Bund blättert 100.000 Euro Gagen aus Steuergeldern für Website-Auftritte von Stars hin

Jorge Gonzalez (Bild: Screenshot)

Mehr als 100.000 Euro Steuergeld sei für Gastauftritte von Influencern und Prominenten ausgegeben worden, damit diese ihre Gesichter auf Ministeriums-Internetseiten präsentieren.

Der Bund soll Schauspielern und sogenannten Influencern saftige Gagen für ihre Gastauftritte auf Ministeriums-Websites bezahlt haben. Einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) nach, wurden in den vergangenen fünf Jahren 101.302 Euro an Honoraren, Aufwandsentschädigungen oder sonstigen Spesen für insgesamt 16 dieser Werbenden ausgegeben.  Das gehe, so die NOZ, aus einer Antwort des Bundespresseamtes auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.  Es bestehe die Gefahr, dass die Grenze zwischen berechtigtem Informationsauftrag und politischer Eigenwerbung leichtfertig überschritten werde, so FDP-Abgeordnete Otto Fricke.

Auf die Frage, wer denn nun alles mit Geld des Steuerzahlers für Werbeauftritte verpflichtet wurde, listet das Bundespresseamt auf:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde in 2017 in einem Livestream von YouTubern interviewt. Moderiert wurde der Talk von Lisa Ruhfus , die unter anderem dafür 10.883 Euro erhielt.
  • Die 25-jährige Youtuberin Lisa Sophie Laurent erhielt 11.305 Euro – unter anderem für eine Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium.
  • Der kubanische Choreograf Jorge Gonzáles wurde mit 4.011 Euro honoriert, er warb in einem Video des Bundesumweltministeriums für Klimaschutz.
  • 44.712 Euro Gage erhielt der Schauspieler Tom Wlaschiha, der durch seine Rolle in Games of Thrones international bekannt wurde, mimte für das Bundesentwicklungsministeriums und drehte Youtube-Videos aus Krisenregionen.

Der FDP-Politiker bezeichnet es als legitim, wenn Prominente und Influencer der Bundesregierung auch im Internet unter die Arme griffen und dieser helfen würden, gesellschaftliche Debatten anzustoßen. „Wenn Ministerinnen und Minister die angeblich überzeugten Unterstützer dafür bezahlen, dass sie gemeinsam mit ihnen oder aber für sie im Netz auftreten, wird es allerdings unglaubwürdig“, meint Fricke weiter.

Der Haushaltsexperte der FDP-Fraktion möchte es nun genau wissen und fordert die Bundesregierung auf, öffentlich zu erklären, „weshalb es aus ihrer Sicht notwendig und gerechtfertigt war, dass sie etwa Lisa Sophie Laurent mehr als 10.000 Euro oder dem Rapper Eko Fresh 500 Euro für die Unterstützung der politischen Arbeit der Bundesregierung gezahlt hat und wie genau sich diese Beträge zusammensetzen. (SB)

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26 Kommentare

  1. Immer wieder wird der Ruf nach Bestrafung dieser nutzlosen Steuerverschwendung lauter. Wann wird endlich mal ein solches Gesetz gemacht? Die Bestrafung solcher Verschwendung, sollte auch ein abschreckendes Beispiel sein.

  2. High Heels oder Stilettos tragen Diverse und diverse Umnachtete, da holen die sich dann den Hallux, ist der neue Trend. 😉 Es geht alles nach Plan, gut erkannt!

  3. Also wenn Jorge Gonzales auch mit noch so hohen Stilettos daherkommt, mich überzeugt der nicht, da breche ich höchstens in Lachkrämpfe aus. Ist schlimmer als wenn Flintenuschi in Kampfstiefeln käme.
    Wer wirbt denn mit Witzfiguren, die nicht mal Komödianten sind, hier seit langem auftreten und immer noch kein richtiges Deutsch können?

