Freie Medien: jouwatch korrigiert correctiv

Max Erdinger

Fotos: (c) ScreenShots der Correctiv-WebSeite
Die "Faktenchecker" von "correctiv" - Fotos: (c) ScreenShots der Correctiv-WebSeite

Das gemeinnützige Autorenkollektiv correctiv versteht sich als „Faktenchecker“. Fakt ist, daß am 11. Mai in Berlin die 1. Konferenz der freien Medien im Bundestag stattgefunden hat und daß correctiv darüber berichtet. Und Fakt ist, daß die „Faktenchecker“ von correctiv mit ihrer „Recherche für die Gesellschaft“ zu dieser Konferenz unter Beweis gestellt haben, daß sie jemanden brauchen, der ihren Bericht korrigiert. Jouwatch, die hilfreiche Nachrichtenseite im Netz, hilft correctiv auf jenen rechten Weg zurück, von dem das Autorenkollektiv aus verständlichen Gründen abgekommen ist. Die correctiv-Korrektur.

In Anlehnung an George Orwells Klassiker „1984“ und das darin beschriebene Wahrheitsministerium (Miniwahr) dürfte es sich für jeden, der drei Finger mit seinem gesunden Menschenverstand abzählen kann, bei correctiv eher um ein „Wahrheitskorrektiv“ handeln, als um ein neutrales Recherchekollektiv. Zu vielfältig ist die Abhängigkeit des „Recherchenetzwerks“ von diversen Spendern und Stiftungen, wie weiter unten noch zu belegen sein wird. Deswegen wird im Folgenden auch vom Wahrheitskorrektiv die Rede sein, wann immer „correctiv“ gemeint ist.

Das Wahrheitskorrektiv über die freien Medien und die AfD

Zu lesen ist das Machwerk mit dem Titel: „Erste Konferenz der freien Medien: Wie die AfD rechte Blogger und Identitäre in den Bundestag einludhier. Ein paar leicht zu dechiffrierende und zu widerlegende Zitate daraus:

„Die größten Netzwerker der rechten Szene tauschten dort mit Abgeordneten Nummern aus. Ein Treffen unter Freunden – gegen die „Systempresse”. CORRECTIV war da.“

Nicht nur das Wahrheitskorrektiv war dort, sondern der Autor dieser Zeilen ebenfalls. Ausgetauscht wurden keine Nummern, sondern Visitenkarten, wie das im allgemeinen so üblich ist bei Konferenzen. Die „Nummern“ stehen auf solchen Karten. Jede Wette, daß es in der Wahrheitskorrektiv-Redaktion einen ganzen Stapel Visitenkarten mit Nummern gibt. Daß das Wahrheitskorrektiv-Kollektiv ebenfalls anwesend gewesen ist, war für mich nicht ersichtlich. Wie die wohl an die Teilnehmerkarten und die blauen Armbändchen gekommen sein wollen? Von der ARD war ein Team da, hat meineneinen auch interviewt, fand das Interview aber offensichtlich so wenig schmeichelhaft, daß sie es dann lieber nicht gesendet haben. Das sollte das Wahrheitskorrektiv eigentlich mitbekommen haben, wenn es tatsächlich vor Ort gewesen ist. Seltsam, daß man so gar nichts darüber liest im „recherchierten Bericht“. Wenigstens in einem Nebensatz hätten die Wahrheitskorrigierer doch erwähnen können, daß es Interviews der ARD mit Konferenzteilnehmern gegeben hat, die dann nicht gesendet worden sind? Es ist mysteriös …

Peter Boehringer schnaubt auf und schiebt sich die Brille zurecht. Der AfD-Politiker aus Schwäbisch Gmünd fixiert über die Sitzreihen des Fraktionssaals einen Mann am Rednerpult. David Berger steht dort, Blogger und offensiver Kritiker des Islams und „gleichgeschalteter“ Medien. Berger berichtet den Anwesenden, wie das Bankkonto seines Vereins geschlossen und das Geld an die Spender zurück überwiesen worden sei. Einen Grund dafür gab es laut Berger nicht: „Kontoauflösungen sind eine Strategie, wie man gegen die freien Medien vorgeht“, sagt er in ruhigem, sachlichem Ton.

