Grüne Ferkelei oder Ferkel im Grünen? „Rock im Park“- Fans hinterlassen Müllhalde

Foto: Müll (über dts Nachrichtenagentur)

Nürnberg – Links reden, rechts leben. Auf sozial-solidarisch machen, egoistisch handeln. Das gab es schon immer unter den „progressiven“, „alternativen“ Strömungen der Gesellschaft. Neu hinzugekommen ist dies: Auf Umweltschutz und grünes Gewissen machen – ökologisch die Sau rauslassen. Die Besucher des diesjährigen Festivals „Rock im Park“ hinterließen eine riesige Müllhalde auf dem Veranstaltungsgelände, wie „InFranken“ berichtet.

Unzählige Tonnen Abfall und Müll wurden, wild verstreut, auf dem Areal zurückgelassen. Es sah aus, als stünde man auf einem Schlachtfeld, berichten einige Festivalbesucher. „Wie die Dreckschweine“ hätten etliche Fans gehaust und sich „einen Scheiß“ um die Umwelt geschert. Nicht nur Essensabfälle und unhygienischere Hinterlassenschaften, sondern auch kompletter Camping-Schrott, Textilien und Mobiliar sei zurückgelassen worden.

Teilweise richtete sich die Kritik auch gegen den Veranstalter. Einige Besucher beklagten, man hätte den Müll gar nicht wegwerfen können, weil „zu wenige Mülleimer“ aufgestellt worden seien. Doch was soll das heißen? Wer keinen leeren Mülleimer vorfindet, nimmt einfach den „großen“, also die Natur? Ein erstaunliches Verständnis von „Entsorgung“ und Nachhaltigkeit gerade bei einem Publikum, von dem man getrost annehmen darf, dass bei ihm der Anteil an Grünen-Wählern deutlich höher als in der Durchschnittsbevölkerung liegt. Das gilt für Alt-Rocker und ergraute Livemusikfreunde, aber erstrecht für die Schüler und Studenten, die zu den Hauptzielgruppen von „RIP“ zählen (wie auch bei der Schwesterveranstaltung „Rock am Ring“). Bis vor einigen Jahren gab es noch eine recht clevere Art von Müll-Pfandsystem: Gegen 20 Euro Pfand bekam jeder interessierte Besucher zwei Müllsäcke in die Hand gedrückt; brachte er sie nach Festivalende gefüllt wieder, erhielt er das Pfand zurück. Die positive Folge war, dass sogar gezielt nach Abfällen gesucht wurde, um die Säcke vollzukriegen. Die Wiesen hätten stellenweise „wie geleckt“ ausgesehen. Doch dieses System wurde wieder abgeschafft – nicht praktikabel, zu kompliziert – und außerdem hätten zu wenige Festivalbesucher dieses freiwillige Angebot wahrgenommen. Jetzt also gibt es nicht einmal mehr das. Kartenpreise von rund 240 Euro werfen allerdings die Frage auf, ob die Veranstalter hier nicht mehr tun könnten, sollten, ja müssten.

Ein noch größeres Ärgernis als die Mehrkosten für Beseitigung der improvisierten Mülldeponie ist die gesellschaftliche Heuchelei, für die sie stellvertretend steht. „InFranken“ zitiert einen 20jährigen Besucher, der das Problem auf den Punkt bringt: „Ich will gar nicht wissen, wie viele in Nürnberg bei ‚Fridays for Future‘ demonstriert haben und hier ihren Müll rumliegen lassen.“ Genau das ist das Problem. In Zeiten eines ökologischen Ablass-Wahns meint anscheinend so manch einer, sich durch Bußetaten quasi „freikaufen“ zu können. Motto: Wer mit Klima-Gretel für „Klima Heil!“ marschiert und grün wählt, kann sich dafür auch mal Umweltsünden herausnehmen – Luxusreisen nach Namibia, Hongkong oder die Seychellen wie die deutsche FFF-Gruppenführerin Luisa Neubauer, oder eben mal einen Ausrutscher als Müll-Vandale beim Abrocken. Hauptsache, die Haltung stimmt. Umweltsünder sind immer die anderen. (DM)

RiP Müllhaufen (Screenshot)
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15 Kommentare

  1. Na und? Die wollen doch nur „Spass“ haben!!
    Ist auch bei uns in Canada so, die groessten Dreckschweine sind die unter 30. Die schmiessen die Kaffeebecher und Fastfoodbehaelter aus dem Auto, wenn am Strand eine Party war sieht es nachher aus wie da in Nurnberg.
    Und fuer DIE soll ich die Zukunft retten???
    Aber so sind alle Religionen. Die Prediger erwarten von ihren Anhaengern Verhaltensweisen die ihnen selbst am Allerwertesten vorbei gehen!

