Brandbekämpfung der hartnäckigen Sorte: Feuerwehr Dortmund muss Elektro-Smart im Wasser versenken

Tesla brennt lichterloh (Symbolbild: youtube)

NRW/Dortmund – Die Feuerwehr in Dortmund hatte es am Mittwoch mit einem äußerst hartnäckigen Fall zu tun: einem brennenden Elektro-Smart, der partout nicht aufhören wollte zu glimmen.

Gerät ein Elektroauto in Brand, so ist die Ursache dafür in den meisten Fällen die Batterie des Wagens. Fangen die Batterien Feuer, kann es auf Grund der Bauweise passieren, dass sich eine Art Kettenreaktion vollzieht und so dafür sorgt, dass der Brand immer wieder neu entfacht wird.

Die lodernden Flammen dann noch in den Griff zu bekommen, ist fast unmöglich. „Eigentlich kann man es nicht löschen“, so ein Brandschutzexperte der Frankfurter Feuerwehr. Denn die Akkus von E-Fahrzeuge bestehen aus Hundertern einzelner Batteriezellen. Brennende E-Autos solle man ausbrennen lassen. Erst nach zwei bis drei Tagen gelte es als sicher, dass in keiner der Batteriezellen noch ein Brand schwele, so die Einschätzung des Experten gegenüber hessenschau.

Mit just solch einem Fall eines „heißen“ Elektro-Smart hatte die Feuerwehr in Dortmund am Mittwochmorgen zu tun, da die Batterien nach einem Brand weiter glühten. „Wir hatten aber von solch einem Fall aus Holland gehört“, berichtete ein Feuerwehrmann gegenüber dem Magazin ruhr24, dessen Einsatzkräfte schließlich zu einer Notlösung griffen. Sie schafften einen großen Bauschuttcontainer heran, füllten diesen mit Wasser und versenkten den Elektro-Smart kurzerhand darin.

Wie der Brand zustande kam, das wisse die Feuerwehr nicht. Fakt ist, dass einige Zellen der Batterie in Brand geraten waren und weitere Zellen angesteckt hatten. Um eine nicht mehr zu kontrollierende Kettenreaktion zu stoppen, griff die Feuerwehr schließlich zum Tauchbecken.

Doch nicht nur die Flammen stellen die Einsatzkräfte bei einem brennenden Elektroauto vor große Herausforderungen. Auch der Strom stelle eine Gefahr da. Bei einem Tesla Model S standen die Rettungskräfte hilflos vor dem Wunderwerk der Elektromobilität, da sie nicht wussten, wo genau im Wagen die Stromkabel verliefen. Müssen Retter etwa die Karosserie des Wagens aufschneiden, um darin gefangene Insassen zu befreien, dürfen dabei auf gar keinen Fall die elektrischen Kabel durchtrennt werden. (SB)

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30 Kommentare

  1. Kugeln Sie doch mal nach „Südamerika Lithiumabbau“.
    Die Umweltschande liegt schon bei der Produktion dieser unausgereiften Technologie.
    Da kommen die Sicherheitsmängel nur noch hinzu.

    Ein Diesel fängt in den seltensten Fällen an zu brennen. Ausgebrannte Fahrzeugwracks nach Unfällen oder gar nur bei Betrieb gab es jahrzehntelang exklusiv nur in Hollywood-Filmen.

  2. Und so ein Elektroauto-Feuer ist vermutlich richtig gut für die Umwelt, quasi CO2-, NOx-, Feinstaub-, Benzene- und Kohlenmonoxid-Neutral… so würden es die Grünen verteidigen…

  3. „allerdings das Löschen gestaltet sich schwieriger!“
    Eben, und etwas, was brennen aber nicht gelöscht werden kann, ist verdammt gefährlich. Dass es momentan noch wenige Brände bei Elektroautos gab liegt ganz einfach daran, dass sie nur 1,9% der Gesamtfahrzeuge ausmachen…..

  4. Jouwatch, warum klären Sie den Leser nicht auf, dass es das Lithium in den Batterien ist, welches durch Kurzschlüsse oder eindringende Feuchtigkeit (nach Beschädigungen der Batterie nach Unfällen) zu brennen beginnt. Als Fahrer eines solchen Fahrzeugs kann schon bei leichten Unfällen, wenn die Batterie beschädigt wird, akute Lebensgefahr bestehen.
    Wenn die Feuerwehr den Brand mit Wasser löschen will, ist es so als würde man Benzin ins Feuer gießen und der Brand verstärkt sich noch mehr. Solche Brände können auf herkömmlicher Art nicht gelöscht werden.

    • Metall löscht man am besten mit Sand. Schaum könnte eventuell auch gehen. Da bin ich mir nicht sicher.
      Normalerweise sollte die Feuerwehr dies aber wissen.

