Schlossherrin Merkel: Millionensummen für’s Gästehaus

Schloss Meseberg (Bild: Bundesregierung)

„Schloss Meseberg“, das Gästehaus der Merkel-Regierung kostet den Steuerzahler Millionensummen. Wie eine Anfrage der FDP zeigt, wurde der barocke Prachtbau in Brandenburg innerhalb der letzten drei Jahre gerade einmal 32 Tage genutzt, um Merkels Regierungsgäste königlich zu beherbergen. Den Steuerzahler kostet die feudale Unterbringung bislang 20 Millionen Euro. 

„Es kommt zwar seltener zu Übernachtungen ausländischer Staats- und Regierungschefs. Aber Gästehäuser bieten für Gespräche eine besondere persönliche Atmosphäre“, ist auf der Regierungsseite zum Gästehaus der Bundesregierung „Schloss Meseberg“ zu lesen. Der Steuerzahler erfährt weiter, dass das Schloss in Brandenburg, etwa 60 Kilometer nördlich von Berlin-Mitte in Meseberg gelegen ist. Die Kosten, die er dafür zu stemmen hat, die erfährt er auf der Imageseite der Bundesregierung nicht. Das brachte der FDP-Politiker Benjamin Strasser durch eine Anfrage in Erfahrung.

Darin heißt es, während der letzten drei Jahre das Schloss Meseberg durch die Bundesregierung an gerade einmal 32 Tagen genutzt wurde. Das entspricht laut der Bild-Zeitung umgerechnet einer Nutzung von gut zwei Prozent im zur Verfügung stehenden Zeitraum. Gekostet hat der feudale Spaß jedoch bislang mehr als 20 Millionen Euro, die für den Unterhalt (4,7 Mio. Euro) und die Überwachung durch die Bundespolizei (15,4 Mio. Euro) angefallen sind. Verteilt man diese Kosten wiederum auf die Veranstaltungstage, würde auf einen Tag eine Summe von mehr als 600 000 Euro fallen.

Das könne man dem Steuerzahler nicht erklären, so der FDP-Politiker gegenüber der Bild. Diese Zahlen seien ein Skandal: „Die Bundesregierung leistet sich ein Schloss vor den Toren Berlins, doch die Schlossherrin Angela Merkel nutzt es quasi nicht. Die meisten Staatsgäste und Termine absolviert die Bundesregierung doch sowieso in der Berliner Innenstadt.“ (SB)

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14 Kommentare

  1. Der ursprüngliche Bauherr (ein Graf Flemming? – ich kann mich aber irren, müßte ich im Fontane oder bei Wiki nachschlagen) in der ersten Hälfte des 18. Jh. ist seinerzeit an dem Bau pleite gegangen, er hatte sich schlicht übernommen. Für brandenburgische Verhältnisse ist dieses Schloß auch ein Unikum, der märkische Adel war selten wirklich reich. In der 2. Hälfte des 18. Jh. gehörte es dem Herrn v. Kaphengst, einem „Günstling“ des homosexuellen Bruders Friedrich d. Gr., des Prinzen Heinrich, der es vom Prinzen geschenkt erhalten hatte. Dann gehörte es einer Familie v. Lessing (mit dem Aufklärer und Schriftsteller verwandt). Zu DDR – Zeiten verfallen, wurde es von den Bewohnern des Dorfes gerettet, die Abriß und Totalverfall verhinderten.
    Ich bin mehrmals im jahr in Meseberg. Ständig steht vor dem Schloß ein Polizeiwagen, der es bewacht auch wenn es leer steht; beim Wandern und Baden am dem herrlichen See und den schönen Buchenwäldern begegnet man gelegentlich Typen, denen man den Polizeiagenten an der Nasenspitze ansieht. Wenn Staatsgäste anrücken, ist das für das verschlafene kleine Nest immer eine Sensation, wenn die Dörfler auch durch die hysterischen Sicherheitsmaßnahmen stark eingeschränkt werden.

    • Die Dörfler können doch froh sein, das dieser Protzbau so selten genutzt wird. Denn wenn dort ein Regierungschef oder ähnliches für 1-2 Tage bleibt, werden die Sicherheitsmaßnahmen, die dann auch die Dorfbewohner treffen, so aufgebläht, das das Leben im Dorf sicher kein Spass mehr ist.
      Für die Steuerzahler ist das hingegen wieder einmal ein Schlag ins Gesicht, denn wir bezahlen Millionen Beträge für was ? Im Prinzip Nichts.
      Im weißen Haus in den USA lebt wenigstens der US Präsident das ganze Jahr mit Ausnahme der Ferien, da lohnen sich wenigstens die Investitionen irgendwie.
      Und in Deutschland wird die Kohle wortwörtlich verbrannt.

