Gutmenschen jubeln: Europa um 47 Einwanderer reicher- Sea Watch 3 festgesetzt, Ermittlungen gegen Kapitän

Marilla Slominski

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Italiens Innenminister Matteo Salvini bleibt dabei: Trotz der empörten Proteste seitens der UN sollen die italienischen Häfen per Dekret geschlossen werden. Offenbar noch heute soll das Parlament über ein entsprechende Notverordnung entscheiden. Die 47 illegalen Einwanderer, die das deutsche „Migranten-Schlepper-Schiff“ Sea Watch 3 an Bord genommen hat, durften in Lampedusa von Bord gehen. Die sizilianische Staatsanwaltschaft soll wegen „Begünstigung illegaler Migration“ gegen den Kapitän ermitteln.

Er werde jeden persönlich anzeigen, der illegale Einwanderung begünstige so Matteo Salvini laut Welt. Er kritisierte auch die Entscheidung, die 47 illegalen Einwanderer der Sea Watch in Sizilien an Land gehen zu lassen „Ich hoffe, dass der Kapitän, der sich als Vize-Schleuser betätigt hat, verhaftet wird“, wünschte sich Salvini auf Twitter.

Die Sea Watch 3 wurde von den italienischen Behörden beschlagnahmt, gegen den Kapitän ermittle die Staatsanwaltschaft von Agrigent. Ein Sea-Watch Sprecher habe die Ermittlungen bestätigt, der gibt sich siegessicher: Man sei davon überzeugt, dass die Ermittlungen zu nichts führen werden, so der Sprecher.

Bei der UN zeigt man sich wenig überraschend hoch wütend über Salvini´s „Starrsinn“ und verlangt in einem Schreiben, dass das Dekret zurückgezogen wird. Es handele sich um „einen weiteren politischen Versuch, Such- und Rettungsoperationen zu kriminalisieren“, heißt es in dem Brief, der von der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet und einigen anderen UN-Berichterstattern unterschrieben wurde. Das „Dekret intensiviere das Klima der Feindseligkeit und Fremdenfeindlichkeit gegen Migranten weiter“, so der Vorwurf seitens der UN. Italien verstoße mit der Grenzschließung gegen internationales Recht, glaubt man bei der UN.

Am Wochenende hatten die „Menschenschlepper“ der Sea Watch vor Lampedusa auf die Erlaubnis gewartet, die an Bord befindlichen illegalen Europa-Einwanderer an Land bringen zu dürfen. Das ausdrückliche Verbot Matteo Salvinis, sich den italienischen Hoheitsgewässern zu nähern, habe man aus „humanitären Gründen“ missachtet, hieß es von der Sea Watch Besatzung.

Nicht nur Innenminister Matteo Salvini, der von dem Migranten-Landgang erst durch die Fernseh-Berichterstatttung erfahren haben soll, stellt sich nun die Frage, wer in der Regierung diese Entscheidung gegen seine ausdrückliche Anordnung getroffen hat.

Die Notverordnung, die dem Kabinett offensichtlich noch heute vorgelegt werden soll, sieht vor, dass der „Innenminister die Befugnis erhält, Schiffen die Einfahrt in italienischen Gewässer aus Gründen der öffentlichen Ordnung zu untersagen“, berichtet die Welt. Die sogenannten Rettungsschiffe sollen zwischen 3500 und 5500 Euro Strafe pro Migranten zahlen, wenn sie sich über das Verbot hinwegsetzen.

Zum „Herzlichen Willkommen“ der neuen Einwanderer-Truppe aus Afrika hatten sich wieder zahlreiche Gutmenschen und Applaudieren versammelt. sie begrüßten die Neubürger mit selbstgemalten Plakaten, warmherzigem Applaus und „Bravo“-Rufen.

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5 Kommentare

  1. Sind die Teddys ausgegangen? Es macht nur noch sprachlos, wie viele Idioten ihrem eigenen Untergang zujubeln.

  2. Richtig so!Nicht nur saftige Geldstrafen,sondern sämtliche weiter anfallenden Kosten für Unterkunft,Verpflegung,Ärztliche Betreuung und Rückführung diesen Schleppern und ihren Unterstützern in Rechnung stellen!Wenn es sein muss,dann pfänden und Haftstrafen.Vorher hören die nicht auf.

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