Bei SPD-Veranstaltung: Altkanzler Schröder rechtfertigt Krim-Annexion – und biedert sich bei seinen russischen Brotherren an

(Bild: Blaues Sofa; CC BY 2.0; siehe Link)
Gerhard Schröder sorgt wieder für Ärger (Bild: Blaues SofaCC BY 2.0; siehe Link)

Wittenberge/Brandenburg – Autokraten-Freund Gerhard Schröder, sozialdemokratischer Ex-Kanzler in millionenschwer dotierten Diensten russischer Staatskonzerne  (Rosneft) und Energieversorger (Gazprom / NordStream AG), hält wieder mal seinem Busenfreund Putin die Stange.

Diesmal trällert der Ex-„Genosse der Bosse“ zynisch das Hohelied des russischen Ultranationalismus und Revanchismus. „Die Krim ist altes russisches Territorium“, erklärte Schröder vorgestern im Rahmen einer SPD-Wahlkampfveranstaltung in Brandenburg, wie „Bild“ gestern berichtete. Es sei dringend an der Zeit, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben, die der Westen nach der Annexion der Halbinsel Krim beschlossen hatte. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing: Schröder läßt mit diesen Äußerungen erneut die Maske fallen. Völkerrecht interessiert ihn nicht, stattdessen wirbt er unverhohlen für Akzeptanz für eine revisionistische Politik, die Russland nicht nur im Fall der Krim, sondern auch im seit 5 Jahren schwelenden Konflikt um die Ostukraine und in anderen russischen Siedlungsgebieten seiner Peripherie an den Tag legt. Zum Vergleich: Würde ein Ex-Regierungsschef plötzlich über das Elsass, Südtirol oder Schlesien als „uraltes deutsches Territorium“ schwadronieren, wäre die Hölle los. Doch auf genau dieser Ebene bewegen sich Schröders Statements.

Dass der Kreml eine Taktik der gezielten politischen Destabilisierung, ja sogar eine unverhohlene ethnische Blut-und-Boden-Politik betreibt und nicht nur in Syrien, sondern auch inmitten Europas die Rolle eines faktischen Kriegstreibers einnimmt, scheint weder Schröder zu bekümmern noch seine ums Überleben kämpfende SPD. Dabei hatte sich ausgerechnet Schröder einst als „Friedens-Kanzler“ für seine außenpolitischen 180-Grad-Kehrtwenden feiern lassen. Nach den Anschlägen vom 9.11.2001 hatte er etwa dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush zunächst die „bedingunglose Solidarität“ Deutschlands zugesagt – keine anderthalb Jahre später, aus rein wahltaktischen und populistischen Gründen, war er populistisch-medienwirksam ins Lager der „Pace!“-Regenbogenaktivisten gewechselt und auf Distanz zu den USA gegangen, was innerhalb der Nato zu erheblichen Spannungen geführt hatte. Diese Inkonsequenz und Wankelmütigkeit ist typisch für Schröder, der sich einmal mehr als rückgratloser Opportunist erweist.

In der Ukraine hatten bereits frühere ähnlichlautende Bemerkungen Schröders für Empörung gesorgt. So hatte er die Krim-Besetzung Anfang 2018 als historisch abschließende Tatsache bezeichnet und spöttisch gefragt: „Glauben Sie ernsthaft, dass irgendein russischer Präsident dies in Zukunft wieder rückgängig machen wird? Diese Realität wird man eines Tages anerkennen müssen“. Der damalige ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hatte deswegen Sanktionen gegen ihn gefordert, Schröder war damals sogar auf einer Webseite ukrainischer „Staatsfeinde“ geführt worden.

Inzwischen regt sich aber auch in Deutschland massiver Widerstand gegen Schröders einseitige prorussische Parteinahme – vor allem wegen der fatalen Außenwirkung, die seine Rolle als „Elder Statesman“ und Ex-Kanzler mit sich bringt. Der stellvertretende Leiter der Menschenrechtsabteilung bei der OSZE, Michael Link (56), erklärte: „Herr Schröder hat mit seinen Äußerungen nun die Grenzen des Zumutbaren überschritten. Es ist der Punkt erreicht, an dem er dem Ansehen Deutschlands in der Welt schadet. Die Bundeskanzlerin kann sich von ihm nicht mehr international vertreten lassen.“ (DM)

Loading...

