SPD-Trio mit neuem Programm: Dadada

Das Trio-Infernale? (Foto: Imago)

Berlin – Schlimmer geht immer: Die gestrige Notlösung, wonach anstelle der zurückgetretenen Andrea Nahles vorerst drei Landesvorsitzende die marode SPD weiterführen sollen, hat beim beim politischen Gegner für Erheiterung gesorgt. Der Mecklenburg-Vorpommersche AfD-Landeschef Leif-Erik Holm verspottete die neue SPD-Interimsführung als „Trio Infernale“.

Holm befand süffisant: „Rolf Stegner hielte ich in dieser Rolle für noch etwas geeigneter“, in Anspielung auf die unterirdischen Sympathiewerte des bärbeißigen Dauermiesepeters und Vizeparteichefs. Tatsächlich sorgt die gestern verkündete personelle Zusammensetzung der neuen kommissarischen SPD-Parteispitze, die aus den beiden Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) sowie dem abgehalfterten einstigen hessischen Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel besteht, nicht nur bei der AfD für Kopfschütteln. Auch zahlreiche Genossen verfolgen den Niedergang der einstigen großen deutschen Volkspartei mit ungläubigem Staunen. Inhaltlich-programmatisch stehen die Zeichen nämlich keineswegs auf Neuanfang. Was ausgerechnet diese neue Führungsspitze auf Zeit künftig anders machen will als die zurückgetretene Nahles, steht in den Sternen. Dieses Trio erinnert in der Tat an „Trio“, die große 80er-NDW-Band – und vor allem an ihren Hit  „Dadada“.

Ein glaubwürdiger erster Schritt der neuen Führung wäre zum Beispiel ein sofortiges Koalitionsende gewesen. Doch weit gefehlt. Frühestens in drei Wochen soll hierüber entschieden werden. Es scheint also, als ob es mit dem drögen Trio gerade so weitergeht, wie es unter Nahles geendet hatte: Ideenlos, mutlos, kraftlos. In ihrer Ratlosigkeit forderte die neue Führung als erstes die schrumpfende Parteibasis auf, „Vorschläge“ – sowohl personell wie auch inhaltlich – einzubringen. Die SPD ringt verzweifelt um ein neues Profil. Außer einem Identitätsverlust bis zur Unkenntlichkeit, den die vielen Groko-Jahre der Partei beschert haben, setzten ihr zuletzt noch interne Flügelkämpfe zu. Die von Juso-Chef Kevin Kühnert losgetretene, antikapitalistische Geisterdebatte um Enteignungen (von Wohnungen bis hin zu BMW) war hier nur ein Beispiel von vielen. Nachdem Nahles am Wochenende ihren Rückzug von allen Ämtern und das Ende ihrer politischen Karriere verkündet hatte, ließ ausgerechnet ihr Totengräber Kevin Kühnert schnell einige Krokodilstränen rollen und zeigte sich reumütig. Sofort beeilte er sich, dem künftigen Parteivorstand seine Loyalität zu versichern, denn „so dürfen wie nie, nie, nie wieder miteinander umgehen“.

Zwar gilt die Lebensweisheit „es kommt selten etwas besseres nach“ – doch dass es jetzt ausgerechnet die Combo Dreyer, Schwesig, Schäfer-Gümbel richten soll, hatte wohl keiner auf der Rechnung. Und an deren Erfolg glaubt insgeheim auch niemand. So sieht kein Neubeginn aus. Die SPD-Troika – Modell „Zwei Quotenfrauen und ein Hausmann“ – dürfte vielmehr dazu beitragen, die in den jüngsten Umfragen auf ein Allzeittief von 12 Prozent abgestürzte SPD noch schneller in Richtung Einstelligkeit zu pushen. Dreyer und Schwesig sind zwar als Ministerpräsidenten leidlich erfolgreich, doch waren sie in der Bundespolitik bislang eher Nebenfiguren. Und Thorsten Schäfer-Gümbel, an dem das Fetzigste bislang sein Akronym „TSG“ war, verströmt das Charisma eines Finanzamt-Sachbearbeiters im Vorruhestand. Als frühere Parteivize taten zudem alle drei bisher wenig bis gar nichts, um den Niedergang der deutschen Sozialdemokratie aufzuhalten.

