Speicher für „Öko-Strom“ erfunden

Nils Kröger

Foto: Durch Alessandro Cristiano/Shutterstock
Foto: Durch Alessandro Cristiano/Shutterstock

Wunder gibt es immer wieder. Wenn demnächst irgendein Grüner freudestrahlend darauf verweist, dass die „erneuerbare“ Energie nun doch speicherbar ist, hat er vermutlich auf rbb24.de folgenden Artikel gelesen.

Einleitend beginnt die Autorin damit, dass die Uckermark in Sachen „Öko-Strom“ technologischer „Vorreiter“ sei. „Erneuerbare-Energien-Produzenten“ hätten nach 20 Jahren (!!!) nun eine Lösung gefunden, (…) um vollwertigen Kraftwerken Strom anbieten zu können.

 Eine gigantische Lithium-lonen-Batterie befindet sich mitten auf einem Feld neben dem Umspannwerk Cremzow. Was aussieht wie eine Ansammlung von grauen Baucontainern auf 1.500 Quadratmetern, ist die Lösung vieler Probleme. (…) Rein technisch sind es tausende kleine Litium-lonen-Batterien, die zusammengeschaltet und ans Netz angeschlossen wurden. „Die Batterie hat die Hauptaufgabe, die Stabilität im ostdeutschen Stromsystem zu gewährleisten. Die Batterie steuert und regelt sich komplett autonom“, erklärt Bischof-Niemz. (…)

 Neben der Erklärung der Funktionsweise des „Riesen-Akku“ (Energieabgabe bei niedriger Frequenz und Energieaufnahme bei hoher Frequenz) ist auch zu lesen, dass „erneuerbare Energien“ keinen planmäßigen und planbaren Strom anbieten können, wie etwa ein Kohlekraftwerk (!!!).

(…) Doch das sei nun kein Problem mehr, erklärt Enertrag-Gründer Jörg Müller. Er arbeitet seit 20 Jahren (!!!) daran, rund 250 (!!!) Wind- und weitere Solarkraftanlagen, eine Wasserstoffspeichertechnologie und nun die Riesenbatterie zu vernetzen. Allein in den Batteriespeicher hat Enertrag mit internationalen Partnern 17 Millionen Euro investiert – ohne Fördermittel. (…)

Ist das nicht ein schönes grünes Märchen für eine Kugel Eis? Was besonders in diesem Artikel auffällt ist, dass keinerlei technische Daten zum „Zauberakku“ auftauchen bzw. physikalische Fakten ebenfalls nicht erwähnt werden. Wie lange ist etwa die Lebensdauer? Wie sieht es mit der Belastbarkeit aus? Ist die umweltverträgliche Entsorgung gesichert? Weshalb dauert die Vernetzung von lediglich 250 Wind- und Solarkraftanlagen (deutschlandweit allein fast 30.000 Windkraftanlagen) über 20 Jahre? Der beste Witz war aber, dass ohne Fördermittel 17 Millionen Euro in die Batterie investiert wurden. Warum auch? Die ganze „Öko-Industrie“ lebt nur von Subventionen; Stichwort EEG.

Schlußendlich bleibt auch die Frage, weshalb diese „Sensation-Meldung“ des RBB-Regionalstudios Frankfurt/Oder nicht überall groß in den Qualitätsmedien verbreitet wurde?

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10 Kommentare

  1. Klasse Idee! Wenn die Akkus leergelaufen sind,nach ca,3 Sekunden,könnte man ja alle alten Fahrräder,die überall das Stadtbild bereichern,mit deren Dynamos so zusammen schließen ,
    dass deren Energie ausreicht,die Ladezeit für die Akkus zu überbrücken! Müssten nur
    genügend Freiwillige zum trampeln da sein. Aber,es hat ja genug Grüne.

  2. Das ist doch eine Ente! Strom wird doch in den Leitungen gespeichert! Das hat die Annalena Baerbock gesagt! Und die ist eine Grüne! Und Grüne kennen sich bei allem bestens aus! Immer! Weil die alle zu Ende studiert haben und deswegen Fachfrauinnen sind! Auf jedem Gebiet! Und über die Leitungen wird der Strom dann auch ganz schnell versandt! Aber die dummen Konservativen glauben ja immer noch, man könne Strom auch langsam versenden! Dann versuchen sie mit aller Macht zu bremsen.
    Aus die Maus!

  3. Ist das Ding noch in Probe oder voll am Netz? Für das Ostdeutsche Stromnetz irgendetwas regelt, nur woher wollen die das Wissen, hat man alle Kraftwerke vom Netz genommen? Toll man hat eine Riesenbatterie gebaut und nun möchte man Milliarden von Steuergelder um wieviel davon zu bauen? Doch es sind ja nicht nur Windräder und was ist mit dem Solarstrom? Bitte wenn das so toll ist, dieses Bundesland komplett nur mit Ökostrom versorgen und von allen anderen Kraftwerken entkoppeln, dann sehen wir weiter.

  4. Und swie lange soll dieses Riesenspielzeug halten, wenn es denn überhaupt zuverlässig funktioniert? An die grünerseits immer so gerne bemühte „Ökobilanz“ mag man dabei lieber gar nicht erst denken.

  5. Stromspeicher gibt es, solange es Kraftwerke gibt. Die Frage ist nur: Wieviel kostet die Speicherung einer Megawattstunde, wie hoch ist der Wirkungsgrad, wie viele Zyklen hält der Speicher und wie hoch sind die Langzeitverluste.
    Grob kann man sagen, dass die Speicherung etwa so viel kostet wie die Erzeugung. Aus 30 Cent pro Kilowattstunde würden 60 Cent pro KWh. Trittin würde sagen: „Die Speicherung kostet eine zweite Kugel Eis“

    • Klare Antwort: Hohlraum! Der ist dann mit Bauschaum gefüllt worden, damit der eigentliche Flachschädel nicht auffällt!!

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