BAMF lehnt fast alle Fälle von Kirchenasyl ab

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Nürnberg – Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lehnt fast alle Fälle von Kirchenasyl ab. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben) berichten. Demnach habe das Bundesamt im Jahr 2019 bis Ende April in nur zwei Fällen dem Ersuchen der Kirchengemeinde stattgegeben, ein Asylverfahren in Deutschland zu führen, obwohl laut EU-Regelung eigentlich ein anderer europäischer Staat zuständig gewesen wäre.

Im gleichen Zeitraum (Januar bis April) habe das BAMF dagegen 145 Anträge von Menschen in Kirchenasyl abgelehnt. Somit wurden nur 1,4 Prozent aller Fälle vom Bundesamt als besondere Härtefälle anerkannt, in denen das Asylverfahren dann von Deutschland übernommen wurde, heißt es in der Antwort weiter. 2018 waren es nach Angaben der Bundesregierung noch fast zwölf Prozent aller Fälle, in denen das BAMF der Kirche bei ihrem Ersuchen auf ein Verfahren eines Flüchtlings in Deutschland folgte.

Insgesamt lag die Zahl der gemeldeten Fälle von Kirchenasyl laut Bundesregierung in den ersten vier Monaten 2019 bei 250. Im gesamten Jahr 2018 seien es 1.521 Fälle gewesen. Kirchen wählen Geflüchtete mit besonders brisanten Lebenslagen aus und gewähren ihnen in den Gemeinden Schutz. Mit einer eigenen Stellungnahme zu den „Härtefällen“ wendet sich die Kirche dann an das BAMF zur erneuten Übernahmeprüfung.

Damit soll die Abschiebung eines Asylsuchenden durch die Kirchen verhindert werden. Laut einem offenen Brief der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ habe die Quote der anerkannten Fälle von Kirchenasyl durch das BAMF 2015 und 2016 sogar noch bei 80 Prozent gelegen – also Asylverfahren, die das BAMF von anderen EU-Staaten per „Selbsteintritt“ übernommen hatte. Linken-Innenexpertin Ulla Jelpke kritisierte die Entscheidungspraxis des BAMF deutlich – was sonst.

„Diese Hartherzigkeit ist unerträglich. Ich fordere das BAMF auf, zu einem verständigen und sorgsamen Verfahren zurückzukehren“, sagte Jelpke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es könne nicht sein, „dass humanitäre Grundsätze dem um sich greifenden Abschiebewahn geopfert“ würden, so die Linken-Politikerin weiter. Rund ein Drittel aller Asylsuchenden in Deutschland würden derzeit vom BAMF abgewiesen, weil ihr Antrag auf Schutz laut EU-Recht in einem anderen europäischen Land entschieden werden muss. So wurde laut der Antwort der Bundesregierung im ersten Quartal 2019 bei 34,9 Prozent aller Asylerstanträge ein sogenanntes „Dublin-Ersuchen“ an einen anderen EU-Staat erstellt. Die größte Gruppe dieser Asylsuchenden seien Nigerianer. Die meisten Ersuche auf Übernahme des Asylverfahrens stelle Deutschland an Italien, heißt es in der Antwort, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Laut Dublin-Verordnung muss ein Asylverfahren in der Regel in dem EU-Staat entschieden werden, in dem der Geflüchtete zuerst in der EU registriert wurde.

Hartherzig ist Ulla Jelpke selber – gegenüber den deutschen Steuerzahlern, die ihren „Flüchtlingswahn“ bezahlen müssen. (dts)

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6 Kommentare

  1. Was die meisten nicht wissen.
    BAMF ist nur eine pseudo- Behörde für Volksverdummung.
    Es gab nie eine Flüchtlingskrise, sondern eine gezielte Aufforderung zur illegalen Masseneinwanderung an alle nach Europa, explizit nach Deutschland zu kommen.Die sehen ihren Plan der NWO, ihr Experiment der Umvolkung gefährdet, daher bekämpfen und diffamieren sie alle, die ihr Pläne durchkreuzen könnten.Deshalb erscheinen täglich unzählige negative Artikel, ob Orban, Salvini,LePen, Strache,Trump, über die AfD und wer auch immer, über alle die ihnen im Weg stehen, die noch realistisch und ohne Scheuklappen vor den Augen durch die Welt gehen, und die deren sozialistischen /kommunistischen Ideologie nicht auf den Leim gehen wollen, werden systematisch diffamiert und schlecht dargestellt in Berlin und mit Hilfe ihrer linksversifften Deutschen Mainstream Presse.
    Das ist Fakt, den jeder kann sich selbst davon überzeugen. Denn unsere Regierung produzierte bereits 2014 (!) dieses unglaubliche Anwerbe Video in 16 Sprachen(!)
    BAMF Werbung für Flüchtlinge und Asylbewerber vom Bundesamt für Migration. Mit Steuergeldern werden aufwendig produzierte Pro Asyl BAMF Werbefilme und Kampagnen in fast allen Sprachen vom Bundesamt für Migration in den Krisenregionen dieser Welt ausgestrahlt. Jeder der dieses Video auf arabisch, türkisch, afghanisch oder afrikanisch … gesehen hat, lässt sich durch nichts abhalten, so schnell wie möglich ins gelobte Deutschland zu kommen wo ohne Arbeit Milch und Honig fließt. Übrigens die Asylwerbekampagnen stehen bis heute noch weltweit zum Download im Netz bereit.
    Wie soll also eine angebliche Reduzierung der Flüchtlingszahlen funktionieren, wenn parallel dazu nach wie vor Hochglanzwerbung in allen Krisengebieten durch die BAMF für Deutschland gefahren wird?
    (Video nicht mehr verfügbar – Anm. von Mod.)

    Vielleicht wachen die Deutschen Schlafmützen endlich einmal auf.

    „Es muss erst schlimmer werden, bevor es besser werden kann“

  2. Ist doch inzwischen egal, was das BAMF, was Behörden, was das Gesetz sagt versorgt werden die alle trotzdem und Taschengeld gibts auch noch. Nicht demokratisch legitimierte Organisationen, Flüchtlingshelfer, NGOs und die Kirchen bestimmen und nicht mehr Recht & Gesetz.

  3. „Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lehnt fast alle Fälle von Kirchenasyl ab.“

    Wieso nur „fast“???

    Es gibt KEIN „Kirchenasyl“, das ist eine üble Anmaßung der Kirchen, die wohl meinen, über dem Gesetz zu stehen.

  4. Also . . . lasst die Schma . . . doch bei den Pfaffen. Die sollen dann auch fuer alle direkten und indirekten Kosten aufkommen. Mit mit alle meine ich auch wirklich alle d.h. auch Unterkunft und medizinische Versorgung und Taschengeld . . . und und und zum Beispiel. Speziell der katholisch Klerus hat Geld in Huelle und Fuelle. Dann wird man sehr schnell sehen wie hoch das Mitgefuehl mit den ach so armen Verfolgten wirklich ist

  5. Zahlen denn die Kirchen für ihre „Spezialasylfälle“ wenigestens selbst? Genauso, wie für die erneute Überprüfung?

    Oder hört da dann schon wieder das „Gutsein“ auf, und man lässt die Rechnung an den Steuerzahler durchreichen?

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