Umfrage: Deutsche beklagen weniger Meinungsfreiheit

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Berlin – Die Linken haben ganze Arbeit geleistet. Willkommen in der DDR 2.0: Eine Mehrheit der Deutschen ist der Auffassung, dass sie sich unter Freunden frei äußern können, nicht aber in der Öffentlichkeit. Denn es gebe viele ungeschriebene Gesetze dazu, welche Meinungen akzeptabel sind und welche tabu: Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe) erscheint. Demnach geben 59 Prozent der 1.283 Befragten an, sie könnten sich unter Freunden frei äußern, nur 18 Prozent sehen aber im öffentlichen Raum eine vergleichbare Freiheit.

Unter Freunden äußern sich lediglich 34 Prozent vorsichtig, in der Öffentlichkeit jedoch 58 Prozent. Nur 17 Prozent geben an, dass sie sich im Internet frei äußern. Als Grund für diesen niedrigen Wert werden rüde Formen der Auseinandersetzung angegeben.

Hingegen sagen 36 Prozent, und damit mehr als in den beiden anderen Feldern, sie seien im Internet vorsichtig. Als Tabuthemen gelten Flüchtlinge und der Islam. Zudem kritisieren 41 Prozent, dass die Political Correctness übertrieben werde.

35 Prozent ziehen für sich sogar den Schluss, dass freie Meinungsäußerung nur noch im privaten Kreis möglich sei. Zu dem Eindruck, dass die Freiheitsspielräume im öffentlichen Raum kleiner werden, trägt auch die Rigorosität bei, mit der bestimmte Sprachregelungen eingefordert werden. So finden es zwei Drittel der Bevölkerung übertrieben, wenn statt der Begriffe Ausländer oder Ausländischstämmige umständlich von Menschen mit Migrationshintergrund gesprochen werden soll.

Völlig verständnislos reagieren die Bürger auf nachträgliche Korrekturvorschläge zu Texten, die sicherstellen sollen, dass sie heutigen Sensibilitäten und Normen entsprechen. Dass beispielsweise Astrid Lindgrens „Negerkönig“ in „Pippi Langstrumpf“ zum „Südseekönig“ mutieren müsste, um nach heutigen Maßstäben politisch korrekt zu sein, löst nur Kopfschütteln aus. 75 Prozent plädieren für die Beibehaltung der Originalversion, nur 14 Prozent votieren dafür, Begriffe, die heute als nicht mehr zeitgemäß oder beleidigend empfunden werden, auszutauschen. Die Befragung fand im Zeitraum vom 3. bis 16. Mai statt.

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15 Kommentare

  1. Was denn bitte meinen die Deutschen mit Meinungsfreiheit?
    Die plappern doch sowieso unisono die gleichgeschaltete Medienmeinung nach.
    Wir haben doch gar keine eigene Meinung mehr. Dazu wäre ja der Wille zur Information nötig, die außerhalb von „Heute“ und „Tagesschau“ zu holen wäre. Und der Mut zum Widerstand gegen die Umerziehung. Alles abtrainiert, übrig beliben Pawlosche Reflexe.

    (Ich meine natürlich nicht euch hier auf der oder ähnlicher Plattformen 🙂 )
    Aber wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umhöre… von Meinungsvielfalt keine Spur.

  2. merken die wähler, dass sie in eine Diktatur der SED II schlittern?
    Nein! Sie wählen sie schon wieder!

  3. Bin früher ausgelacht worden, als ich bereits bei der Euroeinführung meine Befürchtungen über das Wiederauferstehen der verflossenen DDR geäussert hatte. Die war viel schneller wieder da, als ich dachte. Alte/neue Stasi, betreutes Denken, Staatsfunk, Staatmedien, Verfolgung Andersdenkender und vieles andere mehr.

  4. Also in der BRD gibt es:

    – Volksverhetzung (meist nur gegen ein Spektrum eingesetzt)

    – Tendenzparagraph (im Sinne des Arbeitgebers der Zeitung berichten)

    – political correctness ( ungeschriebenes Gesetz linker Meinungsblockwarte)

    – Sonderklauseln in Arbeitsverträgen ( z.B. Springer, im Falle eines kleinen Landes)

    – eine Meinungsäußerung im Betrieb kann zur fristlosen Entlassung führen, wenn diese das „friedliche Zusammenleben und das Miteinander gefährden), Gewerkschaften haben eine Broschüre in sechs Sprachen ausgelegt

    – Erwartungshaltung von Vorgesetzten,

    – Angst vor demokratisch nicht legitimierten Zentralräten

    – Kunstprodukte wie „hate-speech“ – diese sind einer Demokratie unwürdig, denn wenn sich jemand beleidigt fühlt, dann soll er auf diesen Tatbestand klagen

    – Nutzungsregeln im Kommentarbereich, Kommentare werden nicht veröffentlicht, verschwinden, Kommentatoren ( also Leser / zahlende Kundschatt) werden z.B. bei Welt Online bis zu 3x mit einer einwöchigen Sperre belegt, bei der 4. Sperre erfolgt diese dauerhaft – für nichtkriminelle Meinungsäußerungen, je nach Laune des Zensors

    – Angst vor selbsternannten „Anständigen“, „Gesichtzeigern“, „Aktivisten“ und diversen kriminellen Elementen, die zur „Entglasung“, „Fassadenverschönerung“ etc. aufrufen, wenn man eine andere Meinung hat