Der Relotius-Style ist offensichtlich auch beim Wahrheitskorrektiv noch immer en vogue: „Schnaubt auf“, „schiebt Brille zurecht“, „fixiert“. Für ein angebliches Recherchekollektiv müsste das neutraler gehen, etwa so: Der AfD-Politiker Peter Boehringer hört dem Referenten Dr. Dr. David Berger zu.

Übrigens: Wenn man sich schon „neutrales Recherchenetzwerk“ nennt, wäre mit ein bißchen Recherche das „sei“ hinter „überwiesen worden“ zu vermeiden gewesen. Man hätte es durch ein „ist“ ersetzen können, was deutlich informativer gewesen wäre. Aber der geschulte Medienbeobachter vermutet von vornherein kein gesteigertes Interesse beim Wahrheitskorrektiv, den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen. Wer die Wahrheit korrigiert, will immer Stimmung machen. Tatsache ist natürlich: Das Konto des Vereins freier Medien wurde tatsächlich gekündigt und die eingegangenen Spenden wurden tatsächlich an die Spender zurücküberwiesen. Dieser Sachverhalt wäre, sauber nachrecherchiert, eindeutig interessanter gewesen, als ein AfD-Politiker, der „schnaubt“, „zurechtrückt“ und einen David Berger „fixiert“.

„Unglaublich“, murmelt Boehringer und schüttelt verständnislos den Kopf.

Die Wahrheitskorrigierer müssen aber sehr nah bei Boehringer gesessen haben, wenn sie sogar „Gemurmel“ genau verstehen konnten. Das heißt, sie müssten wenigstens ein blaues Armbändchen bekommen haben, um bis in den Fraktionssaal vorzudringen. Und wenn sie das bekommen hätten, dann wären sie vorher irgendwie auf die Teilnehmerliste gekommen. Wie sie das wiederum angestellt haben müssten, wäre durchaus eine Recherche wert. Und was an „verständnislos“ so neutral recherchiert sein soll, versteht kein neutraler Leser. Daß jemand seinen Kopf schüttelt, kann man beobachten. „Verständnislos“ ist die reine Interpretation. Interpretation hat mit Recherche nichts zu tun. Recherchenetzwerk …

Der AfD-Politiker hat heute frei. Trotzdem ist er an seinen Arbeitsplatz im Berliner Bundestag gekommen. Für eine ganz besondere Veranstaltung. Böhringer sitzt am Rande des Fraktionssaals mit meterhohen Fenstern, mit ihm etwa ein Dutzend andere Bundestagsabgeordnete der AfD und rund hundert Vertreter der rechten Medienszene. Es geht heute um Input, um Austausch und Vernetzung.

Als Dr. Dr. David Berger redete, saß Boehringer ziemlich mittig im Fraktionssaal, etwa zehn Meter von mir entfernt. Außerdem handelte es sich um keine ganz besondere Veranstaltung. Die AfD-Fraktion hat laufend solche Veranstaltungen. Die nächste geplante nach der Konferenz der freien Medien war eine mit Martin Creveld, dem israelischen Militärhistoriker, der die AfD-Fraktion inzwischen über die Feminisierung der Streitkräfte und die Folgen unterrichtet haben dürfte. Ein wichtiges Thema, für das sich die Altparteien nicht größer interessieren. Logisch. Die Bundeszentrale für politische Bildung als Unterstützer des Wahrheitskorrektivs wird ja wohl nicht gegen eine Verteidigungsministerin der Regierung stänkern.

„Nur ein kleiner Überblick der geladenen Gäste: Der rechte Publizist Götz Kubitscheck und seine Frau Ellen Kositza; der Blogger Eugen Prinz von PI News (political incorrect); Thomas Böhm und Philipp Beyer, Gründer der rechten Webseite Journalistenwatch; der rechte Aktivist Michael Stürzenberger und der libanesisch-deutsche Regisseur und AfD-Sympathisant Imad Karim; sowie Blogger Jürgen Fritz und der Youtuber Oliver Flesch. Flesch kommt am selben Abend noch in die Nachrichten, weil er bei einem Ausflug in die Berliner Rigaer Straße, die für ihre Hausbesetzer-Szene bekannt ist, von Vermummten verprügelt wird. Flesch hatte sich zuvor mit Messer und Korkenzieher gefilmt. Titel: “Expedition ins Kri*gsgebiet”.“

Diese Auflistung läuft beim Wahrheitskorrektur-Kollektiv unter „Das Who is Who der rechten Meinungsmacher„. Na gut. Wer die linken Meinungsmacher beim Wahrheitskorrektiv sind, habe ich weiter unten  beschrieben. Interessant ist die Insinuation, Oliver Flesch sei selbst schuld daran, daß er verprügelt worden ist, weil er vorher ein Selfie mit einem Messer und einem Korkenzieher gemacht hatte. Betitelt hat er das offensichtlich völlig korrekt.

