Linke Medien und Sittenverfall: Sowas kommt von sowas

Daniel Matissek

Symbolfoto:Von Gorodenkoff/shutterstock

Wenn deutsche Journalisten mit einer unliebsamen Wirklichkeit konfrontiert werden und über Verhältnisse schreiben, die ihnen ganz offenkundig die Spucke wegbleiben lassen, dann wirkt es immer ein wenig so, als wenn ein ehemaliger Klosterschüler soeben aus dem Koma erwacht wäre und sich in einer Welt voller Anarchie und Grausamkeit wiederfände.

Dabei sind die Verhältnisse, über die sie dann staunend berichten, exakt jene, vor denen kritische Stimmen und Realisten, die ihre sieben Sinne und ihren gesunden Menschenverstand beieinander hatten, von Beginn an gewarnt hatten. Diese Warnungen wollten sie nie hören; lieber konzentrierten sie sich darauf, alle Skeptiker als Schwarzseher, Populisten, Wertkonservative oder Rechtsreaktionäre abzustempeln. Doch es gilt: Reality bites. Und wenn sich die Fehlentwicklungen irgendwann partout nicht mehr leugnen lassen, erfolgt eine späte Neupositionierung – bei noch nicht völlig entzauberten oder komplett unverwüstlichen Träumern oft noch mit dem zögerlichen Hinweis garniert, selbstverständlich handele es sich hierbei keineswegs um die Regel, eher um die „Ausnahme“.

So ist das beispielsweise stets, wenn Medien wie „taz“ oder „bento“ oder „Zeit“ über Probleme mit kriminellen Flüchtlingen, islamische Parallelgesellschaften („Scharia-Polizei“), Integrationsversagen, Ehrenmorde, Clan-Kriminalität, Unfall-Gaffern, Antisemitismus an Schulen oder organisierten Asylmißbrauch berichten. Und am skurrilsten wirken solche Reportagen aus der Realität immer dann, wenn sie ungeschönte, authentische Erfahrungsberichte aus dem Alltag persönlich betroffener Berufsgruppen beinhalten: Sanitäter. Lehrer. Polizisten. Busfahrer. Gerichtsvollzieher. Da bleibt dann von dem idealisierten Menschenbild, das speziell linksgerichtete Medien üblicherweise ihren Glossen und Artikeln zugrundelegen (und das auch die Politik überwiegend propagiert), so gut wie nichts übrig.

Ein aktuelles Beispiel für ins Wanken geratene Grundpfeiler des Gut- und Bessermenschen-Idylls bietet aktuell die Illustrierte „Stern„, der über tagtägliche Beleidigungen, Bedrohungen und andere Zumutungen im Arbeitsleben von Kassierern und Verkäufern des deutschen Einzelhandels, vor allem Discountern, berichtet. „Seit ich im Einzelhandel arbeite, hasse ich Menschen“, lautet schon die desillusionierte Überschrift des Artikels, der in wahre Abgründen blicken läßt: Ständige Erniedrigungen durch ungeduldige Kunden, die bei kleinsten Fehlern ausfallend werden oder tätliche Übergriffe bis hin zu Morddrohungen sind in Deutschlands Handels- und Supermärkten mittlerweile an der Tagesordnung. Beschwerden, Mobbing, unverschämte Bemerkungen gehören zum Alltag. Worüber der „Stern“ da berichtet, ist nichts Neues – es sind zutiefst verstörende Anekdoten aus der Normalität einer Gesellschaft, die jeden Respekt und jeden Anstand im Umgang miteinander verloren hat. In Zeiten, da jeder zuerst an sich denkt und der Egoismus alle Lebensbereiche durchdringt, wo für Erziehung und Sozialisation so wenig Aufwand betrieben wird wie nie zuvor in der Geschichte, ist die fortschreitende Verrohung die logische Konsequenz.

