BRD seit der Wende 2015: „Lauter kleine freiwillige Denunzianten“ statt Stasi

Andreas Köhler

Foto: Imago
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Wie MMnewsTV mit einem Video-Interview, das Michael Mross mit Vera Lengsfeld führt, berichtet, sieht die bekannte Ex-DDR-Bürgerrechtlerin die BRD und die einstige Demokratie aktuell auf deutlichen Abwegen. Laut Vera Lengsfeld leben wir in einer regelrechten „Willkürherrschaft“, in der „politisch Andersdenkende immer mehr unter Druck geraten“ und Kritiker erst recht nicht erwünscht sind – ebenso keine echte bzw. relevante Opposition.

Die ehemalige Widerstandskämpferin gegen das SED-Regime erlebt den gegenwärtigen Zustand als einen „Abbau von Demokratie und jenen Freiheiten, die sich die Menschen der DDR vor 30 Jahren hart erkämpft haben“. Im Gegensatz zum einstigen Überwachungsstaat der DDR brauche es im heutigen neuen Überwachungsstaat, der sich seit der Wende 2015 etabliert hat, laut Vera Lengsfeld keine Staatssicherheit (Stasi) mehr.

Im heutigen Überwachungsstaat werde die einstige Stasi durch „lauter kleine freiwillige Denunzianten“ ersetzt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Netz auf unbotmäßige Äußerungen zu beobachten, die dann beflissentlich gemeldet werden.

Dass es sich bei diesen politisch-medial angestachelten, selbst ernannten Denunzianten zumeist um Psychopathen, Narzissten, Masochisten und neurobiologisch infizierte Schizophrene handelt, spricht Vera Lengsfeld nicht an – ebenso wenig Intellekt, Sozialkompetenz und Moral der neuen Stasi-Reenactor, die sich an Stelle einer professionellen Behandlung aufgrund fehlender Einsicht in ihre psychologische bzw. psychiatrische Problematik instinktiv lieber selbst durch Ausleben ihres Wahns oder eines anderen Störungsbildes auf Kosten der Umwelt zu therapieren versuchen, wobei sie andere aufgrund des psychologisch bedeutsamen sozialen Einflusses und der – aus der Psychiatrie bekannten – Wahn-Symbiose faktisch mitreißen

Die gleichen Regime-Mitläufer beobachten laut Vera Lengsfeld auch, wer, wo welche Veranstaltung durchführt, um unbotmäßigen Personen diese Veranstaltung zu verbieten, indem man zum Beispiel die Wirte, die ihre Räume für Veranstaltungen vermieten, unter Druck setzt und bedroht.

Aus Sicht von Vera Lengsfeld sei dies insofern schlimmer als in der DDR, da heute alles viel „unübersichtlicher“ sei. Damals habe man im Prinzip gewusst, wer der Gegner ist. Heute handele es sich hingegen zumeist um gesichtslose Leute, die diese Gesinnungsdiktatur leben und anheizen.

Gesprochen wird auch über die wieder in Mode gekommenen Berufsverbote. Michael Mross fragt im Gespräch mit Vera Lengsfeld auch, was eigentlich aus der „Erklärung 2018“ und der Mega-Petition im Bundestag geworden ist. Das Ergebnis ist – wenn auch nicht ganz unerwartet – mehr als schockierend. Mehr dazu im Video bei: MMnewsTV / YouTube.com

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3 Kommentare

  1. „Heute handele es sich hingegen zumeist um gesichtslose Leute, die diese Gesinnungsdiktatur leben und anheizen“
    Es fehlt das Wort feige zwischen „gesichtslose Leute“

  2. So ist es, liebe Vera. Und Du wirst mir zustimmen, daß eine „Revolution“ niemals unblutig sein kann, wie es die Befreiung vom „Sozialismus“ war….. ergo keine Revolution.

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