Noch noch zynisch: Umweltminister wollen Kampagne gegen insektenfeindliche Steingärten

Foto: Von uladzimir zgurski/Shutterstock

Bekanntlich sind die Windkrafträder mit hauptverantwortlich für das Massensterben der Insekten. Doch die dafür verantwortlichen Politiker wollen das nicht wahrhaben und schon gar nicht ändern, sondern lieber den „kleinen Mann“ drangsalieren:

Die Bundesregierung soll nach dem Willen mehrerer Landes-Umweltminister eine deutschlandweite Kampagne gegen Stein- und Schottergärten starten. Das sieht ein Antrag zur anstehenden Umweltministerkonferenz in Hamburg vor, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Grundstücksbesitzer sollten so darüber aufgeklärt werden, wie sie ihre Gärten insektenfreundlich gestalten können.

Die Politik sei hier auf die Unterstützung der Bürger angewiesen, sagte Saarlands Umweltminister Reinhold Jost (SPD) der NOZ. „Schauen wir uns die privaten Gärten an, so müssen wir eine deutliche Verarmung der Lebensräume für Insekten feststellen. In sterilen Stein-Vorgärten werden keine Bienen summen oder sich Schmetterlinge niederlassen“, so der Minister. Seine Ressortkollegen aus Brandenburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern haben sich dem Antrag bereits angeschlossen.

Deutschlandweit sorgen Steingärten für Diskussionen. Sie gelten einerseits als pflegeleicht, bieten aber auch keinen Lebensraum für Insekten. Einige Kommunen versuchen mittlerweile rechtlich in die Gestaltung der Gärten einzugreifen.

So sind vielerorts Bebauungspläne für Wohngebiete geändert und Stein- oder Schottergärten explizit verboten worden. Die Landesumweltminister schlagen vor, dass die Kampagne gegen Steingärten über das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ der Bundesregierung finanziert werden soll.

Natürlich sind Steingärten nicht wirklich insektenfreundlich.  Sie sind aber für das Massensterben der Insekten nicht verantwortlich. Das sind diese Umweltminister und die Bundesregierung.

 

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19 Kommentare

  1. Mein Garten, geht diese Idi….. einen Scheiß an. Sollen mal die Insekten und Vögel zählen, die an ihren Windrädern sterben. Das alles nur wegen einem verlogenen CO² Märchen.

  2. Es wird immer verrückter in Dummsland. Was sollen denn die Kleingärtner jetzt anplanzen? Obst und Gemüse?

  3. Bei uns im Ort hat vor einigen Jahren so ein Vollpfosten seinen Garten zubetoniert und grün gestrichen – Kein Witz ! Dann kam die Regenwasserverordnung, wobei die Berechnung auf versiegelten Flächen auf dem Grundstück beruht….

  4. Deutschlands zum Teil hochspiessige Gärten sind mir sowieso ein Greul. Dort wird der Rasen so akkurat geschnitten und gepflegt, dass man mit dem Milimetermass keine Unterschiede finden kann. Welches Insekt hat darauf Lust. Natürliche Gärten sind viel umweltfreundlicher. Sicherlich sind die Windräder am Insektensterben Schuld und vielleicht Glyphosat. .

  5. Je weniger sich die Politik einmischt, umso besser funktioniert alles, und blüht alles. Siehe BRD bis in die 1970er Jahre hinein. Je mehr sich die Politik aber einmischt, desto schlechter läuft alles, und endet in schöner Regelmäßigkeit im Desaster. Und heute mischen sich die Bürokraten selbst in die intimsten und privatesten Dinge ein, und schaffen so eine deprimierende und existenzbedrohliche Atmosphäre im ganzen Land, wo niemand mehr mit Spaß bei der Sache ist.

  6. Immer diese pauschalisirungen… Ein richtiger Steingarten ist nicht zugepflastert oder Betoniert, das hat mit Steingarten absolut nichts zu tun!!

