bei den Wahlen eine Chance hat. Nachdem die SPD sich gerade selber auflöst und das letzte aufgebot in Form eines Dreigestirns installiert hat, witterte die CDU endlich Morgenluft. Dafür war der CDU Mann sogar bereit mit den Nachfolgern der Mauermörder Partei zu reden. Doch die sind angepisst, weil die CDU mit einer demokratisch gewählten (wahrscheinlich sogar stärkste Fraktion) reden will. Das zeigt auch die Antidemokratische Einstellung der CDU. Eigentlich redet der Wahlsieger mit den anderen Parteien. Wahrscheinlich hat ihn das undemokratische Verhalten der SPD in Bremen auf diese Idee gebracht.
    Wir sollten da dringend etwas am Wahlsystem ändern. Es kann ja nicht sein das die Antidemokraten, die Wahlen verlieren, „Allianzen“ gegen den Sieger bilden können.

    • Das war schon immer so. Früher diktierte die FDP mit 6% was die Regierung zu tun hat. Schon damals zweifelte ich das das demokratisch sein kann.

  2. Sebastian Walter sollte einmal die Geschichte seiner eigenen Partei aufarbeiten (SED/PDS/Links-Partei), – bevor er Forderungen stellt.

    Diese Verbrecher SED-Genossen waren 1989 froh, – das sie vom Volk nicht aufgehängt wurden wie in Rumänien.

    Und heute stellen sie sich hin, als wenn es die „DDR“ und den „Stalinismus“ nicht gegeben hätte. – UNGLAUBLICH

    • Wo das Vermögen der SED geblieben ist ist dann auch ein gut gehütetes Geheimnis. Wir dürfen davon ausgehen das es Schalck-Golodkowski wusste. Wir dürfen auch davon ausgehen das es Gysi weiß. In keiner Talkshow werden die SED/PDS/die Linke Politiker danach gefragt.

  3. Auf diese gegenseitige Abgrenzerei der Blockparteien gebe ich gar nichts!
    Bei einem bin ich mir aber ganz sicher; jeder dieser Systemlinge wird alles tun, um die AfD so klein wie möglich zu halten, da sind sich alle einig!

  4. Sebastian Walter sollte einmal die Geschichte seiner eigenen Partei aufarbeiten (SED/PDS/Links-Partei), – bevor er Forderungen stellt.

    Diese Verbrecher SED-Genossen waren 1989 froh, – das sie vom Volk nicht aufgehängt wurden wie in Rumänien.

    Und heute stellen sie sich hin, als wenn es die „DDR“ und den „Stalinismus“ nicht gegeben hätte. – UNGLAUBLICH

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