Passt perfekt zusammen: Judenhasser Martin Luther und die NPD

Foto: Von dugdax/Shutterstock

Köln – „In mehreren Bundesländern wirbt die NPD derzeit auf ihren Wahlplakaten mit einem Bild von Martin Luther. Vertreter aus Kirche und Kultur sind empört. Die Stiftung Luthergedenkstätten prüft eine Klage gegen die NPD,“ berichtet sichtlich entrüstet die katholische Medienplattform Domradio und gibt eine Meldung des evangelischen Pressedienstes epd wieder. Der Stein des Anstoßes hängt bundesweit verteilt in Bayern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen, wo ein Plakat in Bochum aufgetaucht ist.

Die Aufregung ist groß. Dabei passt der Judenhasser Martin Luther, den schon die Nazis verehrten, gut zur NPD und zu ihren antisemitischen Plattitüden. Und noch besser zur antisemitischen Ausstellung „Nakba“, die von evangelischen Pfarrern wie Reinhard Hauff von einer Gemeinde zur nächsten herumgereicht wird und in der jüdischen Welt für blankes Entsetzen sorgt. An Luthers Geburtstag „10. November“ brannten die Synagogen. Die Frage, ob die Neonazis Luther „missbrauchen“ hat sich damit wohl erübrigt.

Besonders der Slogan „Ich würde NPD wählen“ angereichert mit einem verstümmelten, abgewandelten Lutherzitat „ich könnte nicht anders“ erhitzt die Gemüter der Kirche mit der ausgeprägten Doppelmoral und schizoider Geschichtsvergessenheit. Umso mehr da dieses Plakat mit dem bekannten Lutherporträt von Lukas Cranach aus dem Jahre 1528 bevorzugt in der Nähe von Kirchen, Pfarrhäusern und kirchennahen Einrichtungen aufgehängt wurde.

Klagen will die Stiftung wegen einer Verletzung des Urheberrechtes. Die Fotografin, die das Cranachbild im Lutherhaus aufgenommen hat, hat laut epd „alle Nutzungsrechte an die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt übergeben“. Falls eine andere Fotografie verwendet wurde, wäre auch dies nicht erlaubt, weil die Besucherordnung nur Fotos für den privaten Gebrauch zulässt, heißt es weiter in der Meldung.  Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten, Stefan Rhein: Es sei „geradezu abstoßend, dass die NPD Martin Luther für ihre Parteizwecke instrumentalisiert“.

Dies alles klingt nach einem Mann, der im Glashaus sitzt und mit großen Steinen nach kleinen politischen Wirrköpfen schmeißt, denn „abstoßend“ ist vor allem Martin Luthers Judenhass, auf den die evangelische Kirche im übertragenen Sinne ein „Urheberrecht“ besitzt, insbesondere für das  schlimme antisemitische Manifest „Von den Juden und ihren Lügen“.

„1543 forderte er die evangelischen Fürsten zur Versklavung oder Vertreibung der Juden auf und erneuerte dazu die judenfeindlichen Stereotype, die er 20 Jahre zuvor verworfen hatte. Damit überlieferte er diese in die Neuzeit.“ heißt es auf einer entsprechenden Wikipedia-Seite. Die Schrift wirkt wie ein Vorgriff auf Hitlers „Mein Kampf“, in dem zwar auch Judenhass propagiert wird, aber keine praktischen Anleitungen, wie dieser umgesetzt werden könnte. Hier war Luther detailreicher und sparte nicht mit Vorschlägen. Wie dieser:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Zum andern, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben eben dasselbige darin, was sie in ihren Schulen treiben …“ (Martin Luther: Handbuch der Judenfrage, S. 233-238 via manglaubtesnicht)“

An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen!

Knapp vierhundert Jahre später textete der evangelisch-lutherische Landesbischof Martin Sasse aus Eisenach zur „Reichskristallnacht“: „Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volk wird … die Macht der Juden auf wirtschaftlichem Gebiet im neuen Deutschland endgültig gebrochen und damit der gottgesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt.“ (Quelle: manglaubtesnicht) Scheinbar brauchen einige evangelische Großkophtas dringend Nachhilfe in der Geschichte des dritten Reiches.

Somit ist klar: Luthers Antisemitismus war kein Ausrutscher, sondern diente immer wieder zu antisemitischen Ausfällen nachfolgender Generationen. Dieser kirchliche Antisemitismus zog sich lückenlos bis in die Gegenwart. Erst in den 60ziger Jahren sah sich die evangelische Kirche laut Wikipedia genötigt, sich vollständig von dem Machwerk Luthers zu distanzieren.  Fazit: „Antisemiten benutzten sie ab 1879 zur Ausgrenzung von Juden. Nationalsozialisten und Deutsche Christen (DC) legitimierten damit die staatliche Judenverfolgung, besonders die Novemberpogrome 1938. Große Teile der damaligen Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) stimmten dieser Verfolgung zu oder schwiegen dazu.“

Noch peinlicher ist der entrüstete Aufschrei über die NPD-Plakate von dem westfälischen Landeskirchenrat Jan-Dirk Döhling in Bielefeld. Der Theologe behauptet allen Ernstes „die von Luther angestoßene Reformation sei eine «sprachen- und völkerübergreifende Bewegung» gewesen, die bis heute Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen verbinde.“

Wer das liest, muss erst mal tief durchatmen, um über so viel Dreistigkeit vor Wut nicht zu platzen. Denn genau das Gegenteil ist überliefert und in vielen Schriften und Aussprüchen nachweisbar. Sein ausgeprägter Rassismus fing bereits vor der Haustür in Wittenberg an, wo er die noch verstreut lebenden slavischen Ureinwohner Mitteldeutschlands, die Sorben und Wenden, als die „schlechteste Nation der Welt“ bezeichnete. (saechische.de) Sein Hass auf andere Völker findet seine Fortsetzung in Rom, dass er als „Kloake und Ort des Antichristen“ bezeichnete. Das hat auch der MDR richtig erkannt, der Luther in einem Beitrag als „Deutschen Nationalheld“ kennzeichnet. Zitat: „Rom war die Kloake, Ort des Antichristen. Das war das böse Andere. Vor diesem Hintergrund ist er dann national instrumentalisiert worden. Das geht bis in den Ersten Weltkrieg hinein. Eine der bekanntesten Feldpostkarten war Luther neben Bismarck, zwischen ihnen steht eine deutsche Eiche und darunter als Titel: ‚Wir fürchten niemanden außer Gott‘.“

Angesichts dieser fast schon erdrückenden Nähe zum Nationalismus bis hin zum Nationalsozialismus ist der abschließende Satz des Artikels „Die Landeskirche verurteile diesen Missbrauch Luthers auf das Schärfste“ an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Die NPD setzt nur das fort, was die evangelische Kirche über Jahrhunderte praktiziert hat und via antisemitischer „Nakba-Ausstellung“ bis heute immer noch in Teilbereichen praktiziert. Hier passt zusammen, was zusammengehört. Zumal sich die EKD eine neue autoritäre Weltanschauung auserwählt hat, vor der sie zu Kreuze kriechen kann. Den fundamentalistischen politischen Islam, der sich im Umgang mit Andersdenkenden und Minderheiten kaum vom Faschismus unterscheidet. (KL)

 

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59 Kommentare

  1. Ich muss jetzt mal eine Lanze für den alten Martin Luther brechen. Er brachte mit der “ los von Rom“ Bewegung etwas zustande, was wir mit der “ los von Brüssel “ Bewegung noch vor uns haben.
    Man darf auch nie das Zeitalter aus den Augen lassen, er hätte genauso wie Jan Hus auf dem Scheiterhaufen 1415 enden können. Von daher ein sehr mutiger Mann , der durch die Unterbindung des Ablasshandel den Glauben und damit den Himmel auch wieder für Arme erreichbar gemacht hat.

