In Venezuela ist der Bürgerkrieg ausgebrochen

Foto: Screenshot/Youtube

Caracas  – Bei den Zusammenstößen in Venezuelas Hauptstadt Caracas soll es am Dienstag laut Medienberichten mindestens 71 Verletzte gegeben haben – jedoch wohl keine Todesopfer. Darunter seien 43 Personen durch Gummigeschosse verletzt worden, ließ sich der Leiter eines Krankenhauses zitieren. Unterdessen behauptete US-Außenminister Mike Pompeo, Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro habe bereits ein Flugzeug für seine Flucht nach Kuba startklar gehabt.

Russland habe angeblich seinen Einfluss geltend gemacht und Maduro von seinem mutmaßlichen Vorhaben abgebracht, so Pompeo. Venezuelas selbsternannter Gegenpräsident Juan Guaidó hatte überraschend einige Militärs auf seine Seite gebracht und den seit Jahren in strengem Hausarrest befindlichen Oppositionsführer Leopoldo López befreit. Der suchte daraufhin Schutz in der Residenz des chilenischen Botschafters in Caracas.

Demonstranten und Sicherheitskräfte lieferten sich in der Hauptstadt gewaltsame Auseinandersetzungen. Die Polizei habe Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die dem Aufruf des selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó gefolgt seien, aufständische Soldaten zu unterstützen, berichtet am Dienstag der kolumbianische Fernsehsender RCN. Vermummte Regierungsgegner hätten gepanzerte Militärfahrzeuge angegriffen. Ein Panzerwagen sei in die Menschenmenge gerast, berichtet RCN weiter.

Guaidó hatte am Dienstagmorgen (Ortszeit) seine Unterstützer aufgefordert, ihn beim Sturz des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro zu unterstützen. Die „finale Phase der Operation Freiheit“ sei eingeleitet worden, teilte Guaidó am Dienstagmorgen mit. Zu diesem Zweck treffe er sich aktuell mit wichtigen militärischen Vertreter der venezolanischen Streitkräfte.

Derweil wirft US-Präsident Donald Trump Kuba eine Einmischung vor und droht dem Inselstaat mit neuen Sanktionen.

Kuba hatte zuvor die Aktionen der Opposition in Venezuela verurteilt. Kubas Regierungschef Miguel Díaz-Canel Bermúdez und Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla drückten über Twitter ihre Unterstützung für das venezolanische Bruderland aus. Dass allerdings kubanisches Militär in Venezuela im Einsatz ist, wie der US-Präsident unterstellt, hatte Kuba schon vor Tagen zurückgewiesen – und das nicht zum ersten Mal.

„Wir beteiligen uns nicht an Militär- oder Sicherheitsoperationen“, sagte Kubas Außenminister Bruno Rodriguez. „Das ist eine vulgäre Verleumdung, die ich erneut zurückweise“, sagte er. (Quelle: dts)

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9 Kommentare

  1. Auf Wunsch Trumps! Denn die USA wollen endlich an die zweitgrößten Ölvorkommen ran kommen.

    Der Russe hat ihnen ja ans Bein gepinkelt. Einen Krieg (nennt sich: Recht und Ordnung herstellen) können sie nicht mehr wagen. Also lässt man einach die Bevölkerung bluten. Um die ist es nicht schade. Die stören nur bei der Ausbeutung der Ölfelder.

  2. hat sich schon wieder erledigt – die Anzettelung eines Bürgerkrieges hat nicht geklappt. So dämlich sind die Venezulaner nicht, auf diese USA Marionette reinzufallen.

  3. Maduro steht für Chavezpolitik.Guaido für US Politik.Reichtum für die Reichen und Armut für die Armen.
    Das ist so,war so und wird so bleiben.Siegt die USA und damit Maduro haben die USA die Reichtümer Venezuelas und die Venezulaner die A—karte.Natürlich bis auf die Kollaborateure ala Guaido.

  4. Da sieht man am besten was Linke Träumer können. Die schaffen es, ein an Rohstoffen reiches Land, indem alle in Saus und Braus leben können, so herunter zu wirtschaften, das 90% der Bevölkerung in Armut lebt und sogar hungert. Seht das alle als Warnung vor einer Links/Grünen Regierung in Deutschland. Die machen es keinen Deut besser.

  5. Die USA entfacht erneut einen Bürgerkrieg und es geht nur um Öl und die Russen zu vertreiben. Doch Maduro zeigt wohin die Linke Politik führt.

  6. Wie viele Verletzte durch Gummigeschosse und Tränengas gibt es denn in Frankreich? In einem EU Land indem der Präsident auf Demonstranten mit der selben Härte vorgehen lässt wie in Venezuela. Davon wird in den MSM aber nicht so ausführlich berichtet wie über Venezuela. Naja,in Frankreich geht es ja auch nicht um einen Präsidenten den man in der westlichen Welt abgesetzt sehen will.

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