EU-Wahl in UK: Britische Elite in Panik – Brexit-Revolte bahnt sich an

screenshot Twitter

Die Reaktion darauf, dass Großbritannien die Europäische Union am 29. März nicht verlassen hat, ist immens. Das Land erlebt jetzt eine politische Wende, die in der britischen Geschichte beispiellos ist. Eine politische Partei, die erst vor vier Monaten gegründet wurde, führt gerade in allen Umfragen zu den am 23. Mai stattfindenden Wahlen. Es ist eine „Volksrevolte“, die sich anbahnt und nicht etwa eine „Volksabstimmung“, so wie sie von denjenigen genannt wird, die sich ein zweites Referendum wünschen. Und ihr Anführer ist kein anderer als der „Brexit-Mann“ schlechthin – Nigel Farage.

Foto:Von John Gomez/shutterstock
Foto:Von John Gomez/shutterstock

Über 34 Prozent der Befragten wollen die Brexit Party wählen, so die Umfragen der letzten Tage. Die linksextremistische Labour Party kommt auf  21 Prozent, die Konservativen nur auf 11 Prozent – es ist der niedrigste Wert für sie seit 1834. Eine neue Umfrage hält es sogar für möglich, dass bis zu 60 Prozent aller Konservativen Farages Brexit-Partei wählen könnten. Angesichts dieser Stimmung, so kurz vor der EU-Wahl, gerät die politische Elite des Landes schier in Panik.

Und es sind nicht nur die Konservativen, die Angst haben. Auch die linke „Remainer“-Front, die den „Exit vom Brexit“ will,  ist wie versteinert. Eines ihrer Medienorgane, The New Statesman publication, nannte die jüngsten Umfrageergebnisse  “furchteinflößend”. Man sei eigentlich davon ausgegangen, dass die EU-Wahlen zeigen würden, wie pro-europäisch das Land eigentlich sei. So wie es aussieht, könnte dieser Wunsch sich für sie ins Gegenteil verkehren.

Die Wut der Bürger, die für den EU-Austritt gestimmt und deren Entscheidung ignoriert wurde sowie auch die Wut derjenigen, die schon lange das Gefühl haben, von den Politikern nicht gehört zu werden, hat in der Brexit-Party nun ein Ventil gefunden. Sie alle fühlen sich von der Politik betrogen und Farage nutzt diese Wut und Enttäuschung für eine Protestabstimmung: „In dem Moment, in dem man das Londoner Stadtgebiet verlässt, spürt man förmlich den riesigen Ärger. Und der kommt nicht nur von den „Leave“-Wählern. Er kommt inzwischen auch von den Remain-Wählern,“ beschreibt Nigel Farage die Lage. In den Hochburgen der EU-Freunde hat so mancher Remainer seine Meinung geändert.

Durch das Land zieht sich ein breites Gefühl von „Verrat“: „70 Prozent von Euch haben im Referendum für den Austritt gestimmt. Im Jahr darauf hat Eure Parlamentsabgeordnete Yvette Cooper Euch alle möglichen Versprechungen gemacht. Sie hat gesagt, sie werde das Ergebnis akzeptieren und erklärt, sie werde für den Artikel 50 stimmen. Trotz alledem gab es nicht einen Abgeordneten, der in den letzten zwei Jahren mehr gegen den Ausritt gearbeitet hat als sie“, erklärt Farage auf einer Wahlkampfveranstaltung in der Nähe von Pontefract in West Yorkshire. „Von allen Wahlkreisen im Land seid Ihr am meisten betrogen worden“, so Farage, der dafür tosenden Applaus erhält.

Besonders hat es der 55-jährige ehemalige Ukip-Abgeordnete auf Theresa May und ihren sogenannten Deal abgesehen: „Das ist kein Handel. Das ist ein neuer EU-Staatsvertrag, – geschrieben von Michel Barnier und Angela Merkel, die ihm dabei über die Schulter geguckt habe, spottet er. „Die Wahrheit ist, um aus dem Abkommen herauszukommen, müssen wir ein anderes unterschreiben, das in einigen Punkten die augenblickliche Situation noch schlimmer macht. Und deshalb ist es bereits dreimal im Unterhaus abgelehnt worden“, erklärt Farage seinem Publikum.