Was jedoch einer gewissen Ironie nicht entbehrt, ist die Tatsache, dass ausgerechnet Medien wie der „Stern“ es waren, die jahrelang eifrig dabei mitgeholfen und mitgeschrieben haben, die Axt an eben jene Strukturen zu legen, die uns vor solchen Verhältnissen früher wirksam geschützt haben. Das ständige anti-autoritäre Säurebad, dem dieses Land seit den 1968ern pausenlos ausgesetzt ist, hat nicht nur Hohn und Spott über die traditionelle Familie, über „überholte“ Erziehungsmethoden, über zu gestrenge Lehrer, über die Wirtschaft mit ihrem angeblichen schadhaften Leistungsdruck und über sämtliche Erscheinungsformen staatlicher Machtausübung gebracht. Es hat auch dazu beigetragen, dass man den Menschen das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit gründlich abtrainiert hat. Schuld sind heute immer die anderen; und wenn mir etwas nicht passt, so habe ich jedes Recht der Welt, das Maul aufzumachen und mein „Recht“ einzufordern! Über Generationen hat man so alle Unterprivilegierten (und die, die sich als solche fühlen) in ihrem Eindruck bestärkt, ständig würde ihnen die Gemeinschaft etwas vorenthalten, das ihnen eigentlich zusteht; und um es rücksichtslos einzufordern, ist jedes Mittel recht.

Diese Gesellschaft hat alle Sanktionen bei Regelverstößen – sozial und teilweise sogar strafrechtlich – faktisch abgeschafft oder bis zur Unmerklichkeit aufgeweicht. Wer hierzulande Mist baut, findet nicht nur seitens des Sozial- und Rechtsstaats, sondern gerade auch in deutschen Redaktionsstuben eine Heerschar von journalistischen selbstverstandenen Anwälten vor, die seine taktisch eingenommene Haltung einseitig bereitwillig mittragen und sie, wenn nötig, aufs ganz große gesellschaftspolitische Tapet hieven: Faule, schwänzende Schüler, die sich als Opfer sadistischer Lehrerwillkür ausgeben. Kiffende Lehrlinge, die auf unterbezahlte Mobbing-Opfer machen. Jugendliche Schläger, die ja nur ihren angeblichen Traumata anheimfielen. Nach der x-ten Krankmeldung irgendwann gekündigte Arbeitnehmer, die natürlich trotzdem niemals Blaumacher, sondern psychosomatisch bedingt arbeitsunfähig sein sollen. Oder Wirtschaftsflüchtlinge, denen daheim Folter und Tod droht. Oder – gerade in jüngster Zeit hoch im Kurs – kriminell gewordene Ausländer, die sich geschickt als Rassismusopfer inszenieren. In solchen Fällen (und vielen ähnlichen mehr) nehmen deutsche Medien fast schon gewohnheitsmäßig die Rolle des „streetworking Robin Hood“ ein, die eines wackeren Kämpfers gegen den Leviathan struktureller Gewalt, der die vermeintlich Entrechteten grausam zu zerquetschen droht. Die Botschaft, die bei den Nutznießern dieser verlogenen, allein auf Vermeidung jeglicher Nachteile Härten für Betroffene ausgelegten Kampagnenrolle deutscher Medien am Ende hängenbleibt, ist dann die: Hierzulande kommt man mit allem durch, man muss nur die richtigen Trigger-Begriffe zur eigenen Verteidigung aufsagen. Es ist wie bei Aladin und der Wunderlampe.

Das Resultat ist dann die „toleranteste“ Gesellschaft, die es auf deutschem Boden je gab: Wir tolerieren uns zugrunde. Die wachsweiche Dauerduldung greift von Kindheit an – so dass heute praktisch niemandem mehr echtes Ungemach droht, der irgendwelche Regeln bricht. Die Folgen dieser Entwicklung begegnen uns tagtäglich: Polizisten, die keine Ehrfurcht mehr einflößen, sondern sich beleidigen und attackieren lassen müssen. Lehrer als ohnmächtige Witzfiguren, die von gewalttätigen Eltern vor der Klasse gedemütigt werden. Lasche Richter, denen Angeklagte dreist ins Gesicht lachen. Es gibt keine Autoritäten mehr.

Doch wer für Fehlverhalten keinen Preis zahlt, der nimmt sich immer mehr heraus. Das umfassende Duldungsprinzip treibt die Infantilisierung der Gesellschaft voran: Wenn keiner für die Folgen seines Tuns mehr haftet, gerät er irgendwann in einen Zustand kindlicher Unmündigkeit. Und genau das ist es, was uns in immer mehr Lebensbereichen begegnet, quer durch alle Bevölkerungsschichten. Die Schilderungen der Einzelhandelsangestellten im „Stern“ sind da nur ein Symptom von unendlich vielen. Aber eines ist gewiß: Die ach so progressiven und postmodernen Gesellschaftsentwürfe der linken Gazetten, die Althergebrachtes stets ebenso ins Lächerliche zogen wie sie „alternative Lebensentwürfe“ verherrlichten, haben die Verhältnisse erst geschaffen, über die die eigenen Redakteure heute so entsetzt schreiben. Es sind die Früchte ihrer Arbeit.

