„Sprachverbot“: Unzufriedenheit mit der deutschen Demokratie wächst

Foto: Durch Veselin Borishev/Shutterstock
Beschlossene Sache: Das Ende der Meinungsfreiheit (Foto: Durch Veselin Borishev/Shutterstock)

Im vergangenen Jahr waren 43 Prozent der Bürger mit dem Funktionieren der deutschen Demokratie unzufrieden – ein Anstieg von 17 Prozent in Vergleich zu 2017. Die Deutschen sind damit nicht allein – auch in anderen europäischen Staaten wächst der Unmut. 

In der internationalen Studie des Washingtoner Meinungsforschungsinstituts Pew zeigt sich die Mehrheit mit 56 Prozent immer noch völlig zufrieden mit dem Zustand der Demokratie in Deutschland. Besonders groß ist die Besorgnis unter den AfD-Wählern – 69 Prozent von ihnen sehen ein Demokratie-Defizit im heutigen Deutschland. Eine überwältigende Mehrheit sieht inzwischen die Meinungsfreiheit bedroht: 75 Prozent der Deutschen glauben, öffentlich nicht mehr sagen zu können, was sie denken. Auch 76% der Niederländer und 69% der Schweden halten in der Öffentlichkeit inzwischen lieber den Mund – kein gutes Zeichen für eine „funktionierende“ Demokratie. Die Griechen belegen mit 91 Prozent den europäischen Platz 1 in Sachen „Sprachverbot“.

Die Mehrheit der Deutschen ist mit 59 Prozent davon überzeugt, dass sich die Politiker nicht mehr darum kümmern, was der einfache Bürger denkt. 70 Prozent der gegenüber der EU kritisch eingestellten Deutschen glauben, ein Demokratie-Defizit zu erkennen.

In der Studie wurden Bürger von insgesamt 27 Staaten befragt. Zehn davon in Europa. In sechs europäischen Staaten ist eine Mehrheit unzufrieden. Den Spitzenplatz belegen mit 84 Prozent die Griechen. Es folgen die Spanier (81%), die Italiener (70%), die Briten (55%), die Ungarn (53%) und die Franzosen mit 51 Prozent.

Für eine Minderheit der Schweden (30%),  Niederländer (34%) und Polen (44%) ist die Demokratie nicht mehr das, was sie sein sollte. In keinem anderen europäischen Land nahm die Unzufriedenheit so signifikant stark zu wie in Deutschland. (MS)

 

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22 Kommentare

  1. SPON, ZON, SZ usw. überschlagen sich ja mit dem Sprachgebot. Wer einfach nur interessiert fragt „wo kommst Du her?“ ist Rassist. Die Oberrassistin gegenüber Deutschland und der autochtonen Bevölkerung Claudia Roth wirft Palmer Rassimus vor. Zitat:“„So leid es mir tut: Das ist eindeutig rassistisch und Rassismus ist keine Meinung, sondern Rassismus. Die Bundestagsvizepräsidentin attestierte dem Tübinger Oberbürgermeister „narzisstische Egomanie“.“ Quelle: Interview Augsburger Allgemeine.
    Die Leute sind unzufrieden und wählen ausgerechnet die Partei, in der Politikerinnen wie Claudia Roth sind.

  2. Wundert mich, daß so Viele meinen, es gäbe keine Meinungsfreiheit mehr, wo doch die Mehrheit der Deutschen gar keine eigene Meinung mehr hat.

    Aber im Ernst: weil sie Alle so unzufrieden sind, wählen sie in der Mehrheit die Kartellparteien deretwegen sie so unzufrieden sind? Was für eine Logik. Zum Kopfschütteln.

  3. In Schweden sind nur 30% unzufrieden, eigentlich sollte man ja nicht mit Steinen im Glashaus werfen aber die Schweden laufen anscheinend blind in ihren Untergang.

    • Denke, die Mehrheit ist nur noch paßschwedisch und die Migranten fühlen sich in S sauwohl, wen wundert’s?

  4. Oliver Janich zitiert Youtube (sinngemäß): gelöscht werden Videos, die ein ausführlich dokumentiertes, gewalttätiges Ereignis leugnen. Nur ein Beispiel. Also alle, die anderer Meinung über irgendwelche dubiosen Ereignisse sind als die öffentlich-rechtlichen Merkel- und Grünenposaunen, werden angegangen und zum Schweigen gebracht. Fehlen bloß noch die entsprechenden physischen Strafen, aber das kommt wahrscheinlich auch noch. Wer kann denn damit als freiheitlich aufgewachsener, überzeugter Demokrat leben?