In dieser Woche hat der Waliser Konservative Mark Reckless die Partei verlassen und ist zusammen mit drei anderen Abgeordneten der Brexit-Partei beigetreten – für Nigel Farage ist das so kurz vor der Wahl ein entscheidender Coup.

Die Brexit-Partei profitiert auch davon, dass die linken Anti-Brexit Parteien keine geschlossene Front zusammenbekommen. Das Vorhaben der Liberalen Demokraten, gemeinsame Sache mit den Grünen und Change UK zu machen, ist in dieser Woche gescheitert.

Für den Parteichef der Liberal DemocratsVince Cable ist die Europawahl wie ein „zweites Referendum“. Angesichts der Umfragewerte könnte das in wenigen Tagen noch deutlicher ausfallend als erwartet. Im Augenblick scheint Nigel Farage der einzige Politiker zu sein, der sich auf einen Erfolg am 23. Mai freuen darf.

In meinem Wohnhaus, das ich mit sechs Nachbarn teile, wollen alle die Brexit-Partei wählen. Egal wo ich hingucke, überall zeichnet sich dieses Stimmungsbild ab. Es wird eine der spannendsten Wahlen aller Zeiten für Großbritannien und in der Wahlnacht sowie in den kommenden Tagen, bis das Ergebnis endgültig ausgezählt ist, wird wohl kaum ein Auge zuzutun sein.

Es grüßt Euch Euer

The Brit

 

Loading...

53 Kommentare

  1. Verrat der Regierungen gegen das eigene Volk, das ist die Matrix der jetzigen pro EU-Regierungen

  2. Schön zu sehen, dass es in Europa noch vernünftige Leute gibt.. Leider alle außerhalb Deutschlands.

  3. ZITAT: „Man sei eigentlich davon ausgegangen, dass die EU-Wahlen zeigen würden, wie pro-europäisch das Land eigentlich sei.“

    Diese Annahme ist doch völlig richtig. In einer Woche wissen alle, wie viele Briten wirklich pro-europäisch sind.

  4. Könnte man hier in Deutschland FARAGE oder SALVINI direkt wählen, so würden diese bevorzugt meine Stimme erhalten, allein wegen des gezeigten Rückgrats gegen die Brüsseler Kamarilla !

  5. „Man sei eigentlich davon ausgegangen, dass“

    Diesen Satz höre / lese ich immer häufiger, auch in Deutschland! Wie blöde sind unsere Politiker eigentlich?

    Wie blöde sind wir eigentlich, dass wir immer nur Idioten wählen?

  6. Kann sein , daß die unsäglichen Altparteien in der Zwischenzeit bereits zu zittern beginnen, das GB in der EU bleibt und die Farage-Partei die sogenannten Populisten auf EU-Ebene verstärkt. Sollte die Orban Partei auch noch die EVP verlassen würde das wahrscheinlich eine Götterdämmerung in der EU bedeuten! Hoffentlich!

  7. Am nächsten Donnerstag wählen die Briten als Erstes bei den EU Wahlen. Das Ergebnis wird Ischias Juncker, Merkel & Co sicherlich nicht gefallen. Persönlich finde ich das recht lustig, als Vorlage für andere Länder.

  8. Nigel Farage hat immer zu dem gestanden, was er gesagt hat, nicht wie
    andere Politiker, die das Blaue vom Himmel lügen, um ihre Pfründe zu
    sichern und ihren Gesinnungsterror an den Manner sagte zu
    bringen….man erinnere sich nur an seine herrlichen Reden im
    EU-Parlament….er sagte die ungeschminkte Wahrheit und die aus Lug und
    Trug bestehenden EU-Abgeordneten sind fast in Ohnmacht gefallen und
    haben getobt, Angesichts so viel Ehrlichkeit. Weiter so Großbritannien,
    zeigt es den Verrätern an der wahren europäischen Idee. Ein Europa der
    Vaterländer und Bürger und nicht ein Europa der abgehobenen Eliten einer
    linken globalistischen Utopie, die zu immer mehr Not und Elend der
    Bevölkerungen führt.

  9. Heute hat in der Phönix Runde so ein EU Groupie doch tatsächlich folgenden Mist abgelassen:
    Wenn bei der britischen Wahl die Stimmen ALLER Parteien mehr sind,
    als die Stimmen von Farages Partei,so könnte man das als ein zweites
    Votum für den Verbleib UK in der EU werten !
    Leute,denen rast der Blocker !
    Mistgabeln gibts bei ebay

    • So, wie in besagter PHOENIX-Runde, reden eben nur politisch überkorrekte Vorzeigedemokraten aus Merkelistan !