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17 Kommentare

  1. Eine treffende Beschreibung der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Der Beitrag lässt leider einen wichtigen Aspekt ausser acht, nämlich die Migranten aus archaischen Kulturen, die nicht hier in Deutschland sozialisiert wurden, sondern in ihren Herkunftsländern. Diese kulturelle Prägung im Gepäck trifft auf eine pflaumenweich gespülte Gesellschaft, die sich in einer selbstvernichtenden Toleranz gegenüber allem Fremden ergeht. Es ist abzusehen, wer hierbei der Verlierer sein wird!

    • „pflaumenweich gespülte Gesellschaft“ – danke, ich hätte es wirklich nicht treffender ausdrücken können! Besonders kritisch betrachte ich mittlerweile die Entwicklung, dass Deutsche versuchen sich mittels Gesinnungs- und Hypermoral- Terrorismus gegenseitig zu erziehen. Emotionen stehen mittlerweile nicht nur über der Ratio, sondern eliminieren in der Regel weitgehend jede klare Urteilsfähigkeit und blenden den Realismus und die Fakten vollständig aus – reicht das dann auch noch nicht, kommt der Meaculpismus zum Einsatz! Die kollektive Verpflichtung aufgrund einer immerwährenden latenten Schuld für was auch immer den Rest der Welt retten zu müssen …

  2. Und wieder mal ein Artikel,

    in dem politkorrekt nicht die Rede ist von der einen seit 1965 von der Politik kontinuierlich und stolz „herangezüchteten “ bildungsfernen, billionenteuren und brandgefährlichen koranverwirrten Gegengesellschaft zum Zwecke der Vernichtung Deutschlands,

    sondern verharmlosend von mehreren verschiedenen Parallelgesellschaften mit Verhaltensweisen , die im übrigen gar nicht mal typisch islamisch sind und nicht selten ebenso außerhalb der Koranverwirrtheit vorkommen: wie Unfall-Gafferei, Ehrenmord, Clan-Kriminalität, Asylmißbrauch, Integrationsversagen, Antisemitismus

    ( wobei letzterer gerade bei Koranverwirrten mehr als bei anderen Personengruppen nachvollziehbar wäre, da im grundgesetzlich geschützten Koran begründet und aus der ungelösten Palästinafrage resultierend)

    • Hören Sie sich eigentlich selber zu ? Wieder ein Kommentar von Ihnen , der in meinem zu wiederholenden Ratschlag mündet , sich dringend in fachärztliche Betreuung zu begeben . Unglaublich.

    • Daß ich recht habe, wissen Sie genau!
      Daß ich von argumentelosen Typen wie Harald W nicht recht bekomme, das weiß ich selbst!

    • @Harald & @ Oberon:

      Hey!!!

      Fuehrt man in dieser Art eine Argumentation & Diskussion unter erwachsenen Menschen?

  3. Weil sie in der Gesellschaft kaum noch Widerstand und Grenzen aufgezeigt bekommen, suchen diese Kinder und jungen Menschen nun nach Ordnung und Halt in einer totalitären Politik ( „Antifaschisten“, Sozialismus), in einer hardcore Religion ( Islam) oder im Klimawahn, der die fehlenden Strukturen dieser orientierungslosen Gesellschaft ersetzt.

  4. Das kann nicht ausbleiben, wenn Leute, die nichts weiter erfahren und gelernt haben, als sich die Welt so zu schreiben, wie es in ihr (zumeist linkes) Weltwild paßt und es auch von den meisten ihrer Arbeitgeber (die sich ja schließlich als selbsternannte „Meinungsmacher“ verstehen), erwartet wird, auf einmal jäh mit der pösen, pösen Wirklichkeit konfrontiert werden.