Immerhin soll die neue „Dreyer“-Spitze keine Dauerlösung sein – vielmehr gehe es jetzt nur darum, „den Übergangsprozess zu gestalten“, wie das Trio gestern erklären ließ. Doch Übergang wohin? Welche Lichtgestalt soll dieser Partei wieder Halt geben? Schon fordern Politiker des eher linken Flügels eine künftige Doppelspitze  für die SPD, nach dem Vorbild der Grünen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig brachten diese Variante ins Spiel. Vielleicht wäre dann ja auch Jung-Sozialist Kevin Kühnert wieder mit von der Partie? Spätestens im Dezember, nach dem geplanten Wahlparteitag, wird man mehr wissen – auch, ob aus „Dadada“ dann nur noch „Dada“ wird. Und auch, ob diese Partei in Deutschlands Zukunft jemals wieder eine ernstzunehmende Rolle spielen wird. (DM)

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65 Kommentare

  1. Ein gescheiterter Doppelnamen Soze „ausm Hesse-Ländsche, da wo die immer so Späss-scher mache gelle“, eine Küsten-Barbie aus Meck-Pomm mit höchster K®AMPF GEGEN RÄCHTS-Affinität und eine farblose Frauenquoten-Else aus dem Kunstland „Rheinland-Pfalz“ als Konkursverwalter-Trio der SOZEN ?

    Klasse Auswahl – Realsatire pur !

  2. Der obige Artikel liest sich wie einer der üblichen Mainstreampresse-Artikel. Dem Leser werden nur die Machtspielchen und Postenschiebereien innerhalb einer Partei präsentiert, Politische Inhalte, die für das Wohl und Wehe Deutschlands entscheidend sind, bleiben dabei ungesagt.

    1) „Schweswig ist zwar als Ministerpräsidentin leidlich erfolgreich.“
    Und worin besteht dieses Erfolgreichsein? Etwa darin, daß sie die Schirmherrschaft über den Homöopathen-Kongreß übernommen hat und damit zum Ausdruck brachte,
    a) daß sie die Homöopathie nicht als Esoterik begreift, sondern der Wissenschaft anerkennt
    b) daß sie jene unfaßbare Geldverschwendung unterstützt, die darin besteht, daß Krankenkassen homöopathische Mittel erstatten. .

    2) „um den Niedergang der deutschen Sozialdemokratie aufzuhalten“
    An dieser Stelle hätte man als Leser schon gerne gewußt, wann denn die Glanzzeit der SPD gewesen sein soll, wo sie alles Nötige richtig erledigt hat.

    3)“Ein glaubwürdiger erster Schritt der neuen Führung wäre zum Beispiel ein sofortiges Koalitionsende gewesen.“
    Aha!
    Zuerst an der Seite Merkels D ruinieren, was dann sofort vergeben und vergessen werden kann, wenn man es plötzlich sich nicht mehr an der Seite Merkels gemütlich macht.

  3. Ich finds klasse, das hat was irgend was Selbstzerstörerisches, Unheimliches, wie eine graue Nebelwand wo keiner weis was dahinter kommt. Da wabert eine konzentierte Unfähigkeit auf uns zu oder besser auf die Sozen, die wissen gar nicht wie sie verarscht werden. Ich für meinen Teil bin für Schwesig als Chefin und Kanzlerin. Sie ist blond aber gerissen und hat alle Attribute die eine Sozenchefin haben muss, besonders das verteilen von Posten und Pöstchen an ihre vielen Bekannten und Parteifreunde hat sie drauf. Das ist eine Grundvoraussetzung bei den Sozen. Das hätte auch den riesen Vorteil wir wären sie in MeckPom endlich los.

  4. Die drei sind schon ein Dream-Team Richtung Grabstätte. Aber ich hätte mir evtl. noch die Chelip, Quotentussie und twitternde Staatssekretärin für Irgendwas als Ergänzung gewünscht, dann wäre man schneller am Grab. Aber die Scharia Partei Deutschland hat ja viele Talente

  5. Da haben die SPD´ler mal wieder 3 Trauergestallten ausgegraben. Der Schäfer-Gümbel bekommt in Hessen schon lange nichts mehr gebacken – immerhin merkt er es noch selbst und zieht sich aus der Politik komplett zurück – Respekt hiervor. Nicht so positiv sehe ich die beiden Damen. Malu Dreyer war eigentlich schon immer unzurechnungsfähig und lebt in irgendeiner Welt, jedenfalls nicht in dieser. Von der Schwesig habe ich bis auf dummes Geschwätz und korrupte Pöstchenvergabe an Bekannte und Verwandte noch niemals was substanzielles, bzw intelligentes gehört. Was soll dabei also rauskommen … nichts und genau das ist die Taktik der SPD….nichts zustande bekommen und nicht anecken bis Sie entscheiden ob Sie weiter als Steigbügelhalter für Merkel aggieren werden oder ob Sie sich eine eigene Meinung zulegen werden!!

    • fällt mir so spontan ein, die olle Gesine Schwan könnte man nochmal ausgraben. Die wäre beinahe mal Bundespräsidentin geworden. Aber Gott sei Dank haben wir den Walter Steinmeier

  6. Feix ! Die drei von der Zahlstelle .
    Ich hab da voll Verständnis für ! Wenn man 70 Jahre lang ,mehr oder weniger ,den Kassen –
    schlüssel im Portfolio hatte und zudem noch ,meistens , auch die Inventur selbst machte .
    da kommt schon was rüber !
    Wenn dazu noch, am Horizont , die unvermeidliche Abwicklung droht, dann ist doch wohl
    verständlich , dass die Geschäftsleitung alles tut, um das zusammengeraffte Vermögen,
    all die Beteiligungen und den güldenen Medienbesitz , vor dem Zugriff des Pöbels so sicher
    als möglich zu schützen ! Jedenfalls besser, als es der olle Schlecker tat !
    Dadevor tanzen die drei kleinen Schweinchen !