    • So, wie in besagter PHOENIX-Runde, reden eben nur politisch überkorrekte Vorzeigedemokraten aus Merkelistan !

  10. Na dann, wohlan Nigel Farage… Möge der „Wind of change“ auch nach Deutschland getragen werden…

    • Nigel Farage ist ein astreiner Populist. Wenn wir ihm nacheifern wollen, dann dürfen wir uns vom Vorwurf des Populismus überhaupt nicht mehr beeindrucken oder gar aufhalten lassen. Sonst weht auch weiterhin nur eine Brise der Stagnation und kein Wind of Change.

  11. Drücken wir den Briten und Farage die Daumen. Besonders peinlich ist ja das sich heute wieder die Parteien in GB nicht auf einen Brexit einigen konnten. Farage könnte tatsächlich bei Neiwahlen oder bei nächsten regulären Wahl die Altparteien in GB alt aussehen lassen. Dann wäre vielleicht auch schnell Schluß mit Unterdrückung, Beschneidung der Meinungsfreiheit und der Kriminalität.

  12. So schnell kann’s gehen. Deswegen sind die Politdarsteller in Bürlün so nervös. Die MSM kauen Fingernägel, weil sie nicht wissen, wie damit umzugehen ist.
    Wo befindet sich Angela Dorothea Kasner? Noch in Kroatien? Fliegt sie von dort aus vielleicht direkt nach Paraguay ?

    • „Heute besucht die Kanzlerin den kroatischen
      Ministerpräsidenten Plenković in Zagreb. Neben den bilateralen
      Beziehungen zwischen Deutschland und Kroatien werden auch wichtige
      europapolitische und internationale Fragen im Fokus der Unterredung
      stehen. Zum Abschluss sind Pressestatements geplant.“
      Auszug aus dem Terminkalender der BK.
      Und am Montag will sie die Bundeswehr in Munster beglücken.

    • „Heute besucht die Kanzlerin den kroatischen
      Ministerpräsidenten Plenković in Zagreb. Neben den bilateralen
      Beziehungen zwischen Deutschland und Kroatien werden auch wichtige
      europapolitische und internationale Fragen im Fokus der Unterredung
      stehen. Zum Abschluss sind Pressestatements geplant.“
      Auszug aus dem Terminkalender der BK.
      Und am Montag will sie die Bundeswehr in Munster beglücken.

  13. In Großbritannien entsteht eine neue Bewegung die das korrupte bisherige Establishment völlig hinwegfegen könnte.
    Die Regierungen auf dem Kontinent sind gut beraten, dies in ihren zukünftigen Entscheidungen sehr ernst nehmen.

  14. Die Englische Bevölkerung sieht nun wie Sie von Ihrer Regierung hinter die Fichte geführt wird…. das Erwachen wird auch hier schmerzhaft sein….

  15. Nigel Farage und mit ihm allen aufrechten Briten wünsche ich am 26.Mai viel Glück und Erfolg!

    Es war der Wille des britischen Volkes aus der „EU-Diktatur“ raus zu kommen. Und dieser Wille des Volkes ist seit dem Referendum mit Füßen getreten worden, weil für die „EU-Eliten“ nicht sein kann, was in ihren Augen nicht sein darf.

  16. Umfragen sind das eine, aber man muss die Wähler auch an die Wahl-Urne bringen.und die Wahl-Beteilgung (36 Prozent 2014) war in GB immer sehr niedrig.

    Das gleche gilt aber auch für Deutschland, das angeblich EU-freundlichste Land mit UNTER 50 Prozent-Wahlbeteilgung.

  17. Ich habe das Gefühl, dass in Deutschland mit der AfD eine ganz ähnliche Stimmung herrscht. Die Altparteien haben beim Normalbürger (nicht die hirngewaschenen, TV-Dementen oder vom System profitierenden Staatsdiender), verschissen, verkackt und ausgespielt. Das Volk will wieder ehrliche Politik für SEINE Interessen, denn die wurden seit Kohls Verrat mit der dt. Einheit an Thatcher und Mitterand völlig in den Hintergrund gestellt. Deutschland ist für alle das Mekka, der Zahlmeister und Depp, denen Rentner, Arbeitnehmer und Joblose nichts mehr wert sind. Es zählen nur noch die Finanzmärkte wie die ‚Schwarze Null‘ beweist die seit Jahren angestrebt wird und über die Investionen ausblieben und das Land nahe dem Zustand der 3. Welt bringen wenn das so weitergeht. Damit muss Schluss sein!