    – Angst vor Bloßstellung im Netz und den Medien mit sozialer Ächtung und Jobverlust, deswegen findet man in nationalen Parteien erst ältere Semester, die nichts mehr zu verlieren haben, während bei linken Parteien Studienabbrecher, Beamte,Lehrer, verhätschelte Beamtenkinder , Sozialwissenschafttler etc. zu finden sind

    – Angst vor Gewalt auf Demos durch linksradikale „Gegendemonstranten“

    – Verhöhnung von Kritikern ( „geringer Schulabschluß“)

    – Mißbrauch von „Kunst“ zur Beleidigung und Einschüchterung (Weidel,Hoecke)

    – Soziale Ächtung ( z.B. sollte sich ein Ehepaar trennen,da ein Partner nicht links war)

    – Kirchenmitglieder mit unliebsamer Meinung und Weltbild sollen ausgeschlossen werden

    – wer nich mitspielt, dem werden „Phobien“, „Rassismus“ und wenn gar nichts mehr zieht mit dem Joker (N-Wort) gedroht / unterstellt

    – Selbstzensur a la „das DARF man doch heute nicht mehr sagen“ etc.

    Das fällt mir so aus dem Stehgreif ein, es gibt bestimmt noch einige Instrumente.

    Somit halten die meisten die Klappe und tragen die innere Kündigung zu diesem Staat.

    Im Krisenfall wird keiner die Hand rühren, denn schon jetzt würden nur 15% für diesen Staat kämpfen.

    • 100% Zustimmung. Für diesen Staat mache ich keinen Finger mehr krumm.
      Wie heißt es so schön im Art. 1 GG: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
      Gilt nur nicht für der den Souverän.

    • Wer einen hiesigen Pass, eine Steuernummer und einen festen Wohnsitz hat für den gelten Gesetze, der ist greif-und sanktionierbar, kann über Rot-Grüne „Sozial“-Gesetzgebung bis zum Selbstbehalt enteignet werden.

      Alle anderen haben Narrenfreiheit, können sich Mehrffachidentitäten zulegen, können Geld ob legel oder wie auch immer erworben ins nichteuropäische Ausland verlagern ( z.B. arbeitet Türkei nicht mit deutschen Behörden zusammen) – und werden politmedial auch noch unterstützt.

      Man schaue auf Betriebsparkplätze, was die Arbeiter fahren und dann
      schaue man in Großstädte, welche geleasten Wagen junge HARTZ 4 Empfänger fahren.

      Die Welt ist ein Irrenhaus, die Zentrale steht in Berlin

  5. Die Menschen erkennen, daß in Deutschland die Freiheit in Gefahr ist, wählen aber die Parteien, die die Freiheit immer mehr einschränken wollen. Dazu gehört auch die Union. Solange sich das nicht ändert, werden wir immer weniger Freiheit haben.

  6. Man kann schon seine Meinung sagen.
    Sogar wenn man mit der eigenen Meinung in der Minderheit ist.
    Gefährlich wird es, wenn man mit der Minderheitenmeinung Recht behält.
    Und brandgefährlich wird’s, wenn man dann daherkommt mit: „Hab‘ ich es euch nicht gesagt“. Dann ist die Hölle los.

  7. find ich nicht! Hier z.B. darf man seine Meinung recht offen posten!
    Nur, meine Meinung interessiert keine Sau und bei der Kommentarflut im Netzt fühlt man sich verlorener als ein Eisbär in der Sahara

    • Naja, ich hatte gerade einen Kommentar geschreben, in dem ich eine Aufzählung machte, was es zur Einschränkung so alles gibt und warum man seine Meinung lieber nicht dagen sollte.

      Ergebnis: meinen Kommentar gibt es nicht….
      Vielleicht kommt er ja noch „durch“.

  8. Ich sch… auf die Meinung derer, die glauben mir erklären zu wollen warum ich heute mit meiner Meinung hinterm Berg halten soll. Ich verpackte zu derbes in Satire oder Zynismus, oder wenn ich richtig angepisst bin sehr deutlich in klarer, deutlicher Sprache.

    • Das ist deine Freiheit deine Meinung zu sagen, solange sie Systemkonform ist, oder solange du bereit bist die Strafe zu zahlen, wenn sie nicht Systemkonform ist.

  9. Angesichts der wirklichen Probleme ist das so
    hahnebuechen, das sich die Frage aufdrängt
    ob der Deutsche ein Sadomasochist ist, der seine
    eigene Meinung zurueckstellt, um an Krebs zu
    erkranken. Und es werden ja auch täglich mehr
    Psychosomatische Erkrankungen den Beweis
    geben. Unzumutbare Regulierung die wie eine
    Feldstudie anmutet: Wie weit koennen wir unterdrückt werden?

  10. Merkelbuntland ist in einem schlimmeren Zustand als nur eine DDR 2.0,
    denn in der DDR 1.0 sollten die Bürger nicht abgeschafft werden.
    Das ist heutzutage anders, da stehen die Autochtonen auch bei der Vergabe
    peiswerten Wohnraumes hintenan, aber dafür dürfen sie bei ZDF und ARD
    in der ersten Reihe sitzen.

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