43 Kommentare

  1. Rügen war anderthalb Jahrhunderte in schwedischem Besitz. In Anbetracht, dass diese Insel mehrheitlich deutschstämmige Bewohner hat, würde wohl kein Mensch verlangen, sie heute wieder den Schweden zu übereignen.

    Und warum noch gleich sollte besagte Halbinsel nun zurück zur Ukraine? Aus Mangel an russischstämmigen Einwohnern kann es ja nun eher nicht sein …

  2. Recht hat er, der Altkanzler. Aus einer Sezession wird keine Annexion, auch wenn noch so viele Medien und USA affine Politiker nicht müde werden dies zu propagieren. Verstehe nicht, warum Journalistenwatch auf diesen Zug aufspringt.

  3. Sezession, Referendum, Beitritt ist etwas anderes als Annexion.

    „Annexion“ heißt im Völkerrecht die gewaltsame Aneignung von Land gegen den Willen des Staates, dem es zugehört, durch einen anderen Staat. Annexionen verletzen das zwischenstaatliche Gewaltverbot, die Grundnorm der rechtlichen Weltordnung. Regelmäßig geschehen sie im Modus eines „bewaffneten Angriffs“, der schwersten Form zwischenstaatlicher Rechtsverletzungen. Dann lösen sie nach Artikel 51 der UN-Charta Befugnisse zur militärischen Notwehr des Angegriffenen und zur Nothilfe seitens dritter Staaten aus – Erlaubnisse zum Krieg auch ohne Billigung durch den Weltsicherheitsrat.

    Schon diese Überlegung sollte den freihändigen Umgang mit dem Prädikat „Annexion“ ein wenig disziplinieren. Freilich bietet dessen abstrakte Definition auch allerlei irreführenden Deutungen Raum. Aus einer von ihnen scheint sich das völkerrechtliche Stigma ableiten zu lassen, das der Westen dem russischen Vorgehen aufdrückt und an dem er die eigene Empörung beglaubigt.

  4. Von „Gas-Gerd“ kann man halten, was man will, aber die Aussage, die Krim sei „altes, russisches Gebiet“, ist vollkommen zutreffend.

    Auch von „gewaltsamer Annexion der Krim durch Russland“ kann keine Rede sein, weil erstens keine Gewalt angewendet und zweitens ein auch von der internationalen Staatengemeinschaft akzeptiertes, weil korrekt durchgeführtes Referendum zuvor ganz klar für eine Rückkehr zu Russland ausging.

    Die Behauptung der „Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine“ fußt übrigens einzig und allein einem autokratischen Beschluß des damaligen KPdSU-Vorsitzenden Nikita Chrustschow (Sowjetunion), der die Krim – seiner ukrainischen Angetrauten zuliebe – sozusagen als „Hochzeitsgeschenk“ machte.

    Das begründet aber keine völkerrechtliche Zugeörigkeit zur Ukraine.

    Im Übrigen sollte sich der „Westen“ mit derartigen Vorwürfen sehr zurückhalten, hat dieser doch 1999 ganz ohne Not einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg im Namen und Rahmen der NATO gegen Rest-Jugoslawien angezettelt und „völkerrechtswidrig“ ein Gebiet namens „KOSOVO“ aus dem Staatsverband herausgebrochen.

    Der international und völkerrechtlich noch immer nicht anerkannte NATO-Marionettenstaat „KOSOVO“ glänzt – unter Kuratel des „Westens“ – vor Allem damit, die serbische Mehrheitsbevölkerung unter die Knute der albanischen Minderheit zu bekommen, um langfristig das „KOSOVO“ mit Albanien zu einem „großalbanischen / skipetarischen Reich“ zu vereinigen.

  5. Solche Artikel unterscheiden Jouwatch positiv von den Putinverstehern die es in der Identitären Bewegung, AFD, LePen usw. leider gibt. Ein Dankeschön an Ihre klare Stellungnahme zu Gas-Gerd.———- PS: Ich war auch schon auf der Krim, Kiew und auch in ganz West-Ukraine und spreche kein Ukrainisch, was sich sehr stark vom Russischen unterscheidet, sondern nur Russisch und ich hatte nie Probleme. Die sogenannte Unterdrückung von Russischsprachigen existiert nur in Putins Weltansicht.——— PS2: Das ist kein „Russlandbashing“ sondern die klare, für alle erkennbare Realität.

