Relotius´ kleine Schwester: Historikern und Bloggerin gibt sich als Nachfahrin jüdischer Holocaust-Opfer aus

Relotius kleine Schwester, Historikerin Marie Sophie Hingst (Bild: tdc)

Die Bloggerin und angebliche jüdische Holocaust-Nachfahrin, Marie Sophie Hingst, gehört offensichtlich zu jenen armen Geistern, die sich eine möglichst drastische Familiengeschichte zusammenlügen um so maximale Aufmerksamkeit zu erregen. Die Historikern hat hundertausende ihrer Leser getäuscht.

Mit erfundenen Geschichten über angebliche jüdische Vorfahren soll die deutsche Bloggerin Marie Sophie Hingst ihre Leser und das Archiv der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem massiv getäuscht haben, indem sie falsche Opferdokumente einreichte, berichtet der Spiegel hinter der Bezahlschranke. Recherchen einer misstrauischen Leserin und des Stadtarchivs Stralsund hätten die Historikern überführt.

Marie Sophie Hingst (Hg.) habe laut des Dumont-Buchverlags Geschichte und Ostasienwissenschaften in Berlin, Lyon und Los Angeles studiert. Sie promovierte am Trinity College Dublin und arbeitet seit August 2018 für Intel Ireland. Ihr Blog „Read On my Dear Read On“ – aktuell nicht verfügbar –  wurde mit dem Goldenen Blogger als bestes deutschsprachiges Blog 2017 ausgezeichnet. Am 18. Juli 2017 rief Hingst den Hashtag #KunstGeschichteAlsBrotbelag ins Leben, der innerhalb weniger Tage auf Platz 1 der deutschen Twitter-Trends landete. Im März hatte sie einen Bildband veröffentlicht: „Kunstgeschichte als Brotbelag“. Ein Jahr später bekam sie einen Preis der „Financial Times“. Auch sollen die Geschichten der 31-Jährigen über eine gegründete Slum-Klinik in Indien sowie die Beratung syrischer Flüchtlinge in Deutschland erlogen sein.

Hingst´s Großvater war kein Auschwitz-Häftling – wie von der Historikern behauptet, sondern evangelischer Pfarrer. Ihr Blog soll zuletzt rund 240.000 regelmäßige Leser gehabt haben. (SB)

 

 

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21 Kommentare

  1. Also früher nannte man so etwas Hochstaplerin. Die muss schon Chuzpe gehabt haben. Was wird die Konsequenz sein? In ein paar Jahren schreibt die ein Buch wie ich alle beschissen habe und das ist auch gut so. Dann werden sie die Leute feiern die sie verarscht hat.

  2. Diese Lügenmärchen bezeichnet man als korrekte Haltung und damit kommt man bekanntlich sogar zu Preisen. Wer am schönsten lügen kann, darf sich über eine Auszeichnung freuen.

  3. Wenn man diese verlogene Baggage mit ihren Profilneurosen in einen Sack stecken würde, man träfe immer den Richtigen.

  4. Wir können den Erfindern des Internets gar nicht genug danken! 👍–>👏👏👏
    Früher kamen solche Dinge in der Regel meist gar nicht erst raus,
    und wenn mal wer dahinter kam, wurde er doch noch irgendwie plattgekloppt.
    Heute macht es wenigstens die Runde!!!

    • Deshalb hat unsere „Elite“ ja auch Pläne in der Schublade, verstärkt zu zensieren und spionieren zu lassen. Allerdings wohl nur in einer Richtung, versteht sich von selbst.

  5. Also wie diese Tussi Hysterikern . . pardon Historikerin werden konnte . . kann ich mir schon vorstellen. Die KZ ’s hat es gegeben und dort kamen auch Menschen um. Aber es gibt auch viele welche niemals ein KZ von innen gesehen haben, auch nicht nach Kriegsende. Gleichwohl fabulieren sie darueber und in vielen Faellen nachweislich mit dreisten Luegen. Ich habe keinen Blog von ihr gelesen und werde das auch nicht tun. Verarsc . . . kann ich mich selber.

  6. Ich vermute, da gibt es noch sehr, sehr viele, die der Hingst die Hand reichen können! Den damit kann man massig Geld verdienen. So wie ein bekannter dieser Spezies, der die tollsten schauermärchen erzählte…. nichts war wahr. Er er war in der bewussten Zeit in der Schweiz.Auch ein sehr bekannter Filmproduzent hat daran verdient.

    • Auch die ist ein schönes Beispiel dafür, dass Leute gerne belogen werden, sofern die Lügen in ihr Weltbild passen. Wir Älteren haben noch gelernt, Dinge zu hinterfragen, speziell wenn sie „zu schön“ klingen. Heute führt dieses Hinterfragen zu sozialer Ausgrenzung und gesellschaftlicher Vernichtung.

  7. Der kleine Heiko ist wegen Ausschwitz in die
    Politik gegangen, die kleine Marie-Sophie lügt
    sich ein Holocaust Märchen zusammen, die
    politische Linke fabuliert eine rechte Gefahr
    herbei, die nicht existiert und wittert in jeder
    Ecke einen Nazi. Der Wahnsinn ist allerorten!

  8. Sie hat doch Recht. Meistens geht das doch durch und die Leute verdienen sich goldene Nasen damit. Wegen § 130 traut sich normalerweise gar keiner, solche Behauptungen überhaupt auch nur anzuzweifeln oder gar zu leugnen. Von mir aus könnte die behaupten, eine Auschwitz-Überlebende zu sein und ich würde das niemals anzweifeln oder gar leugnen.

    • Ähm, Münchhausen hat fabuliert, die Schratze bloß gelogen. Ein kleiner Unterschied.

  9. Das wird für die Aufdecker dramatische Folgen haben. Wie kann man nur so gemein sein und eine linke, preisgekrönte Blase aufstechen?

  10. Leider darf über den sogenannten Holocaust nicht offen gesprochen werden, weil bestimmte Mächte nicht wollen, dass die Welt die Wahrheit erfährt.
    Aber eines darf gesagt werden: Holocaust heißt auf Deutsch Brandopfer…

  11. Diese Hochstaplerin hatte sich ja auch intensiv für Deniz Yücel eingesetzt.
    Hier in einem alten Video zu sehen: v=dfWEZJnwT7o bei youtube eingeben.

  12. Ich habe auch schon mal einen syrischen (?) Flüchtilanten beraten: Ich habe ihm ins Ohr geflüstert: Hau besser ab, sonst…

  13. Ich frage mich, wer liest solche „Bloggs“
    Allein schon die Studienfächer zeigen doch ganz klar, für ein „richtiges“ Studienfach hat es nicht gereicht.

  14. Heute schreiben alle und überall. Sie wollte einfach auf sich Aufmerksamkeit lenken. Und Lüge gibt´s in unserem Leben zu viel, besonders online. Genau hier ist es sehr bequem zu lügen. Niemand prüft, ob das, was man schreibt, wahr ist. All diese Theorien, Vermutungen, schreckliche Geschichten – selbst die „Journalisten“ schreiben so viel Phantastisches wie Heu auf der Wiese!

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