Bricht die CDU auseinander?

Der Stresspegel ist hoch bei den zweiten Verlierern der EU-Wahl, der CDU. Natürlich schiebt man sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe, hat zum Beispiel die WerteUnion für das schlechte Abschneiden bei der Wahl verantwortlich gemacht und will nun noch weiter nach links rücken, sozusagen die Grünen und die Stalinisten überholen. Als ob es in dieser Ecke der Republik nicht schon eng genug ist.

Die CDU-Spitze um Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit ihrer Wahlanalyse den Streit in der Partei um den richtigen Kurs jetzt noch zusätzlich angeheizt. In einem internen Analysepapier zur Europawahl hatte die CDU-Führung die Abkehr jüngerer Wähler von der Partei unter anderem damit begründet, dass die Junge Union als nach rechts gerückt wahrgenommen worden sei: „Das ist ein Schlag ins Gesicht für 100.000 Mitglieder, die vor Ort im Wahlkampf bei Wind und Wetter gekämpft haben“, sagte JU-Chef Tilman Kuban dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben). „Das wird die Junge Union nicht so stehen lassen.“

In der internen Wahlanalyse, über welche die RND-Zeitungen berichten, ist von einem vermeintlichen Rechtsruck bei der JU sowie der medial sehr präsenten „Werte-Union“ die Rede. Dies habe zu einer deutlichen Abkehr unter 30-jähriger Wähler geführt. Außerdem werden schlechte Regierungsarbeit und fehlende Antworten in der Klimapolitik als Gründe für das schlechte Abschneiden der CDU bei der Europawahl genannt.

Von beidem hätten die Grünen profitiert. „Die Union kämpfte im Europawahlkampf gegen eine für sie ungünstige Themenagenda“, heißt es in dem Papier. Zudem hätte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Wahlkampf als Zugpferd gefehlt.

„Bei dieser Europawahl trat erstmalig der zu erwartende Effekt eines Wahlkampfes ohne Ausspielen des Bevölkerungsrückhaltes der Bundeskanzlerin ein.“ Hart fällt dagegen das Urteil über den gemeinsamen Unions-Spitzenkandidaten Manfred Weber aus: „Mit dem Spitzenkandidaten Manfred Weber verbindet sich kein entscheidender Wahlvorteil für die Unionsparteien“, heißt es in der Analyse.

Doch gibt es auch einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Rückt die CDU auch nach Merkel noch weiter nach links, wird die Lücke rechts der CDU noch größer – ein gefundenes Fressen für die AfD, denn dann werden sich die letzten konservativen Kräfte in der Union mit Grausen abwenden. (Quelle: dts)

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34 Kommentare

  1. Die Parteienlandschaft in Deutschland befindet sich im Umbruch. Die etablierten Parteien muessen – zurecht -Federn lassen. Davon profitieren derzeit die Gruenen. Das ist allerdings weniger gut, wenigstens fuer jene, welche die Grundlagen des Parteiprogramms der Gruenen kenne. Die CDU/CSU hat unter Merkel vieles daraus uebernommen und wundert sich nun darueber, das der erhoffte Erfolg nicht eintrifft. Es ist aber schon paradox, dass die Gruenen damit nicht wegdiskutierbare Erfolge haben. Das ist nur damit erklaerlich, dass eine Vielzahl deutscher Waehler offensichtlich nicht logisch und konsequent denken und Handeln. Jede Politik, welche zum Nachteil des eigenen Staatsvolkes fuehrt, wird auf Dauer nicht machbar sein. Damit wird indirekt der Ruf nach einem starken Mann hervorgerufen. So gesehen machen die heute praktizierten Verhaltensweisen durchaus Sinn. Ich frage mich immer wieder einfach nur “ cui bono ? Nichts geschieht ohne Grund.

  2. Wie schon Napoleon sagte: …“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.” …

  3. Steckt euch eure Klimachucky Hysterie sonstwo hin….Ihr tickt doch nicht mehr richtig! Aufarbeiten mit Lügen…wie armselig! Popcorn Bitte…

  4. Und als Antwort auf Rezo & Co. fällt AKK nur folgendes ein: „Sie denkt laut darüber nach, die Meinungsäußerung von Influencern zu regulieren.“ Man kann dieses Video und den Hype darum aus sehr guten Gründen bescheuert finden, aber sorry, das ist Archipel Gulag, AKK.

  5. Die CDU wird auseinanderfallen, davon bin ich überzeugt. Der konservative Teil wird sich abspalten und eine neue konservative Partei gründen, die vor allem die unzufriedenen CDU-Wähler anspricht, denen die CDU zu links, die AfD aber noch zu ungefestigt ist und die nur aus taktischen Gründen CDU wählen, um RRG zu verhindern. Das Problem wird aber sein, daß die Rest-CDU endgültig nach linksaußen in Richtung Grüne abdriften wird und es so zu einer linken Mehrheit SRG (Afghanistan) komme könnte. Immerhin hätten wir eine starke bürgerlich-konservative Bewegung von über 30% im Bundestag.

