Alexa & Siri: Die scharfen Schnittchen würden erröten, wenn sie könnten

Max Erdinger

Alexa oder Siri? - Foto: Screenshot Facebook

Wer sind Alexa und Siri? Tonfall und Stimme nach sind sie total scharfe Schnittchen, die von Apple, Amazon, Google und Microsoft als digitale Heinzelfrauchen in allerlei Gerät eingebaut worden sind. Devot und widerspruchslos leisten sie als sogenannte Sprachassistentinnen jeder Anordnung Folge, die man(n) ihnen gibt. Sogar sexistisch beleidigen kann man sie, ohne daß sie an Freundlichkeit verlieren. Ein Traum, der wenigstens akustisch Realität geworden ist.

Und wer ist die UNESCO? Die UNESCO ist eine rechtlich selbstständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Ihren Sitz hat sie in Paris. Das ist die Stadt der Liebe. Deswegen kommen auch die Pariser von dort. Obwohl Alexa und Siri absolut liebenswert sind, meckert die UNESCO an ihnen herum. Sie kämen als zu unterwürfig rüber, meint man bei der UNESCO. Das ist wiederum kein Wunder, weil dort gewisse Frauen, Feministinnen nämlich, nicht in handliche Funktelefone eingebaut sind, wo sie keinen Schaden anrichten würden, sondern frei marodierend herumlaufen dürfen.

„Ein Bericht der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) hat Bedenken über sogenannte eingestellte Unterwürfigkeit von Sprachassistentinnen geäußert (…). Der Bericht wurde „Ich würde erröten, wenn ich könnte“ genannt – es ist ein Verweis auf eine Antwort, die Apples Siri gibt, wenn sie sexistisch beschimpft wird. Die Autoren des Berichts gehen davon aus, dass Millionen Menschen sich daran gewöhnen, Assistenten mit weiblicher Stimme herumzukommandieren, die „unterwürfig, gehorsam und stets höflich“ reagieren, selbst wenn sie beleidigt werden.“, heißt es in der „Welt„.

Wenn das mal keine Autorinnen gewesen sind. Aber egal. Auch Autorinnen dürfen sich heute ihr Geschlecht selber sozial konstruieren. Es kann schon sein, daß sie sich zu Autoren umkonstruiert haben. Meistens sind das aber absolut bescheuerte Konstruktionen. Daran nämlich, daß sich Millionen von „die Menschen“ daran gewöhnen könnten, unterwürfige Sprachassistentinnen herumzukommandieren, ohne daß die mit aggressiven Widerworten aufmucken, gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Unterwürfigkeit wirkt schließlich deeskalierend. Wer will schon Gekeife, Haß und Hetze in seinem Smartphone? – Niemand. Der Weltfrieden ist schließlich das sozial zu konstruierende Ziel. Bei den Autoren muß es sich um gewissenlose Kriegstreiber handeln.

Die Unesco empfiehlt Technologiefirmen, digitale Assistenten nicht standardmäßig weiblich zu machen. Außerdem sollten sie so programmiert werden, dass sie Beschimpfungen und Beleidigungen auf Grundlage des Geschlechts entgegentreten.

Den Vorschlag mit der Neuprogrammierung von Alexa und Siri muß man wohl als etwas überambitioniert bezeichnen. Ein Smartphone, das einem nach der sexistischen Beleidigung von Alexa und Siri mit Schmackes in die Grundlage des Geschlechts tritt, kann man sich heute noch gar nicht vorstellen. Die Einblendung eines Piktogramms auf dem Display wäre aber sicherlich machbar. Ein Frühstücksei zum Beispiel, das mit dem Schlagstock zerdeppert wird. Text untendrunter: „Caution Eierstock!“. Aber ungerecht wäre das schon, weil es nur zu verständlich wäre, daß der Handynutzer ungehalten wird und entnervt „Du dummes B*c*s*ü*k!!“ ins Smartphone brüllt, wenn Alexa und Siri stoisch wiederholen, sie würden erröten, wenn sie könnten, – und nur, weil sie „nackte Schlampe“ verstanden haben, obwohl schon zum zehnten Mal nach „Nachttischlampe“ gefragt worden ist. Schließlich kann der ursprünglich antisexistisch eingestellte Telefonbenutzer nichts dafür, wenn die devoten Sprachassistentinnen schlecht hören. Er ist ja auch nur ein Mensch in seiner ganzen Menschlichkeit. Und antisexistische Geduld wächst nicht auf Bäumen.

 

Loading...

8 Kommentare

  1. Der Erfolg des weissen Mannes beruht auf einer autistischen Nutzung der
    linken Gehirnhälfte. Die Teilnahme der rechtshirnigen Frau beendet dieses Erfolgssystem.

  2. Bei Siri gibt es auch einen Ralph oder Fred. Insofern – Schwachsinn was die Unesco da wieder mal von sich gibt.

  3. >>…und nur, weil sie „nackte Schlampe“ verstanden haben, obwohl schon zum zehnten Mal nach „Nachttischlampe“ gefragt worden ist.<<

    Danke, ich konnte mal wieder herzhaft lachen.

    Aber ich weiß gar nicht, worüber sich die sog. Feministinnen aufregen? Alexa und Siri machen doch nur das, was wir Frauen auf Wunsch der Feministinnen in nicht allzu ferner Zukunft auch tun sollen müssen, nämlich Unterwürfigkeit gegenüber den Männern zeigen. Oder warum sonst betteln sie so vehement danach, daß noch mehr muslimische Machomänner ins Land geholt werden sollen?

  4. Ach Gottchen! Nichts zu tun?
    Ich bezweifle, dass die Menschheit schon jemals so verblödet war wie heute.

    • Ich beobachte in meiner Kleinstadt im Norden, dass fast alle älteren Frauen mit extrem kurzgeschnittenen grauen Haaren herumlaufen. Sie ähneln alten Männern. Ich finde das erschreckend. Ich bin selbst Ende 50 und habe blonde lange Haare. Niemals werde ich mich in einen grauhaarigen Typen verwandeln. Was sind das für Gene, die Frauen im Alter wie Greise herumlaufen lassen.Was stimmt bei denen nicht? Männer verwandeln sich doch im Alter auch nicht in Frauen. Ich würde als Mann ausflippen, solch ein Mannsweib neben mir im Bett. Sich dann beklagen ,wenn der Mann woanders hinschaut…

  5. >>…und nur, weil sie „nackte Schlampe“ verstanden haben, obwohl schon zum zehnten Mal nach „Nachttischlampe“ gefragt worden ist.<< Danke, ich konnte mal wieder herzhaft lachen. Aber ich weiß gar nicht, worüber sich die sog. Feministinnen aufregen? Alexa und Siri machen doch nur das, was wir Frauen auf Wunsch der Feministinnen in nicht allzu ferner Zukunft auch tun sollen müssen, nämlich Unterwürfigkeit gegenüber den Männern zeigen. Oder warum sonst betteln sie so vehement danach, daß noch mehr muslimische Machomänner ins Land geholt werden sollen?

Kommentare sind deaktiviert.