    Martin Luther ist seit 1548 tot. Er kann sich also nicht mehr wehren, für wen er eingespannt wird. Was ich ihm übel nehme, ist seine Hetzschrift gegen aufständische Bauern.

    Was die Juden anging, so war er ein Kind seiner Zeit und wusste um die vielen Zinswucher-Geschäfte und die sich abzeichnende politische Einflussnahme.

  2. Seltsam, dass sich im Lutherjahr 2017, als auch die neue Lutherbibel beworben und natürlich verkauft werden sollte, anscheinend niemand über das Lutherplakat der NPD aufgeregt hat.

    Da gab es den Judenhasser in allen Variationen von der Süssigkeit über Socken bis zum Buch an jeder Ecke zu kaufen!

  3. Was für ein sinnfreier Artikel , dessen Autor wenig Geschichtskenntnisse besitzt gerade was die Tätigkeit der Juden in der Diaspora betrifft.
    Woran mag es nur liegen , dass die Juden so „beliebt“ in anderen Ländern waren ?
    Kennt der Autor den Talmud und kann u.U. vergleiche mit dem Koran ziehen (Goyim/Kuffar)?
    Kennt der Autor die Rolle und den jüdischen Einfluss in der Politik der westlichen Welt seit dem Mittelalter ?
    Die Rolle der Juden gerade im Bolschewismus / Sozialismus ?
    Es gibt genügend überhebliche Aussagen von jüdischen Persönlichkeiten , wie sie sich als das „auserwählte“ Volk über andere stellen.
    War nicht gerade die Selbstbezeichnung dessen als „Auserwählte“ betrachtet zu werden , aller Anfang von Rassismus ?

    Dieses Zitat beschreibt inhaltlich den finsteren Plan dieser dunklen Elite sehr gut :

    „Europa wird nicht mehr aus diesen monolithischen Gesellschaften
    bestehen, wie es im letzten Jahrhundert war. Und die Juden werden das
    Zentrum dieser Entwicklung sein. Das wird eine riesige Umwandlung sein,
    die Europa bewältigen muss. Sie gehen jetzt in den ‚Multikulturellen
    Modus‘. Und wir Juden werden verachtet, wegen unserer führenden Rolle.
    Aber ohne diese führende Rolle und ohne diese Umwandlung, wird Europa
    nicht überleben.“

    Barbara Lerner Spectre

    Was sind nun die Hintergedanken von einem Volk ,welches darauf bedacht ist , sich nicht zu vermischen aber geopolitische Anstrengungen unternimmt andere Völker und Nationen zu einem Einheitsbrei zu verwandeln ???

  4. Echt jetzt? Ich komm aus dem Kopfschütteln überhaupt nicht mehr raus. Jeden Tag nimmt die Hysterie ein Stück mehr zu. Man kann aber auch aus allem einen Skandal machen, wenn man will. Man muß aber nicht.

  5. Luther war in erster Linie auch nur ein Mensch,und somit fehlbar,tragisch war auch sein Verrat an der putschenden Bauernschaft ,denn die hatten alle Gründe dazu.Thomas Müntzer ist mir lieber.

  6. Also mich würde jetzt echt mal interesieren,
    wieso die sich jetzt über die Luther- Pappe aufregen.
    Die hatten wir schon 2017 im Einsatz, und seitdem auch bei allen LTW.
    Ich habe hier die letzten Wochen auch wieder viele davon aufgehangen.
    Fällt denen echt früh ein. Hi

  7. Was soll uns der Artikel sagen?
    Daß eine (heutige) Organisationen die sich auf Personen bezieht, die in der (fernen) Vergangenheit dem damaligen Zeitgeist entsprechend antisemitische Äußerungen getätigt haben, selber Antisemiten und Nazis sind?
    Nun, bedenkt man die Judenfeindschaft im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen -insbesondere zur Zeit der Kreuzzüge und Pestepedemie- dann wir man sich wohl schwerlich positiv auf die Deutsche Geschichte beziehen können und denen das Feld überlassen müssen, die da rufen „Nie wieder Deutschland“. Auch die AfD und andere Deutsche patriotische Parteien müßten sich des Antisemtismus und Nazitums zeihen lassen.
    In dieser Logik zurecht.

    Anders verhält es sich da mit den kriminellen bolschewistischen Linken. Die bekennen sich ausdrücklich zum Judenhasser Karl Marx und haben sogar eine von China geschenkte Büste des Menschheitsverbrechers in Trier aufstellen lassen.
    Auf ntv heißt es über diese Person der Woche:
    „Aus den Briefen und Artikeln geht auch hervor, dass Marx ein ausgeprägter Antisemit und Rassist war. An seinen politischen Freund Arnold Ruge schrieb er, wie „widerlich“ ihm „der israelitische Glaube“ sei. Sein Text „Zur Judenfrage“ (1843) legt den geistigen Grundstein für blanken antisemitischen Hass: „Welches ist der weltliche Grund des Judenthums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.“ Die Passagen von Marx über Juden lesen sich zuweilen wie Originaltexte von Nazis. Das Judentum sei „ein allgemeines gegenwärtiges antisociales Element. In der jüdischen Religion liege „die Verachtung der Theorie, der Kunst, der Geschichte, des Menschen als Selbstzweck“. Selbst „das Weib wird verschachert“.

    Tja, die Linken sind demnach alle Nazis…….und Marx der Wegbereiter Hitlers…

    https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Marx-war-Antisemit-und-Rassist-article20413046.html

  8. „Luther ist seit über 474 Jahren tot und man sollte es sein lassen“

    Da stimme ich Ihnen zu. Der Beitrag von KL haut leider in die falsche Kerbe. Aber logisch ist Ihr Kommentar trotzdem nicht. Denn für die „katholische Kirche“ wollen Sie anscheinend dann doch ein noch älteres Schuldkultfass aufmachen dürfen, von wegen „Knechtschaft der katholischen Kirche“ (was vollkommen ahistorisch ist, da die späteren Protestanten bis zur Kirchenspaltung mit von der Partie waren), aber den Luther soll man tot sein lassen.

    Zweitens ist beim GESCHÄFT mit den „Flüchtlingen“, dem „Klima“ usw. die heutige evangelische Kirche genauso intensiv beteiligt wie die heutige katholische.

    Im Grunde ist das eine Fortsetzung des ABLASSHANDELS. Es kann also zum Beispiel keine Rede davon sein, der Ablasshandel wäre durch die Reformation überwunden worden. Er nennt sich jetzt bloß anders.

    Die beiden Kirchenapparate sind DRITTENS an der Spitze sowieso VEREINT. Solche konfessionellen Spaltereien sind völlig für die Katz und kontraproduktiv.

    DIE sind vereint – sogar noch mit ISL und KOM – und WIR spalten uns.

