AfD-Abgeordneter nach Afghanistan-Besuch: Wir dürfen dort keine deutschen Soldaten mehr in Gefahr bringen

Foto: AfD

Hier ein Bericht des AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Nolte über seinen Besuch im Dauer-Kriegsgebiet Afghanistan, in dem schon viele deutsche Soldaten ihr Leben lassen mussten:

„Vergangene Woche waren meine Kollegen Gerold Otten, Martin Hohmann und ich in Afghanistan, wo wir uns im Rahmen zahlreicher Gespräche mit den verschiedenen Akteuren ein Bild von der Lage machen konnten. Dass unsere Soldaten dort ausgezeichnete Arbeit leisten, steht außer Frage.

Als Bundestagsabgeordneter, der über die Aufträge abstimmt, die unseren Soldaten in Form von Auslandseinsätzen erteilt werden, prüfe ich aber jeden Einsatz sehr kritisch. Wer einem so gefährlichen Einsatz zustimmt, wie dem in Afghanistan, der muss aus voller Überzeugung sagen können: „Was wir hier tun, ist es wert von unseren Soldaten mit ihrem Leben verteidigt zu werden.“ Und das sehe ich für Afghanistan nicht so.

Die afghanische Regierung hat noch immer keine Kontrolle über weite Teile des Landes. Wir sind nun 18 Jahre vor Ort und einfachste militärische Selbstverständlichkeiten wurden von den afghanischen Streitkräften oft nicht implementiert. Dazu kommt, dass die Kämpfe in Afghanistan, die sich viele verschiedene Organisationen untereinander, sowie mit der afghanische Regierung und den internationalen Schutzkräften liefern, hauptsächlich Kämpfe um Macht und Einfluss in Afghanistan sind. Wir haben hier einen innerafghanischen Konflikt, dessen Gegenstand in erster Linie Afghanistan selbst ist. Das simple Narrativ von den Terroristen, die nur darauf warten, nach Deutschland zu kommen, um dort Anschläge zu verüben, und daher in einem Akt der Selbstverteidigung von uns durch eine Stabilisierungsmission aufgehalten werden müssten, passt nicht zur Realität.

Natürlich gibt es neben den vielen Kämpfern, die sich da verdingen, wo es gerade das meiste Geld gibt, auch knallharte Fanatiker dort, die den Westen aus tiefem Herzen hassen. Instabile Staaten bieten ihnen leider Raum. Wir müssen aber den richtigen Weg wählen, mit dieser Bedrohung umzugehen. Wer meint, dass in einem solchen Fall die Bundeswehr zuständig sei, der vergisst, dass es gemäß des Fragile States Index fünf Staaten gibt, die in einer noch schlimmeren Situation sind, als Afghanistan und in denen wir keine Stabilisierungsmissionen durchführen. Dazu kommen drei weitere Staaten, denen es genauso schlecht geht, wie Afghanistan und 21 weitere, die genauso eingeschätzt werden, wie Mali, wo die Bundeswehr ja auch vor Ort ist.

Wenn Bundeswehreinsätze der Weg sind, um Terror in Europa zu verhindern, dann müssten wir also schnell noch 29 weitere Mandate beschließen.

Oder wir holen unsere Jungs und Mädels nachhause und besinnen uns als Staat darauf, unsere innere Sicherheit so zu stärken, dass Terroristen nicht mehr ins Land kommen und die, die schon da sind, schnell abgeschoben werden können. Gleichzeitig ist eine entschlossene und konsequente Bekämpfung von Islamisten und kriminellen Clans geboten.

Ich habe nichts dagegen, Staaten wie Afghanistan mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Aber ich bin nicht bereit, unsere Soldaten dafür in Gefahr zu bringen. Wir müssen diesen Einsatz beenden und über andere, angemessene Wege einer zukünftigen Unterstützung sprechen.

Zum Schluss sei gesagt: Man kann kein konsequenterer Demokrat sein, als der Soldat, der im Vertrauen auf unser demokratisches Deutschland, bereit ist, für die Aufträge, die vom Bundestag beschlossen werden, jederzeit bereitzustehen und dafür nötigenfalls sogar das eigene Leben zu geben. Darin liegt die Ehre unserer treuen Soldaten und deshalb können wir stolz auf sie sein, auch wenn wir persönlich nicht jeden Auftrag unterstützen mögen, den das Parlament beschließt.“

Loading...

8 Kommentare

  1. Also die dt. Soldaten sind in Afghanistan, damit nicht so viele Terroristen von dort nach D kommen? Die Afghanen dagegen kommen nach D und legen sich hier in die soziale Hängematte, während die dt. Soldaten für die kämpfen.

    Hinzu kommt, daß wir Jeden ins Land lassen, egal ob Terrorist oder nicht und zwar auch aus den Ländern in denen die dt. Soldaten sind, damit aus diesen Ländern keine Terroristen nach D kommen.

    Also irgendwer ist hier bekloppt. Endweder bin ich das oder es sind die, die sich diesen Schwachsinn ausgedacht haben und Alle ins Land lassen…

  2. Wie viele Soldaten müssen noch in diesem Land verrecken,bis diese Regierung bereit ist einzusehen,das man in Afghanistan keinen Blumentopf gewinnen kann.
    Egal ob Alexander der Große,das Britische Empire oder die Sovjetunion.Alle mussten sich letztendlich geschlagen geben in diesem undurchsichtigem Konglomerat aus Clanstrukturen,Bündnissen und Verrat,Opium und Geld,sowie deren Ehrbegriffe.

  3. Die Sicherheit Deutschlands wird nicht am Hindukusch verteidigt, wie die SchariaPartei irriger Weise meint. Jan Nolte und AfD-Kollegen haben zwar recht mit ihrer Meinung, die Soldaten nach Hause zu holen, aber für diese Feststellung hätten sie dort nicht hinfliegen müssen. Es sei denn, sie waren dort vor allem aus elementarer Solidarität mit den Soldaten.

  4. Das Opium wird mit NATO-Hubschraubern nach Pakistan gebracht, um den tiefen US-Staat zu finanzieren. Das ist doch nicht weiter kompliziert, oder?

    Die Konsumenten werden eingeknastet und arbeiten für einen Apfel und ein Ei. Man nennt so etwas auch Ausbeutung.

  5. Das Opium wird mit NATO-Hubschraubern nach Pakistan gebracht, um den tiefen US-Staat zu finanzieren. Das ist doch nicht weiter kompliziert, oder?

    Die Konsumenten werden eingeknastet und arbeiten für einen Apfel und ein Ei. Man nennt so etwas auch Ausbeutung.

  6. Die afghanische Mutter, deren Sohn nach Deutschland geht oder bei einem Terrorakt stirbt ( auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür als Zivilist in Afghanistan bei Terror zu sterben unter 1 % liegt)hat immer noch 3 bis 6 oder mehr Söhne. Die Familien dort sind kinderreich.

    Die deutsche Mutter , deren einziger Sohn nach Afghanistan geht um dort unsere Demokratie zu verteidigen ( ??? ) , die hat keinen Sohn mehr , wenn dieser Soldat in Afghanistan stirbt

    Warum sollen unsere Männer für etwas sterben von dem wir gar nichts haben, während Afghanen in den deutschen Großstädten in Shishabars rumlungern, deutsche Frauen betatschen und auf ihrem Handy rumspielen?

Kommentare sind deaktiviert.