Deutsche IS-Kinder in Syrien: Bundesregierung gerät unter Druck

(Symbolfoto: Durch ZouZou/Shutterstock)
Geheimdienst warnt vor IS-Kindern (Symbolfoto: Durch ZouZou/Shutterstock)

Berlin – Die Bundesregierung gerät im Zusammenhang mit den auf syrischem Boden inhaftierten deutschen Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und ihren Familien unter juristischen Druck. Mithilfe des Verwaltungsgerichts in Berlin solle erstmals eine Rückkehr nach Deutschland gerichtlich erzwungen werden, berichten NDR, WDR und die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf eigene Informationen. Einen entsprechenden Antrag habe jetzt ein Rechtsanwalt eingereicht.

Er vertrete zwei Waisenmädchen, die sich im nordsyrischen Flüchtlingslager al-Haul aufhalten, berichtet die Zeitung weiter. Ihre Mutter, eine zuletzt in Baden-Württemberg lebende IS-Anhängerin, soll bei den Kämpfen um die letzte IS-Bastion in Baghouz ums Leben gekommen sein. Unter Hinweis auf „unmittelbar lebensbedrohende“ Umstände in dem Camp wolle der Anwalt eine konsularische Betreuung durch das Auswärtige Amt und die Rückholung nach Deutschland erzwingen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Dazu gibt es einen Kommentar von Wolfgang Eggert:

Weil Trump Druck macht, daß Berlin „deutsche“ ISIS-Kämpfer nebst Anhang zurücknimmt, die Bundesregierung aber nicht wirklich davon begeistert ist, nimmt sich nun auch ein Teil der Transatlantischen Presse „dieser menschlichen Tragödie“ an. Wie üblich werden Frauen vorgeschoben – und traurige Kinderaugen.

Justitia attachiert dabei: Heute berichtete die Süddeutsche Zeitung unter der Überschrift „Deutsche IS-Kinder sollen zurückkehren dürfen“ daß mit Hilfe des Verwaltungsgerichts in Berlin nun eine Klageserie in Gang käme, mit der die Rückkehr der Knirpse nach Deutschland gerichtlich erzwungen werden soll.

Schützenhilfe bei der Rückführung kommt auch von der Oppositionsbank im Bundestag:

FDP-Innenexperte Benjamin Strasser kritisierte, die Bundesregierung sei in dieser Frage „wenig ambitioniert“. Den deutschen Kindern müsse die Rückkehr ermöglicht werden.

„Jeder weitere Tag, an dem gerade die Kinder in diesen Lagern sind, ist ein verlorener Tag“, sagt auch die Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic . Das gelte mit Blick auf die Gesundheit, „aber auch auf Traumata und Radikalisierungsprozesse“.

Wie letztere aussehen, kann man in grausamen Videos auf youtube bestaunen, in denen so genannte IS-Kinder-Killer Menschen umbringen. Sollten Strasser und Mihalic Kinder haben, so steht zu hoffen, daß ihr Nachwuchs bald die Schule mit den ISIS-Sprösslingen teilen darf.

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5 Kommentare

  1. Und jetzt erkläre mir mal jemand wie die Kinder es geschafft haben sich einen Anwalt in Deutschland zu nehmen und ihn bezahlen um sich hier von ihm vertreten zu lassen. Hier stinkt doch was gewaltig!

  2. Ich nehme an, die Kinder werden in den Haushalten von den Politikern aufgenommen. Am besten wenn dort auch Kinder leben. Die können dann miteinander schön spielen.

  3. Der Irrsinn ist darin begründet, dass man jedem Hinz und Kunz für Nichts die deutsche Staatsbürgerschaft nachwirft. Warum bekommt jedes Asylantenkind, dass hier in Deutschland geboren wird automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft? Das ist doch krank. Niemand käme auf die irrwitzige Idee, dass ein Fohlen einer Araberstute, die in einem Stall mit Hannoveranern gefohlt hat, deshalb als Hannoveraner-Pferd geführt werden müsse.
    Es ist davon abgesehen sehr wohl möglich den meisten dieser kranken Verbrecher die deutsche Staatsbürgerschaft wieder abzuerkennen, da sie fast immer auch noch ihre Herkunftsstaatsangehörigkeit behalten haben. Dann gäbe es keine Verpflichtung sie vor ihrer verdienten Strafe in Sicherheit bringen zu müssen.

  4. Sollten Mihalic sowie Strasser Kinder haben, werden die Privatschulen besuchen. Geht ja nicht, dass diese mit Kindern von Anhängern der Primitivkulturen gemeinsam die Schulbank drücken.

  5. So langsam bewegen wir auf einen Punkt zu, an dem ein normal denkender Mensch in einer geschlossenen Anstalt mehr persönliche Freiheiten und Sicherheit genießen kann, als außerhalb der Mauer!
    War jetzt ein Scherz, oder?

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