    Dümmer können wir uns nicht verhalten. Dann braucht hier aber auch niemand mehr zu jammern über die „Schlafschafe“. Spalterei ist nicht besser als Ignoranz.

    • Ja, ich bin einem Gedanken bis zum Ende gefolgt. Es sollte eigentlich nicht so klingen, als würde ich Sie interpretieren wollen. So war’s jedenfalls nicht gemeint.

  9. Das sollte man Luther nicht so übel nehmen!
    Grund: der Judenhass war damals ganz normal.
    Die kath. wie die ev. Kirche warfen den Juden vor, sie hätten Jesus hinrichten lassen.
    1. stimmt das nicht
    2. sollten die Christen dankbar für die Hinrichtung sein. Ohne die gäbe es keine Auferstehung, kein Christentum.
    Deswegen ist z.B. Judas bei der chr. Gemeinde in Äthiopien nicht als Verräter und Bösewicht verschrien, sonder als göttlicher Hilfsgeselle. Ohne ihn s.o.
    Selbst heute wird das den Juden noch in die Schuhe geschoben. Die Frau meines Freundes, eine Kroatin, hat noch gelern: die Juden würden seitdem verfolgt, weil sie Gottes Sohn töteten. Und das wäre die Strafe Gottes für sie.

    • „Die kath. wie die ev. Kirche warfen den Juden vor…“

      So pauschal ist das wohl falsch. Manche Kirchenvertreter gewiss. „Die Juden“ steht allerdings so pauschalisierend in der Bibel. Das geht aber – wenn es keine Fälschung ist – auf Johannes zurück, der selber Jude war, was doch verwirrend ist:

      „Da hoben die Juden abermals Steine auf, daß sie ihn steinigten.“ – Joh 10:31

      – – –

      „[Im Johannesevangelium] werden massive Konfliktsituationen zwischen Jesus und „den Juden“ geschildert, die den Eindruck erwecken können, hier handele es sich um eine grundsätzliche Feindschaft. […] Die kritische Darstellung „der Juden“ im Johannesevangelium ist in der Geschichte des Christentums oft als Anlass für judenfeindliche Haltungen und Aktionen genommen worden. Dabei wurden einseitig die negativen Darstellungen gegenüber den positiven in den Vordergrund gerückt und zu Pauschalverurteilungen des jüdischen Volkes missbraucht.“

      — aus: Evangelium nach Johannes (wiki, 1. Mai 2019 – 20:50 Uhr)

      Eigentlich müsste da nicht „die Juden“ stehen, sondern z. B. „die Pharisäer“, da „die Juden“ hier gar keinen Sinn macht. Ich bin der Meinung, dass das geändert werden MUSS, weil Jesus selbst es niemals gebilligt hätte. Insofern ist es nicht authentisch.

      Selbst wenn Johannes es so geschrieben hat. Authentisch ist, was Jesus billigen würde. Jesus würde keine Hetze gegen das jüdische Volk billigen. Die Bibel ist hier fehlerhaft.

      – – –

      Causa meint: „sollten die Christen dankbar für die Hinrichtung sein. Ohne die gäbe es keine Auferstehung, kein Christentum“

      Nein, wir Christen sind NICHT DANKBAR für die Folter und Hinrichtung von Jesus Christus. Er ist auch nicht auferstanden, weil er gefoltert und hingerichtet wurde, sondern weil es Jesus Christus war. Aus keinem anderen Grund.

      Er wäre auch auferstanden, wenn er eines natürlichen Todes gestorben wäre. Was Causa hier vorträgt gibt’s aber wirklich als (sadomasochistische) Theologie. Allerdings ist das unchristlich, vorchristlich, außerchristlich etc.

      – – –

      „die Juden würden seitdem verfolgt, weil sie Gottes Sohn töteten“

      Das wurde wohl als Vorwand benutzt, aber das ist sachlich falsch. Denn Jesus IST NICHT „Gottes Sohn“, andernfalls würde das einzige Gebet, das er gelehrt hat nicht lauten „Vater UNSER“. In dem einzigen Gebet, das Jesus gelehrt hat, kommt das Wort „Gott“ NICHT vor. Das wurde ihm von den Hohepriestern bloß unterstellt oder untergeschoben, er würde sich als „Gottes Sohn“ ausgeben, um ihn wegen „Gotteslästerung“ anklagen zu können.

    • „Die Juden“ steht allerdings so pauschalisierend in der Bibel. Das geht aber – wenn es keine Fälschung ist – auf Johannes zurück, der selber Jude war, was doch verwirrend ist:“

      Johannes glaubte, im Gegensatz zu den Juden, dass Jesus der verheißene Messias war. Daher war er Christ.
      Auch die anderen Evangelisten bezeichneten die Juden als Juden, die eben nicht an Jesus, den Christus (Messias) glaubten.
      Was soll das denn mit „Judenhetze“ zu tun haben?

      „Denn Jesus IST NICHT „Gottes Sohn“,

      Als Mensch war er Gottes Sohn. So lehrt es das gesamte Christentum.

    • „Johannes glaubte, im Gegensatz zu den Juden, dass Jesus der verheißene Messias war. Daher war er Christ.“

      Nein, er war eher messianischer Jude. Auf diesen Unterschied habe ich den Simon schon hingewiesen. Man ist erst Christ, wenn man genau in der Weise zu denken versucht wie Jesus selbst.

      „Was soll das denn mit „Judenhetze“ zu tun haben?“

      Dieser Satz aus der Bibel

      „Da hoben DIE JUDEN abermals Steine auf, daß sie ihn steinigten.“ – Joh 10:31

      ist problematisch. Da müsste stehen: „die Pharisäer“. Wenn Sie das nicht sehen, ist Ihnen nicht mehr zu helfen. Das muss geändert werden. Was unterscheidet uns denn von den Muslimen, wenn wir ausnahmslos jedes Wort aus der Bibel für das „Wort Gottes“ halten?

      Selbstverständlich enthält die Bibel Fehler. Und selbstverständlich hat Johannes NICHT 1:1 dieselbe Auffassung wie Jesus.

      Wie könnte es auch anders sein?

      „…niemand kommt zum Vater DENN durch mich.“ – Joh 14,6

      Jesus hätte das doch nicht sagen müssen, wenn es anders wäre. Sie sind anscheinend so borniert, dass Sie nicht mal die einfachsten Gedanken nachvollziehen können, maßen sich aber ein Urteil darüber an, wer katholisch ist und wer nicht.

      Sind Sie überhaupt katholisch? Ihre Methode erinnert mich eher an die Zeugen Ebolas. Weisen Sie doch erstmal nach, dass Sie katholisch sind. Ich kaufe Ihnen das nicht mehr ab.

    • Alle Apostel wurden von Jesus persönlich berufen, waren getauft und gefirmt (Hl. Geist). Somit wurden sie Christen, auch wenn alles zu Lebzeiten Jesus noch recht unorganisiert war.

      Die Zeugen Jehovas halten Jesus für den Erzengel Michael, soviel mir bekannt ist, da liegen Welten dazwischen. Aber Ihr Nickname könnte damit vielleicht zusammenhängen? Wäre jetzt die gleiche dämliche Unterstellung.

