Politisch-korrekte Inquisition 2019: Der nächste Ketzerprozess

Max Erdinger

Vor dem Kasseler Amtsgericht wird gegen den Evolutionsbiologen Prof. Dr. Ulrich Kutschera verhandelt. Die Staatsanwaltschaft Kassel wirft dem Hochschullehrer vor, homosexuellen Personen eine prinzipielle Neigung zum sexuellen Missbrauch von Kindern vorgeworfen zu haben. Die zivilreligiöse „Inquisition“ ist also auch hier wieder zurück, wie schon bei der sog. „Klimafrage“.

Der Professor soll die Aussagen unter dem Vorwand angeblicher „biowissenschaftlicher Fakten“ gemacht haben. Zum Prozessauftakt ließ Kutschera gültige biologische Definitionen vorlesen. Seine Verteidigung beantragte, ein Buch des Wissenschaftlers als Beweis im Prozess zuzulassen, wie der SPIEGEL berichtet.  „Erst nach Einführung des Buches wird ersichtlich werden, dass Äußerungen auf biologischem Fachwissen beruhen„, erklärte Prof. Kutscheras Anwalt.

Dem 64-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegt, sich der Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung schuldig gemacht zu haben. Anlaß der Klageerhebung ist ein Interview, in dem sich der Evolutionsbiologe Kutschera bereits vor zwei Jahren im Zusammenhang mit dem Beschluß einer „Ehe für alle“ geäußert hatte. Erschienen ist es damals auf der katholischen Nachrichtenseite „kath.net“.  In jenem Interview hatte Prof. Kutschera ausgeführt, durch das Adoptionsrecht für Homosexuelle sehe er „staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen„.

Kinder, die in Haushalten mit gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen, hatte Prof. Kutschera als  „bemitleidenswerte Befruchtungs-Produkte“ bezeichnet.  Ihre Erziehung sei eine Form „geistiger Vergewaltigung“.  Wegen dieses Interviews war Prof. Kutschera von mehreren Homosexuellen und Kasseler Studentenvertretern angezeigt worden. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft  dem 64-Jährigen vor, sich nach einem Verkehrsunfall im September 2017 illegalerweise von einem Parkplatz entfernt zu haben.

Prof. Kutschera war zuvor bereits durch unpopuläre Äußerungen zur „Geschlechteridentität“ aufgefallen. Er hatte auf Studien hingewiesen, denen zufolge Männer „über alle Kulturen hinweg deutlich jüngere, attraktive, fertile, nicht besonders wortgewandte Frauen bevorzugen“. Warum zu diesem unstrittigen Sachverhalt umständliche Studien angefertigt werden mussten, ist zur Stunde noch völlig unklar.

Der Evolutionsbiologe hatte aus jenen Studien das Fazit gezogen, Männer „wollen einfach eine nette Frau, mit der man nicht viel diskutieren muss; jung, attraktiv, gut kochen muss sie können, Kinder großziehen.“ Die Geschlechterforschung nannte er dann auch noch eine „quasi-religiöse Strömung“ und bezeichnete sie als „Krebsgeschwür„. Der Prozeß wurde inzwischen ohne Urteil ausgesetzt. Ein neuer Verhandlungstermin soll aber festgelegt werden.

Kommentar:

Nicht zum ersten Mal habe ich erst gestern davon geschrieben, daß sich an deutschen Universitäten die Sozialwissenschaften schleichend an der Biologie vorbei auf den Wissenschaftsthron geputscht haben, von wo aus sie alles diffamieren und kujonieren, was ihren selbstgesetzten Dogmen widerspricht. Der Biologe, der in gesellschaftspolitischen Zusammenhängen biologisch statt soziologisch argumentiert, wird kurzerhand zum „Biologisten“ deklariert, womit er dann als akademischer Aussätziger gilt. Unter der Herrschaft der von mir so genannten „linken Soziodingsbumse“ ist die Verpflichtung der Akademie auf die Wahrheit (Realität) einer Art „Führerschwur“ gewichen. Heutige Akademiker, die eine universitäre Karriere machen wollen, kommen am akademischen Politbüro nicht mehr vorbei. Die Wissenschaft hat sich der Ideologie unterzuordnen. Eine Folge davon ist, daß sich keine der internationalen Spitzenuniversitäten noch in Deutschland befindet. Universitäten in Deutschland sind, sofern es sich nicht um sog. „Hartes Wissen“ handelt (Physik, Informatik, Chemie usw.), zu linkssoziologisch dominierten Schwatzbuden der Political Correctness degeneriert. Eindrücklich bewiesen ist das schon dadurch, daß Gender-Mainstreaming gerade im universitären Umfeld noch immer „hip“ ist, obwohl es in Norwegen wegen erwiesener Unwissenschaftlichkeit bereits seit 2011 keine Förderung mehr erhält.