Wer die Namen der Gäste googelt, stellt fest: Das sind Menschen, die mit ihren Artikeln und Videos eine alternative Realität schaffen, Angst und Bedrohung schüren. Die AfD schätzt das anscheinend. Vielleicht, weil sie mit ähnlichen Instrumenten arbeitet. Mit reißerischen Überschriften, mit der Polemisierung und Verzerrung von Tatsachen, mit falschen oder sogar erfundenen Behauptungen, mit post-faktischen Theorien. Viele der Narrative, die von den selbsternannten „freien Medien“ rauf und runter gespielt werden, haben ihren Ursprung bei der AfD. Oder umgekehrt. Begriffe wie „Islamisierung“ oder „Umvolkung“ sind mittlerweile Standardvokabular in dieser Welt.

Boah! Solche Menschen sind das? Sogar eine alternative Realität können sie schaffen? Und daß das geht, hält man beim Wahrheitskorrektiv für möglich? „Alternative Realität schaffen“ – Wahnsinn. Angst und Bedrohung schüren. Das ist Subjektivismus in Reinkultur. Mit neutraler Recherche hat das nicht das geringste zu tun. Im Gegensatz zum Wahrheitskorrektur-Kollektiv beschreiben diese „die Menschen“ die Realität, die Angst und die Bedrohung, anstatt die Realität zu entstellen und Bedrohung samt Angst zu leugnen. Und wo die subjektivistischen Relativisten vom Wahrheitskorrektiv den qualitativen Unterschied zwischen „falschen“ und „sogar erfundenen Nachrichten“ (Boehringer murmelt) sehen, bleibt für den Realisten ein völliges Mysterium. „Falsch“ wäre aus irgendwelchen Gründen weniger verwerflich als „sogar erfunden“, oder wie? So leid mir das tut: Eine reale Islamisierung kann man eben nicht als Currywurst bezeichnen und eine Umvolkung ist, was sie ist. Deswegen muß man sie auch so nennen. Und Vermutungen darüber, was die AfD „anscheinend“ schätzt, haben mit neutraler Berichterstattung so viel zu tun wie Angela Merkel mit der Wahrheitsliebe. Narrative, die ihren Ursprung in der AfD, statt in der Realität haben. Irre. Und was bitteschön, soll „diese Welt“ heißen? Gäbe es auch eine andere? Verschiedene Welten, verschiedene Realitäten (Wahrheiten) – aber ein Wahrheitskorrektiv? Mit der Logik haben sie es aber unter diesem Schraven auch nicht gerade. Mit dem Anstand sowieso nicht. Wahnsinn, diese verpeilte Wahrheitskorrektiv-Blase.

„Unglaublich“, wiederholt Boehringer in schwäbischer Abgeklärtheit. Sein Kopf schwenkt wieder ungläubig hin und her. Er und Berger, der Mann am Rednerpult mit den kurzgeschorenen Schläfen und der Fliege um den Hals, haben zwei Gemeinsamkeiten: Beide sind oder waren Blogger und beide vertreten eine extreme Einstellung zum islamischen Glauben.

Man glaubt es ja nicht. Vielleicht geruht das Wahrheitskorrektiv, demnächst einmal einen Bericht zu den extremen Einstellungen des islamischen Glaubens zu veröffentlichen, anstatt einen auf fassungslos zu machen wegen der Einstellungen derjenigen, die wegen dieser Einstellungen welche zum islamischen Glauben haben. Ich kenne niemanden, dessen Einstellungen zum islamischen Glauben so extrem wären, wie viele Einstellungen im islamischen Glauben. Das Wahrheitskorrektiv scheint eine extrem dumme Einstellung zum Journalismus zu haben. Und wie paßt überhaupt „schwäbische Abgeklärtheit“ zu „ungläubigem Kopfschwenken“? Der Abgeklärte wundert sich über nichts. Der aufgeklärte Journalist wundert sich aber über die vielen Spender des Wahrheitskorrektivs. Ist Leserverarschung wirklich sooo teuer?

