Kramp-Karrenbauer: Bis 2021 ist Angela Merkel Kanzlerin – wirklich?

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Berlin – Wie eine bissige Stute hat Angela Merkel dafür gesorgt, dass neben ihr und damit auch nach ihr keine andere und schon gar kein anderer den Thron streitig machen kann. Nun klafft unter ihr eine riesige Lücke, in die sich keiner traut hineinzutreten. So ist ein Vakuum entstanden, dass auch AKK nicht füllen kann. Sie ist einfach noch nicht reif für eine Kanzlerin. Die Umfragewerte geben ihr Recht. Aus diesem Grund hat die CDU-Vorsitzende Spekulationen über einen vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt jetzt auch wieder eine Absage erteilt.“Bis 2021 ist Angela Merkel Kanzlerin. Ich habe meine Arbeit als Parteivorsitzende zu tun, und darauf konzentriere ich mich“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). „Meine Erwartung ist ganz klar: Ich gehe von der vollen Legislaturperiode aus, und das ist auch meine Arbeitsplanung.“

Auf die Frage, ob sie sich einen Eintritt in Merkels Kabinett als Ministerin vorstellen kann, sagte Kramp-Karrenbauer, sie wolle sich auf die Partei konzentrieren. „An dieser Präferenz hat sich nichts geändert“, sagte sie. Der Hauptteil der Arbeit liege noch vor ihr.

Auf dem Parteitag 2020 werde die CDU das neue Grundsatzprogramm beschließen und darauf aufbauend das neue Regierungsprogramm. „Dann wird auch die Kanzlerfrage entschieden“, fügte die Parteivorsitzende hinzu. Zu den Perspektiven des unterlegenen Bewerbers um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, sagte Kramp-Karrenbauer lediglich, sie sei „sehr froh und sehr zufrieden, dass er sich in die Partei einbringt und Verantwortung beim Wirtschaftsrat übernimmt – und wir trotz der Konkurrenzsituation im letzten Jahr ein sehr vernünftiges Verhältnis zueinander haben“.

Auch den immer irrer werdenden Koalitionspartner will sie nicht abschütteln, gibt aber zu, dass dieser abdriftet:

Die CDU-Vorsitzende zeigte sich zuversichtlich über den Fortbestand der großen Koalition. „Die Union bildet den größten Teil der Koalition, und wir sagen ganz deutlich, dass wir diese Arbeit fortsetzen wollen“, sagte sie. „Ich habe im Moment auch keine Signale der SPD, dass sie es nicht will.“

Die große Koalition sei gewählt worden, damit sie ihre Arbeit mache. „Bei der Klausurtagung unserer Parteiführung nach der Europawahl werden wir uns darüber unterhalten, was wir möglicherweise an Schwerpunkten anders setzen müssen.“ Zugleich kritisierte Kramp-Karrenbauer den Koalitionspartner scharf. „In der SPD gibt es Debatten über Enteignungen und Sozialismus – ohne dass die Parteispitze eindeutig ausschließt, dass dies kein Weg ist“, sagte sie. „Das zeigt, dass die SPD ihr Profil nach links verschieben will und dass sie andere Machtperspektiven sucht.“ Auch die Grünen führen die Enteignungsdebatte und wären gut beraten, ihr Verhältnis zum Eigentum zu klären, fügte sie hinzu. Die CDU arbeite sehr hart für überzeugende politische Antworten der politischen Mitte, die eine rot-rot-grüne Option überflüssig mache. Auf die Nachfrage, ob die Gemeinsamkeiten von Union und SPD noch zwei Jahre reichten, sagte Kramp-Karrenbauer: „Wir haben einen Koalitionsvertrag, der noch gar nicht vollständig angepackt und umgesetzt worden ist. Und wir werden uns darüber unterhalten, ob etwas ergänzt oder beiseite gelegt werden muss.“

Wir werden sehen. Nach dem drohenden Desaster der GroKo-Parteien bei der Europawahl werden die Karten neu gemischt. Ob CDU und SPD krampfhaft weiter machen, bleibt fraglich. Paralysiert sind sie jetzt schon – zum Schaden für die Republik. Aber was kommt dann? Wohl Schwarz-Grün. Es muss also erst noch schlimmer kommen, bis es wieder besser wird. (Quelle: dts)

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8 Kommentare

  1. Es ist bezeichnend für dieses in politischen Trümern liegendes Land. Schwer wie Mehltau liegt der Pesthauch des dreifach geknöpften Trampels uber den personellen Fragmenten einer ehemals konservativen Partei. Während sich hoffnungsvoll, talentierte Politprofis mit volks -und betriebswirtschaftlichem Background dem parteipolitischen Tod durch Kehlbiss der Ente entzogen, setze sich ein erbärmlicher Rest von opportunistischen Speichelleckern und ebenso kompetenzminimierten wie intellektlimitierten als scheinkonservativer, charismatisch genullter Bodensatz jämmerlichster Parteikarrieristen am Grund der Jauchegrube ab und lutschte fortan gehorsamst den Bürzel der Watschelente.Immer das eigene Fortkommen im Blick.
    Es ist daher wenig verwunderlich, das neben o.g. Pfeiffen auch ein zu vermeintlicher Führungsgröße aufgeblasenes Watschelenten-Duplikat nicht den Mumm und schon gar nicht die Fähigkeiten hat, aus der in völliger Lethargie erstarrten CDU wieder eine Partei des Aufbruchs zu formen.
    So ein Haufen befähigungloser Zombies, allefalls zu kassieren von Diäten tauglich, kann weg.

  2. AKKs Wahl war ja äußerst knapp und mit maximalem internen Druck und Geschachere durchgesetzt worden.
    Eigentlich ging es bei ihrer Wahl um die Frage, wie lange Merkel noch Kanzler bleibt.
    Wäre es Merz geworden, dann wären jetzt die Stimmen viel lauter, die IHM die Kanzlerschaft antragen.

  3. Es ist ein Vakuum entstanden !? ….. Nein es herrscht auf allen Ebenen, gähnende L e e r e …..

  4. An den Beispielen von Österreich und Deutschland sieht man: Demokratie ist zerbrechlich, Diktatur ist stabil wie ein Führerbunker.

  5. „Sie ist einfach noch nicht reif für eine Kanzlerin.“

    Dann möge ihr diese vorteilhafte Unreife auf immer und ewig erhalten bleiben !.

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