  5. Das mit dem Sprechverbot bestätige ich. Bei Sachargumenten wird sofort die „rechte oder konservative“ Denke angeprangert. Jeder tut entsetzt. Erst beim zweiten oder dritten Wein im engen Freundeskreis – da sind plötzlich alle der Nazimeinung. Keiner sagt die jedoch öffentlich. Rechtsanwälte aus dem Freundeskreis haben die Nase voll und suchen nach Steueroasen! Wir sind heruntergekommen.

  6. Wundern muss man sich doch nur wie lange ein Teil der Wahlberechtigten
    benötigte, um zu bemerken, dass eine Parteiendiktatur nichts mit Demokratie
    zu tun hat.
    Glaubt man einigen Historikern hätte eine echte Demokratie nur aus einer
    Monarchie heraus entstehen können.
    Und vor allem stören die globalen Strippenzieher mit divide et impera,
    deswegen die vielen Parteien.

    • Die fünf Kartellparteien arbeiten alle für den gleichen Herrn, und das ist bestimmt nicht das Volk.
      Übel ist, daß die Führung der sechsten Partei, oder zumindest erhebliche Teile davon, scheinbar nichts dringender will, als rein ins Kartell.

    • Wohl wahr, ich wurde oft verbal angegriffen wenn ich die sechste Partei
      als Katalysator kritisierte und wegen ihrer Unvereinbarkeitsliste
      auch für unglaubwürdig bezeichnete.
      Inzwischen zeigte die FPÖ in der Causa „Martin Sellner“ dass es mit
      Patriotismus in Österreich und Deutschland bei den sogenannten
      „Rechtspopulisten“ nicht besonders gut bestellt ist.:-)

  7. Zur Demokratie gehört die Meinungsfreiheit.
    Hier ein Beispiel, wie in Medien, wie „Welt online“ diese „Meinungsfreiheit“ gehandhabt wird:

    Sehr geehrte Frau xxxxxxx,
    Sie haben für Ihren Kommentar

    „Wir lassen uns in fast jeder Hinsicht auf der Nase herumtanzen. Wenn das so
    weitergeht, dann haben wir bald in unserem eigenen Land nichts mehr zu
    sagen.“ (Thema des Artikels: Autokorsos auf der Autobahn)

    eine zweite Verwarnung erhalten, die eine einwöchige Sperre nach sich zieht.
    Dieser Kommentar stellt eine überspitzte, provozierende Behauptung dar
    und verstößt damit gegen Punkt 1 und 2 der
    Nutzungsregeln. Wir wünschen uns für unser Forum sachliche und
    konstruktive Beiträge, die sich auf handfeste Argumente stützen.

    Freundliche Grüße

    xxxx xxxxxx

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    Kein Wunder, wenn man von dieser Demokratie nichts mehr hält!

    Überspitzt euch ja nicht Leute!!

    • Ich habe Hoffnung, denn ich sprach neulich mit einer Bekannten, sehr aktiv in der Flülihi, aber inzwischen ist diese Bekannte bzgl. der AfD der Ansicht, daß es wichtig sei, daß wir eine Opposition haben. Also ich denke, daß immer mehr Menschen aufwachen. Und man muß ja auch sagen, daß die Leute ja nun gemerkt haben: die AfD ist im BT und es wurden immer noch keine KZs gebaut. /Ironie off

    • Genau irgendwann muß doch auch dem letzten Traumtänzer ein Licht auf gehn. Hoffen wir mal beide das wir Recht haben.

  8. Wenn ich schon deutsche Demokratie lese!!!??? Das ist doch Etikettenschwindel pur. Wir dürfen weder unser Oberhaupt noch die Kanzlerin wählen. Wir sind eine Parteiokratie geworden. Die bestimmen wo’s lang geht. Der Wähler hat was für eine Wahl?! Also wie können wir unzufrieden mit etwas sein was wir gar nicht haben??

    • Dieses „Zweitstimme ist Kanzlerstimme“ gehört als erstes abgeschafft. Nur noch direkt gewählte Kandidaten, die ihrem Wahlkreis gegenüber verantwortlich sind. Dann wäre auch die Hypertrophie im Bundestag mit den „Überhang- und Ausgleichsmandaten“ sofort beendet.

  9. Demokratie? Ja/Nein- Button für Alle!

    Das geht doch technisch schon sehr lange!

    Wir müssen dann nur noch die Redaktions- und Sendestuben erobern.
    Denn läßt man einen Haufen Idioten abstimmen, dann bekommt man auch ein idiotisches Ergebnis.

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