    • Ob die Rest-CDU noch die 5%-Hürde schaffen würde käme drauf an, wer alles in die neue konservative Partei (WerteUnion?) wechseln würde.

      Angenommen, zur bisherigen WU würden noch Bosbach, Linnemann, von Stetten, Merz, Kristina Schröder etc. kommen, dann würde die Alt-CDU ganz schön alt aussehen.

      Aktuell habe ich aber leider das Gefühl, dass die WU noch alten Träumen nachhängt und trotz allen zutreffenden Analysen immer noch nicht verstanden hat, dass es mit der CDU kein zurück mehr geben wird. Auch dann nicht, wenn Merkel endlich Geschichte sein wird.

  6. Rechter wird man nicht indem man Rechten zuhört.
    Rechter wird man indem man Linken zuhört.

    Bedeutet, kann weg das ganze linke G*sind*l!

    • Rechter wird man, indem man selber einen Plan hat von dem, was richtig und notwendig ist …

  7. LANGSAM! Die CDU wird nicht auseinanderfallen. Der jetzige Prozess ist aber erforderlich, damit die Parteimitglieder endlich merken, was die SED- Dame veranstaltet hat: die Entfernung von denen, die sie vertreten sollen, BÜRGER !

  8. Bräää..hääää…ist das lustig.
    Kaum läuft es bei Mutti nicht ganz so wie gehabt, fallen die Kinderchen, infantil wie sie nun einmal sind, über sich selber her. Aber nicht nur das; dabei verhalten sie sich asozial wie ein Säufer, der an der Theke die 1,5 Promille-Grenze überschritten hat und seinem, bis dato guten Freund gegenüber, ebenfalls weit jenseits der 1,5 Promille, im Streit, nun völlig enthemmt, wütend auskotzt: „Was ich Dir schon immer einmal sagen wollte, daß Du……“; den unappetitlichen Rest ersparen wir uns lieber.
    Doch wollen wir in unserer Häme nicht zu überschwänglich werden, denn wir dürfen nicht vergessen: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

  9. Angesichts dessen, was sich die ehemalige CDU, die längst im Stile von Ulbrichts SED regiert, in den vergangenen Jahren alles „geleistet“, und den Bürgern zugemutet hat, ist das Wahlergebnis immer noch äußerst fett ausgefallen. Ich frage mich allen Ernstes, wer sowas noch wählt?

  10. Zu wenig Klimahysterie, zu wenig linksradikal? Soll das ein Witz sein oder ist die CDU jetzt völlig verblö…?

  11. Wenn nicht jetzt, wann dann? Sollte der Werteunion samt maaßen wirklich etwas an der (früheren) CDU liegen wäre jetzt der Zeitpunkt um sich abzuspalten. Nur so wäre Buntland noch zu retten. Aber es geht wie immer nur darum seine Pöstchen zu sichern, daher liegt die letzte Hoffnung nun auf Italien, Polen, Ungarn…

  12. „..ein gefundenes Fressen für die AfD..“

    So einfach wird das nicht. Die Afd muß konsequenter auftreten, besonders im Westen. Die
    defensive Haltung muß aufgegeben werden. Es gibt ein großes Problem was es zu lösen gilt, ansonsten ist alle Mühe vergebens. Der politische Medienkomplex, besonders der ÖRR, hat die Kontrolle über die Verbreitung von Informationen. In den Kitas und Schulen wird schon früh indoktriniert. Dazu die extra aufgebaute Schlägertruppe SAntifa, die jegliche Informationen der Afd im öffentlichen Raum unterbindet. Ebenso die Zensur im Internet. Der Wahlkampf der Afd wurde bundesweit behindert bis unmöglich gemacht ohne Konsequenzen für der Verursacher. Gebe es den freien Informationsfluß wie er in einer Demokratie normal sein wäre, würde
    die Afd, da bin ich sicher, ganz anders dastehen. Das Problem der allgegenwärtigen Zensur gilt zu lösen. Nur wie?

    • Wir müssen warten bis genügend Wähler aufgewacht sind, das geht am schnellsten über eine Wirtschaftskrise, die ja absehbar ist. Die persönliche Betroffenheit über die Zustände in unseren Großstädten wird sich steigern, aber das dauert halt, bis dadurch genügend Wähler der Grünen ernüchtert sein werden. Die Oberschüler, die jetzt die Grünen gewählt haben, werden bei denen nicht bleiben, da jeder Berufsanfänger einen Praxisschock durchläuft, der seine Einstellungen in fast jeder Hinsicht verändert. Andere Perspektiven sehe ich nicht.

