Die Spannung steigt: Zerreißt es die CDU?

Max Erdinger

Foto: Collage

Mit größtem Unbehagen beobachtet der Realist den kometenhaften Aufstieg der utopiefixierten Grünen. Ausgleich findet er in der Freude am Untergang einer grottenhäßlich gewordenen SPD und der äußerst angespannten Lage in der CDU, inzwischen auch die „Abnickerpartei“ genannt. Tatsächlich aber probt in der CDU ein Häufchen Wackerer das Aufständchen. Sie nennen sich „Werteunion“ und hegen deutliche Sympathien für eine Wertepartei namens AfD.  Prompt wurden sie zum Opfer Kramp-Karrenbauerscher Scharfsichtigkeit. Die CDU-Vorsitzende macht die wackeren Wertunierten für die desaströsen Verluste bei der EU-Wahl verantwortlich. Die Scharfsicht wurde bekanntlich im Saarland erfunden. Die Medienkritik.

Daß die Wertunierten die Adresse der CDU-Parteizentrale in Berlin am liebsten von „Klingelhöferstraße“ in „Merkelmussweg“ umbenennen würden, ist ein offenes Geheimnis. Und daß sie Hans-Georg Maaßen, den geschassten Verfassungsschutz-Chef, gern als Innenminister hätten, ist überhaupt kein Geheimnis. Die ARD nennt die Werteunion einen rechtskonservativen Verein, der – o tempora, o mores –  die CDU inhaltlich zur AfD öffnen will. Ihr völlig antimerkelistisches Ziel sei es, die CDU in eine Partei für Konservative und Patrioten zurückzuverwandeln, anstatt sie weiterhin als Hort jedweder apolitischen Haltungslosigkeit zu bewahren.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht aber in der Werteunion einen der Hauptschuldigen für die herben Verluste der CDU bei der vergangenen EU-Wahl. Recht eigentlich hält sie es lediglich für vorteilhaft, so zu tun, als ob sie tatsächlich glaubte, es sei so. Damit wäre sie selbst samt der Kanzlerin nämlich als Verantwortliche schon einmal aus dem Schneider. Experten meinen, Frauen wollten eher etwas erreichen, als etwas zu beweisen. Deswegen vermutet Frau Kramp-Karrenbauer die Werteunion auch lediglich als Verlustursache. Bewiesen hat sie bisher nicht, daß stimmt, was sie scharfsichtig erkannt haben will. Gut möglich ist nämlich auch, daß die CDU nur deswegen nicht noch schlechter abgeschnitten hat, weil die Werteunion potentielle AfD-Wähler bei der Stange halten konnte.

Die ARD formuliert so: Vorreiter der Werte-Union provozieren bewusst und suchen geradezu die Nähe zur AfD. – „Je nun“, wie ein bekannter deutscher Chefredakteur gern zu schreiben pflegt: Die Provokation ist immer eine bewußte. Unbewußte Provokationen sind gänzlich unbekannt. Lateinisch „provocare“ – wecken, herausfordern, auffordern. Das alles passiert nicht aus Versehen. Übersetzung ARD: Die schlechten Menschen in der Werteunion wissen ganz genau, was sie da machen. Und das ist auch das Verwerfliche. Sie sind keine Dummerchen, denen aus Versehen ein Malheurchen passiert. Das sind … *psssst!* … „verkappte Rechtspopulisten“. Gottogottogott …

Gipfel der verwerflichen Dreistigkeit in der Werteunion: Der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern und Chef der Werte-Union im Bundesland sinniert in Zeitungen unverhohlen über Koalitionen mit der AfD. – „Unverhohlen“! Der Mann ist ein rechtspopulistischer Exhibitionist, der nicht weiß, wie man seinen rechtspopulistischen Zipfel im Hosenstall behält. Was für ein gräßliches Individuum. Tja, die ARD wiederum ist der Hort jedweder Hochanständigkeit, kein Zweifel. Dort erkennt man ein Scha-wein, wenn man eines sieht. Die ARD weiter: „Max Otte, bekannter Wirtschaftsexperte und CDU-Mitglied, bekannte 2017 öffentlich, die AfD wählen zu wollen.“ – Nein! Doch! Oooh! -Beruhigung, ARD: Bekenntnisse sind immer öffentlich, genau so, wie Provokationen immer bewußt sind. Unverhohlen bewußt öffentlich, sozusagen.  „Otte leitet sogar das Kuratorium der AfD-nahen Parteistiftung. Mit den bevorstehenden Landtagswahlen im Osten, wo die AfD stärkste Partei zu werden droht, steigt der Druck auf die Union.“ – Was es nicht alles für Unglaublichkeiten gibt im ARD-Kosmos. Sogar. Saaagenhaft.

Der ARD stünde ein Wertefunk übrigens auch ganz gut zu Gesicht, nebenbei bemerkt.

