Merkel zwischen Weltherrschaft und Führerbunker

Wolfgang Prabel

Foto: Collage

Die politische Lage der nach Medienberichten „mächtigsten Frau der Welt“ wird immer fragiler. Der Abstand zwischen „himmelhochjauchzend“ und „zu Tode betrübt“ wird  kleiner. Die Dichtung der deutschen „Qualitätsmedien“ und die Wahrheit der laufenden Ereignisse fallen immer schneller auseinander. Der Griff nach den Sternen der Weltherrschaft endete in Berlin schon einmal in der Enge des Führerbunkers. Kürzlich brachte Merkel noch den globalen Migrationspakt unter Dach und Fach und den globalen Klimapakt auf die Beine. Und nun läuft selbst Manfred Weber aus dem Ruder, weil er erkannt hat, daß er als Merkelzombie niemals Kommisionspräsident in Brüssel werden wird und als Darsteller von Eigenständigkeit nach den Sternen des EU-Banners greift.

Die Lage für Weber ist vertrackt. Er ist Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat des in sich zerstrittenen Parteibündnisses EVP. Nicht nur in der Frage der Nordstream II rauchen in der Volkspartei die Colts. Auch in der Asylpolitik und bei der Medienzensur gibt es ganz unterschiedliche Standpunkte bei den europäischen Christdemokraten. Das Bündnis EVP wird eigentlich nur durch Postenschacher, Fördermittelvergabe und Diäten zusammengehalten. Also letztlich durch Geld und sonst nichts. Das ist freilich nur eine gute Lösung, solange der Rubel rollt.

Zudem muß der zukünftige Kommissionspräsident für seine Wahl weniger das EU-Parlament, sondern prioritär die Mehrheit der Regierungschefs zusammenbringen, die ja nur zum Teil Christdemokraten sind. Der EVP nahestahende Politiker regieren in Ungarn, in Bulgarien, Österreich, Deutschland, Luxemburg und Kroatien.

Rumänien, die Slowakei, Schweden, Spanien, Portugal und Malta werden von Sozialdemokraten regiert. Tschechien, Dänemark, die Niederlande, Estland, Frankreich und Slowenien von Regierungschefs, die den Liberalen zugerechnet werden. Polen und  Italien werden von „Populisten“ regiert und die Griechen von einem Linksradikalen.

In Spanien, Finnland und Belgien werden in der Jahresmitte teilweise zähe Regierungsbildungen mit offenem Ausgang erwartet.

In diesem bunten Mosaik, haben die nationalen Interessen den Vorrang vor Ideologien, außer in Deutschland natürlich. Und ein Interesse, das parteiübergreifend ist, ist der diskriminierungsfreie Zugang zur Energie, die lieferantenunabhängige Durchleitung, genauso wie die Ablehnung von Merkels Politik des offenen Scheunentors.

Weber hat sich als typischer politischer Angsthase das Thema Nordstream zum Punkten ausgesucht, wo ihm der mediale Wind der Lügenpresse und des Staatsfernsehens weniger ins Gesicht bläst, als das bei Änderungen der Asylpraxis der Fall wäre. Gute Frage, wie sich die in der Regel rachsüchtige Dr. Merkel positioniert. Denn Nordstream ist vermutlich wegen dem geplanten Kohleausstieg ihr Herzensanliegen und Weber will ihr die Tour vermasseln, sollte er Kommissionspräsident werden.

Meine Prognose: Sie wird versuchen seine Wahl zum Kommissionspräsidenten zu hintertreiben. Ob das bei den derzeitigen Machtverhältnissen gelingt, ist eine spannende Frage. Deutschland eins auszuwischen wird in Europa ohnehin zum Volkssport. Man braucht sich nur die Brüsseler Direktiven zu Feinstaub, Stickstoff- und Kohlenstoffverbindungen ansehen, um zu begreifen, was gespielt wird. Die deutsche Industrie soll ruiniert werden. Das ist deshalb so leicht, weil die deutschen Grünen, Sozialdemokraten und Christdemokraten die Grenzwertdiskussionen noch eher anheizen, anstatt Widerstand zu leisten.

