Sauerei: Bundesbehörden geben Millionen für überforderte Berater aus

Symbolfoto: Shutterstock

Berlin – Bundesbehörden haben seit 2013 Beratungsaufträge in Höhe von 118 Millionen Euro an ein Unternehmen vergeben, das die beauftragten Leistungen aber nur teilweise selbst erbringen kann. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe. Für 144 der insgesamt 242 Bundesaufträge musste die Partnerschaft Deutschland (PD) externe Beratungsleistungen einkaufen.

Das geht aus einem bisher unveröffentlichten Bericht der Bundesregierung hervor. Die PD berät Kommunen, Länder und Behörden bei Projekten wie dem Bau von Schulen und Rathäusern, die mit Privatkapital finanziert werden. Da die PD-Gesellschafter seit 2017 ausschließlich der Bund, Länder, Kommunen und öffentliche Einrichtungen sind, kann die Bundesregierung Aufträge an die Firma ohne Ausschreibung im sogenannten Inhouse-Verfahren vergeben.

Die PD wiederum muss als privatrechtliches Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen gegenüber Parlament und Öffentlichkeit nicht offenlegen. Eine PD-Sprecherin will Subauftragnehmer nicht nennen. Der grüne Finanzpolitiker Sven-Christian Kindler sieht darin Kalkül: „Es besteht der dringende Verdacht, dass die Bundesregierung die PD als Strohmann-Agentur nutzt, um klammheimlich private Beratungskonzerne einzuschalten.“

Das Finanzministerium hingegen verteidigt das Modell. Die PD beauftrage externe Berater nur, wenn „Spezialwissen oder Kapazitätsengpässe dies erfordern“. (dts)

Loading...

7 Kommentare

  1. fuer was werden hochbezahlte “ Spezialisten “ beim Bund eigentlich bezahlt ? Wohl dafuer, dass sie ihre eigene Unfaehigkeit durch ebenso unfaehige “ Berater “ kaschieren lassen wollen. Es wuerde mich nicht wundern, wenn da irgendwer gemeinsame Sache macht, auch wenn es schwer ist, dies zu beweisen . Aber in diesem Punkt sind beide wohl wahre Spezialisten. Selbstversorger, Betrueger und Verschleierer mit cum laude.

  2. Für 144 der insgesamt 242 Bundesaufträge musste die Partnerschaft Deutschland (PD) externe Beratungsleistungen einkaufen.
    Heisst also, dass die selbst für über die Hälfte der „Beratungsfälle“ nix am Hut hatten…
    Eine Beratungsfirma braucht externe Berater um andere zu Beraten…jaja. Haha…

  3. Am Montag gehe ich direkt zur Personalabteilung und fordere mehr Geld damit ich jemanden einstellen kann der mein Arbeit macht und in meiner Freizeit kann ich ja dann gut bezahlte reden halten 😉

  4. Das Problem dieser Berater ist das sie immer so beraten werden wie das der Auftraggeber wünscht.
    Da kann die SPD die Firma X nehmen und ein halbes Jahr später die AfD die gleiche Beraterfirma X nehmen, jeder bekommt zu der gleichen Beratung sein auf ihn zugeschnittenes Ergebnis geliefert.

  5. Diese Externen Berater sind eng verbunden mit Soros und Konsorten und da die SPD das Finanzministerium inne hat, versteht es sich von selbst, daß man keine Ahnung von Geld hat. Denn das konnte die SPD noch nie in den letzten 20Jahren. Ausgeben und Verschleudern Spitze, doch sinnvoll einsetzen Fehlanzeige. Was im übrigen für alle Blockparteien zutrifft.

Kommentare sind deaktiviert.