  18. Super, aber die dummen Deutschen haben es noch nicht kapiert. Dort wählen die hirngewaschenen Jungwähler grün, weil Greta ihnen ja Angst gemacht hat mit dem Klimawandel und sie die Hybris besitzen, zu meinen, sie könnten irgendetwas am Klima ändern. Bis auf die Abschaffung der Fähigkeit, Sachverhalte aufgrund von Tatsachen bzw. Logik einzuschätzen, und die Abschaffung der Autoindustrie, wird nichts mehr bleiben. Irgendwann werden die noch wenigen verbleibenden deutschen Nachfahren sich fragen, wie bekloppt diese Generation mehrheitlich war.

  19. Bis auf den Blödmichel machen alle anderen deutlich, was sie von ihren Regierungen halten und wo der Schuh drückt.

    • Wer soll denn der Blödmichel sein? Nigel Farage ist es sicher nicht!

      Es gibt in D 60 Millionen Blödmichel, die zwar auf die Regierung schimpfen und sagen „wo der Schuh drückt“, aber die merken nicht, daß das denen da oben völlig egal ist, daß die Menschen wollen oder sagen.

    • Farage will aus der EU austreten. Das ist erst einmal alles. UK ist eines der am stärksten islamisierten Länder Europas, weit mehr schon als Deutschland. So viel besser ist es dort nicht, eher im Gegenteil.

  20. England war eigentlich schon verloren, denn die Zustände in London sind schlimmer, als in Berlin. Doch nun scheint der Wind sich PLÖTZLICH zu drehen. Umkehrschluss: Wenn die Engländer sich in letzter Minute so radikal wenden können, dann besteht sogar für Deutschland noch Hoffnung.

  21. Offensichtlich haben selbst (Ur-)Engländer, die ich persönlich immer für etwas steif und kontrolliert, aber für Menschen mit sehr gutem Benehmen gehalten habe und nach wie vor halte (Kultserie Father Brown) in ihrem Inneren eher etwas revolutionäres und ein gewisses (Widerstands-)Feuer in sich, als die Deutschen, die sich alles gefallen lassen!!!!

    • bei den deutschen kommt das auch – allerdings erst wenn alles zu spät ist und dann alles, aber auch alles niedergerissen wird mit gewalt und unaufhaltsam 😉 weil die die dann aufwachen und sehen wie sie verarscht und an den rand des nichts getrieben worden sind – sich bitter rächen werden. die schlimmsten werden die sein die der regierung noch über den kopf streicheln . nicht die die sich jetzt schon gegen sie gewendet haben. und das sieht selbst die den europäischen völkern feindlich gesinnte deppen regierung nicht kommen.

  22. Alois Irlmaier hat ja Prophezeit das sie alle Hängen werden….seht selbst bei Youtube und staunt

  23. Die Theresa May ist genau das depperte Gegenstück zu Angela Merkel alias IM Erika… warum treten diese beiden unfähigen Weiber eigentlich nicht zurück? Es hält niemand mehr aus!!!

    • Nicht das depperte Gegenstück: Nur: das Gegenstück. Das Pendant wäre sonst das undepperte Gegenstück.

    • Ja, es sieht echt so aus als hätte May ebenso wie die Typen aus Brüssel und Erika gegen das Volk gearbeitet!

    • May ist nicht deppert, genauso wie Merkel.
      Sie arbeiten mit den anderen „M“, wie Macron und Mogherini für
      die Strippenzieher der globalen Hochfinanz.

    • Der Milliardaersonkel hat noch nicht aufgegeben und die Freimaurer suchen noch nach der Richtschnur. Die genannten Weiber müssen vor einen demokratischen Kadi.

  24. Umfragen sind das eine, aber man muss die Wähler auch an die Wahl-Urne bringen.und die Wahl-Beteilgung (36 Prozent 2014) war in GB immer sehr niedrig.

    Das gleche gilt aber auch für Deutschland, das angeblich EU-freundlichste Land mit UNTER 50 Prozent-Wahlbeteilgung.

Kommentare sind deaktiviert.