    • Positiv eher nicht. Ihre Reisen in der Ukraine sind vermutlich schon etwas länger her. Die Pläne der Ukraine vor dem Maidan waren eindeutig und sind im Netz problemlos zu finden. Die Destabislierung der Ukraine aus bekannten Motiven durch die USA mit ihrem Höhepunkt, dem Putsch am Maidan, sind inzwischen sehr gut dokumentiert und für jeden der sich interessiert, zu recherchieren.

    • Ich war 2011/12 oft und lange dort und habe während dem Maidan und der Krim-Annexion als Informationsträger für Newsportale gearbeitet.
      Schauen Sie sich mal dieses Interview an:

      Ist leider nur auf Russisch/Ukrainisch. Fazit des Gesprächs mit Jakiv Blaich: Antisemitismus ist in der Ukraine kein Problem (Putin behauptet das Gegenteil), auf der Krim gab es überhaupt keine Unterdrückung (Putin behauptete das Gegenteil), der Maidan war eine basisdemokratischer Aufstand/Revolution, kein vom Ausland gesteuertes Ereignis.
      Hier noch Illarionov zu den Vorgängen auf der Krim. Er ist ehemaliger Berater von Putin (2000-2001/2) und Kritiker desselben.

      Auch nur auf Russisch. Illarionov sagte noch während des Maidan die nächsten Schritte Putins voraus, auch die Annexion. Es kam genau so wie befürchtet.

  6. Eigentlich ist es schade das das ansonsten immer sehr eigenständige Jouwatch beim Thema Krim einfach nur von den anderen Medien abschreibt. Etwas mehr Eigeninitiative wäre gut.

    Es war keine Annexion sondern eine Sezession.

    Nur weil es die anderen Medien den Politikern unhinterfragt nachplappern, deswegen muss man es nicht genau so tun.

    90% der Krimbewohner haben für den Anschluss an Russland gestimmt.
    Russland brach das Völkerrecht… und zwar indem es Soldaten aussandte um die Wahlen abzusichern. Wie es aussehen kann, wenn volkes Wille zum wählen mit Gewalt unterdrückt wird, der schaue sich einfach nur Bilder der Polizeigewalt in Barcelona an. DAS war Gewalt. Wurde Spanien dafür gerügt? Ist mir nichts von bekannt.

  7. Dem Autor muß ich in aller Deutlichkeit widersprechen und gleichzeitg betonen, daß ich KEIN Schröder-Fan bin.
    Bei der Angliederung der Krim an die RF handelt es sich NICHT um eine Annexion sondern um eine SEZESSION. Die Angliederung erfolgte NICHT mit Zwangsmaßnahmen bzw. Waffengewalt, was im Völkerrecht eine Voraussetzung für die Verwendung des Begriffes Annexion ist.
    Ich habe bereits bei EPOCH TIMES zu diesem Thema mehr als genug geschrieben und auch auf entsprechende Fachliteratur (Schachtschneider, RA Merkel-Hamburg etc.) hingewiesen.
    Die Angliederung verstieß allerdings gegen die Verfassung der Ukraine, die aber von der RF nicht zu beachten war, da sie kein Teil der Ukraine ist und die Krimbewohner sich per Referendum mehrheitlich FÜR eine Aufnahme in die RF entschieden haben.

    Daß der „Wertewesten“ den Begriff Annexion benutzt ist, ist seinem Drang nach Diffamierung geschuldet und der Tatsache, damit eine Grundlage für Sanktionen gegen die RF kreieren zu können.

  8. Nordstream2 ist als direkte Versorgungpipeline Russland – Deutschland geplant und bereits in Bau. Klar, dass Polen und Ukraine sich gegen den Bau aussprechen, da ihnen ein neues Druckmittel fehlt in Form der Festlegung von Durchleitungsgebühren und ggf. Vollsperrung dieser Leitungen, welches katastrophale Folge für D hätte. Die Amerikaner wollen ihr teures Fracking-Gas verkaufen und D damit ebenfalls in die Abhängigkeit treiben.
    Es wäre außerordentlich töricht, diesen äußerst zuverlässigen Partner (wann hat Rußland je die Gaslieferungen an D eingestellt oder damit auch nur gedroht ?) zu vergraulen.