      Ich werde hier sicher keine amtlichen Urkunden posten. Nicht mal die würden Sie glauben und wohl eher als Fälschung verleumden wie Jesus, Johannes und Paulus und in letzter Konsequenz Gott, dessen Denken und Meinen Sie ja genau zu kennen glauben. Halten Sie Sich für Gott?

      Was Sie allerdings sehr genau kennen und anwenden, sind die Taktiken des Verwirrens und Durcheinanderbringens, das subtile Säen von Zweifeln, sogar mittels bewusster Falschaussagen.
      Wenn Sie das als Ihre Meinung („Ich meine, ich denke, …usw.) kennzeichnen, kann ich das unkommentiert als Meinung stehen lassen. Bewusste Falschaussagen allerdings nicht!

    • „Er ist auch nicht auferstanden, weil er gefoltert und hingerichtet wurde, “

      Jesus musste die Schrift erfüllen, daher war sein Tod am Kreuz für ihn nach eigener Aussage unumgänglich.

      „Authentisch ist, was Jesus billigen würde.“

      Schön, dass Sie uns immer genau sagen können, was Jesus gemeint hat!

    • „Jesus musste die Schrift erfüllen, daher war sein Tod am Kreuz für ihn nach eigener Aussage unumgänglich“

      Was hat das mit der Auferstehung zu tun? Wäre er nicht auferstanden, wenn er eines natürlichen Todes gestorben wäre? Beantworten Sie bitte genau diese Frage.

      „nach eigener Aussage “

      Bibelstelle bitte.

      „Jesus musste die Schrift erfüllen“

      Die Frage ist, was er GENAU damit meint. Deshalb Bibelstelle bitte.

      „Schön, dass Sie uns immer sagen“

      Ich erlaube mir, selbstständig darüber nachzudenken. Weil ich an der Wahrheit interessiert bin. Woran sind Sie interessiert, Frau Braun? Daran, anderen das Denken zu verbieten?

    • Kein Problem, ich hab das auch lernen müssen, dass man die eigene Meinung über etwas als solche kennzeichnen sollte 😉

      Die gewünschten Bibelstellen:
      Mt 26,51 – 56
      Mk 14,46 – 50
      Lk 4,18 -24
      Joh 13,10 -19, 19,23 – 24, 19,33 – 36
      Apg 1,15 – 1,26

    • Sie brauchen mir keine Lesehausaufgaben zu geben, Frau Braun. Wir haben schon gesehen, wie Sie Bibelzitate aus dem Zusammenhang reißen.

      Entweder Sie diskutieren FAIR oder Sie mischen sich hier nicht mehr ein. Sie haben das Christentum nicht begriffen und sind bei einem uralten Jahwe-Kult stehen geblieben und halten das für christlich oder gar katholisch. Außerdem verketzern Sie jeden, der nicht Ihrer Auffassung ist. Sie hatten sogar schon Thomas von Aquin verketzert, ohne es zu begreifen. Sind Sie überhaupt katholisch? Mir kommen da zunehmend Zweifel.

      Ich hatte Sie doch schon mal gebeten, meine Kreise nicht weiter zu stören. Ich muss nachdenken. Sie sind für mich eine unbelehrbare Sektiererin.

      Das hier ist WAHRHEITSBEWEGUNG. Alle Fragen sind zulässig. Was einer glaubt oder nicht glaubt, tut nichts zur Sache. Und wertet ihn oder sie vor allem auch nicht auf. Das sollten Sie immer bedenken.

    • Sehen Sie, WIE Sie „argumentieren“? Sie sind hier falsch.

      Ich gebe Ihnen aber eine Hausaufgabe zur Güte, weil ich so ein lieber und netter Kerl bin: Lesen Sie von der ersten bis zur letzten Seite:

      Leo Scheffczyk: KATHOLISCHE Glaubenswelt. Wahrheit und Gestalt – von 1977 (2. Aufl. 1978)

      Professor für Dogmatik an der Universität München von 1965 bis 1985.

      Und dann kommen Sie wieder. Mal schauen, wie groß dann noch der Unterschied in unserer Auffassung ist. Ihre Rechthaberei und Psychospielchen werden Sie nicht weiterbringen.

    • Immer dasselbe: Wenn Sie keine Argumente haben, werden Sie ausfällig!
      Bei mir können Sie keine Zweifel säen, denn das scheint Ihre Mission hier zu sein, Antichrist.
      Hausaufgabe abgebrochen: Bücher der V2- Sekte lese ich nicht (mehr).

    • Ihre verwirrten Anschuldigungen…geschenkt!

      Welches Allein- Recht haben Sie hier auf irgendwelche „Kreise“?

      „Und wertet ihn oder sie vor allem auch nicht auf. “ Ich jedenfalls brauche keinen Doppel-Account, mit dem sich manch einer selbst aufwertet. Weit verbreitetes Übel, aber Mancher braucht das halt für sein „Ego“, den neuen Gott.

    • Hoho. Vielleicht gehen Sie noch bös unter mitsamt Ihrem angeblich katholischen „Katechismus“, mit satanistischem Geschmäckle. Da wär ich mir mal nicht so sicher. Und nein, ich habe auch keinen „Doppelaccount“, es handelt sich aber um ein Familienmitglied, wenn Sie denjenigen meinen. „Geschenkt!“ ist apropos eine seltsame Ausdrucksweise für eine Frau. Nehmen Sie sich ein bisschen in Acht, dass Sie Ihr „MAUL“ nicht zu weit aufreißen, „Frau“ Braun. Text ist wie ein Fingerabdruck. Wo Sie politisch stehen, ist auch schon klar geworden. Ganz schön abseitig. Unter uns gesagt. In diesem Sinne also…

    • Hallo Don. Lies bitte in aller Ruhe Joh. 20:31, denn das ist schicksaalentscheidend für jeden, und zwar für die Ewigkeit. Es gibt auch Dutzende andere Stellen, die Gottheit oder Gottessohnschaft Christi belegen, aber auch diese eine dürfte reichen.

    • 31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, weil ihr glaubt, das Leben habt in seinem Namen. – Joh 20

      Das belegt, dass Johannes Jesus als „Gottes Sohn“ auffasst. Das ist die Auffassung oder Ausdrucksweise von Johannes. Das ist aber nicht, was Jesus sagt.

      Es muss doch ein Unterschied bestehen, Simon. Auch in der Auffassung. Und diesen Unterschied sehen wir hier. Das ist das Bekenntnis von Johannes. Aber:

      „…niemand kommt zum Vater DENN durch mich.“ – Joh 14,6

      Wir haben bislang nicht unterschieden zwischen Jesus einerseits und den Aposteln bzw. Evangelisten andererseits. Das ist doch seltsam.

      Da muss doch ein Unterschied bestehen, Simon.

    • 35 Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten; und als er ihn fand, sprach er: Glaubst du an den Sohn des Menschen? 36 Er antwortete und sprach: Und wer ist es, Herr, dass ich an ihn glaube? 37 Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es. – Joh 9

      Eben, Jesus nennt sich selbst „Menschensohn“. Das ist original Jesus. Er nennt sich nicht „Sohn Gottes“. So nennt ihn aber Johannes.

      36 sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn? 37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht! – Joh 9

      Das ist eben wieder Johannes. Kurz vorher sagt Jesus aber:

      30 Ich und der Vater sind eins. – Joh 10

      Wenn sie EINS sind, kann Jesus nicht „Gottes Sohn“ sein. Wir könnten natürlich sagen: Jesus IST Gott.

