Wiesbaden: Trotz umstrittenen Vorgänger – Neuer OB ist wieder ein SPD-Mann

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Wiesbaden – Wiesbadens Wahlvolk kanns nicht lassen. Trotz heftiger Skandale um den früheren SPD-Oberbürgermeister Gerich haben in der Stichwahl die meisten Bewohner der Landeshauptstadt dem neuen SPD-Kandidaten Gert-Uwe Mende ihre Stimme gegeben. Und zwar mit Prozentzahlen, die an die CSU in Bayern erinnern.  61,8 Prozent wählten in Hessens einziger Stadt mit „waffenfreier Zone“ den Sozialdemokraten. CDU-Mann Eberhard Seidensticker kam nicht über 38 Prozent hinaus.       

„Bei der Stichwahl um den Oberbürgermeisterposten landete SPD-Kandidat Gert-Uwe Mende einen klaren Sieg. Für den neuen Wiesbadener OB stimmten nach Auszählung aller 260 Wahlbezirke 61,8 Prozent,“ jubelt zusammen mit anderen linksgrünen, gleichgeschalteten Medien der Staatsender HR.

Für die nach der Europawahl und Rheinland-pfälzischen Kommunalwahl schwer angeschlagene partei kommt der Sieg von Mende – das klingt wie „Wende“ – wie ein warmer Sommerregen nach einer politischen Dürreperiode. In Hessen schaffte es die SPD bei der Europawahl nur noch auf 18,4 Prozent. In der Landeshauptstadt rutscht sie sogar auf 18,2 Prozent ab.

„Mende tritt die Nachfolge seines SPD-Parteikollegen Sven Gerich an, der nach Korruptionsvorwürfen das Handtuch geworfen hatte. Der Erfolg des Journalisten Mende überrascht insofern, da er dem Umfrage- und Stimmungstief seiner Partei auf Landesebene und Bundesebene trotzte.“ Schreibt der HR weiter. Für den Wiesbadener SPD-Vorsitzende Dennis Volk-Borowski ist der Sieg Mendes ein „geiles Ergebnis“. Die SPD habe gezeigt, dass sie nicht nur parteiintern streiten könne, sondern auch Wahlen gewinne könne.

Mende ein SPD-Bilderbuch-Berufspolitiker

Wer genauer hinsieht bemerkt, dass Mende auch von der grünen Klimadebatte nachhaltig profitiert hat. Mit dem Thema Klimaschutz hat er vor allem in den grünen Nobel-Vororten gepunktet. Der Bodenständigere Seidensticker, der mehr auf heimische Wirtschaft setzte – er ist Dachdeckermeister – zog dabei den Kürzeren. Mende dagegen ist ein typischer SPD-Partei-Apparatschik. Nach dem Volontariat bei der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen in Kassel und einem einzigen Jahr als Redakteur im Bereich Nachrichten wechselte er als Pressesprecher ins Hessische Innenministerium unter Dr. Herbert Günther. 1999 wurde Mende Leiter des Ministerbüros im Hessischen Ministerium des Inneren und für Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz und gleichzeitig Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion.  2006 stieg er zum Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion auf. Mende ist damit ein Berufspolitiker, der von Steuergeldern bezahlt, die Sorgen und Existenznöte anderer nie kennenlernte. Weder als Arbeitnehmer noch als Arbeitgeber. Für eine Beamten und Verwaltungsstadt wie Wiesbaden, die in ihren grünen Oasen und Villenvierteln dahinträumt ein idealer Kandidat. (KL)

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Also, Wiesbaden kann mit Migranten geflutet werden, viel Spaß noch, ihr habt ihn verdient!

  2. Diese aufgeblähte grünrote Klientel von „Staatsdienern“, mit ihren auf Dauer unbezahlbaren Pensionen, ihrer Regulierungswut und „Öko“-Traumtänzereien, ist der Ruin Deutschlands!

  3. Dann ist Wiesbaden hervorragend für einen Sicheren Hafen geeignet, sind doch viele Gutmenschen Vorort.

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