    Deshalb ein 👎 zum obigen Artikel.

  9. Chruschtschow hat die Krim ohne Legitimation während der Sowjetzeit per Dekret der Ukraine zugeschlagen!
    Die russischen Verträge die vor dem Maidan Putsch geschlossen wurden galten nicht mehr, die Ukraine wollte (wie von den USA gefordert) den Zugang zur Schwarzmeerflotte unterbinden! Das war das geostrategische Ziel der USA, die ja bekannter Maßen auch für den Putsch gesorgt hat!
    Welcher Staat würde sich so etwas gefallen lassen?
    Ich bewundere Putin, der trotzt der ständigen Provokationen von Kriegstreibern aus dem Westen, so ruhig und gelassen reagiert!

    • Es ist richtig, dass der Weltfrieden nur dank Putins Besonnenheit auf zahllose Provokationen des Westens so lange gehalten hat.

  10. Wie kommt denn obiger Artikel aus der Relotius-Systempresse auf diese Plattform? Schröder ist einer der wenigen SPD-ler, den die Bilderberger & Co noch nicht auf Linie gebracht haben. Er ist gegen die Einkreisung Russlands und gegen die Natohetze gegen das Land.

    Auf dieser Plattform sollten Spiegel-Stern-Zeit-SZ-FAZ-Artikel wie der obige besser nicht erscheinen. Die sollen bleiben, wo sie sind und wo der Pfeffer wächst.

  11. Das ist das neue deutsche Traumpaar – Schröder, der Totengräber der SPD und die Blutraute, Totengräber der CDU. Beide haben nur eines im Sinn Ausverkauf der deutschen Interessen zu gunsten von Geld (Schröder) und EU Posten (Merkel). Und leider ist der deutsche Michel zu doof das zu bemerken.

  12. In Bezug auf Russland teile ich viele Ansichten von Schröder. Mir ist es allemal lieber, daß er sich mit Putin gut versteht und nicht solche “ Freunde“ hat wie Merkel und andere Politiker die so manchen USA Politiker in den Allerwertesten kriechen. Wieviel Tage hat Putin einen von Russland inszenierten Krieg geführt? Dagegen haben Obama merken Tag seiner Amtszeit Krieg geführt und bei vielen anderen Präsidenten dürfte es nicht anders aussehen. Genauso ist mit Umstürzen und Aufständen in anderen Ländern, wohin man schaut, es sind immer die Amis dabei und solche Leute wie Soros. Dieser Artikel passt eher zu T-ONLINE, Spiegel usw. Als nächstes sollte der Autor Mal auflisten, wo Politiker und Politikerinnen der Altparteien mit dem Ausscheiden aus der Politik gewechselt sind, so sind mit Merz seine Brötchengebern nicht gerade symphatisch um es mal Vornehm auszudrücken.

  13. Die Krim wurde der Ukraine geschenkt. Geschenke kann man bei groben Undank zurück fordern. Das Schröder gutes Geld mit den Russen gemacht hat ist kein Geheimnis. Viel schlimmer für die Sozialisten ist allerdings das er vorher als Sozialist alle beschimpft hat und nun es wilder treibt als seine angeblichen „Gegner“.

  14. Die Krim wurde nicht annektiert.
    Weshalb wird hier ein Artikel der Lügenpresse als Beitrag von jouwatch veröffentlicht ?

    In der Ukraine sind Nazis an der Macht, unterstützt durch das Merkel-Regime.
    Diese Nazis bombardieren die Landsleute im Donbass, unterstützt durch Merkel und die Amis, sowie die Polen.

  15. Was soll der Quatsch von wegen Annexion ? Ich bin sehr oft auf der Krim gewesen und weiß das die meisten Bewohner sich als Russen fühlen un beleidigt waren wenn man sie Ukrainer genannt hat. Falls man sich selbst ein Bild machen möchte, ist es auch jetzt ohne Probleme möglich, die Krim zu besuchen. Man muß hier nicht auch noch die Propagandalügen von ARD und ZDF nachplappern.