    • Die Dörfler können doch froh sein, das dieser Protzbau so selten genutzt wird. Denn wenn dort ein Regierungschef oder ähnliches für 1-2 Tage bleibt, werden die Sicherheitsmaßnahmen, die dann auch die Dorfbewohner treffen, so aufgebläht, das das Leben im Dorf sicher kein Spass mehr ist.
      Für die Steuerzahler ist das hingegen wieder einmal ein Schlag ins Gesicht, denn wir bezahlen Millionen Beträge für was ? Im Prinzip Nichts.
      Im weißen Haus in den USA lebt wenigstens der US Präsident das ganze Jahr mit Ausnahme der Ferien, da lohnen sich wenigstens die Investitionen irgendwie.
      Und in Deutschland wird die Kohle wortwörtlich verbrannt.

    • Die Sicherheitsmaßnahmen müssen riesig sein, wenn auch auf den ersten Blick nur der ewige Polizeiwagen vor dem Schloß ins Auge fällt. Abgerechnet die merkwürdigen Wanderer und Mopedfahrer, die man auf den Wanderwegen der näheren Umgebung ständig antrifft, fällt auf, daß dort, wo das Schloß zu einem Buchenwald hin liegt, in diesem das gesamte Unterholz ausgeschafft ist und soegfältig entfernt wird was nachwächst, damit sich kein böser Bub dort verbirgt.
      Übrigens habe ich dort schon tatsächlich Touristen kennen gelernt – es ist schon etwas her – die nur gekommen waren, um einen ehrfürchtigen Blick auf das Schloß zu werfen, in den Ihre Majestät gelegentlich zu weilen geruht. Man könnte verzweifeln. Das war, nachdem einmal das TV mit großem Tamtam über irgendein Kabinettstreffen in Meseberg berichtet hatte.

    • Ja, die Affinität unserer „Volksvertreter“ zu dem Prunk des Feudalismus gibt mir auch zu denken. Die „proletarischen“ Machthaber der DDR hatten eine ähnliche Vorliebe.

  2. Warum darf ich nicht mehr denken was ich denke als Mittelständler?

    Die Antwort liegt auf der Hand!
    Der Lobbyismus ist wichtiger als der Wähler!

    Der Wähler wird bedient zur Wahl.
    Der Lobbyist danach. Schwerindustrie und Unternehmer danach!!! Mit einem bedenklichem Schwergewicht!

    Hier läuft also was falsch!
    Ich wurde nicht bedient mit Familie und 3 kleinen Jungs!

  3. Wer will denn gerade eigentlich Merkel besuchen?
    Wir bauen für die Illusion, sowieso. Einen unterirdischen Bahnhof, aus dem kein Zug mehr ans Tageslicht gelangen kann, einen Flugplatz, der höchstens als Abstellplatz für unverkäufliche Diesel-PKW taugt… Irgendwie haben wir die Griechen als Weltmeister im Bauen von Betonruinen schon lange eingeholt.

  4. Da und noch an tausenden anderen Beispielen werden die Steuergelder in den Mùll geschmissen . . . .

  5. WIR sind schuld.
    Würden wir endlich AM als unumstrittene Königin des Landes anerkennen, dann könnte sie auch endlich in das Schloss einziehen und dort mit ihrem Hofstaat residieren.

    Aber bei dem ganzen bla.bla ihrer Kritiker (leider bekommt sie die auch nicht alle mundtot gemacht) muß sie immer noch zumindest die Fassade einer „Demokratie“ wahren.
    Da das Schloss aber nicht anderweitig verwendet wird zeigt, dass sie doch noch irgendwann mit dem Einzug rechnet 🙂

  6. Warum darf ich nicht mehr denken was ich denke als Mittelständler?

    Die Antwort liegt auf der Hand!
    Der Lobbyismus ist wichtiger als der Wähler!

    Der Wähler wird bedient zur Wahl.
    Der Lobbyist danach. Schwerindustrie und Unternehmer danach!!! Mit einem bedenklichem Schwergewicht!

    Hier läuft also was falsch!
    Ich wurde nicht bedient mit Familie und 3 kleinen Jungs!

  7. Wer würde Merkel und Deutschland auch besuchen wollen?
    Das sind doch alles nur noch Pflichtbesuche und die hauen auch gleich wieder ab.

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