 

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21 Kommentare

  1. Der westdeutsche Teil ehemals Deutschlands ist unwiederbringlich verloren. Wenn ich im Netz diese Affentänze, welche da eine bestimmte Bevölkerungsgruppe hauptsächlich in den größeren Städten (Bonn, München etc.) veranstaltet, wird mir schlecht. Die kann man nur noch mit Gewalt ausschaffen. Wie gesagt, da ist ohne radikale Maßnahmen nichts mehr zu machen. Solch eine Regierung in einem immer noch besetzten Land wird es nicht geben. Es muß sich grundsätzlich (Friedensverträge mit USA und Russland, damit wir erst mal ein souveränes Land werden können) etwas ändern, sonst gehen wir als deutsches Volk unter.

    • Sie sind gut! Welche Werte hat denn die Union noch, außer Rechtsbruch und kriminellem Handeln? Leute die Werte vertreten, gehen nicht in die Union oder sind schon lange nicht mehr dort! Wie lautet doch das bekannte Sprichwort: Sage mir, mit wem Du verkehrst und ich sage Dir, wer Du bist!

  2. Den Sumpf trockenzulegen, der die Grünen finanziert sowie die Medien, um sie nach oben zu schreiben.

    • Aber so schnell wie möglich, bevor die grünen Khmer an die Macht kommen. Nicht ohne Grund wird nach Neuwahlen geschrien.

  3. Wenn die sich selbst zerlegen, ist das mehr als OK. Das Dumme ist nur, daß davon am meisten die Gründummen profitieren würden.

  4. Die AfD in der Opposition ist gut, aber das alleine genügt nicht, um die „Titanic“, am Untergang zu hindern. Eine weiter wachsende Werteunion ist die ganz große Chance. Wenn sie einmal die Mehrheit hat, kann sie die Zonen-Abrissbirne per Misstrauensantrag rausschmeißen.

  5. Selbst wenn es die CDU zerreißen würde, wäre es leider viel zu spät, denn den Schaden an diesem Land hat diese Organisation schon irreversibel angerichtet.

  6. Bevor es die CDU zerreißt, zerreißt es wohl eher Merkel und Altmaier wenn die beiden so hemmungslos weiterfressen.

  7. Das die grünen ÖR auch, langfristig gesehen, die CDU werden abschießen wollen, scheinen diese Trottel nicht zu begreifen……
    Wenn die Grünen erst die Oberhand in Politik und Rundfunkbeiräten hat, wird das Gemetzel an der CDU losgehen…
    Mir soll es rechts sein😁……..

  8. Wenn diese „Werteunion“ tatsächlich etwas anderes sein will als ein Stimmenfänger für die CDU, die ansonsten noch mehr Stimmen an die „Populisten“ verlieren würde, sollte sie sich jetzt endlich einmal im Klaren darüber sein, dass mit der vermerkelten CDU keine Rettung unseres deutschen Vaterlands mehr möglich ist. Auch können wir nicht mehr zwei bis drei Legislaturperioden warten, bis es – vielleicht- der „Werteunion“ gelungen sein wird, die CDU wieder auf einen rechtskonservativ-patriotischen Kurs zu bringen. Die aus diesen Erkenntnissen zu ziehende Konsequenz wäre ein geschlossener Austritt aus der CDU und ihr Eintritt in die AFD. Wer meint, dass wir noch viel Zeit für „Koalitionsspielchen“ und „Provokationen“ haben, verkennt den Ernst der Lage.

  9. Die ARD-Reporter können sich ja gerne im linksextremistisch-hedonistischen Dreck des Fusion-Festivals im Kulturkosmos nahe der Müritz suhlen.

  10. die Werteunion setzt sich aus CDU-Mitgliedern zusammen,die noch so konservativ geblieben sind,wie es zu Helmut Kohls Zeiten fast alle in der CDU waren..
    Unter Merkel sind viele ehemalige eierlose Konservative mit Merkel nach links gerückt..
    Nun ist die Merkel CDU ,sowie ihrem Klon,sprich AKK nicht mehr von rotgrünen Parteien unterscheidbar..
    Dieser Linksrutsch der CDU hat die Grünen erst stark gemacht,obwohl die Grünen außer Klima-und Migrantenschutz nichts anzubieten haben..
    Wenn Merkel und AKK nicht schnellstens entsorgt werden,rutscht die CDU genauso ab wie die SPD.
    Aber manche lieben ja den Untergang,wie wir es ja auch aus früheren Zeiten sicherlich wissen!

    • Dein Wort in „schwarzes“ Ohr !!! Hab das Merkel nie gewählt aber wenn es zur MIGRATIONSPOLITIK-Vorderungen, von vor 12 Jahren wieder kommen sollte ,von wem auch immer in der Union, würde ich schwarz wählen!!! Damit eventuell ein Bündnis mit Blau käme!!

    • Erst wenn Blau sehr stark ist, wird die CDU mit Blau eine KOalition eingehen. Ihre Methode bringt nichts.

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