  16. Na wie gut, dass die Bombardierung Serbiens bzw. “Rest-Jugoslawiens“ und die Herauslösung des Kosovo aus serbischem Staatsterritorium völkerrechtlich…pardon, US-rechtlich gesehen absolut einwandfrei abgelaufen ist. Camp Bondsteel ist nun gewissermassen der Vorposten für Menschenhandel, Drogen….pardon – Demokratie und Menschenrechten auf dem Balkan!! Auch die Invasionen in Afghanistan, Irak, Syrien, der Krieg gegen Lybien, den jemen und nun bald vielleicht den Iran oder Venezuela sind 100%ig mit US-Recht vereinbar! Das muß doch mal gesagt werden, oder? Wie unverschämt ist es da von diesem Putin, sein Land einfach immer näher an US-NATO-Interessen heranzurücken und seine Landsleute zu schützen? Das geht nicht, denn jeder einzelne Arsch auf dieser Welt gehört dem US-Deepstate!

    PS: Sollte sich in absehbarer näherer Zukunft in Deutschland eine fast nur noch von Muslimen bewohnte Region abspalten wollen und dies mit terroristischen Angriffen gegen ehemalige Buntschlandbewohner noch untermauern, dann bin ich auf einen Artikel aus der Feder dieses Autors und einen Vergleich zum Kosovo gespannt! Ob er dann die protestierenden verbliebenen Rest-Deutschen als rassistisch, faschistisch, nationalistisch, chauvinistisch beschimpft und der/die Kanzler/-in wie Milosevic in Den Haag endet?

    Ob er das sich abspaltende Gebiet als türkisch annektiert oder sezessiert beschreibt? Ob er gar in Frage stellt, dass dieses verlorene Gebiet überhaupt jemals deutsch gewesen ist? Ob er Deutschland vielleicht komplett als Nicht-existent und reinen Irrglauben abkanzelt?

    Man weiß es nicht. Aber ich bin gespannt und schaue dem Irrenhaus genüsslich aus dem Ausland zu! 🙂

  17. Dieses ist ein typischer Tagesschau-Kommentar. Habt Ihr den übernommen ?

    Es gab auf der Krim eine basisdemokratische Volksabstimmung für den Anschluss an Russland. Und das nennt man Sezession. Eine Annexion ist eine militärische Einnahme gegen den Willen der Bevölkerung. Hallo ?

  18. „Dass der Kreml eine Taktik der gezielten politischen Destabilisierung, ja sogar eine unverhohlene ethnische Blut-und-Boden-Politik betreibt und nicht nur in Syrien, sondern auch inmitten Europas die Rolle eines faktischen Kriegstreibers einnimmt…“

    Diese Aussage kann ich nicht teilen, sicher auch andere Leser nicht!

    • Würde mich auch interessieren, da völkerrechtlich falsche Sachverhalte dargelegt werden (siehe mein obiger Kommentar).

  19. Hier scheint der Genosse Schröder ausnahmsweise einmal mehr Verstand zu besitzen.

    Man sollten vielleicht das von den linksgrünen Medien vermitteltes Russlandbild einmal gründlich überdenken!
    Man muss nicht der vielzitierte Putinfreund sein, aber Fakten sind nun einmal Fakten.

    Eine seit Jahren absolut verfehlte deutsche Russlandpolitik!

    Putin hat in erster Linie das Wohlergehen seines Volkes im Blick!

    Die ewig Russlandkritik der Medien und die Dauerprovokation der Nato!
    Es waren doch die USA, die auf Sanktionen gedrängt haben.Was haben
    uns Europäer die Sanktionen gebracht? Die Sanktionen gegen
    Russland bereiten europäischen Unternehmen große Probleme. Diese Sanktionen gegen Russland haben vielen deutschen mittelständischen Unternehmen immens geschadet. Der Export nach Russland ist eingebrochen, was
    besonders hart den „Exportweltmeister Deutschland „ trifft.
    Die USA dagegen machen weiterhin gute Geschäfte und nehmen
    wieder normale Beziehungen zu Russland auf. Ja toll! So bootet man
    Konkurrenten aus.Im vergangenen Jahr hat der amerikanisch-russische
    Warenaustausch laut russischen Statistiken
    um knapp sechs Prozent zugelegt. Der Handel mit
    den Staaten der Europäischen Union
    (EU) schrumpfte demgegenüber um fast zehn
    Prozent.“ (Quelle
    Spiegel)