  5. Ich habe mich immer gefragt, was trieb die jungen Männer sich freiwillig zum 1. WK zu melden, Langeweile, der Rausch der Verblendung Sieger zu sein, die Vorstellung eines kurzen Pfadfindererlebnisses…
    Heute frage ich mich, was treibt die Menschen zu dieser Denkblockade des Vorausschauens, dieser Gleichgültigkeit vor einer Überschwemmung durch fremde Kulturen….
    Im Endeffekt komme ich immer zu dem Schluß, es muß ein neuer Krieg her damit die Substanz des Lebensgrundsatzes wieder frei gelegt wird.
    Die Natur reagiert bei einer Überzahl an Lebewesen darauf durch Krankheit und auch Rückgang der Fruchtbarkeit.
    Wir Menschen bei krasser Unvernunft durch Kriege…wie man das aufhält? Null Ahnung!

    • Es ist die Sättigung die in die Dekadenz führt. Schauen sie sich doch diese ganzen Leute an, nie im Leben etwas wirklich geschaffen, aufgewachsen in behüteten Elternhäuser, dann Studium und wenn man sich das leisten kann gerne mal mit 10 bis 15 Silvester. Ihnen wurden nie Grenzen gesetzt alles wurde ausdiskutiert und nicht bestimmt und durchgesetzt. Jedem wird von Klein auf an eingetrichtert ein ganz besonderes Individium zu sein etwas besseres als die anderen. Und und und. Das ist die eine Seite. Die andere ist, den Menschen wurde nicht beigebracht was man Softskils nennt aber nicht nur Teamgeist und den Quarck. Nein, Respekt vor älteren oder gar alten Menschen, ihnen einen Platz anzubieten wenn nötig, ihnen die Tür aufzuhalten, ihnen den Vortritt lassen. Sich zu bedanken wenn jemand etwas für sie getan hat, die Arbeit anderer Menschen zu schätzen und und und.

      Dann die die von Erziehung nie etwas gehört oder erfahren haben, denen die wohl deMisere gemeint hat als er die Verrohung der Sitten beklagt hat. Menschen die andere Menschen als Diener betrachen und der hat nicht zu zucken wenn er beleidigt wird. Dieses Recht nehmen die sie einfach.

      Der Autor hat aber etwas vergessen zu erwähnen. Beim deutschen Bürger greift die Staatsgewalt ohne Gnade durch liegt vielleicht daran, dass es sich noch nicht für Deutsche eingebürgert hat, jedem der etwas von im will mit seinem oder den Tot seiner Familie zu drohen.

    • Die Kirchen haben bewußt das Wissen um die Reinkarnation und
      das persönliche Karma bei der Zwangschristianisierung aus ihrer
      Lehre entfernt.
      Die Strippenzieher von WK1 und 2 sind die gleichen die die Welt schon
      immer in Kriege stürzten. Krieg ist kein Naturgesetz der Schöpfung
      und die aktuelle Lage wird sich durch das Gesetz der Wechelwirkung
      noch gravierend positiv verändern.:-)

    • Der Mensch führt Krieg seid er auf diesem Planeten ist , also für mich ein Resultat der Schöpfung , eine gewaltige Fehlleistung unseres Schöpfers.

    • Kriege führt die Kabale und das sind Satanisten.
      Die Menschen werden nur benutzt und viele merken es nicht.:-)
      Die Schöpfung ist nicht gleichzusetzen mit Schöpfer sondern
      besteht aus dem Gleichklang: Vater. Sohn und heiliger Geist.
      Und har nichts mit Religionen etc. zu tun und ist deshalb perfekt.

    • Ich kann mich nicht entsinnen von Gott oder Religion gesprochen zu haben . Ich habe extra das Wort Schöpfer benutzt , weil kein Mensch wissen kann , wer oder was dieses Universum und die Erde geschaffen hat.
      In einem Punkt gebe ich Ihnen allerdings Recht . Die Natur ist perfekt , nur der Mensch passt da nicht hinein , das kann nur ein Betriebsunfall der Schöpfung gewesen sein .
      Und noch einmal , der Mensch führt Kriege , seit er auf diesem Planeten ist , das hat nichts mit Kabale oder Satanisten zu tun . Kommen Sie mal von Ihrem religiösen Trip in diesem Zusammenhang runter . Völlig daneben .

    • Wer der Karmalehre anhängt hat gerade mt Religionen nichts zu tun:-)
      Ich habe noch keine Kriege geführt, aber vielleicht bin ich ja ein Bot.
      Alles Gute für die Zukunft !!

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