Gewerkschaft der Berufspolizei mag keine Bürger in Uniformen – warum nur?

Foto: Collage

Wiesbaden – Hessens Gewerkschaft der Berufspolizei mag keine freiwilligen Helfer in Uniformen. Das geht aus einem Bericht der hessenschau hervor, der sich auf eine Anfrage der AfD zum Thema „Freiwilliger Polizeidienst Hessen“ bezieht. Demnach patrouillieren zurzeit 135 Frauen und 256 Männer in Uniformen und mit Pfefferspray „bewaffnet“ durch die Gegend und erhöhen so die Sicherheit der Bürger. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnt das Modell konsequent ab. Die Argumente sind schwammig und kaum nachzuvollziehen.

„Wo Polizei draufsteht, muss auch Polizei drin sein. Freiwillige verbesserten weder die objektive noch die subjektive Sicherheit. Angesichts steigender Gewaltbereitschaft gegen Polizisten sei ihr Einsatz nicht sinnvoll,“ lauten via hessenschau die dürftigen Argumente des stellvertretende Landesvorsitzende der GdP, Jens Mohrherr. Schon beim ersten Satz hat wohl schon mancher Polizeigeschädigter kräftig schlucken müssen. Zum Beispiel die Teilnehmer einer Demo am Weltfrauentag am 8. März, die von der Frankfurter Polizei für vogelfrei erklärt, und dann hilflos einem handgreiflichen linksradikalen spuckenden Mob ausgesetzt waren. (jouwatch berichtete) Ähnliches erleben immer öfter auch Opfer von Gewalt, etwa das Paar, dass in der Bonner Siegaue einem schwarzen Sexverbrecher ausgesetzt war oder Prügelopfer Niklas, dessen Peiniger und Mörder nicht zuletzt durch Polizeipannen nie überführt werden konnte. Jüngstes Opfer: Ein Rentner aus Offenburg, dessen schwarzer Kopftreter dank Freiburger Polizei in der benachbarten Kreisstadt strandete, wo er noch mal kräftig nachtrat.

Dass Mohrherr ausgerechnet den Inhalt von Flaschen „Wo Polizei draufsteht, muss auch Polizei drin sein“ als Sinnbild für „Qualität“ wählt, zeigt die Inhaltlosigkeit der Argumentationskette. In Wahrheit ist sogar der Innenminister mit den „Nachbarn in Uniform“ zufrieden und sieht in ihnen, laut hr ein wertvolles Bindeglied zwischen Bürgern und Polizei. Durch ihre Anwesenheit werde das „subjektive Sicherheitsgefühl“ der Bürger gesteigert, aber auch die tatsächliche Sicherheitslage verbessert, heißt es in der Antwort des Ministeriums. Nach Ansicht der Behörde sei schon die Anwesenheit einer freiwilligen Streife sei Teil der Kriminalprävention. Darüber hinaus käme die Bürgerpolizei bei der Bevölkerung gut an. In 90 Kommunen gibt es diesen freiwilligen Dienst bereits. Tendenz steigend.

Neu sind die Nachbarn in Uniform nicht. Seit der Jahrtausendwende können Bürger im Alter von 18 bis 64 Jahren ehrenamtlich bei der Polizei helfen. Die Unformen der Bürgerpolizei ähneln denen von Berufspolizisten. Auch dürfen sie personenbezogene Daten erheben. Wichtiger Unterschied zum Staatsdiener: Sie dürfen keine körperliche Gewalt ausüben oder Waffen tragen. Außer Pfefferspray zur Selbstverteidigung.

In Zeiten in denen sich der Rechtsstaat an allen Ecken und Kanten durch Clankriminalität, Parallelgesellschaften und Links-„Aktivismus“ wie eine Mottendecke auflöst, kommt sowohl den privaten Sicherheitsdiensten als auch den Bürgerpolizisten eine immer größere Bedeutung zu. (KL)

 

Loading...

12 Kommentare

  1. GdP ist ja nur ein Anhängsel des DGB und somit Antifaunterstützer. Also logisch, dass die gegen alles sind, was für Sicherheit sorgt.

  2. Eine Gewerkschaft kann es nur geben wenn sie auch Mitglieder hat. Ich verstehe die Mitglieder nicht. Wie viele Beamte wurden verletzt weil sie keinen Taser hatten. Ich jedenfalls würde diesen Gewerkschaftsbossen Feuer unter dem Hintern machen denn SIE sind für jeden Kollegen verantwortlich der wegen mangelnder Ausrüstung verletzt wird. Dann brauchts auch keine Hiwis mehr.

  3. Man sollte einfach mal die „Gewerkschaft der Berufspolizei“ mit dem konfrontieren, was sie seinerzeit positiv zur freiwilligen Polizeireserve in Berlin gesagt hat, und anfragen, wieso sie das heute anders sieht. Selbstverständlich müssen die freiwilligen Polizeihelfer von der Polizei angteleitet werden und dem ist ja wohl auch so, wie dem Text zu entnehmen ist.

  4. Ja aber die freiwillige Buergerpolizei , die bekommen nicht mal den Mindestlohn.
    Hier in Giessen hat die AfD eine kleine Anfrage gestellt,zwecks Bezahlung.

    Die Städte oder Kommunen sind nicht verpflichtet den Mindestlohn zu zahlen.
    In Giessen bekommen die die eigtl auch ihre Haut und Kopf dafür hinhalten keine 7,20€ wert.

    Und die Polizei ist nicht mal fähig einen Stalker dingfest zu machen .
    Ich halte nichts mehr von diesen angeblichen Polizisten, die brauchen schläge weil die zur Bundesregierung halten.
    Und unbescholtene Bürger nicht schuetzen.

  5. Wie wäre es denn , wenn endlich mal grundsätzliche Verhältnisse geschaffen würden , die diesen “ Hilfseinsatz “ überflüssig machen ?
    Stünde man zusammen , dann könnte man damit in Berlin beginnen .

    • Soweit ich den Text verstanden habe, sind es keine „selbsternannten Hilfspolizisten ohne jede Ausbildung“, sondern sie werden angeleitet und offensichtlich auch nach Eingungskriterien ausgewählt.

    • Was eine hinreichende Ausbildung für Polizeihilfskräfte ist, dürften wohl die dafür zuständigten Experten verantwortungsvoll festlegen. Oder: Warum mißtrauen Sie diesen Experten und den Politikern, die darüber entscheiden?

  6. Wenn diese Asylanten, und vor allem die kriminellen unsere Polizei schon nicht für ernst nimmt, und diese bewerfen, bespucken, und noch weitaus schlimmere Dinge gegen die Polizei tun, so werden diese Asylanten auch eine Bürgerpolizei nicht für ernst nehmen.

Kommentare sind deaktiviert.