Zu früh gefreut: Grüne bekommt jetzt doch kein Bundesverdienstkreuz

Zu früh gefreut (Bild: shutterstock.com/Von Rob Bayer)

Stuttgart – Upps. Da ist dem baden-württembergischen grünen Sozialministerium aber ein blöder Fehler unterlaufen: Erst wurde der grünen Genossin Stadträtin Barbara Baur mitgeteilt , dass sie das Bundesverdienstkreuz um den grünen Hals gehängt bekommt und jetzt stellt sich raus: Kommando zurück! War alles ein Fehler. Sie erfüllt die Voraussetzungen für diesen Orden ja gar nicht.

Wahrscheinlich hat die grüne Weingartener Stadträtin Barbara Bauer darüber nachgegrübelt was nochmal sie angestellt hat, dass ihr der große Genosse Sozialminister die höchsten Ehrenamtsauszeichnung des Bundes, das Bundesverdienstkreuz am Bande, verleihen will. Vielleicht für ihre jahrelange Flüchtlingsjubelei? Einfach stillhalten, war wohl ihre Devise. Jedoch hat sich die Stadträtin Barbara Baur zu früh gefreut.

War alles ein Irrtum, teilt ihr eine Mitarbeiterin aus dem baden-württembergischen Sozialministerium mit. Es sei leider ein „bedauerliches Büroversehen“. Sie erfülle die Voraussetzungen leider doch nicht für diesen Orden.

Jetzt ist sie etwas traurig, die grüne Stadträtin aus Weingarten und wirklich verstehen, warum sie ihn nicht bekommen soll, den Bundesverdienstkreuz am Bande, kann sie auch nicht, berichtet die Bild-Zeitung.  Schließlich kümmert sie sich doch seit Jahren um Flüchtlinge. Außerdem hat sie schon jedem erzählt, dass sie das Blech am Band bekomme. Und jetzt wird es doch nichts.

Aus dem Ministerium heißt es jedoch, dass sie als „Ausgleich“ die Staufermedaille des Landes erhalten soll. Das sei eine „besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung“  heißt es. Baur will, obwohl ihr einige Mitstreiter dazu geraten haben, das Ding abzulehnen, die „Ehrung“ annehmen. Was man hat, das hat man, wird sich die 62-jährige Grüne wohl gedacht haben. Und dann will sie weiter machen, mit der grünen Rebellion im Weingartener Gemeinderat.  (SB)

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12 Kommentare

  1. Für was man heutzutage Orden bekommt oder bekommen soll, ist schon lustig.

    Wenn man dazu bedenkt WER alles ein Verdienstkreuz umgehängt bekommt… na gut, schweigen wir besser drüber!

  2. Wer Flüchtlingen hilft, der tut dies nicht zum Wohle Deutschlands, sondern vor Allem, um sich selbst auf eine moralisch höhere Instanz zu hieven. Wer nicht aus Eigennutz hilft, der geht mit seinen „guten Taten“ nicht hausieren, sondern behält sie für sich und erfreut sich insgeheim daran!

  3. Die Verleihung von Orden, Auszeichnungen und Ehrentiteln ist die subtile Variante der Korruption in totalitären Systemen.

    • Korrekt. Das „Blech auf der Brust“ wurde immer gerne genommen. Sowohl zur „Auszeichnung“ der Herrschenden, als auch von den „eifrigen Dienern“.

    • Es gibt auch Ausnahmen. Erika Steinbach hat ihren Bayernorden zurückgegeben. Daran erkennt man den wahren Charakter.

  4. Was für eine Auszeichnung erwartet wohl
    einen Bürger dieses Landes nach 45 Beitragsjahren und Steuerzahlungen,auf die er keinerlei Einfluss hat.Krankenschwestern, Verkäuferin,
    Bau ,LKW-Fahrer usw. hart arbeitende
    Leute die jeden Tag zur Arbeit gehen;möglicherweise noch mit langem Anfahrtsweg.Spritsteuer, CO2-Steuer
    und die Innenstadt Tabu wegen der Grenzwerte.Also Quasi-Enteignung.
    Der Bürger darf sich vielleicht auf Altersarmut freuen, dank Steuer auf Rente,weil unser Bundesverfassungsgericht urteilt es ist verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz
    Pensionen zu besteuern und Renten nicht.Allerdings hat der Beitragszahler seien Beträge vom besteuerten Gehalt
    gezahlt,heißt also Doppelbesteuerung.
    Ich glaube das ist ungesetzlich.Aber das
    BVerG will da wohl so recht nicht ran.
    Also Danke Regierung für Eure Wohltaten
    ich werde es bei der nächsten Wahl wohlwollend berücksichtigen.

  5. Es gibt nur einen Orden, der es wert ist, verliehen zu bekommen und zu tragen. Für besonderen Mut und Tapferkeit im Gefecht. Alles andere ist nur Blech zur Selbstbeweihräucherung.

  6. Dieser Orden- Klamauk wurde der sogenannten ehemaligen DDR abgeguckt.
    Auch die dortigen nicht besonders hellen Machthaber schoben sich Orden und Medaillen
    gegenseitig in rauen Mengen zu.
    Heute kann man das Zeug für wenig Geld auf jeden Flohmarkt erstehen.
    So kann das Schicksal spielen. Möge es noch einmal recht bald so geschehen.

  7. Ich habe mir mal den fragwürdigen Spaß gemacht und mir unsere österreichische Liste
    der Verdienstkreuz Träger angesehen.
    Fazit ? Teilweise Erschreckend und teilweise ironisch gesehen fast lustig, Wer und WAS da alles „Verdienste“ gegenüber Österreich hat bzw hatte 😉

  8. Jeden Tag stehen Notfallhelfer, Feuerwehren und andere, „zivile Dienste“ ihren Mann (oder Frau) und bekommen bestenfalls unbedeutende Auszeichnungen, während das im früheren Ostblock übliche, gegenseitige „Behängen mit Lametta“ auch bei den hiesigen, oberen Chargen der Politik immer mehr zur Regel wird.

    Was hat uns die „Revolution 1989“ eigentlich gebracht ?

  9. Der Run auf die Medaillen, wie in der ehem. DDR. Auch dort hatten Auszeichnungen nichts mit „ausgezeichneten“ Persönlichkeiten zu tun.

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