      Aber warum sollten wir das tun, wenn Jesus selbst nicht in dieser Weise spricht?

      Ist denn ein Gott MEHR als Jesus Christus, Simon? Diese Auffassung scheint Johannes zu vertreten. Jesus selbst aber nicht.

      – – –

      Deshalb nennt er sich selbst „Menschensohn“. Das ist genau der Punkt. Jesus hat die Korrektur noch selber gemacht. Und das ist glücklicherweise erhalten.

      Jesus korrigiert mit diesem Ausdruck den Ausdruck „Sohn Gottes“. Und zwar genau diesen. Nochmal: Es MUSS doch ein Unterschied bestehen. Auch in der Auffassung. Und DAS ist er.

      – – –

      Wem folgen wir nun als Christen? Jesus oder Johannes?

      Ich denke, DAS ist die Gretchenfrage des Christentums.

    • Lesen wir also GENAUER, Frau Braun.

      66 Und als es Tag wurde, versammelte sich die Ältestenschaft des Volkes, Hohepriester 17 sowie Schriftgelehrte, und führten ihn hin in ihren Hohen Rat 67 und sagten: Wenn du der Christus bist, so sage es uns! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sagte, so würdet ihr nicht glauben; 68 wenn ich aber fragen würde, so würdet ihr mir nicht antworten. 69 Von nun an aber wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes. 70 Sie sprachen aber alle: Du bist also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es; ich bin es. 71 Sie aber sprachen: Was brauchen wir noch Zeugnis? Denn wir selbst haben es aus seinem Mund gehört. – Lk 22

      Zunächst: Das ist eine Verhörsituation. Und wieder wird Jesus eine Falle gestellt, um ihn ANKLAGEN zu können. Also genau das, was Sie die ganze Zeit betreiben. Sie verhören andere. Wie die Hohepriester. Waren die Hohepriester Christen? Nein, die Hohepriester waren keine Christen. Das ist aber DIE ROLLE, in der Sie sich so wohl zu fühlen scheinen. Die Rolle des Anklägers. (Sie wissen schon, wer in der christlichen Symbolik die Rolle des Anklägers innehat?)

      – – –

      Und jetzt ganz genau, Frau Braun:

      70 Sie sprachen aber alle: Du bist also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es; ich bin es.

      Also: Jesus sagt NICHTS über „Sohn Gottes“, sondern es sind DIE ANDEREN die es sagen. Die Hohepriester.

      Hätte er ihnen ZUSTIMMEN wollen, hätte er doch einfach sagen können: „Ja, ich bin der Sohn Gottes.“ Das sagt er aber nicht. Sehen Sie das?

      – – –

      Sondern er sagt (= „Er ABER sprach zu ihnen…“):

      „Ihr sagt es; ich bin es.“

      Und diesen Satz verstehen Sie nicht. Was fällt denn auf? Das sind zwei Hauptsätze, die unverbunden (!) nebeneinander stehen.

      Das ist keine Zustimmung, sondern eine Gegenüberstellung. Sehen Sie das Semikolon? Der erste Hauptsatz ist die Verleumdung (= er hätte sich als „Sohn Gottes“ ausgegeben) und der zweite Hauptsatz ist die Wahrheit (= dass er der Christus ist). SAGEN versus SEIN.

      Das „ES“ hat in beiden Sätzen eine unterschiedliche Bedeutung. Sie können nicht lesen, Frau Braun. (Oder tun so, als ob Sie es nicht könnten?) Was meinen Sie denn, woher der Scharlatan Freud sein böses „Es“ hat? („Das Ich und das Es“, 1923) Genau von hier. Das ist das erste Es. Die Illuminati haben eben einen Wissensvorsprung. Die kennen unser Christentum besser als wir selbst. Noch jedenfalls.

      Man könnte es also auch so schreiben:

      „Ihr sagt DIES; ich bin aber DAS.“

      – – –

      Schwierig zu verstehen ist, aber es sollte zumindest auffallen, warum sich Jesus nicht selbst verteidigt, wie auch gegenüber Pilatus nicht.

      Es wäre doch leicht gewesen zu sagen: „Ich habe NIEMALS behauptet, der Sohn Gottes zu sein. Und wenn irgendein Penner sowas behauptet hat, was habe ICH damit zu schaffen?“

      Und das hätte auch der Wahrheit entsprochen. Die ganze Sache wäre vom Tisch gewesen. Jesus weicht also der Verurteilung nicht aus, obwohl das Ganze ein leicht aufzuklärender verleumderischer Betrug ist, und behält DIE WAHRHEIT für sich bzw. verschlüsselt sie.

      BOOM!

      Warum und wieso ist noch mal eine andere Frage…

    • „…wir Christen“? Aber es ist doch gerade das, was den Kern des christlichen Glaubens und Bekenntnisses ausmacht. Als der Herr dem Petrus auf die Aussage hin, er (Jesus) sei der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, das Bauen seiner Versammlung (oder Gesamtheit aller neutestamentlichen Gläubigen) ankündigt, macht er dieses Bekenntnis zu ihrem Fundament (Petra). Man kann sein, was man will: ein Jude, ein Gnostiker, ein Mohammedaner oder ein „Zeuge Jehovas“, aber außerhalb dieses Glaubens und dieses Bekenntnisses gibt es keinen Christen. Christus sollte als Sohn des Menschen der Sohn oder das Geschlecht Davids werden, ist aber als Gott sein Herr (Kyrios – eine nur für Gott geltende Ansprache) und seine Wurzel (Matt. 22, 41-45, Off. 22,16).

    • Lieber Simon, ich habe das Gefühl, dass Sie ein aufrichtiger Wahrheitssucher sind und in der besten Absicht handeln, die „Sache“ nicht verraten zu wollen. Ich vermute, dass Sie davon ausgehen, dass wenn Sie sich trennen von dem alten Gottesbegriff Sie alles verlieren, was Ihnen das Wichtigste im Leben ist.

      Es ist zwar anders. Das Zentrum liegt woanders. Ich könnte versuchen, Ihnen das zu „beweisen“. Ich habe aber das Gefühl, dass Sie es sowieso selbst herausfinden werden. Auf Ihrem ganz eigenen Weg. Ich werde Sie jetzt nicht „überzeugen“ können und ich möchte auch nicht „recht haben“. Das bedeutet mir alles nichts.

      Ich vermute aber, dass wir uns gedanklich wieder treffen werden. Ihre Perspektive oder Vision einer geeinten Christenheit, die Sie einmal angedeutet haben, empfinde ich als vollkommen richtig. Auch wenn alles getan wird, um es zu vereiteln, was ja hier eben die Herausforderung ist.

      Den Mut aufzubringen, sich den eigenen Gedanken zu stellen, wo immer sie einen auch hinführen, das ist aus meiner Sicht Teil dieser Herausforderung. Ich kann momentan nicht mehr tun, als Ihnen genau diesen Mut zu wünschen.

      „…und wer da sucht, der findet“ – Mt 7,8

      Vielleicht suchen Sie nur in dem Buch, Simon? Sagt denn Jesus etwas von einem Buch? Dann wird es vermutlich nicht genügen, nur in dem Buch zu suchen. Die Gefahr, dass man etwas falsch versteht, ist auch sehr groß. So eindeutig ist die Sprache nämlich nicht. Das ist aber ein weit verbreiteter Irrtum, dass sie es wäre (trotz Gen 11,1–9).

