Iran: Erst Yoga-Kurs, dann in den Knast

Symbolfoto:Von Rawpixel.com/shutterstock

Im Islamstaat Iran ist auch Yoga nicht gern gesehen. Die iranische Polizei stürmte vor kurzem eine privaten Yogakurs und verhaftete 30 Männer und Frauen wegen „unangemessener“ Bekleidung und „unangemessenem“ Verhalten. 

Laut einer offiziellen Nachrichtenagentur hat die iranische Polizei 30 Menschen festgenommen, weil sie an einem privaten Yoga-Kurs in der Stadt Gorgan im Norden des Landes teilgenommen haben, berichtet  MailOnline. Auch der Yogalehrer soll sich unter den Festgenommenen befinden und dem Staatsanwalt vorgeführt werden. Sein „Verbrechen“: Er habe für den Kurs in den sozialen Medien geworben und besitze keine Lizenz zum Unterrichten. Der Schauplatz des Geschehens sei schon seit längerer Zeit ausspioniert worden, heißt es. Sportarten, denen Männer und Frauen gemeinsam nachgehen, sind im Iran verboten. Yoga ist nur legal, wenn die islamische Geschlechtertrennung beachtet wird und der Lehrer eine Lizenz besitzt.

Im Jahr 2017 kündigte Ali Majdara, Präsident der iranischen Föderation „Sport für alle“, ein Verbot von Aktivitäten an, die „rhythmische Bewegungen“ und „Tanz“ beinhalten – auch das beliebte Zumba fällt unter das Verbot. (MS)

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3 Kommentare

  1. Wieder ein Zeugnis der „Toleranz“ derjenigen die für sich immer lautstark die meiste Toleranz fordern.

  2. „Er habe für den Kurs in den sozialen Medien geworben und besitze keine Lizenz zum Unterrichten.“

    Da hat er wirklich Glück, dass er in Iran ist und nicht in Deutschland

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