Daß sich Weber von Merkel absetzt, und dabei noch vom außenpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion Jürgen Hardt unterstützt wurde, weist darauf hin, daß Weber vor den Kritkern der Nordstreamtrasse mehr Repekt hat, als vor der deutschen Kanzlerin. Eine Mehrheit der EU-Mitglieder ist gegen die Trasse. Es deutet alles darauf hin, daß sich in Europa viel verändert hat und Merkels Uhr abläuft. Angeblich geht ja sogar Professor Sauer eigene Wege. Und beim Koalitionspartner SPD wühlt Sigmar Gabriel im roten Untergrund um das Ostberliner Bündnis mit der CDU/CSU aufzulösen. Vermutlich nach der Europawahl.

Dem Wähler wird versprochen, daß der Spitzenkandidat der größten Fraktion im Europaparlament auch Kommissionspräsident werden wird. Rededuelle zwischen Weber und Timmermanns von den Sozialdemokraten werden im zwangsfinanzierten Staatsfernsehen veranstaltet. Aber nach diesem Versprechen an die Wähler braucht sich in Brüssel niemand richten. Es wird nach der Europawahl auch nicht mehr möglich sein, daß Christdemokraten und Sozialdemokraten die Sache unter sich auskungeln. Das Machtgefüge ist komplexer und Überraschungen sind nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich. Der Wähler wird mit der Alternative Weber -Timmermanns vermutlich in den April geschickt.

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16 Kommentare

  1. ich vergöttere Trump! Mein Herzenswunsch, dass er in seiner nächsten Amtsperiode es Putin und Erdogan gleichtut, nämlich durch Verfassungsänderung die 8-Jahre-Regelung aushebelt.
    Uns Deutschen bleibt die Trickserei erspart, da die Väter unserer „Demokratie“ es so eingerichtet haben, die Kanzlerschaft unbegrenzt zu ermöglichen.

  2. In das von Merkel und ihren internationalen Komplizen „Schritt für Schritt“ errichtete multilateralistisches Netzwerk von internationalen Organisationen und „Pakten“ zur Aushöhlung und Bevormundung der nationalen Rechtsstaatlichkeit wird ohnehin von Trump und den populistischen nationalen Parteien, eine Bresche nach der anderen geschossen. Jetzt erst hat Trump wieder einem sogenannten Pakt eine Absage erteilt in dem er erklärte, daß amerikanische Gesetze in Amerika beschlossen würden und nicht international. In dem er laufend die internationalen Organisationen dieserart desavouiert, unterstützt er die konservativen nationalen (populistischen) Bewegungen weltweit! Der linkslinken Politik Merkels schwimmen national und international die Felle davon! Was allerdings den Schaden den sie bereits angerichtet hat nur mehr abschwächen kann.

  3. Immer wieder ein göttlicher Anblick, aber nur für ganz Hartgesottene, das Bild der furzenden
    Merkel!

  4. Herr Sauer geht eigene Wege? Wundert mich nicht, denn er hat seinen Teil ja erfüllt als Führungsoffizier der Merkel. Bohnensuppe muß er eben selber kochen :-))

  5. Wenn ich das Bild dieses ekligen Trampels nur sehe wird mir schon schlecht. Das Merkel hat Deutschland an die Wand gefahren, verraten und verkauft. Erspart uns doch wenigstens die Bilder dieses Horrorclowns!

  6. Einer meiner Lehrer hat mal solch einen Typ als „gasförmiges Wirbeltier“ bezeichnet.Damals dachte ich,dass gibt’s nicht.aber die Union zeigt – dass es geht.Das Bild irritiert mich,wie kann Fr.Merkel vor der Deutschlandfahne auftreten,die sie mal mit angeekelter Fratze weggeworfen hat ?

    • In jeden anderen Land wäre das verächtliche Wegwerfen der Nationalflagge politischer Selbstmord und hätte den Verlust aller politischen Ämter zur Folge. In jedem Land, nur nicht in Schland

    • Haben Sie richtig hingesehen?

      Auch auf diesem Bild ist doch zu erkennen,
      wie sie in großer Panik vor der Deutschlandfahne davonrennt
      und nicht auftritt!