      – LG Don

  10. Luthers überragende Leistung war in der Tat die Übersetzung der Bibel ins Deutsche, die so eine riesige Verbreitung auch bei einfacheren Leuten fand. Währrend es bei den Katholen bis Anfang des 20. Jahrhunderts strengstens verboten war, eine Bibel zu besitzen. So konnte auch niemand überprüfen, ob das auch stimmt, was die Pfarrer erzählten.
    Von der Reformation ist indessen nicht viel übrig geblieben. Außer dass evangelische Kirchen schmuckloser sind, und die Pastoren ein Bäffchen haben und heiraten dürfen. Durch die Ökumene und den Synkretismus unterscheiden sich die Lehren und Weltanschauungen kaum noch, und bis die Evangelen wieder unter den Rock der „Mutter Kirche“ in Rom kriechen, ist nur noch eine Frage der Zeit.
    Dass der Antisemetismus derzeit wieder eine enorme Aufwertung erfährt, liegt vor allem daran, weil Gutmenschen der irrigen Auffassung sind, am Islam das wiedergutmachen zu wollen, was ihre Urgroßväter an den Juden verbockt haben. Da fast ausnahmslos wieder die Falschen angeschwärzt werden, ist das keine gesunde Entwicklung, und schon gar keine Aufarbeitung.

  11. Mir ist unverständlich, warum der Autor dieses Artikels hier seine Empörung in Pose setzt und Anstoß nimmt an der Äußerung dieses Landeskirchenrats, der meint, dass die von Luther angestoßene Reformation eine Sprachen- und völkerübergreifende Bewegung gewesen, die heute noch Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen miteinander verbinde. Historisch betrachtet ist daran überhaupt nichts auszusetzen. Die in Deutschland vom ehemaligen Augustinermönch Martin Luther begonnene Reformation hat auch in anderen nord-und westeuropäischen Ländern dazu geführt, dass es zum Bruch mit der römischen Papstkirche und zur Herausbildung von Nationalkirchen kam.
    Der Autor scheint nicht zu wissen, was der Auslöser von Luthers Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ war. Dem vorausgegangen waren die jahrelangen, fruchtlosen Bemühungen Luthers, die Juden zum Christentum zu bekehren. Luther, der ohnehin zu cholerischen Wutausbrüchen und derb-drastischer Wortwahl neigte und aus seinem Hang zur Gewalt, insofern sie nur staatlich legitimiert war, nie einen Hehl machte, ( siehe seine Haltung zu den Bauernaufständen von 1525) verfasste daraufhin diese Schrift. Luther war ein sehr widersprüchlicher Mensch: Einerseits liebte er Christus und das Evangelium, andererseits sah er – nicht zuletzt wegen der harten und wenig einfühlsamen Erziehung durch seine Eltern- physische Gewalt als selbstverständlich an – auch gegenüber Andersmeinenden und Andersgläubigen.
    Und schließlich kolportiert der Autor wieder einmal jene als widerlegt geltende These, dass es historisch gesehen eine geradlinige Verbindung von Luther zu Hitler gebe, wobei diese Entwicklung dann als der geradewegs in die Katastrophe von 33/45 führende deutsche Sonderweg gegeißelt wird. Dass es eine solche Kontinuität überhaupt nicht gibt, wird schon allein dadurch deutlich, dass der religiös motivierte Antijudaismus und der rassistisch motivierte Antisemitismus aus dem 19.Jahrhundert nicht nur inhaltlich, sondern auch qualitativ unterschiedlich sind. Der kirchliche Antijudaismus – so schlimm er auch war ( man denke etwa an die Vertreibung der Juden aus England im 13.Jahrhundert oder aus Spanien im 15.Jahrhundert), die Virulenz und exterminatorische Effizienz des rassisch motivierten Antisemitismus hatte er nie. Dem Autor scheint dieses historische Grundwissen leider abzugehen.

    • bei weitem nicht! Mohren (der Name für Afrikaner damals) waren als gerade noch über dem Affen eingestuft, Juden als Jesusmörder, usw.

  12. Eine Persönlichkeit wie Luther gibt es in keiner christlichen Kirche in den heutigen Zeiten. Und wenn es solche Person geben würde, dann hätte man sie schnell zum schweigen gebracht.

    Luther war ein Reformator. Soviel kann man aus dem historischen Kontext rausnehmen. Und unsere christlichen Kirchen sind zu bequem um sich ändern zu wollen. Ich denke man kann auch sicher sein, daß er NIE sein Kreuz abgenommen hätte.

    • „Luther war ein Reformator“

      Meinen Sie? Durch Luther hat sich im Wesentlichen NICHTS geändert. Bloß die Westkirche wurde noch mal in zwei Konfessionen gespalten, was auch den 30-Jährigen Krieg im Gefolge hatte. Meinen Sie sowas mit „Reform“: Die Spaltung insbesondere des deutschen Volkes (und dann ganz Westeuropas) in zwei Hälften, von denen jede glaubt, sie wäre klüger als die andere Hälfte? Teile und herrsche.

      Der Protestantismus klebt desweiteren noch mehr am Alten Testament als der Katholizismus, was also noch weniger „urchristlich“ ist, woraus außerdem zig pseudo-christliche Sekten hervorgegangen sind, die alle vom BALDIGEN Weltuntergang schwafeln, als ob das biblisch wäre. Deswegen muss der Weltuntergangstermin bekanntlich alle 10 Jahre nach vorne verschoben werden. Und dieses närrische „Spiel“ läuft seit dem 19. Jahrhundert.

      Von denen ist eher KEINER beim Widerstand. Dürfen die gar nicht. Gott soll alles „RICHTEN“. So sieht’s aus. Besser kann man sich nicht aus der VERANTWORTUNG stehlen. Das ist nie und nimmer christlich. Forget it.

      Ja klar, steht aber im Buch, hahahahaha….

    • Welche Reformen meinen Sie konkret, Herr Marinat?

      Genauer besehen war die Kirche intellektuell schon früher gespalten. Es gab das „Universalienproblem“ im Hochmittelalter. Konzeptualismus versus Nominalismus. Da wäre zu überlegen, ob das nicht ein Vorbote der Kirchenspaltung war.

      Dann schließt sich die „Reformation“ doch fast direkt an an das Ende der Reconquista (1492, Eroberung Granadas durch die KATHOLISCHEN Könige), an die Rückeroberung des maurischen Spaniens.

      Denken Sie, die Muslime hatten keine Strategen?

      Ich meine, die Kirchenspaltung war in jedem Fall auch etwas kriegerisch Gewolltes, um Westeuropa zu spalten. Wenn ich ein Volk (oder Kontinent) in zwei Hälften spalte und diese Hälften gegeneinander aufhetze, kann ich dieses Volk besiegen, ohne überhaupt Krieg gegen dieses Volk führen zu müssen. Ich muss nur warten.

      Die Reformation war laut wiki 1517 bis 1648. Und 500 Jahre später – heute – sind die Muslime wieder da. Aber in ganz Westeuropa. Nicht bloß in Spanien und Portugal.

      Als Flüchtlinge?