    Aber das ist wieder ein schönens Beispiel das die sich immer um Dinge kümmern von denen sie absolut keine Ahnung haben…

    Es ist durchaus zwischen „echten Steingärten“ und den neuen Steingärten
    (Steinwüsten) zu unterscheiden. So haben Steingärten bereits seit Beginn
    des 20. Jahrhunderts in die Gartenkultur Eingang gefunden. Zweck des
    Steingartens ist es, unter Verwendung von Kies, Steinen oder Splitt,
    einen optimalen Standort für Pflanzen aus der Gebirgsflora oder für
    trockenheitsverträgliche Pflanzen herzustellen. Ein vielfältig
    gestalteter Steingarten kann daher durchaus artenreich sein.

    Bei mir im Garten finde ich gerade bei den Steinen immer richtige Insekten Nester….
    Das sind belibte Stellen um sich vor der Sonne unten drunter zu schützen oder sie sind auch ein guter Schutz vor Vögel und Eidechsen sonnen sich z.B. sehr gern auf den Steinen…

  7. Verbote wird es keine geben. Da hat niemand etwas davon. Eine fesche Steuer ist doch genau das, was die Regierung braucht. Steingartensteuer um die Neubürger ordentlich zu alimentieren.

  8. Früher gab es breite Grünstreifen neben den Feldern. Diese wurden umgeflügt bis zum Wegesrand, zum Teil wurde der Schotter der Wege mit umgeflügt. Der Bauer flügt via Satelit und bekommt dann mehr Geld um so mehr er beackert. Viele alte Wanderwege mussten darum auch schon dran glauben.

  9. Es geht um die trendigen Gärten aus Steinen, nicht um das, was man früher Alpinum nannte. Alles mit Kies zuschütten und einen kunstvoll zugeschnittenen Buchs (da hat dann immerhin der Buchsbaumzünsler was davon) oder was auch immer für ein Gebilde in der Mitte, im Winter dann die ganze Nacht ein beleuchtestes Rentier im schneebedeckten Kies. Und „natürlich haben wir für das Bienenvolksbegehren unterschrieben“.

  10. Kampf gegen den Steingarten ist ein Kampf gegen den Klimawandel und Deutschland rettet mit dem Abbau der Steingärten nicht nur die Insekten sondern auch die Welt. Das ist ganz klar.

  11. Kann eine Kommune überhaupt vorschreiben, wie ich mein privaten Garten gestalte oder verkommen lasse. Auch in Steingärten gibt es leben, doch dies scheinen die Umweltzerstörer nicht zu wissen.

  12. Man muss sich schon fragen, was meinen diese „Experten“ denn, wenn sie Steingärten meinen? Wenn ich den Begriff in die Bildersuche werfe, dann kommen die schönsten Blumenbilder heraus. Alles bunt und prall und voller Bienen und anderer Insekten.
    Die „Steingärten“ von denen die wahrscheinlich reden, finde ich eher in pflegeleicht gehaltenen öffentlichen Anlagen. Wobei es dabei wurscht ist, ob man Steine hinstreut oder Rindenmulch. Aber die sind, wie gesagt, eher in öffentlichen Anlagen verbreitet. Da sollten sich die „Experten“ mal an die eigene Nase fassen.
    Aber, wie schon im Text erwähnt, es geht wohl darum, den kleinen Mann zu drangsalieren. Das macht denen einfach Spaß. Ekelhaft!

  13. Oh man… jaja, die Steingärten! Baut mal weiter Windräder, versprüht RoundUp & Co in rauen Mengen denn die verschwundenen Steingärten werdens richten!!

  14. Tja, wenn das Insektensterben wichtiger ist als die Vergewaltigungen und Morde, dann weiß ich auch keinen Rat mehr.

  15. Muss ich bald das Haustürschloss ausbauen, damit die Einbruchsfreundlicher wird? Deutschland im Regulierungswahn, aber für Migrantenhäuser alte Baumbestände gefällt und viel Natur zubetoniert.

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