Ärzte-Verein startet Petition gegen Impfpflicht

Impfpflicht (Symbolbild: shutterstock.com/Von Africa Studio)
Impfpflicht (Symbolbild: shutterstock.com/Von Africa Studio)

Der Verein „Ärzte für eine individuelle Impfentscheidung“ mit Sitz in Heidelberg lehnt die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angestrebte Impfpflicht ab und hat eine Petition gestartet.

Zum Petitionstitel „Deutschland braucht keine Impfpflicht„, heißt es: „Die Unterzeichner fordern die Bundesregierung und die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, jede Gesetzesinitiative zur Einführung einer Impfpflicht gegen Masern zu unterlassen und das Recht auf freie und individuelle Impfentscheidung anzuerkennen“.

Zur Begründung geben die Petenten an, dass die Argumente, die vorgebracht und in den Massenmedien verbreitet werden, einer Überprüfung nicht standhalten:

  • Deutschland gehört zu den Ländern mit den höchsten Impfquoten in Europa. Mehr als 97 % der Kinder in den ersten Lebensjahren sind zumindest einmal gegen Masern geimpft, und die Zahlen steigen weiter. In den meisten europäischen Ländern mit Impfpflicht sind weniger Menschen geimpft.

  • In den ersten Monaten 2019 gab es in Deutschland zwar mehr Masernfälle als 2018, aber weniger als etwa 2017 oder 2015. Insgesamt kam es in den letzten Jahren nicht zu einem Anstieg der Erkrankungszahlen. Ein deutlich wachsender Anteil der Erkrankten sind Jugendliche und Erwachsene sowie Zuwanderer aus der EU. Gerade diese Bevölkerungsgruppen würden durch die geplante Impfpflicht nicht erreicht.

  • Die Masern sind weder eine Erkrankung mit hoher Sterblichkeit, noch ist mit einer epidemischen Ausbreitung zu rechnen. Die bestehenden Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes für zeitlich begrenzte Schutzmaßnahmen (z.B. temporäre Betretungsverbote für Kindergärten und Schulen, bei Masern bereits heute auch gegenüber Ungeimpften bzw. Kindern ohne Immunstatus möglich, vgl. § 28 Abs. 2 IfSG) reichen aus, um wirksam gegen Krankheitshäufungen vorzugehen.

  • Neuere Studienergebnisse aus Deutschland zeigen, dass eine Impfpflicht eher kontraproduktiv sein könnte und die Ablehnung von Schutzimpfungen befördert.

Die UNESCO hat 2005 einstimmig formuliert: „Jede präventive, diagnostische und therapeutische medizinische Intervention hat nur mit vorheriger, freier und nach Aufklärung erteilter Einwilligung der betroffenen Person auf der Grundlage angemessener Informationen zu erfolgen.“ Wenn ein demokratischer Rechtsstaat solche Maßnahmen für nötig hält, muss er auf Aufklärung setzen. Die steigende Impfbereitschaft gegenüber Masern zeigt, dass Aufklärung wirkt. In den vergangenen Jahren wurde eine deutliche Erhöhung der Impfquoten für Masern insbesondere im frühen Kindesalter erreicht. Der Masernschutz bei Jugendlichen und Erwachsenen kann durch vermehrte Aufklärung und ggf. gezielte Kampagnen verbessert werden.

Aktuell gibt es daher keine tragfähige Begründung, die verfassungsmäßigen Grundrechte der Kinder auf körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 GG), der Eltern auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder (Art. 6 Abs. 2 GG) sowie das Grundrecht auf Selbstbestimmung (Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG) durch eine Impfpflicht einzuschränken. Die Verhältnismäßigkeit und die Notwendigkeit einer solch einschneidenden Maßnahme sind nicht gegeben. Vor allem aber steht eine Impfpflicht – ohne legitimierende epidemiologische Notsituation – im Widerspruch zu dem Grundkonsens unserer Gesellschaft mit dem Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit.

Die Petition wurde bereits von mehr als 80.000 Bundesbürgern unterzeichnet und steht im Mai noch zur Zeichnung im Netz. Das Quorum sei bereits erreicht, und der Verein müsse im Bundestag gehört werden, so der Verein. (SB)

 

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18 Kommentare

  1. mit den ganzen Spahn-Anregungen wollen die das self-determination right suspendieren. Menschen gehören ausschließlich sich selbst. Weder einem Staat, noch Parteien. Das stößt denen sauer auf und wollen dies bekämpfen mit allen möglichen Behauptungen. Erstaunlich ist, weshalb angesichts dessen, daß nun auch die glbale Katastrophe wegen Artensterben erklärt ist, nicht die ganzen Schredderanlagen der Grünlinge gestoppt werden, die nachweislich Tonnen von Insekten täglich vernichten. Die Grünen habens halt nicht so mit Umwelt- und Naturschutz

  2. In Österreich hat sogar einer Lepra eingeschleppt wurde erkannt , so gefährdet diese Politkaste ihre Bürger.

    • Die Richtigen , mit dem richtigen Stoff ( ohne Zusatzstoffe wie Metalle u.dergl. ) und gegen das Richtige muß geimpft werden . Aber Studien belegen, dass Masernimpfungen ( das ist auch ein Mehrfachimpfstoff ) eher das Gegenteil belegen.

