Peinlich: Merkel beklatscht kroatischen Ultranationalisten

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Angela Merkel in Zagreb am 18.05.19 - Foto: Imago

ZagrebPeinlicher Fauxpas von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Zagreb.

Bei einer Veranstaltung der konservativen kroatischen Regierungspartei HDZ am 18. Mai beklatschte die Kanzlerin den musikalischen Auftritt des als ultranationalistisch beleumundeten Rockmusikers „Thompson“. Der kroatische Star hat seinen Künstlernamen von dem Maschinengewehr, mit dem er am Kroatienkrieg teilgenommen hatte. Wegen seiner Nähe zu den als rechtsextrem geltenden Ustascha-Sympathisanten, die an den alljährlichen Gedenkfeiern in Bleiburg/Kärnten teilnehmen, wo Titos Partisanen 1945 zehntausende kroatische Kriegsgefangene massakrierten, war „Thompson“ in der Schweiz und in Deutschland bereits mit Auftrittsverboten belegt worden.

Die Veranstaltung der HDZ in Zagreb, an der die Bundeskanzlerin teilnahm, fiel dieses Jahr auf denselben Termin wie die Gedenkfeiern in Bleiburg. Bei der Veranstaltung in der kroatischen Hauptstadt sprach der EU-Spitzenkandidat der HDZ, Karlo Ressler, mit Blick auf das Massaker von Bleiburg von der „größten Tragödie der kroatischen Geschichte“. Nach offizieller Lesart – besonders in Deutschland –  wurden der Weltkrieg und die Verbrechen des Ustascha-Regimes in Kroatien nie völlig aufgearbeitet. Das rhythmische Klatschen der Kanzlerin beim Auftritt von „Thompson“ anläßlich der HDZ-Veranstaltung in Zagreb, wird wohlwollend mit „Unkenntnis“ entschuldigt. Die Kanzlerin hatte den Nationalismus zuvor als „Feind des europäischen Projekts“ bezeichnet, was keinesfalls zu ihrem Mitklatschen beim Liedvortrag von „Thompson“ passte.

Experten kommentieren den Fauxpas der Kanzlerin beschwichtigend. Peinliche Unkenntnis sei speziell in der deutschen Bundesregierung nicht ungewöhnlich, weswegen Merkels Freude an der Musik in Zagreb auch keine größere Beachtung verdiene. (RB)

 

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18 Kommentare

  1. Lasst die Ustascha bestehen!
    Es ist in Kroatien eine der wenigen Gruppen, die gegen den Islam und die „Flüchtlinge“ sind!

  2. Ich erwarte von einer Frau nichts mehr, die behauptete, Zypern sei im Schengenraum. Die hat genauso viel Ahnung wie die Roth, die Art. 16 a GG nicht kennt.

  3. Vielleicht war es kein Fauxpas. Thompson ist kein Unbekanter. Er hatte in mehreren europäischen Ländern Auftrittsverbote. Die deutsche Delegation hätte den Auftritt boykottieren können.
    Vermutlich passt die autoritäre und totalitäre Ustaschen-Bewegung in das ideologische Konzept der Noch-Kanzlerin
    -Die Bosniaken (Bosnier muslimischen Glaubens) wurden von der Ustascha zu „Kroaten muslimischer Konfession“ erklärt und offiziell mit denjenigen katholischer Konfession gleichgestellt und ebenso wie die katholischen Kroaten zum Wehrdienst in der Armee herangezogen. Parallel dazu wurden unter deutscher Anleitung jedoch auch eigene aus Bosniaken bestehende 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ aufgestellt.-
    Wikipedia

  4. Über Spanien lacht die Sonne, über Deutschland die ganze Welt – nur so kann man diesen Ausfall noch bezeichnen

  5. „Peinliche Unkenntnis sei speziell in der deutschen Bundesregierung nicht ungewöhnlich“ – das fällt weltweit auf. Die ist mindestens genauso peinlich wie das Maasmännchen. Die hat ihre Hofschranzen doch konsequent unterhalb ihres eigenen Intelligenzniveaus ausgesucht. Deshalb gefallen ihr die Grünen doch auch so gut…… die sind ja nun gänzlich ungeeignet für Organspende, was Gehirn angeht.

  6. Das Teiggesicht wusste bestimmt schon von dem Bullshit-Urteil über ihre Doktorarbeit und war verwirrt.

    • Nicht nur das.Eine gewisse Affinität zu Putschisten und Saudischen Kopfabhackern ist nun einmal nicht von der Hand zu weisen.

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