„David Berger ist Gründer von Philosophia Perennis, einem Blog, mit dem er „Islamkritik“ verbreitet – wie er es nennt. Andere würden sagen: Berger verbreitet Rassismus“

Logisch würden das Andere Rassismus nennen. Schließlich gibt im Umfeld des Wahrheitskorrektrivs genügend Idioten, die Religion nicht von Rasse unterscheiden können.

Berger ist außerdem Vorsitzender der „Vereinigung der freien Medien“, des Vereins, dessen Konto kürzlich geschlossen worden sei. Um die freie Meinungsäußerung zu unterdrücken – wie er sagt.

Geschlossen worden ist, nicht „sei“. Das läßt sich auch von einem Wahrheitskorrektiv ziemlich einfach herausfinden. Eine Nachfrage bei der Bank, die es gekündigt hat, reicht völlig aus. Und Desinteresse an der Wahrheit reicht für ein Wahrheitskorrektiv völlig aus, um sich zum „Faktenchecker“ aufzublasen wie ein Kugelfisch. Natürlich wurde das Konto gekündigt, um die Publikation mißliebiger Meinungsäußerungen zu behindern. Diese Vorgehensweise von Banken kennt übrigens nicht nur Dr.Dr. David Berger, sondern auch Jouwatch. Und zwar nicht eine Kündigung, sondern mindestens fünf. Mit dem Wahrheitskorrektiv wird man sich unter anderen Voraussetzungen noch einmal eindringlich über wahrhaftige Berichterstattung zu unterhalten haben.

Der absolute Gipfel abgefeimter Verlogenheit ist aber der Schluß des Wahrheitskorrektiv-Berichts von der ersten Konferenz der freien Medien im Deutschen Bundestag. Der liest sich so:

„Wer begreifen will, was hier vor sich geht, muss sich die Veranstaltung für einen Moment mit anderen Protagonisten vorstellen: Politiker der SPD-Fraktion zum Beispiel würden die Belegschaft der Zeit und des Spiegels zu einer Konferenz in den Bundestag einladen. Sie würden sich dann so benehmen, als seien sie alte Kollegen, sich gegenseitig feiern und über Insiderwitze lachen. Zudem würde der Hausanwalt der SPD den Journalisten Tipps geben. Im Gegenzug würden sich die Journalisten von den Politikern wünschen, dass sie bevorzugt ihre Texte teilten, statt die anderer Medien. Und am Ende würden die SPD-Politiker sagen: Ja! Gute Idee! Die Glaubwürdigkeit beider Gruppen wäre dahin. Doch journalistische Glaubwürdigkeit und auch die der Partei scheinen hier, auf der Konferenz, nicht allzu wichtig.“

Wer begreifen will, was dieser letzte Absatz für eine bodenlose Frechheit ist, muß sich das Geschreibsel des Wahrheitskorrektivs für einen Moment in dem Umfeld vorstellen, in dem es fabriziert worden ist. „Neutrale Faktenchecker“ mit einem ins Auge stechenden Bezug zu den Medien, mit denen die SPD über Beteiligungen und Eigentum verbandelt ist, finanziert von der Bundeszentrale für politische Bildung, von George Soros, von der Brost-Stiftung, von der Rudolf-Augstein-Stiftung (SPIEGEL), mit einem Gründer, der freiberuflich für die „ZEIT“ und die „Süddeutsche Zeitung“ gearbeitet hat, erdreisten sich diese miserablen „die Menschen“ in ihrer „Welt der beliebigen Realitäten“ in völliger Umnachtung, ein Szenario als grotesk zu entwerfen, das selbst gemessen an der Realität ihrer eigenen Existenz nur als läßlicher Fauxpas zu bezeichnen wäre.