  4. Da sind einige Spitzenverdiener dabei. Aber im Schnitt kassierten die 6250,- Euro. Das klingt schon nicht mehr ganz so viel. Dagegen müsste man natürlich wissen was diese Werbenden sonst für einen Auftritt kassieren.
    Warum allerdings bekennende Linkspopulisten und dem gleichen Geschlecht zugewandten wie Lisa Sophie Laurent* engagiert wurden, bleibt ein Rätsel.
    * Ich meine sie outete sich einmal in einem Video entsprechend, wenn nicht nehme ich das natürlich zurück und entschuldige mich.

    • Jorge fällt bestätigt in die Kategorie! (Wiki). Ausserdem ist er studierter „Radioökologe“. (meint das nun, daß Radios ökologisch werden sollen, oder Ökologie radioaktiv wird, oder Ökologie durch das Radio verbreitet wird, oder wird die Ökologie geröntgt?)

  5. Hoffen wir mal, dass der Steuerzahler für Heikos Film-Freundin nicht auch noch bezahlen muss.

    Ich sehe schon die Schlagzeile:
    Steuerzahler kauft für Heiko eine Freundin.

  6. Ach so, für die Regierung ist das natürlich erlaubt – macht es ein YouTuber vor der Wahl gehört’s verboten. Ist halt bitter wenn man seine eigene Medizin fressen muss.

  7. Der kubanische Choreograf Jorge Gonzáles wurde mit 4.011 Euro honoriert,
    er warb in einem Video des Bundesumweltministeriums für Klimaschutz.
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    Nen scheinbar Geisteskranker, der nicht so richtig weiss ob er Mann oder Frau ist wirbt für den Klimaschutz…macht Sinn, denn die Idee das Klima SCHÜTZEN zu wollen ist genauso hirnrissig.

    • Deutschland als Gewinn versprechender Magnet für alle seltsamen Figuren der Welt,beschlossen und verkündet,traurig aber auch lustig.

  8. Alles Systemzecken diese sogenannten Promis. Möge dieses gegenderte Individuum in dem Video eine nette Bereicherung haben. Aber wahrscheinlich würde dieses „Es“ darüber erfreut sein.

  9. Es ist IMMER einfach das Geld anderer Leute auszugeben als sein eigenes. Deswegen wundert mich soetwas schon lange nicht mehr.

  10. Sowas nenne ich Veruntreung von Steuergelder der Landesbürger. Aber dieses Regierungsgelümmel macht ja alle zum Bürgen ihrer infantilen Bürgerdenkbetreuung!

    • So ist es!
      Es grüßt ein Bürge des Personals mit Ausweis, ausgestellt für die Bürgen dieses Eliteaffenstallls mit Gültigkeitsdauer bis 2099.

    • seh ich auch so….außer AfD wäre gegen eine Antwort. Dann könnte es eine geben. Der Idiotenverein in Berlin geht nämlich grundsätzlich nicht auf Vorschläge und Eingaben der AfD ein. Nicht weil AfD gute, oder schlechte Argumente hätte, neiiiin es nur weil es von der AfD kommt.

  11. Kenne diese Künstlerin nicht.
    Außerdem scheinen mir die Gesichtszüge etwas zu männlich geraten.
    Entweder ist was mit Botox schiefgelaufen oder die hat unten einen Puller.
    -vermutlich beides-

  12. Es wird wirklich Zeit, daß Steuerverschwendung unter Strafe gestellt wird. Die schmeißen mit unserem Geld herum als ob es unendlich zur Verfügung stehen würde. Jede Firma hätte schon längst Insolvenz anmelden müssen.

    Eigentlich gehören die wegen Insolvenzverschleppung Alle in den Knast!

    • 1.912.659.241.866 €
      Staatsverschuldung Deutschland im Moment,
      Sie und ich und jeder hat 23.101 € Schulden durch unsere Komikerelite angesammelt bekommen. Steuerzahler punkt de
      Es wird gemeckert aber es hilft nix seit Jahrzehnten.

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