      Nein, als Eroberer. Aber der Gegner – wir – ist schon so degeneriert durch GENDER (was wiederum orientalisch ist), dass er in der Summe nicht sonderlich wehrhaft ist.

      Ich vermute auch, dass der Protestantismus dem Islam näher steht als der Katholizismus, allein weil dort das Alte Testament stärker betont wird. Inzwischen hat sich das aber wohl „ökumenisch“ angeglichen, weil die Kirchenapparate – zumal in Deutschland – an der Spitze vereint sind. Aber nicht unter christlicher Flagge.

      Die bilden eine tolerante (!) Allianz und trainieren fleißig das Messerstechen. Und wir zählen historische Erbsen und bewerfen uns untereinander damit. Genial.

      – – –

      Stell dir vor, es ist Krieg und JEDER geht hin…

    • Eine Verschwörungstheorie über Jahrhunderte gespannt. Sie unterstellen dem Islam viel zu viel Intelligenz.

      Klar kommt der Islam wieder als Eroberer. Sollte der aber siegen, dann wegen den Linken und wegen den Gutmenschen, die meinen mit Toleranz ist alles zu erledigen. Ich mache mir vor allem wegen dieser Toleranz sorgen. Die westliche Welt gibt immer wieder den Forderungen nach und Islamisten gehen weiter vor. Keiner sagt „bis hier und nicht weiter“

    • „eine Verschwörungstheorie“

      Das ist Geschichte. Sie sind anscheinend zu faul, wenigstens das Grundlegende zu erfassen:

      „Am 16. Juli 1212 vertrieb ein Bund christlicher Könige unter Führung Alfons VIII. von Kastilien in der Batalla de Las Navas de Tolosa die Muslime aus Zentralspanien. Dennoch gedieh das maurische Emirat von Granada unter den Nasriden weitere drei Jahrhunderte. … Am 2. Januar 1492 wurde Boabdil, der Führer der letzten muslimischen Hochburg, von den Truppen des vereinigten christlichen Spaniens besiegt. Die verbliebenen Muslime und alle spanischen Juden (Sephardim) mussten nach Erlass des Alhambra-Edikts Spanien verlassen oder zum Christentum konvertieren. Nachkommen der konvertierten Muslime wurden Moriscos genannt. “

      — aus: Mauren (wiki, 17. März 2019 – 23:39 Uhr)

      Denken Sie, die Muslime haben das einfach auf sich sitzen lassen? Sie behaupten Unwahrscheinliches.

      „Sie unterstellen dem Islam viel zu viel Intelligenz.“

      Ja, deshalb ist Westeuropa jetzt in muslimischer Hand, weil die Muslime so dumm sind. Sehr wahrscheinlich sind die Spitzen des Kirchenapparats schon zum Islam konvertiert. Weil die so dumm sind. Wie viele Muslime leben jetzt in Westeuropa? Und wie viele haben hohe Ämter inne, weil die so dumm sind?

      „wegen den Linken“

      Auch das sind im Hintergrund Orientalen, wie Karl Marx einer war. Deshalb besteht eine Allianz. Islam und Kommunismus ziehen jetzt an einem Strang. Auch hinter Gender stehen Orientalen. Und das geht rein bis ins Bundesverfassungsgericht. Weil die so dumm sind.

      Sie betreiben hier Irreführung. Die Bezichtigung mit „Verschwörungstheorie“ ist übrigens ebenfalls Mainstream.

      Was machen Sie hier, Herr Marinat?

    • Ich spreche von den letzten Jahren – keine Änderung in Bezug auf die Christenverfolgung. Verbreitung des christlichen Glaubens ist ein no-go etc.

    • Die Wahrheit ist, Vercingetorix, die offizielle Lehre – DAS DOGMA – war immer schon ähnlich. Das sieht man auch am „Apostolischen Glaubensbekenntnis“ (Katholisch UND Protestantisch). Deswegen sind ja auch immer wieder ORDEN entstanden, um die Schwächen der „Mutterkirche“ zu kompensieren, aus dieser Not heraus.

      Einige, die JETZT als Heilige angesehen werden, sind zu Lebzeiten knapp an der Verketzerung vorbeigeschlittert. Man könnte auch sagen: Viele Heilige waren FORMELL eigentlich Ketzer. In Wahrheit ketzerisch war – ist – genau umgekehrt eigentlich die „Mutterkirche“.

      „Ich glaube an Gott,
      den Vater, den Allmächtigen,
      den Schöpfer des Himmels und der Erde…“

      Wenn das mit der „Allmacht“ ANDERS verstanden wird, als WELTLICHE Macht nämlich, und die Formulierung verleitet dazu, besteht zum Jahwe- oder zum Allah-Kult kein wesentlicher Unterschied – und zwar von jeher.

      Auch der heutige Papst macht sich diese UNSCHÄRFE zunutze. Das ist aber nicht die christliche Lehre. Und der Papst müsste das auch wissen. Wenn sogar ich es weiß.

      Zwischen den Aposteln – das ist nämlich bloß DEREN Bekenntnis – und Jesus HIMSELF besteht eben doch noch ein Unterschied.

      Das sollte eigentlich nicht überraschen…

    • Definition Allmacht:

      – Macht über alle und alles
      – grenzenlose Machtfülle
      – uneingeschränkte Macht
      -Allgewalt

      Was bitte verstehen Sie da „richtiger“?

    • Woher haben Sie denn diese schräge Definition, Frau Braun? Für uns Christen ist NUR EINER maßgeblich. Suchen Sie sich bitte einen aus:

      33 Da ging Pilatus wieder hinein ins Prätorium und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der Juden König? 34 Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben dir’s ANDERE ÜBER MICH gesagt? 35 Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet. Was hast du getan? 36 Jesus antwortete: MEIN REICH ist NICHT VON DIESER WELT. – Joh 18

      = keine Macht – Herrschaft – im weltlichen Sinne

      – – –

      Das Apostolicum (auch Evangelische Kirche, genau gleich) DAGEGEN beginnt wie folgt:

      „Ich glaube an Gott, den Vater,
      den Allmächtigen…“

      Credo in Deum,
      Patrem omnipotentem

      Auf der Webseite der EKD wird behauptet, das Apostolische Glaubensbekenntnis sei „das Glaubensbekenntnis der westlichen Christenheit“.

      Das kann aber nicht stimmen. Im Vater unser steht nämlich nichts von einem „allmächtigen Vater“. Überlegen wir doch mal… Ein Vater, der allmächtig wäre, wäre doch kein VATER mehr, sondern ein Monstrum. Das ist schon AN SICH Unsinn.

      Die Anbetung eines Gottes, der im weltlichen Sinne allmächtig sein soll, ist eigentlich ein Götzendienst. Lechzen nach ALLMACHT im weltlichen Sinne ist sogar SATANISMUS.

      Und dadurch wird einiges erklärlich. Rückblickend – und im Hinblick auf die Gegenwart.

      – – –

      Woher kommt es?

