Hollarädulljöh: Zwei Grüne bei der Bundeswehr

Max Erdinger

Cem Özdemir (Bild: shutterstock.com/Von Foto-berlin.net)
Cem Özdemir (Bild: shutterstock.com/Von Foto-berlin.net)

MunsterDie grüne Bundestagsfraktion hat neben Fridays For Future, Rezo und Tube One („Die Zerstörung der CDU“) nun auch die Unfähigkeit der CDU-Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen als lohnenden Werbeträger entdeckt.  Die Ökopaxe fordern eine bessere Ausstattung der Bundeswehr. Wer hätte es für möglich gehalten? 

Die Grünen wählen auch hierfür ungewöhnliche Methoden, wie BILD meldet.

Cem Özdemir machte die PR-Aktion auf Instagram bekannt. Auf einem Foto sind die beiden Politiker in Oberleutnant-Uniform zu sehen. So schnell wurde bei der Bundeswehr noch niemand Oberleutnant. Bei Özdemir und Lindner muß es sich um ausgesprochene Spezialbegabungen handeln. Noch eine Woche bei der Bundeswehr – und sie lösen als Duo den NATO-Oberbefehlshaber ab. Doch gemach, gemach: Unter das Foto bei Instagram schrieb Özdemir nämlich: „Ein Grüner bei der Bundeswehr – passt das zusammen? Ich finde: Ja.“ Welcher der beiden Grünen zur Bundesweehr paßt, blieb dabei unklar.

Ob man Grüner sei oder auch nicht, spiele dabei keine Rolle, so Özdemir.  Als Abgeordnete des Bundestags würden Grüne ohnehin darüber entscheiden, ob Soldaten in Einsätze geschickt werden. Özdemir nicht ganz korrekt: „Damit setzen wir auch das Leben der Soldat*innen aufs Spiel“. Tatsache ist, daß sie das Leben von Soldaten aufs Spiel setzen, das von Soldatinnen schon wegen des Soldatengesetzes nicht. Soldatinnen dürfen nicht zu Kampfeinsätzen an die Front abkommandiert werden. Sie sind meist bei den Kampfsanitätern hinter der Front eingesetzt und klagen dort über sexuelle Belästigungen, wie jüngst in der Kaserne Pfullendorf. Die Verteidungsministerin blies ins selbe Horn. Die Staatsanwaltschaft erklärte inzwischen jedoch, die Vorwürfe seien haltlos gewesen (jouwatch berichtete).

Weil aber grüne Bundestagsabgeordnete in ihrer Vorstellung sowohl das Leben von Soldaten als auch dasjenige von Soldatinnen aufs Spiel setzen, wenn sie militärische Fachkräfte zu Einsätzen schicken – und vermutlich, weil sich Grüne ihr Geschlecht ohnehin sozial selbst konstruieren, schrieb Özdemir, es gehöre für die beiden Grünen dazu, „eine Woche am Alltag der Truppe teilzunehmen und sich mit den Soldaten auszutauschen„. Das ist natürlich clever. Wer weiß, mit welchen Anschuldigungen am Bein die beiden Grünen die Bundeswehr in Munster wieder verlassen hätten, wenn sie sich auch noch mit Soldatinnen ausgetauscht hätten.

Die Werbetrommel für eigene politische Positionen wurde natürlich ebenfalls noch gerührt, die Wünsch-Dir-was-Bundeswehr beschworen. Cem Özdemir „wünsche sich eine funktionierende Ausstattung für die Bundeswehr und eine Truppe, die die Werte des Grundgesetzes hochhalte, europäisch denke und handele und für internationalen Frieden und Sicherheit eintrete“, schreibt die BILD.

 

Loading...

5 Kommentare

  1. Können sie die beiden Spinner nicht behalten und mal einige Wochen so richtig im alten Sinn durch das Gelände jagen? Herrlicher Gedanke.

  2. Die Zeiten ändern sich eben. Ende der ’70er-Jahre hatten wir in der MOS (Marine-Ortungsschule Bremerhaven/Drangstedt) für ein oder zwei Wochen – wozu auch immer – einen Richter als Praktikanten. Der hatte zwei Staatsexamina und keine Rangabzeichen.

Kommentare sind deaktiviert.