    Das größte Land der Erde, mit den größten
    Rohstoffvorkommen, dem größten konventionellen und nuklearen
    Waffenarsenal, fühlt sich nicht nur stark, sondern es ist stark. Das
    größte Land der Erde hat selbst alle wichtigen Rohstoffe, es könnte sich spielend selbst mit allen wichtigen Lebensmitteln und
    Gütern versorgen. Genaugenommen hat dieser Boykott die Russen
    geweckt und sie dazu ermutigt, ihre eigenen Produkte zu kaufen und
    neue herzustellen, anstatt zu importieren.
    Dazu kommt das nur 5% Arbeitslose, nur 12% Staatsschulden am BIP, sowie 500 Milliarden an Gold- und Devisenreserven, selbst was für fast alle westlichen
    Staaten eine reine Traumvorstellung bleibt. Genau
    diese Autarkie wird nun erst durch die westlichen Sanktionen
    gefördert. Im Finanzwesen und technologisch arbeitet man nun
    einfach mit Asien, statt mit dem Westen zusammen.Und
    die völlig hirnrissigen Sanktionen führen dazu das
    milliardenschwere Handelsbeziehungen für immer verloren gehen, weil
    Russland nun diese Marktanteile an andere Länder vergibt, wie
    Türkei, Iran, China und Südamerika.

    Immer wieder der Fingerzeig auf die Russen! In der EU sieht‘ s doch
    nicht besser aus. Da werden Milliarden um Milliarden in allerlei
    nutzlose Maßnahmen versenkt . Wirtschaftlich profitieren davon
    tut nicht wirklich einer. Warum also, sollte man sich nun
    permanent mit Russland oder deren Wirtschaft beschäftigen? Man
    hat von EU-Seite ein Embargo und eine Sanktion nach dem anderen
    erlassen und hat nun praktisch fast keinerlei wirtschaftliche
    Beziehungen mehr zu Russland. Wem hat die Union&SPD-Regierung
    also geschadet? Unter Putin wurden in der letzten Dekade GDP und
    Pro-Kopf-Einkommen verachtfacht (siehe Google-Statistik zu Russland)
    – und in Deutschland?

    Übrigens, die Differenzen zwischen den Ukraine-Russen und Ukrainern sind ein Problem der Ukraine und nicht Deutschlands.

    Ein Blick in die Geschichte zum besseren Verständnis. Am 19.2.1954, hatte Nikita Chruschtschow mit einem Federstrich einen Zustand geschaffen, der heute von der Mehrheit der Russen als anormal und widernatürlich gehalten wird: Chruschtschow schenkte der Ukraine die Halbinsel Krim.
    Die Geste schien nur logisch: Schließlich sollten in der großen Völkerfamilie der Sowjetunion sowieso bald alle Grenzen der Vergangenheit angehören. Warum sollte also nicht die sozialistische Kurzone Krim aus dem Verwaltungsbereich der Russischen Sozialistischen Sowjetrepublik in die ebenfalls sozialistische Ukraine überwechseln – zumal doch auch Chruschtschow aus der Ukraine stammte.

    Also dekretierte das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR die Übergabe.
    Nachdem die Ukraine sich 1991 für unabhängig erklärte, empfanden viele Russen es als besondere historische Ungerechtigkeit, dass damit auch die Krim, die Kurhotels und der Zarenpalast von Jalta für Russland verloren waren.
    Es wird dabei darauf verwiesen, dass die Krim (und der Südosten der Ukraine) in langen Kriegen durch Russland von der Türkenherrschaft befreit worden war.
    Am 20. Januar 1991 sprachen sich 93 Prozent der Krimbewohner in einem Referendum für die „Wiederbegründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim (ASSK) als Subjekt der UdSSR und Teilnehmer des Unionsvertrages“ aus.[In dem am 16. März 2014 durchgeführten Referendum über den Status der Krim sprachen sich bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % dem amtlichen Endergebnis zufolge 96,77 % der Abstimmenden für einen Anschluss an Russland aus.

    Aber eines sollten wir auch niemals vergessen, ohne das Wohlwollen der Russen
    hätte es nie eine Wiedervereinigung Deutschlands gegeben.