  2. Ich bin ja gebürtige Nuernbergerin.
    Bei Rock im Park ,sah es doch schon immer so aus.
    Da sind nicht mal genügend Klohaeuschen vorhanden und das Jahr für Jahr.
    Nürnberg geht es in aller erster Linie ums Prestige das da Massen an Leuten kommen.
    Um das Geld das Sie während des Wochenendes einnehmen.

    Mehr aber nicht wie es den Leuten geht, wo die Zelten sogar im Gebüsch an der S-Bahn egal Hauptsache der Rubel rollt.
    So war Nbg. schon immer ,normal müsste der Maly einschreiten um die Situation zu verbessern aber der interessiert sich nur für sich .
    Alles außerhalb der Innenstadt des Rathauses is dem scheissegal.

    Ich wohne zwar seit 2014 in Hessen/Giessen aber ich bekomme so manches noch mit wie es in der Heimat zugeht.

  3. Das coolste war aber eigentlich, dass nicht nur Mülleimer sondern auch Dixie-Klos gefehlt haben. Die Leute standen sogar Schlange um im Gebüsch (!!!) ihre Notdurft verrichten zu können 🙂

  4. Konsequent verbieten solche Klimaschädlichen Großveranstaltungen. (Schon alleine die CO2 Emissionen der nach dort Rasenden KFZ´s lassen den Meeresspiegel doch um 1 cm steigen)
    Mal sehen wie lange die Öko-Freaks dann noch ihrem Wahn treu bleiben würden.
    Wer Feiern will, soll gefälligst bei Glühwürmchen Beleuchtung Mundharmonika Spielen.
    Nur so geht grüner Klimaschutz.

  5. Ich bin der festen Überzeugung, das sehr viele von diesen „Grünmenschen“ ihren eigenen Mist, den sie erzählen, selber nicht glauben und ihnen die Umwelt (wie man sieht) ziemlich schnuppe ist. Man ist halt dabei, — Hirn ausgeschalten, cool und „in“ sein, das zählt. Und sich im Rudel stark fühlen ist natürlich auch noch wichtig.

    • Die Grünen betrachten ihre Ideologie wie eine Religion. Selbst ist man zwar sündig, weil man drei bis vier Fernflüge pro Jahr macht und für das Heizen des Swimmingpools 4000 Liter Öl pro Jahr verbraucht, aber die Sünden sind dir verziehen, weil du grün-gläubig bist.

      Ich bin selbst in einem grünen Netzwerk. „Gläubige“ und „Ungläubige“ werden tatsächlich mit völlig unterschiedlichen Maßstäben gemessen.

  6. Die Jugend hüpft in Massen für das Klima, aber als Einzelner interessiert das Thema überhaupt nicht. Hauptsache in der Masse mitschwingen und Parolen schreien und zuhause den PC ganztägig anmachen, Heizung an, warm duschen, bei Mc Doof futtern.

    • Die Merkeljugend genießt ihre Privilegien in vollen Zügen: Umwelt vermüllen, Vielfliegen nach Herzenslust und Hetzen gegen Minderheiten was das Zeug hält.

  7. Genau deshalb wählen ja so viele Bekloppte die Grünen. Die meinen, wenn sie die grünen Vielflieger und Umweltzerstörer wählen, haben sie die Lizenz, die Sau rauszulassen nach dem Motto: „Ich bin ein Grüner, ich darf das“
    und „Du bist ein Nazi, du darfst nichts. Selbst für das Atmen wirst du bald CO2-Steuern zahlen müssen“

    • Genau das ist das Problem. Man hat alles erlaubt, Hauptsache politisch korrekt. Man hat sie so erzogen

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