Wikipedia über „correctiv„, das wahrheitskorrigierende Autorenkollektiv: „Kurz nach Beginn der Kooperation mit Facebook veröffentlichte Schraven zusammen mit Georg Kontekakis bei Correctiv den Artikel „EXKLUSIV: Spitzenfrau der AfD in Nordrhein-Westfalen arbeitete als Prostituierte“, der einer AfD-Kandidatin für die unmittelbar bevorstehende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 Hobby-Prostitution im Internet unterstellte. Die Autoren begründeten die Veröffentlichung damit, eine solche Tätigkeit stehe im Gegensatz zu dem von der Partei propagierten Frauenbild und mache die Politikerin „erpressbar“. Der Artikel wurde in den sozialen Medien heftig kritisiert, auch zahlreiche Journalisten äußerten sich negativ. Das Landgericht Düsseldorf untersagte Correctiv, den Artikel weiter zu verbreiten.

So viel steht fest: Noch nie hat ein Gericht jouwatch die Verbreitung eines Artikels untersagt. Wie´s wohl kommt?

Das Wahrheitsministerium Miniwahr

Etwas, das correctiv gern von sich behauptet, ist, daß es sich bei der korrigierenden Schriftwerkstatt um ein unabhängiges Autorenkollektiv handle. Das kann man so nicht stehen lassen. Vielmehr ist es so, daß sich correctiv von vielerlei Stiftungen finanzieren läßt und daß lediglich alle miteinander unterschreiben mußten, daß sie auf die Recherchen und Publikationen von correctiv keinen Einfluß nehmen würden. Die Stiftungen heißen wie folgt: Brost-Stiftung, Rudolf-Augstein-Stiftung, Adessium-Foundation, Schöpflin-Stiftung und Omidyar Network (e-bay). Unterstützt wird correctiv außerdem von der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Brost-Stiftung leistete zur Gründung von correctiv eine Anschubfinanzierung von 3 Millionen Euro. Das Handelsblatt berichtete 2017 unwidersprochen von einer 100.000 Euro-Spende an correctiv durch die Open Society Foundation des „Philanthropen“ George Soros.

Ob das mit der Unabhängigkeit von correctiv in der Praxis folglich so funktioniert wie es soll, kann sich jeder an drei Fingern abzählen, der sich einen gesunden Menschenverstand bewahrt hat.

Der Daseinszweck des recherchierenden Kollektivs gilt offiziell einem hehren Ziel: Der Identifizierung von Falschnachrichten einerseits und der Verteilung gemeinnütziger Recherchen an Zeitungen und Magazine, Radio- und Fernsehsender. Gründer von correctiv ist David Schraven. Wenn man sich anschaut, für wen David Schraven bereits tätig gewesen ist, fragt man sich unwillkürlich, welche ideologiezersetzenden Reinigungsbakterien er mit dem Joghurt gelöffelt haben muß, um bei der Gründung von correctiv 2014 plötzlich zum Objektivisten mutiert zu sein. Bevor Schraven correctiv gründete, veröffentlichte er u.a. bei der „ZEIT“ und der „Süddeutschen Zeitung“. Wie deren politische Ausrichtung ist, weiß inzwischen jeder. Zumindest wes Geistes Kind die ZEIT ist, wurde von jouwatch bereits unwidersprochen dokumentiert (u.a. ZEIT/ARD-„Faktenchecker Patrick Gensing“).

Der correctiv-Gründer David Schraven war außerdem Ressortleiter Recherche der „vier NRW-Zeitungen, WAZ, NRZ, Westfälische Rundschau und Westfalenpost der WAZ-Mediengruppe in Essen“ (Wikipedia). Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) wiederum gehört in NRW zur Funke-Mediengruppe. Die WAZ Gründer hießen Erich Brost und Jakob Funke. Ersterer war SPD-Mitglied. Zweiterer trat als Chefredakteur des Essener Anzeigers nach dessen erzwungenem Ende durch die Nationalsozialisten in die NSDAP ein und wurde Büroleiter des Deutschen Nachrichtenbüros der Nazis. Dieser ganze WAZ/Funke-Medien-Komplex ist über ein kompliziertes Geflecht auf vielfältige Weise mit der größten Medienholding Deutschlands verbandelt – und die wiederum nennt sich SPD.