    Hier bei uns läuft doch gerade einiges schief, darauf sollte man
    aufmerksam machen. Damit die Menschen mal begreifen was hier, vor der eigenen Haustür abgeht. Wir brauchen uns wahrlich nicht immer und über alle russische Zustände mokieren:

    „Willst Du sprechen über mich und die Meinen,dann
    betrachte zuerst Dich und die Deinen!

    Was viele scheinbar nicht sehen wollen ist die wirkliche Bedrohung Europas. Die kommt aus einer ganz anderen Ecke und wird noch einen Schulterschluß des christlichen Europas erforderlich machen .
    Die AfD besitzt in dieser Hinsicht anscheinend weit mehr Gespür, gesunden Menschenverstand und Weitblick.

    • Bei dieser „AUSFÜHRLICHEN ANALYSE“ wurde nur ein wesentliches Datum einfach unterschlagen.

      Das Budapester Memorandum wurde am 5. Dezember 1994 im Rahmen der dort stattfindenden Konferenz unterzeichnet.
      Im Memorandum verpflichteten sich die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien und Russland in drei getrennten Erklärungen jeweils gegenüber Kasachstan, Weißrussland und der Ukraine, als Gegenleistung für einen Nuklearwaffenverzicht die Souveränität und die bestehenden Grenzen der Länder (Art. 1) zu achten. Dabei wird auf die Schlussakte von Helsinki verwiesen.

      Dieses Memorandum mit 6 ganz wesentlichen Artikeln einfach wegzulassen ist Geschichtsklitterung. Weglassen ist auch gelogen!

      Es ist nicht 1954 der Laune Chrustschows entsprungen, daß die Okkupation von Teilen der Ukraine 60 Jahre später völkerrrechtlich als gegen „anormale“ und „widernatürliche“ Verhältnisse und als legitim gerechtfertigt wurde. Zwischen diesen Daten geschah historisch Bedeutsames! „Widernatürlich und „anormal“ sind keine völkerrechtlichen Adjektive! Die Souveränität der Ukraine wurde nämlich 40 Jahre nach Chrustschow irreversibel noch einmal bestätigt.

      Allerdings muß man sagen, daß die sog. Sanktionen gegen Russland sinnlos und kontraproduktiv sind. Es wäre besser sie aufzuheben. Aber was soll eine westliche Völkergemeinschaft anderes tun, wenn sie nichts anderes hat als wirtschaftliche, hilflose Mittel als „schärfste Waffe“ gegen Unrecht. „Tertium non datur“ sagt der Lateiner und ergibt sich fatalistisch dem Stärksten.

    • Ein guter Anfang wäre wenn der Westen sich an die internationalen Regeln halten würde, aber das ist reines Wunschdenken.

  20. Bin alles andere als ein Schröderfreund aber das er ein Russenfreund ist gereicht ihm zur Ehre.Mir ist die Beziehung zu Russland nicht zuviel sondern viel zuwenig !

  21. Er hat ausgesorgt. Ein typisches Beispiel von einem Sozen, der in Wirklichkeit
    ein Extrem-Extremrechter ist. Extrem nur für sich selbst, nicht mal für die Bürger

    • Was daran Gutes sein soll und was dieser geehrte Überläufer damit zu tun hat ist fragwürdig. Was er getan hat ist historisch vermutlich der größte Vertrauensbruch an einem Volk, das ihn groß gemacht hatte, in der Weltgeschichte. Zudem hat er Deutschland als Austeritäts-Ruine hinterlassen, die von seiner Nachfolgerin vollends geschleift wurde.

  22. Mama mia, Schröder vergaß Urkaine Putsch alles ok, aber Volksabstimmung auf der Krim nicht ok.

  23. Dieser korrupte KGB-Agent hat D außenpolitisch erst in die Bedrouille gebracht. Dass Merkel sich von dem international vertreten lässt, zeigt, dass sie ebenfalls im selben Boot sitzt.

  24. Er hat ausgesorgt. Ein typisches Beispiel von einem Sozen, der in Wirklichkeit
    ein Extrem-Extremrechter ist. Extrem nur für sich selbst, nicht mal für die Bürger

Kommentare sind deaktiviert.