  7. Klein Kevin baut mit seinen Krokodilstränen schon mal vor, er weiß, daß man mit ihm auch dereinst so umgehen könnte. Da wird er vorsorglich schon einmal kleinlaut: So nie, nie, nie wieder miteinander umgehen.
    Jetzt wird jedenfalls die Eifel bereichert, Andrea kehrt heim und wird Kartoffelbauer!

  8. Wenigstens ist die Schwesig dabei. Das garantiert den fortschreitenden Niedergang der SPD. Denn Schwesigs Männerhass-Programm als Familienministerin bleibt unvergessen. So verbreitete Schwesig, entgegen der Faktenlage, Väter würden massiv Unterhaltszahlungen verweigern und wollte ihnen deshalb den Führerschein wegnehmen. Dass nahezu keine unterhaltspflichtige Mutter ihren Pflichten nachkommt, ist für sie kein Thema. Ebensowenig die Ausgrenzung von Vätern aus der Familie durch umgangsverweigernde Mütter; und die väterfeindliche Justiz (92 % aller Väter verlieren ihren Sorgerechtsprozess).

  9. Ich fasse mal das Parteiprogramm der etablierten Parteien über 500 Seiten kurz zusammen.
    AFD Bekämpfung mit allen verfügbaren Mitteln.

    Das ist das Parteiprogramm bzw. die Politik aller Parteien bis auf die AFD.

  10. Vermisse den abgebrochenen Riesen, das Maasmännlein, auch bekannt als peinlicher Aussenminister.

  11. Eine Firma funktioniert nur mit „einem“ Chef ! Das ist bei einer Partei sicher auch nicht anders . Dreier – und Doppelspitzen sind Quatsch.

  12. Verdammt SPD, ihr habt eine, nein mehrere Chancen verpasst es schneller Richtung Abgrund zu schaffen! Als erstes den Schulz-Zug in den Sack Bahnhof der Geschichte. Dann hätte es ein besseres Trio gegeben : Pöbel – Ralle, Propeller – Karl und Zausel-Thierse, Mensch Genossen das sind Wege um Leiden beim Sterben zu verkürzen.

  13. Die 3 von der Tankstelle – lach

    Die Zitronenfresse und der Vorgartenzwerg werdens schon richten – kaputtlach

  14. Wie lieb und nett auf dem Bild, die können es ja nur gut mit uns meinen- nachdem sie das Kind eigenhändig in den Brunnen geschmissen haben!

  15. Malu’s Dreier,
    die Es Pee Tee ein Swinger-Club,
    jeder darf mal mit jedem.
    Eine „Forrest Gump“ Connection.
    ….lauf….Forrest…lauf!
    „Die SPD ist wie eine Schachtel Pralinen –
    man weiß nie was man kriegt.“

    „Lieber Gott, mach aus mir einen Vogel, damit ich wegfliegen kann. Weit weit weg…“

  16. Pöbel-Ralle.

    Das ist wie bei dem Herrn Eduard von Schnitz… Die Ossis hatten die Glotze so schnell abgeschaltet, dass niemand wusste, das er eigentlich SchnitzLER heisst.
    Ob Rolf, Ralph, Ralf oder Depp – der Typ ist so unterirdisch, den muß man so schnell vergessen um sich nicht vollzukotzen.

  17. Die 3 von der Stunkstelle . . pardon Tankstelle waren besser. Die SPD wirft permanent “ irgendwelche Uebergangsluschen ins Rennen, welche nur eines verbindet . . . von mal zu mal werden diese schlechter. Die eins gute alte Tante SPD steht vor dem Exitus. Mit Sahnebonbons und oder Lakritze kann man sie nicht mehr retten. Die gruenen Heuschrecken werde ihre Ueberreste . . bb bb papperlapp bb (OT Muentehering ) . . wohl fressen bb bb bb

  18. Durch diese „Dreifaltigkeit“ beweist die SPD nur, dass sie noch nichts gelernt hat.
    Sie kann sich nicht bekennen und zu nichts eindeutig entscheiden und greift
    durch Verteilung auf das Mittel der Verwässerung zurück.
    Wenn die drei ein Problem erkennen, es benennen und sich zur Lösung
    „abstimmen“ wollen, wird es schon losgehen mit der Suche nach faulen
    Kompromissen und Verbiegungen bei der „Kommunikation“.
    Die SPD verfügt nicht mehr über eine charismatische „Basta“-Figur.
    Sie sie politisch-intellektuell einfach pleite.

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