      In meiner Familie ist klar erkennbar , dass die nicht geimpften Kinder gesünder sind.

      Es gibt viele Infos dazu , mit denen man sich auseinandersetzen kann.

      Aus eigener Erfahrung heraus sage ich , dass ich heute mein Kind nicht mehr durchimpfen lassen würde.

    • Darüber gibt es bei uns in der Familie auch Diskussionen.Die einen dafür,die anderen dagegen.Was ganz gefährlich ist,ist der Stoff Thiomersal der in Impfstoffen enthalten war, eine Quecksilberverbindung,hoch giftig für das Gehirn.Die Amis impfen 26 fach und haben die meisten Autisten.Man hat das mit den Amish People verglichen,die nie impfen,man hat keine Autisten gefunden, allerdings zwei Kinder die erst später zu dieser Gemeinschaft zugestossen sind,voll durchgeimpft.Die Pharma Mafia ist überall sehr mächtig.

    • Der Stoff Thiomersal wurde damals bei den US Soldaten im Irak eingesetzt.
      Und die sind heute schwer krank.
      Impfen ist ja perse nicht schlecht,aber solange es keinen Einzelimpfstoff gibt würde ich nicht impfen lassen.

      Ich habe Rheuma werde Immunsuppressive behandelt,und hatte die Masernimpfung mal beim Arzt angesprochen.
      Der hat selbst gesagt das ist unnötig und ich darf keinen Lebendimpfstoff bekommen.
      Und allerdings ich hatte ja alle Kinderkrankheiten durchgemacht also bin ich ausreichend immunisiert.
      Also es gibt ein für und wieder,und die Flüchtlinge da wird gar nicht drüber gesprochen und die schleppen ja die bereits ausgerotteten Krankheiten wieder hier ein.
      Aber wir müssen es ausbaden mit allen Risiken.

    • Das schlimme ist wirklich, diese Mehrfachimpfungen sind für das Immunsystem meiner Meinung nach vor allem bei Säuglingen gefährlich.Man muss abwägen.Ich musste vor ein paar Jahren Tetanus bekommen,gab es nicht als Einzelimpfstoff,mein Arzt hat ihn aus der Schweiz kommen lassen,da ich allergisch reagiere,passe ich sehr auf.

    • Meine Tochter hat auch nur einen Teil der Impfungen bekommen die die Impfkommission empfiehlt, sie hat nur 1 MMR bekommen (erst mit 5 Jahren) ebenso habe ich sie nicht gegen Rota (gabs damals eh noch nicht) Windpocken, Pneumokokken, Meningokokken, Grippe, HPV, Hib, Hepatitis, FSME impfen lassen und sie hat die Impfungen erst bekommen als sie schon älter war als es die Kommission eigentlich empfiehlt.
      Meine Tochter ist fit und gesund, alle 4 Kinder meiner Freundin, gegen ALLES geimpft was auf dem Markt erhältlich ist, haben Krupp, ständige Atemwegsinfekte, Lungenentzündung, Sonnenallergie, die jüngste hat vorletzten Winter innerhalb von 10 Wochen 4 x Antibiotikum wegen Mittelohrentzündung nehmen müssen…..natürlich kann das Zufall sein aber mir kann keiner sagen das sich die Luftverschmutzung in den letzten Jahren so verschlechtert hat gegenüber meiner Kinderzeit, nix mit Katalysatoren o.ä. – ja es gab weniger Autos aber mehr Kohlekraftwerke etc.

    • Mein Sohn wurde vor über 30 Jahren ab dem damals üblichen 6 Mon. geimpft . Exakt seit dem Zeitpunkt fing es mit Neurodermitis , Asthma – bis zur Lebensbedrohlichkeit , ständige Infekte und im Weiteren mit einer Allergie nach der anderen an .

      Ich denke nicht an Zufälle , zudem die KInderärztin dem damals ziemlich ratlos gegenüber stand und sich das nicht erklären konnte .

    • Meine Freundin sagte mir gestern das bei ihrem Sohn die Neurodermitis auch nach der Impfung loslegte…..:(

  3. GANZ EINFACH ZU LÖSEN. WER ICHT GEIMPFT IST DARF NICHT IN DIE KITA UND AUCH NICHT IN DIE SCHULEN – SOLLEN DIE ELTERNDOCH FÜR IHRE KINDER AUCH FINANZIELL GERADESTEHEN – UND NICHT DIE ALLGEMEINHEIT

    • Warum? Wenn die übrigen Kinder doch so toll geimpft sind, dann sollten ungeimpfte Kinder keinerlei Gefahr für sie darstellen.

