Multikulturelles Treiben: Wenn Migranten Migranten ins Land schmuggeln

Foto: Fotolia/ Gerhard Seybert
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Bayern/ Rosenheitm – Ein multikulturelles Treiben der besonderen Art: Die Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der Inntal-Autobahn mehrere ausländische Staatsangehörige festgenommen. Diese hatten unabhängig voneinander versucht, einzelnen Migranten mittels Pkw zum unerlaubten Grenzübertritt zu verhelfen. 

So stoppten die Beamten am Mittwoch einen Albaner mit einer italienischen Aufenthaltserlaubnis, der mit einen Landsmann auf der A93 unterwegs war. Zuvor trafen die Bundespolizisten an der Rastanlage Inntal-Ost auf einen Iraker mit deutscher Aufenthaltsgenehmigung, der einen irakischen Staatsangehörigen in seinem Auto beförderte. Ebenfalls mit einem Iraker an Bord reiste ein österreichischer Fahrzeugführer nach Deutschland. Ein Albaner mit italienischer Aufenthaltserlaubnis brachte einen anderen Albaner über die deutsch-österreichische Grenze. In der Kontrollstelle trafen die Bundespolizisten außerdem auf einen Marokkaner, der über eine deutsche Aufenhaltsgenehmigung verfügt. Sein Beifahrer stammt ursprünglich aus Pakistan.

Keiner der Mitfahrer hatte die für den jeweils beabsichtigten Aufenthalt in der Bundesrepublik erforderlichen Papiere. Sie wurden jeweils wegen des illegalen Einreiseversuchs angezeigt. Den beiden Albanern und einem der irakischen Staatsangehörigen verweigerte die Bundespolizei unmittelbar die Einreise, heißt es in der zugehörigen Polizeimitteilung der Rosenheimer Polizei. Sie wurden nach Österreich zurückgewisen. Der andere Iraker und der Pakistaner wurden, da sie in der Vergangenheit in Deutschland registriert worden waren, vorerst an die für sie zuständigen Ausländerbehörden weitergeleitet, die dann über eine Rückschiebung entscheidet.

Die Fahrzeugführer konnten nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder aus der Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim marschieren. Jeder von ihnen wird aller Voraussicht nach mit einem Strafverfahren wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise zu rechnen haben. Mutmaßlich im Vergleich zum Gewinn einer geglückten Schlepperei ein Witz. (SB)

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4 Kommentare

  1. „Jeder von ihnen wird aller Voraussicht nach mit einem Strafverfahren wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise zu rechnen haben.“

    Diese Verfahren werden bestimmt eingestellt. Und auch wenn nicht: einmal gestoppt, zehn mal geschafft und schon hat man ein lukratives Unternehmen aufgebaut. Da kann man sich die 100 euro Strafe aus der Portokasse leisten.

  2. Schleuser und alle Familienangehoerigen sowie die moeglichen Neubuerger sofort inhaftieren und sofort abschieben ohne Einspruchsmoeglichkeit. Das Tatwerkzeug (Auto) einziehen und verschrotten. Wenn sich das herumspricht ist bald Sense mit der Schleuserei.

  3. „Keiner der Mitfahrer hatte die für den jeweils beabsichtigten Aufenthalt in der Bundesrepublik erforderlichen Papiere.“

    Die ganze Welt weiß, dass für eine Einreise nach Deutschland Papiere nur hinderlich sind.

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