Jetzt steht es fest: Tommy Robinson muss ein zweites Mal vor Gericht

Marilla Slominski

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Großbritannien – Tommy Robinson muss sich ein zweites Mal wegen desselben Vorwurfs vor Gericht verantworten, das entschieden jetzt zwei Richter des Old Bailey, dem offiziellen Zentralen Strafgerichtshof in London.

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„Missachtung des Gerichts“ lautet die erneute Anklage. Tommy Robinson war bereits im vergangenen Jahr aus genau diesem Grund zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt, inhaftiert, in Einzelhaft  verbracht und vorzeitig – wegen Prozessfehlern – wieder entlassen worden. Nun folgt der zweite Versuch, ihn „mundtot“ zu machen. Ein „politischer Prozeß“ mit dem Ziel den rebellischen 36-Jährigen aus Luton endgültig zum Schweigen zu bringen,  so der kanadische Journalist Ezra Levant von Rebel Media, der das Spektakel um Robinson schon seit Monaten begleitet. Es sei „ein Sieg für Theresa May, für den Staatssender BBC und eine weiterer Rückschlag für die Redefreiheit“, twittert Levant: „Die Lichter gehen aus in Großbritannien, meine Freunde“, so der konservative Schriftsteller und Rundfunksprecher.

Aus früheren Anhörungen gehe hervor, dass Robinson weder vorsätzlich noch in böswilliger Absicht gegen gerichtliche Auflagen rund um einen sogenannten „Grooming-Gang-Prozess“ verstoßen habe. Tatsächlich habe er sich im Vorfeld weitreichend juristisch informiert, um sicherzustellen, dass er nicht – wie schon einmal zuvor – in Schwierigkeiten kommen konnte.

Außerdem gebe es in der Vergangenheit keinen einzigen Fall von „Missachtung des Gerichts“ der eine solche drakonische Strafe nach sich gezogen habe, so der britische Journalist James Delingpole in einem Kommentar auf Breitbart. In britischen Medien wird eine regelrechte Fake-News Kampagne gegen Tommy Robinson geführt, mit dem Ziel ihn zu verunglimpfen und zum primitiven rechtsextremen Schläger abzustempeln. Ein Fülle von Desinformation kreist nicht nur in der britischen Mainstreampresse: So wird immer wieder behauptet, Robinson habe den Prozess gegen eine muslimische Vergewaltigungsgang gefährdet: „Nein, hat er nicht. Es war theoretisch möglich, dass er getan haben könnte. Aber nein, das ist nicht geschehen. Das Schlimmste, was man von ihm sagen kann, ist, dass er einige Vergewaltiger, die oft minderjährige Mädchen missbraucht und wegen dieses Verbrechens verurteilt wurden, angesprochen und gefilmt hat. Sie fühlten sich davon offensichtlich belästigt“, erklärt der Schriftsteller Delingpole, der für eine Reihe von Publikationen geschrieben hat, darunter Daily Mail, Daily Express, The Times, The Daily Telegraph und The Spectator.

Das Establishment wolle an dem islamkritischen Tommy Robinson, der ihnen zu „unbequem und peinlich“ sei, ein Exempel für die „Rechtsextremen“ statuieren, glaubt Delingpole. Das einzige Interesse, das die Medien in diesem Fall hätten, sei, ihren Lesern zu suggerieren, dass es sich bei der Person Tommy Robinson um einen Fußballschläger mit kriminellem Hintergrund handelt, dessen wahrer Name Stephen Yaxley-Lennon lautet, ist sich der 53-jährige James Delingpole sicher.

Auf change.org läuft eine Petition mit der Forderung an die britische Regierung, alle Vorwürfe gegen Tommy Robinson augenblicklich fallen zu lassen. Vor dem Gerichtsgebäude hatte sich eine große Anzahl Demonstranten und Tommy-Fans versammelt. „Es ist egal, ob man ihn mag oder nicht, aber jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung“, so einer von ihnen. „Jedes Mal, wenn er wieder hier erschienen muss, werden wir mehr und wir werden lauter. Und wenn sie ihn wieder wegsperren, erreichen sie nur, dass er zum Märtyrer wird“, so ein anderer Unterstützer.

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11 Kommentare

  1. diesesmal bekommt er keine einzelhaft. Jetzt kommt er zu den Musels in die Zellen. Überlebenschance: 10 %.
    Das wird auch bei us so kommen wenn wir islamisch werden.

  2. Der Artikel und sein Inhalt erinnert an die Causa „Martin Söllner“.
    Bei Tommy Robinson dürfte auch die EU-Wahl und seine berechtigte
    Islamkritik eine enorme Rolle spielen.
    Er ist dem System ein Dorn im Auge weil die eu-kritischen Wähler

    nicht doch noch zahlreicher werden.

  3. Sind britische Regierungsmitglieder oder gar Richter in diesen Grooming-Gang Fall verwickelt? Das koennte so manches erklaeren.

    Ich erinnere an den belgischen Fall Dutroux.

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