Seit 2017 gibt es eine Kooperation von correctiv mit  Facebook. Dort wird inzwischen derartig heftig gegen Artikel 5 des Grundgesetzes (Zensurverbot, Meinungsfreiheit) verstoßen, daß in den USA bereits ein neues Konkurrenznetzwerk ohne Zensur entstanden ist, Facebook zum Verwechseln ähnlich: USA Life.  Die „Kooperation“ zwischen Facebook und correctiv beschreibt Wikipedia so:

Bestimmte Beiträge, die von Nutzern als Falschmeldung oder als Lügengeschichte (sog. Fake News) gemeldet werden und sich stark verbreiten, würden von Correctiv überprüft. Gelangen deren „Factchecker“ zu dem Schluss, dass ein solcher Beitrag vorliege, werde der Facebook-Beitrag zwar nicht gelöscht, aber mit einem Warnhinweis versehen, dass die Geschichte von unabhängiger Seite angezweifelt werde. Correctiv fügt einen Link auf einen eigenen Text hinzu, der dem verfälschenden Beitrag die vermeintlichen Fakten gegenüberstellt. Weiterhin werde die Sichtbarkeit dieser Beiträge durch technische Parameter in der Datenbank von Facebook ggf. reduziert. Die Arbeit wird nach einer ersten kostenfreien Testphase inzwischen von Facebook bezahlt.

Resümee

Es ist völlig unfaßbar, was diese wahrheitskorrigierende Mielke-Truppe in umnachteter Verkennung ihrer eigenen, verlogenen Stasihaftigkeit im Duktus einer eingebildeten moralischen Überlegenheit als „neutrale Recherche“ und einen „objektiven Bericht“ veröffentlicht. Gerade dieser Bericht von der ersten Konferenz der freien Medien illustriert perfekt, wer die medialen Bluthunde des Merkelregimes sind. Und ja, die Genossen vom Wahrheitskorrektiv: Es stimmt, daß Merkel samt ihrer unsäglichen Regierung demokratisch gewählt worden ist. Bei Hitler war es nicht anders. Und „Der Stürmer“ war auch so etwas wie ein Wahrheitskorrektiv. Nichts zu danken.

 

Loading...

7 Kommentare

  1. Zu dieser ganzen „Faktencheckkerei“ – Hier wird meine Hoffnung genährt, daß es mit diesem ganzen Gewürge vielleicht mal abrupt zu Ende geht; in punkto Seriosität befinden die sich ohnehin schon auf Kloakenniveau!

  2. Diese ganzen Gesinnungstäter gehören vor Gericht gestellt. Ihre angebliche Wahrheit glauben die mittlerweile selber nicht mehr. Offenbar findet ein kalter Krieg statt. Dieses mal geht es nicht um Öl, sondern um die Gleichschaltung der Bevölkerung weltweit!

  3. Wird aber auch mal Zeit, dass jemand die als das beschreibt, was sie sind:

    Kleine, linksradikale, regierungstreue, bettnässende Internationalsozialisten.

    MfG
    R. K.

  4. Wir haben bereits die DDR 2.0 reloaded. In vielen Bereichen erscheint mir die ehemalige DDR schon als der harmlosere Part. Musste man einst seine inoffiziellen Mitarbeiter noch mit Geld, Privilegien, Schnaps oder Weiber bei Laune halten so schnüffeln und denunzieren heute die Gutmenschen ihre Nachbarn für lau aus. Ähnlich wie in „1984“ von Orwell. Die Schlägertrupps der Regierung und der Linken, die ANTIFA spricht im Übrigen auch von ihren „Brigaden“.

  5. Die 2 Spacken sollten sich lieber die unnützen Faktenerfinder nennen, dann wäre zumindest der Titel die Wahrheit.

  6. Tja,was soll man mit diesen Lügenbeuteln machen ? Etwas tun die mir sogar leid.
    Menschen,die ständig in einer selbstgeschaffenen und feindlichen Phantasiewelt leben,
    verlieren mehr und mehr den Bezug zur Realität.
    In dem Haus,wo ich mal wohnte,war hinten,auf dem 3.Hof ein Garagenkomplex. Da hatte
    der olle Fritze eine Garage für seinen Trabi. Fritze war sein Leben lang Schliesser in einem
    Berliner Knast.Ich musste etliche male, am hellen Tage,runter um die Haustür wieder aufzu-
    schliessen,weil draussen wütende Bürger standen,die nicht mehr ins Haus kamen.
    Fritze schloss immer alle Türen hinter sich ab ! Er konnte einfach nicht mehr anders.
    So sehe ich die Psychos von Korrektiv !

Kommentare sind deaktiviert.