  7. „Die deutsche Industrie soll ruiniert werden.“

    Und die deutsche Industrie macht von sich aus gerne mit. Ab dem 22. Mai übernimmt bei der „Daimler AG“ der Schwede Ola Källenius die Führung. Und der hat schon angekündigt, daß demnächst ein anderer Wind (rad) weht. Bis 2040 will er Daimler völlig CO2 frei machen. 10 Jahre eher als das Pariser Klimaabkommen vorsieht. Dabei will er Kosten einsparen, was etwa 10000 Arbeitsplätze kosten wird. Ein Schwede, ein Mann eines völlig kaputten Landes, dank linksgrüner Politik. Und der darf hier gleich weiter machen und unsere Schlüsselindustrie das Rückgrat brechen, die dann von anderen Ländern, die nicht so verblödet sind, übernommen wird. Dieses Land hat fertig.

    • Hallo Bruno, danke für die Info. Dieser „olle Schwede “ hat ja folgende Stationen in seinem Lebenslauf :

      „Senior Manager, Corporate Controlling, Mercedes-Benz U.S. International Inc., Tuscaloosa (USA), 1998
      Manager, Corporate Controlling, Mercedes-Benz U.S. International Inc., Tuscaloosa (USA), 1995“

      Sieht wirklich übel aus. Ein Ami-Uboot.

    • Man wundert sich sowieso, warum die großen deutschen Autobauer sich das überhaupt gefallen lassen? Ich vermute auch, dass sie den Standort Deutschland schon aufgegeben haben, und irgendwo anders weitermachen, wo erstens die Arbeitskräfte billiger sind, und sie sich nicht mit gigantomanischer Bürokratie und politischer Bevormundung herumärgern müssen.

    • Die deutschen Autobauer haben in vielen Ländern Fabriken und ein Mehrfaches an Beschäftigten.Es wird für sie ein leichtes sein den Standort germany aufzugeben.Insgesamt kreeirt die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern über Einkommenssteuern der Beschäftigten,Unternehmenssteuern und Mehrwertsteuern des Konsums der Beschäftigten geschätzt ca. 50 Mrd/a an Steuern.Das ist ein Fünftes des Bundeshaushalts.Das wird dem Staat ziemlich fehlen.Und dazu kommt dann noch Hartz 4 für ca. 2 Mio Arbeitslose zusätzlich.

    • Die deutsche Bürokratendiktatur war noch nie zimperlich, wenn es gegen ihre besten Melkkühe geht. So zahlten auch die wegen Steuerhinterziehung arg gebeutelten Ulli Hoeness, Boris Becker und Familie Steffi Graf gut 90 Miliionen an die Finanzkassen, und damit das Steueraufkommen von über 50.000 Durchschnittsmicheln. Die Durchschnittsmichel mit ihrem manipulierten Anspruchsdenken können auf Dauer aber keine Bürokratendiktatur ernähren. Weil den Bürokraten die Knete in der Kasse fehlt, quetschen sie die Steuerzahler bis zum letzten Blutstropfen aus.

      Nur der moralisch berechtigte Anspruch auf das Geburtsrecht Freiheit kann die Wohlfahrt unseres Planeten langfristig sichern. Anstatt das zu erkennen, basteln die Bürokraten lieber an einer weltweiten Diktatur.

    • In Deutschland gibt es nur eine Partei die dem entgegensteuern würde und das ist die AfD. Mag sein, daß es dort auch ein paar U-Boote gibt, die allermeisten Abgeordneten sind aber Deutschland- Idealisten sonst würden sie sich die Hexenjagd gegen sie nicht antun. Auch in Österreich ist die FPÖ die einzige Partei die vorwiegend von Idealisten geprägt ist! In allen anderen Parteien, da wie dort, ist ein fortschreitender Sittenverfall und persönlicher Opportunismus festzustellen!

  8. Leider ist DE derart verstrickt in die Schulden, die Bankenrettung, die Eurorettung in der EU, von Target2 einmal ganz abgesehen, dass es schwierig bis fast unmöglich wäre, den Dexit zu vollziehen. Vor allem mit den heutigen Generationen käme DE nie mehr auf die Beine. Der Pöbel in Europa hätte das Land, zusammen mit Merkel, ihrer eierlosen Boygroup und dem grünen Khmer, ruiniert, ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Dieser Pöbel kann dann auf DE tanzen, was sie ungemein freuen würde. Aber jeder Spaß bekommt einmal ein Loch, jedes Fass ist einmal leer. Dann werfen sie ihrerseits DE aus der EU.

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