Der Prozeß gegen Prof. Kutschera erhärtet in der Zusammenschau mit dem völlig unwissenschaftlichen Dogma vom „anthropogenen Klimawandel“ den Verdacht, daß in Deutschland schleichend eine unwissenschaftliche, zivilreligiös (ideologisch) orientierte Pseudo-Akademikerkaste großgezogen worden ist, die dann, wenn die Freiheit von Forschung und Lehre, Rede-, Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit in ihren rechtsstaatlichen Idealzustand zurückversetzt werden soll, rigoros aus den Universitäten herausgekickt werden müsste. Wozu Universitäten unter dem Einfluß totalitärer, doktrinärer Ideologen mutieren können, war sowohl im Dritten Reich als auch in der DDR zu sehen. Inzwischen sind wir offenkundig an einem Punkt angelangt, an dem sich auch die Justiz nicht mehr zu schade ist, die Rolle von zivilreligiösen Inquisitoren zu übernehmen. Deutschland ist gerade auf dem „besten“ Weg, sich innerhalb nur eines Jahrhunderts bereits zum dritten Mal eine Diktatur einzufangen. Die Verantwortlichen dafür braucht man nicht mehr zu suchen. Sie sind identifiziert.

Besonders beängstigend ist in diesem Zusammenhang ein Befund des Kinder- und Jugendpsychiaters Michael Winterhoff, über den der Deutschlandfunk vor wenigen Tagen berichtete. Die wohl schockierendste Aussage Winterhoffs: In Deutschland gibt es jede Menge 18-Jährige mit dem sozialen Reifegrad von Kleinkindern. Winterhoff ist Autor des Buches „Deutschland verdummt.“ Seine Thesen kann jedermann leicht selbst überprüfen, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Kaum noch ein Jugendlicher überläßt seinen Sitzplatz einem Bedürftigen. Ob Alte und Gebrechliche neben ihnen stehen, ist diesen verzogenen Bratzen vollkommen gleichgültig.

Übrigens: Die meisten Männer „wollen einfach eine nette Frau, mit der man nicht viel diskutieren muss“. – Binsenweisheit!

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11 Kommentare

  1. Es werden wirklich viele seriösen Menschen in den Medien verunglimpft, weil diese nicht die passende Meinung vertreten. Dieser Mann jedoch schreibt größtmöglichen Blödsinn unter dem Deckmantel fundierter Wisssenschaft. Jeder, der sich mit seinen Originaltexten auseinandersetzt merkt, dass es sich um krude Verhaltensbeschreibung bar jeder Realität handelt.

  2. Das war Giordano Bruno im 16. Jahrhundert auch, er wurde vom Vatikan zum Tode verurteilt. Und wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

    • Stimmt. Der einzige Unterschied ist: Heute brennt niemand mehr. Man zerstört sein Lebenswerk, seine Existenz und seinen Ruf.

    • Die Bücher von Bruno standen bis in den 60er Jahre des 20. Jahrhunderts auf dem Index, der Papst hat ihn immer noch nicht rehabilitiert, stell dir vor wo die Menschheit heute wäre wenn er damals sein Wissen ungestraft hätte Lehren können.
      Und über 400 Jahre später sind wir immer noch nicht weiter.

  3. Tja, die Geschwätzwissenschaften schreiben den Naturwissenschaftlen mittlerweile vor welche Erkenntnisse noch veröffentlicht werden dürfen.

  4. „Dem 64-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegt, sich
    der Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung
    schuldig gemacht zu haben.“

    Sagen wir mal so: Ihm wird mangelnde Linientreu…ähm Volksverhetzung zur Last gelegt. Es ist hierbei der Verdacht naheliegend, dass es hierbei nicht nur um seine Äußerungen zur Homo-Adoption geht, sondern auch darum, dass er es gewagt hat, ein Buch („Das Gender Paradoxon“) über die Genderideologie zu schreiben.

    Man muss sich hierbei allein schon über Folgendes im Klaren sein: Spätestens seid Harald Eia in Norwegen dafür gesorgt hat, dass die Gender-„Forscher“ keine staatliche Förderung mehr bekommen, haben die Gendersens bei uns Angst und greifen daher zu undemokratischen Mitteln wie z.B. der Internetzensur (Ich selbst wurde z.B. einmal auf Facebook zensiert, weil ich einen Artikel gepostet hatte, in dem Herr Prof. Kutschera zu Worte kam – das war ein Artikel auf PP, ich habe einen Screenshot davon. Es gibt mittlerweile viele Beispiele für Zensur von genderkritischen Kommentaren.) oder der Dämonisierung Andersdenkender, auch mit Nazivergleichen.