    • Sehr richtig beschrieben. Vielleicht sollten sich die „Gegner“ an einem Tisch setzen. Natürlich nur mit einem vernünftigen Konsens.

  13. Ich wohne in einem Bezirk, der CDU und Grüne wählt, die Alten CDU, die wohnen hier zu gut, nämlich unbelästigt von diversen Veränderungen und mit guten Renten. Die Jungen Grünen-Wähler sind die Gutverdiener, die bekommen auch nix mit und alle zusammen sitzen in ihrer Wohlstandsblase, da ist nix mehr zu machen. AfD hat zwar etwas mehr Stimmen bekommen aber was sind 6.9 % zu 24.7 % CDU, meine Stadt ist nun mehrheitlich sogar Grün 29.2 %, ach wär es nur der Rasen…..
    Es ist ein Wohlstandsgefälle hier in NRW.

  14. Was für Wahlanalysten sitzen da am Tisch? Die CDU ist nach rechts gewandert? Nachdem die CDU links von der Linkspartei steht ist natürlich alles was in Richtung Mitte zeigt rechts.
    Wobei ich mich da Frage wo sie auch nur annähernd einen CDU Politiker gefunden haben der auch nur annähernd im verdacht steht in die Mitte zu wollen.

    • Doch, es gibt schon noch ein paar außerhalb der WU, die immer mal wieder alten Konservativismus durchblicken lassen. Die fliegen aber aktuell eher unter dem Radar.

  15. Das Beispiel der DC in Italien hat gezeigt, dass eine Partei, die an die Wand gefahren wurde, sich nie mehr erholt!

  16. Da bricht nichts mehr auseinander. Merkel hat in der Zeit ihrer Regentschaft, die CDU zu einer kommunistischen Kaderpartei umgeformt.

  17. Wenn die Union das Schicksal der SPD teilen wollen, dann rücken sie weiter nach links.
    Wollen sie aber Stimmen gewinnen, dann erneuern sie die Union von Connie und Franz Josef.
    Der europäische Trend (noch nicht in DE) ist nach rechts!
    Ein Europa der Vaterländer! Geschützte Grenzen. Illegale und Kriminelle raus aus DE!

    • Es ist halt nicht IHR Vaterland sondern das Land, das sie als Feind kennengelernt hat. Und das hat sich wohl leider nie geändert.

  18. Das Merkelregime und seine Helfer haben wohl nicht mit der Radikalisierung der Medien und Jugend in dem extremen Ausmaße gerechnet.
    Man nahm an, dass der Staatsfunk der Führerin treu und loyal bis zu letzt ergeben ist, den Machterhalt mittels Desinformationskampagnen garantiert und jetzt hofieren die Veräter die Grünen? Logisch, dass da die CDU bald mit zu den Rechtsradikalen gehört.
    Die mediale Gefolgschaftsverweigerung dürfte viel gefährlicher für Merkel sein, als die Rechten, da nur dauernde Medienbeschallung den dummdoofen Michel untertänig hält.

  19. Wie bei der SPD: Sie haben es nicht kapiert, sie können es jetzt nicht kapieren und sie werden es auch in Zukunft nicht kapieren. Weg mit der CDU!
    Wenn ich das schon lese, „fehlende Antworten in der Klimapolitik“, und die jetzt unvermeidlichen Personalquerelen, Schuldzuweisungen etc…
    Ein politischer Affenzirkus, ein Zirkus seit Jahren, indem die Pöstchenchacherei die zentrale Fragestellung ist! Auf solche Antworten verzichte gerne. Ich habe wichtigere Fragen.

  20. Ich finde Wahlanalysen immer so optimistisch, wobei doch gerade diese Wahl zeigt, die Deutschen sind ein gehorsames Volk und wenn man ihnen sagt, daß das Klima von Rechts kommt und man eine geschichtliche Verantwortung gegen das KLima habe, dann „wählen“ die wie programmiert! Ist das vielleicht schon die Künstliche Intelligenz, von der die demokratischste aller Kanzlerinnen so „fachkundig“ schwärmt, weil sie „vonmit Hinten denkt“?!

  21. Ich habe die Werteunion immer für einen zahnlosen Tiger gehalten. Wäre ich Mitglied bei der CDU hätte es für mich nur zwei Wege gegeben. Ordentlich Stress machen und Merkel sowie ihre Gehilfen in die Wüste schicken oder die Partei zu verlassen. Inzwischen denke ich etwas anders.

    Die Olle loszuwerden ist scheinbar nicht so einfach wie man sich das als Politiklaie vorstellt. Ich hoffe, die machen weiter und knicken nicht ein.

  22. Leute, CDU-ler, denkt doch mal nach! Früher, als die CDU noch konservativ war, da gab es Wahlergebnisse von 40-50%. Heute noch etwa die Hälfte davon. Seid ihr wirklich sicher, daß ihr noch weiter nach links rücken wollt??

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