Strache-Video: Folgt dem Weg des Goldes!

Vera Lengsfeld

Foto: Von granata68/Shutterstock

Es ist schon seltsam, wie wenig Aufmerksamkeit die deutschen Medien der kriminellen Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte des Ibiza-Videos widmen. Man muss sich in Österreich umschauen, um mehr Informationen zu erhalten. Da ist die EU-Infothek eine wahre Goldgrube.

Die Autoren haben sich das Dementi des Zentrums für politische Schandtaten, das Video weder für Geld gekauft, noch an die Presse gegeben zu haben, näher angeschaut und kommen zu dem Schluss:

Das Zentrum „tut allseits kund, für das Video kein Geld ausgegeben zu haben und es auch nicht angekauft oder verteilt zu haben.
Hier müssen die Worte dieser Erklärung genau seziert werden. Richtig ist, dass kein Geld geflossen ist – die Verkäufer bekamen Krügerrand Goldmünzen im Wert von 600.000 Euro.
Richtig ist, dass das Zentrum den ganzen Transfer zwar vermittelt und abgewickelt hat, aber juristisch nicht unbedingt der Käufer gewesen sein muss.
Der Verein und seine Hintermänner haben den Weg des Goldes und der Verschleierung nicht gewählt, um bei der ersten Story eine Lebensbeichte abzulegen, auch verständlich.“

Weiter zeigt die EU-Infothek den Weg auf, der beschritten werden muss, um die Käufer und damit die Hintermänner dingfest zu machen:

„Vielleicht gelingt es den investigativ tätigen Journalisten der deutschen Medienriesen, die Spur des Goldwechsels zu verfolgen und jenes Institut (oder mehrere Institute) zu finden, welches in der Lage gewesen ist, 600.000 Euro an Goldmünzen zu besorgen.
Vielleicht gibt es darüber Statistiken oder andere Spuren, welche auf diese große Transaktion hinweisen.
Otto Normalverbraucher muss bereits für kleine Summen, für welche er Goldmünzen erwirbt, viele Formulare ausfüllen, um den strengen Geldwäsche-Bedingungen, welchen auch Banken oder Münzhändler unterliegen, zu erfüllen.
Ein 600.000 Euro Deal in relativ seltenen Krügerrand, auch dann, wenn er auf mehrere Tranchen aufgeteilt ist, bleibt nicht völlig geheim: auf der einen Seite muss die saubere Herkunft des Geldes, auf der anderen Seite die Besorgung des Krügerrands plausibel dargestellt werden.
Andererseits ist es auch nicht für die Besitzer des Goldschatzes ein Leichtes, diesen wiederum in Bargeld umzuwandeln. Mühselig müssen kleinste Tranchen eingewechselt werden.
Wer die Spur des Goldes verfolgt, wird einen wichtigen Teil der politischen Motive für die Veröffentlichung des Videos vor den EU-Wahlen aufklären.
Möglicherweise erleben einige eine böse Überraschung und gutgläubige Wähler eine große Enttäuschung.“

Wir dürfen gespannt sein, ob ein deutsches Medium die Spur aufnehmen wird.

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13 Kommentare

  1. Man „hört so“,dass der Krügerrand längst den Geldkoffer in Unterweltkreisen abgelöst hat.
    Vor ca 10 Jahren schossen auch in Deutschland die Alt Gold Aufkaufläden , meist orientalischer
    Betreiber wie Pilze aus dem Boden. Eigentlich müsste sich das und die Anhäufung staatlicher
    Goldreserven vieler Länder, vor allem Russland , China und Indien ,auf den Goldpreis auswirken. Der aber wird täglich von wem festgelegt ?
    Ratet mal , wers als erster errät bekommt ne Flasche Danziger Goldwasser !

  2. Steckt vielleicht der (jetzige Ex-) Kanzler Kurz dahinter? Wollte er Strache los werden und versucht nun einen Neubeginn? Angeblich kann er es gut mit Soros und Politikern, Großkapitalisten und Medien muß man leider alles zutrauen. Wie heißt es so schön: „Politiker sind für alles zu haben, aber zu nichts zu gebrauchen“.

