Broders Spiegel: Wer kommt in den sicheren Hafen?

Foto: Screennshot/Youtube

Die Stadt Nordhorn in Niedersachsen hat sich vor Kurzem zum „sicheren Hafen für Flüchtlinge“ erklärt. Doch wer will schon nach Nordhorn? Einem Flüchtling, der seinen Verfolgern entkommen muss, nutzt ein „sicherer Hafen“ in Nordhorn nicht viel. Aber so manchem Nordhorner vielleicht. Der „sichere Hafen“ könnte zum Beispiel Fördermittel aus dem Programm „Demokratie leben“ des Familienministeriums anlocken. Mit diesem Programm muss Deutschland ohnehin aus der Masse anderer Staaten herausragen. In welchem Land sonst will eine Regierung dem eigenen Volk ständig Demokratie beibringen? Normalerweise brachten bislang die Völker mittels Abstimmungsverhalten, Demonstrationen, Streiks oder zuweilen auch Aufständen und Revolutionen ihrer Obrigkeit Demokratie bei, aber nicht umgekehrt. Außer in Deutschland.

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2 Kommentare

  1. Ist doch alles hübsch! Der Rat der Stadt, der von den Bürgern gewählt wurde, hat gesprochen im Namen seiner Bürger. Wenn die Bürger das so wollen, mein Gott, des Menschen Wille ist sein Himmelreich!

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