    Prof. Kutschera ist einer von nur zwei deutschen Biologieprofessoren, die jeweils ein Buch („Das Gender Paradoxon“) geschrieben haben (der andere ist Prof. Axel Meyer mit „Adams Apfel und Evas Erben“), in dem die Gender-Ideologie kritisiert wird. Alle anderen Biologieprofessoren schweigen dazu, mit Ausnahme von Prof. Hans-Peter Klein, der sich immerhin in einem Artikel gegen die Genderei positioniert hat. Wenn die anderen nicht mehr alle schweigen würden, wäre die Genderideologie wenige Tage später am Ende. Also wollen die Gendersens gerade sie einschüchtern, denn sie wissen seid Harald Eia, was für sie auf dem Spiel steht.

    Das „Gender-Paradoxon“ ist dabei inhaltlich DAS Fachbuch über diese Ideologie schlechthin. Es ist für die Gendersens genauso eine Gefahr wie die Tatsache, dass Herr Prof. Kutschera sich immer wieder öffentlich zu dem Thema geäußert hat.

    Also wollen sie ihn jetzt diskreditieren, nach dem Motto: Hört nicht auf diesen Schwulenhasser! Ich könnte mir zumindest denken, dass auch das hinter der Anzeige steckt. Kann zwar sein, dass sich durch das eine Interview auch ein paar Homosexuelle wirklich beleidigt fühlten (Die sind durch Outing-Erfahrungen nicht selten traumatisiert und können seitdem bei dem Thema nicht mehr klar denken, außerdem verstehen viele Menschen biologische Argumente nicht oder falsch; der Begriff „Designfehler“ zum Beispiel ist nicht wertend, sondern rein descriptiv gemeint.), aber dass dieselben Leute, möglicherweise auch die Staatsanwaltschaft oder die, die dieser was zu sagen haben, nun Rache üben wollen, weil er DER professionelle deutsche Kritiker der Genderideologie ist, liegt zumindest auf der Hand.

    Immerhin haben es die Gendersens schon weit gebracht: Im Biologieunterricht in Deutschland orientiert sich alle Welt an ihnen, und auf der Uni gibt es auch einige dokumentierte Unterwanderungsversuche der biologischen Fachwelt. Sie haben Politik, Medien und Bildungssystem weitgehend auf ihrer Seite und wollen jetzt ihre Diskurshoheit nicht verlieren, ebenso nicht ihre Posten und Pöstchen.

    Bislang jedenfalls dürften die Genderisten nichts mit dem Prozess erreicht haben – das „Gender Paradoxon“, das ich sehr empfehlen kann, ist seit Mittwoch auf Amazon im Ranking erheblich gestiegen.

  5. Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde. (Anmerkung : Auch die Nazis waren für „Gleichschaltung“ bekannt)

    Sie soll durch die Vermischung der Rassen herbeigeführt werden, mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa.

    Hierfür sollen in Europa jährlich 1.5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden.

    Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90 : Zu dumm, um zu begreifen, aber intelligent genug, um zu
    arbeiten

    Thomas P.M. Barnett, zitiert aus : „Blueprint for Action – Migration as a Weapon of War / Blaupause der Handlung : Migration als Kriegswaffe

    *

    Deckt sich übrigens exakt mit jenen Plänen, die der Spitzenkandidat der SOZIALISTEN / SOZIALDEMOKRATEN für die EU-Wahl am 26.05.2019, FRANS TIMMERMANS, für EU-Europa anstrebt !

    Ein Rot-Nazi, dieser TIMMERMANS ???

  6. Habe ihn nur auf youtube gesehen, da wirkte er ab und an ein bißchen verwirrt; aber das haben Professoren manchmal so an sich. Das viel diskutierte Buch „Gender-Paradoxon“ habe ich beim LIT-Verlag bestellt, denn ich möchte den „schriftlichen Kutschera“ gern kennenlernen.

  7. Staatsanwaltschaften sind weisungsgebunden, wohin das führt, erleben wir mal wieder.
    Wenn der Wunsch einer vermeintlichen Mehrheit (die zum Großteil wohl aus der verdummten Jugend und den Profiteuren des Ökofaschismus besteht) nach einer grünsozialistischen antinationalen Regierung Wirklichkeit wird, sehe ich schwarz für Deutschland.
    Aber auf Demokratie haben wir, nach Merkel, ja sowieso auf Dauer keinen Anspruch!

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