  3. Ich habe nur eine wirkliche Hoffnung dass diese Geschichte aufgeklärt wird.
    Es wurde damit Russland in Verbindung gebracht.
    Nun hat aber Lawrow bemerkt dass es ein Unding sei immer und überall Russland für alles verantwortlich zu machen.
    Daher setze ich meine Hoffnung darauf dass sich der russische Geheimdienst dafür interessiert.

  4. Es interessiert aber auch in Österreich niemand so wirklich.
    Bisher wurden keine Amtshilfeersuchen am Deutschland oder Spanien gestellt.
    Was bisher erhoben wurde stammt ja auch zum Teil von Medienerhebungen.

  5. „Otto Normalverbraucher muss bereits für kleine Summen, für welche er Goldmünzen erwirbt, viele Formulare ausfüllen, um den strengen Geldwäsche-Bedingungen, welchen auch Banken oder Münzhändler unterliegen, zu erfüllen….“
    stimmt leider nicht ganz: als Privatperson kann ich auf einmal und anonym bis 10.000 Euro Krügerreand ohne Formulare ausfüllen zu müssen kaufen: z.B. in Ladengeschäften von Degussa.
    Was spricht degegen, dass solche Organistationen schon im Vorfeld ausreichend Käufe (auch von verschiedenen Personen) tätigen, um solch schmutzige Deals zu ermöglichen?
    Also Gold immer im Repertoire haben um auf solche Sachen vorbereitet zu sein?
    Da sollten von manchen NGOs mal die Tresore und Bankschließfächer gefilzt werden – speziell die vom „Zentrum für politische Schönheit“.

  6. Niemals werden die deutschen Journalisten nachforschen … Die müßen Merkel und Den Grünen den Honig um den Bart schmieren. Das ist ein Ganztagsjob

  7. Wenn man wirklich aufklären will, dann sollte es auch machbar sein – auch OHNE diese Theorie „Weg des Goldes“

    Diese Privat-Villa in Ibiza (nicht billig) musste z.B. angemietet worden sein und dort wurde bestimmt NICHT mit „Gold“ bezahlt.

    Normalerweise erfolgen diese Buchungen über E-Cash – Eingangs-Konto – Ausgangs-Konto,

    Angebich ist diese Spur kalt – so eine ORF-Doku (die von Phoenix übernommen wurde – die in meinen Augen aber eher von ARD oder ZDF produtziert worden ist).

    Desweiteren waren diese beiden „Lock-Vögel“ nicht die Einzigen, die an diesem Tag vor Ort waren, sondern etliche Personen mehr.

    Auch die müssen in der Nähe der Villa zur gleichen Zeit übernachtet haben – (Vorbereitung – Aufnahme – Saubermachen) und die werden auch mit E-cash bezahlt haben.

  8. Das wird noch einer Partei „den Kopf kosten“!
    Hier wurde massiv gegen bestehende Gesetze verstoßen.

  9. KEIN deutsches Medium wird die Spur aufnehmen und investigativ tätige Journalisten gibt es bei den Systemmedien längst nicht mehr. Ich lache mich jedes Mal weg, wenn uns der systemtreue Günter Wallraff heutzutage noch als ein solcher Journalist verkauft wird.

    Freie deutsche Journalisten werden es schwer haben, die Spur zu verfolgen. Meine Hoffnung : Journalisten aus dem Ausland.

    • zum Beispiel alle Sparkassen, Degussa und deren Händler handeln mit Goldbarren und -münzen.

  10. Habe Gert Schmidt von der EU-Infothek bei Fellner gesehen. Schwer vorstellbar, dass dieser Mann den Fall aufgeklärt haben soll. Könnte es sich um eine falsche Fährte handeln, bewusst oder ihm untergejubelt, um von den wahren Auftraggebern abzulenken?

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