    • Die Akkus befinden sich allerdings in und unter Hohlraeumen – mit Sand muessten Sie Metallbraende jedoch direkt abdecken.

  5. Ha ha – die E-Mobilität ist genauso gut durchdacht wie die gesamte hirnverbrannte Energiewende. Künftig wird die Zahl der Brandopfer sprunghaft steigen, genau wie die Zahl derer die nachts über ein Ladekabel gestolpert sind… Schöne neue Welt!

    • Danke für den Ladekabel-Hinweis. Endlich mal gelacht heute. Diese Kabel hängen jetzt ja überall auf den Straßen rum, darf dat dat überhaupt? Müssten da nicht rote Warnfahnen für Radfahrer und Fußgänger dranhängen?

  6. Schon vor Monaten war zu lesen, dass Brandspezialisten spezielle Container für E-Fahrzeuge gefordert haben. Diese Container sollten spezielle Löschsysteme haben und Sensoren die melden wenn die Brandgefahr nicht mehr gegeben ist. Außerdem müssten alle Rettungskräfte und Feuerwehrleute extra geschult werden um mit dieser Gefahr umgehen zu können. Was man allerdings machen soll wenn ein E-Bus brennt entzieht sich meiner Kenntnis.

  7. Ist das kontaminierte Wasser jetzt Sondermüll? Und wer zahlt das alles? Die Versicherungsnehmer?

  8. Und so einen Mist sollen wie zukünftig fahren? Nein Danke. Und das dieses Ding umweltfreundlich sein soll ist auch nur ein Märchen.

  9. Wenn man sich ihre Liste so ansieht, fallen für E-Autos nur die Punkte 1 und 5 weg, alle anderen Gründen treffen auch für E-Autos zu! Und entgegen Ihrer Behauptung weiter unten, brennen Kraftstofftanks selten, das sieht man nur in Hollywoodfilmen.
    Ich bedauere alle Feuerwehrleute, die diese E-Büchsen löschen müssen!
    Von der Umweltbelastung bei der Fertigung dieser E-Büchsen will ich hier noch nicht einmal reden.
    Und wenn unsere Regierung so weitermacht mit der Energiewende, freue ich mich auf die windlosen Wintertage. Dann dürfen sich alle E-Autoeigentümer morgens mit dem Eimerchen ein paar Kilo Watt an der Nordsee holen! Das werden dann sehr gesunde Fußmärsche!

  10. Brennt ein Elektroauto, so entsteht meist eine hohe Stichflamme, die nahe gelegene Carports oder auch Häuser in Brand setzen kann.

    Der Brand eines Benziners gleicht einem Schwelbrand. Ich habe selbst einmal einen Autobrand erlebt.

    • Das stimmt so auch nicht. Sobald die Hitze den Benzintank erreicht, geht’s rund. Aber bis dahin ist i.d.R. schon die Feuerwehr da und erstickt den Brand mit Schaum, was aber eben bei einem Elektroauto nicht geht.

  11. Und das entwickelt sich? Da haben die Entwickler wohl vorher noch einiges zu leisten, bevor man sich in so einem Fahrzeug sicher fühlt.

    • Das interessiert unsere Regierenden aber einen feuchten Kehrricht!
      Die Dinger sollen doch schnell wie möglich in Massen an den Mann gebracht werden – notfalls per Gesetz!

    • Bin ich froh, dass ich kein Mann bin…😂😂😂😂😂
      Nie im Leben eine Stromkarre!
      Heute ist mir der erste E-Roller in unserer „Gasse“ (ca. 3,5 m Breite, kein Gehweg) begegnet, als ich um die Kurve ging. Hätte böse ausgehen können.
      Bin gespannt, wann es die ersten Opfer gibt.

    • Grundsätzlich hab ich nichts gegen Elektroautos. Ich hab aber was gegen Autos, die beim Kauf mit 8000 Euro subventioniert werden, die steuerfrei sind und für deren Infrastruktur noch einmal der Steuerzahler aufkommen muss. Das ist Veruntreuung von Steuergeld.

    • Der Brand der Batterien sorgt sicherlich auch für eine gesunde Umwelt, zumal die sich nicht löschen lassen. Ein bisschen Gift von allem, lekker.

    • Bei einem Fahrzeugbrand explodiert das Benzin im Tank in den seltensten Fällen. Dazu ist bei einem Brand zu wenig Sauerstoff vorhanden damit die Benzindämpfe freigesetzt werden können um eine Explosion aus zu lösen.
      Benzin als Flüssigkeit ist nicht explosiv. Es sind die entweichenden Dämpfe.

    • Richtig, deswegen wird auch in den meisten Filmen gnadenlos übertrieben, wenn dort sofort ein Megafeuerball zu sehen ist.

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