      „Das Erste Konzil von Nicäa wurde von Konstantin I. im Jahre 325 nach Nicäa (heute İznik, Türkei) bei Byzantion (heute Istanbul) einberufen. Im Herbst 324 hatte Konstantin die ALLEINHERRSCHAFT erlangt; ein Grund für die Einberufung des Konzils könnte der Wunsch gewesen sein, die neu gewonnene Reichseinheit auch durch ein kirchliches Konzil für das gesamte Römische Reich mit Konstantins Namen und seiner HERRSCHAFT zu verbinden.“

      — aus: Erstes Konzil von Nicäa (wiki, 5. Mai 2019 – 02:47 Uhr)

      – – –

      In der Liturgie wird nach dem Vater unser bekanntlich auch gesprochen:

      „Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen….“

      „Der Embolismus (altgriechisch emballein„einwerfen, einschieben“, als Nomen „Einschaltung“) ist ein Nachsatz zum Vater unser, der in der Liturgie der katholischen Kirche verwendet wird. […] Das Gebet um Frieden und um Erlösung vom Bösen im Embolismus hat seinen Ursprung möglicherweise in der Zeit Papst Leos des Großen (440–461). In den Wirren der Völkerwanderung und bei der Plünderung Roms durch die Vandalen herrschten Unfriede und Krieg.“

      – aus: Embolismus ( 16. September 2018 – 07:41 Uhr)

      Das Apostolicum und der Embolismus entsprechen nicht der christlichen Lehre. Wo finden wir die? Bei Jesus himself. Sonst nirgends. Wegen:

      „ICH bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; NIEMAND kommt zum Vater außer durch mich.“ – Joh 14,6

      – – –

      Das Vater unser:

      Pater noster, qui es in caelis:
      sanctificetur nomen tuum.
      Adveniat regnum tuum.
      Fiat voluntas tua,
      sicut in caelo, et in terra.
      Panem nostrum supersubstantialem (cotidianum) da nobis hodie.
      Et dimitte nobis debita nostra,
      sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.
      Et ne nos inducas in tentationem,
      sed libera nos a malo.
      Amen.

      – – –

      – Deum
      – Patrem omnipotentem

      kommen im Vater unser NICHT vor. Das wurde hinzugedichtet. Aus macht-POLITISCHEN Gründen (siehe oben Konstantin I. ), was nichts mit Religion zu tun hat. Und deswegen also Trier.

      „Frühestens in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts wurde Trier Bischofssitz; erster Bischof war Eucharius. Von 271 bis 274 war die Stadt Residenz des gallo-römischen Gegenkaisers Tetricus I. Im Jahr 275 wurde Trier durch den Alamanneneinfall zerstört. Von 293 bis 392 war die nun Treveris genannte Stadt eine der Residenzen der römischen Kaiser im Westen (siehe auch Spätantike). Unter der HERRSCHAFT Konstantins des Großen (306–337) wurde die Stadt wieder aufgebaut…“

      – aus: Trier (wiki, 3. Mai 2019 – 08:42 Uhr)

      – – –

      Hören wir auch noch den großen Kant dazu:

      „Alles, was außer dem guten Lebenswandel der Mensch noch zu thun können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.“

      – aus: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, Immanuel Kant (1793/1794)

      Das klingt vielleicht etwas puritanisch (Kant ist ja auch Protestant), gemeint ist aber das folgende (und dann wird es ganz klar):

      Afterdienst
      = Afterdienst (cultus spurius) ist „die Überredung, jemand durch solche Handlungen zu dienen, die in der Tat diese seine Absicht rückgängig machen“, … „eine solche VERMEINTLICHE Verehrung Gottes …, wodurch dem wahren, von ihm selbst geforderten Dienste gerade ENTGEGENGEHANDELT wird“, 4. St. 2. T. (IV 197). Vgl. Religion.

      – aus: Rudolf Eisler, Kant-Lexikon (1930)

      Götzen-Dämmerung…

  13. Im selben Geiste dürfte dann auch niemand mehr die Bibel
    oder irgendein anderes historisches Buch in den Ring werfen!

    • Da haben Sie recht. Nicht ohne den historischen Kontext in Betracht zu ziehen.
      Das gleiche gilt für Luther und andere historische Persönlichkeiten. Sie sind „Kinder ihres Zeitalters“ und nicht unseres

    • Und den ganzen „christlichen“ Sektenbrüdern, Edel Traud. Die haben wir auch noch gegen uns. Im Grunde ALLE. Immerhin: Viel Feind, viel Ehr‘. Also gewinnen ist vielleicht nicht drin, aber EHRE. Passt doch… 😉

    • Deswegen werden sie gerne Uminterpretiert. Also GutmenschInnen bestimmen heute was die Schreiber damals meinten. Das ganze macht nicht einmal von Astrid Lindgren halt.

    • Mit seinen Hexenpredigten zum Beispiel aber nicht:

      „Die Zauberinnen sollen getötet werden, weil sie Diebe sind, Ehebrecher, Räuber, Mörder… Also ist gegen sie nicht mit Verachtung, sondern mit dem Schwert oder festem Glauben vorzugehen. Sie schaden mannigfaltig, also sollen sie getötet werden, nicht allein weil sie schaden, sondern auch weil sie Umgang mit dem Satan haben…“

      — aus: Hexenpredigt von Martin Luther, im Frühjahr 1526

      Aberglaube, Okkultismus etc. ist sehr Mainstream, Herr Marinat.

    • Keine schlechte Idee, Edel Traud. Buchzitate als BEWEIS ist sowieso Mumpitz. Höchstens als Anregung, mehr nicht. Eigene Lebenserfahrung, Beobachtung, Überlegung ist VIEL wichtiger. So kämen wir hier auch endlich mal vorwärts. Was haben wir hier schon kostbare Zeit verplempert mit selbsternannten Propheten und Buchfetischisten und endlosen historischen Exkursen, als ob dadurch die Gegenwart klarer würde. Das ist GENAU der Punkt.

  14. Warum regt sich die Kirche auf. Sie waren es doch selber die zum Geburtstag von Luther ihn selbst in die Ecke der Faschisten gestellt hat. Wenn sich nun eben diese angesprochen fühlen und den Ball gerne aufnehmen ist das doch eher ein Problem der Kirche und nicht von Luther oder der NPD.

  15. von der NPD halte ich überhaupt nichts…
    Aber dass diese mit Luther werben,kann ich verstehen..

    Wer kennt nicht die Fotos aus der Nazizeit,wo es die evangelischen Reichsbischöfe waren,die stramm zu Hitler standen und ihren Arm stets stramm nach oben schwenkten..(googeln))
    Daher halte ich von den Protestanten genauso wenig,wie von der NPD..
    Aber Protestanten und NPD haben schon eine Nähe..Dies kann niemand abstreiten..
    Und die Gutmenschen die nun klagen wollen,verdrängen ihre eigene Geschichte!

  16. Dir ist klar das Vercingetorix zwar die Gallier vereinte aber gegen Cäsar verloren hat? Das ist kein gutes Omen.

    • Das weiß man seit Asterix. Warum nicht Miraculix? Ein alter Ehrwürdiger fast Allwissender Mann, der zudem noch Kraft verleihen kann durch einen Zaubertrank. So jetzt habe ich auch noch ein wenig französische Kultur eingebracht.

    • Ja, aber nicht UNTEREINANDER, Vercingetorix, sonst können wir gleich einpacken. Atheist, Agnostiker, Heide, Protestant, Katholik, Buddhist etc. Das darf hier keine Rolle mehr spielen. Wir haben keine Zeit mehr. KL’s Beitrag ist provozierend. Hätte nicht sein müssen.

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