    • ….und deswegen „schreien“ sie hier in Großbuchstaben rum? Ich stehe seit Jahrzehnten für mein Kind gerade, ich zahle jeden Monat sowohl für mich als auch meine Tochter Krankenversicherung (meine Tochter ist 13 Jahre alt) ich war lediglich zur Geburt im Krankenhaus, ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Knochenbruch o.ä. gehabt was behandelt werden musste, meine Tochter war bisher lediglich 2 x so krank das wir Medikamente von der Kinderärztin verschrieben bekommen haben. Eine Zahnspange wird sie jetzt brauchen, da müssen wir übrigens kräftig zuzahlen und eine Brille hat sie, die wir übrigens auch komplett selbst zahlen müssen. Für den Sehtest waren wir nicht mal beim Augenarzt, der macht sowas gar nicht mehr, sondern schickt einen gleich zum Optiker….ich behaupte also mal das 90% meiner Krankenkassenbeiträge NICHT uns zugute kommen also plärren sie mir hier nix von Impfpflicht und Allgemeinheit!

    • Sorry aber Ihr Beitrag passt hinten und vorne nicht!

      Unsere Kinderbrillen wurden bisher immer bezahlt und natürlich macht der Augenarzt den dazugehörigen Sehtest, zumal bei Kindern ja auch noch die Entwicklung der Sehfähigkeit kontrolliert wird. Beim Optiker (!) haben sie mir gesagt, dass die bei Kindern überhaupt keine Sehtests für Kinder machen dürfen.

      Und dass ein Kind von 13 Jahren nur zweimal Medikamente benötigt hat, glaube ich Ihnen auch nicht. Das trifft vielleicht grade mal 0,01 % aller Kinder und ist mit Sicherheit nicht die Regel.

    • Ob sie es glauben oder nicht, unser Augenarzt macht keine „Sehtests“ mehr, wenn überhaupt in der Praxis Sehtests gemacht werden dann durch eine MTA mit Weiterbildung.
      Die Brille haben wir selbst zahlen müssen….deswegen haben wir übrigens gerade auf Kontaktlinsen gewechselt, ob ich nun die Brille zahle oder Kontaktlinsen ist dann wurscht und der Sehtest, den ich machen wollte wegen der Kontaktlinsen, die Brille war jetzt 1,5 Jahre alt, hat unser Augenarzt nicht machen wollen und hat gesagt wenn sie noch gut sieht mit der Brille dann soll der Optiker die Brille ausmessen und die Sehstärke kurz überprüfen dann passt es.

      Wenn sie gelesen hätten dann wüßten sie das ich geschrieben habe das meine Tochter bisher lediglich 2 x Medikamente die die Kinderärztin verschrieben!!! hat benötigte, natürlich braucht sie gelegentlich Hustensaft, Nasenspray, Pflaster oder eine Nurofen, dafür muss ich aber keinen Kinderarzt behelligen denn – wie ich schrieb – sie ist sehr selten ernster krank und die gen. Medikamente gibts rezeptfrei in der Apotheke…..

  4. Ich bin es leid , was Verbote , Einschränkungen und sog. Pflichten in
    diesem Land angeht . Immer nach dem Motto “ Und bist Du nicht willig ,
    …. !“ Vor allem , wenn es in die ureigensten Rechte
    der Unversehrtheit des Körpers geht . Es sollen sogar Strafzahlungen in
    Höhe von bis zu 2.500 Euro geplant sein , wenn man sich widersetzt .
    Auch Erwachsene sollen nachgeimpft werden . Von „Zugewanderten “ ist
    bisher allerdings nicht die Rede .
    Unglaublich , was hier abläuft .

    Italien
    hat die Impfpflicht zurückgezogen , Polen will wohl nachziehen und in den
    USA sind weite Teile ebenso davon befreit worden – wohlwissend warum –
    aber was kümmerts einen Spahn und Co.

    Ein Herr Spahn , den man bei abgeordnetenwatch , anteilsmäßig zugehörig einer Pharmafirma ,findet.

  5. Das Problem sind die Fluchtis und anderen mit dem gewissen Hintergrund und da sind Masern, daß geringste Problem. Zum Vorteil ist, daß scheinbar keine aus dem Kongo kommen, denn käme auch die Ebola in Betracht. Auch werden garantiert keine nicht deutschen Kinder in den Umerziehungslagern wegen fehlender Impfung abgewiesen.

    • Es kommen keine aus dem Kongo? Natürlich sind etliche Kongolesen nach Deutschland eingewandert. Regelmäßig sind Kongolesen in Polizeiberichten enthalten. Da geht es allerdings nicht um Krankheiten, sondern um Kriminalität.

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