Präsident Duterte in Kampfstimmung: Kanada entsorgt seine vollgekackten Babywindeln auf den Philippinen

Entsorgung der grünen Art (Symbolfoto: Von Maxim Blinkov/Shutterstock)

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte führt einen „dreckigen Streit“ mit dem französischen Premierminister Justin Trudeau. Es geht um tonnenweise Müll, den Kanada auf dem Inselstaat abgeladen hat und trotz Gerichtsbeschluss nicht zurücknehmen will. Duterte ist wütend und droht Kanada sogar mit „Krieg“.

103 Container, deklariert als Plastikmüll, sollen in der Nähe des Hafens von Manila vor sich hin rotten. Bei dem vermeintlichen Plastikmüll handelt es sich größtenteils um Hausmüll, den Kanada 2013 und 2014 zum „Recycling“ auf die Philippinen geschickt hat. Bereits 2016 entschied ein philippinisches Gericht laut The Express: Kanada muss seinen Müll wieder nach Hause holen. Doch passiert ist bisher nichts. Jetzt reicht es dem Präsidenten Duterte offenbar: „Ich warne Kanada. Entweder es holt seinen Müll nächste Woche zurück oder ich setze dafür die Segel“, so der 74-Jährige. Das Land im Norden solle sich schon mal auf eine große Lieferung einstellen, so Duterte. Das Schiff stehe schon bereit. Eine weitere Möglichkeit sei, den Müll einfach vor der kanadischen Botschaft in Makati abzuladen. Von ihm aus könnten die Kanadier ihren Müll „essen“, wenn ihnen danach sei, wütete der philippinische Präsident, nachdem der kanadische „Klimaretter“ Trudeau versuchte, ihn dazu überreden, den Müll vor Ort zu entsorgen.

Eine Inspektion hatte ergeben, dass die über 100 Container randvoll mit Plastikflaschen und Tüten, Hausmüll und vollgekackten Babywindeln sind. Der kanadische Müll sorgt nicht das erste Mal für Spannungen zwischen den beiden Staatschefs. Trudeau gilt als großer Kritiker des philippinischen Präsidenten, der 2016  den 7000 Inseln umfassenden Staat im Westpazifik regiert.

Die Philippinen haben selbst mit der Flut von Plastikmüll zu kämpfen. Für 55 bis 60 Prozent des Plastikmülls in den Ozeanen zeichnen laut einem Bericht in Science fünf Staaten verantwortlich: China, Indonesien, die Philippinen, Thailand und Vietnam. In ihnen verbinden sich eine wachsende Wirtschaft und steigender Konsum mit einem schlechten Abfallmanagement, so das Philippinen Magazin. Im März veröffentlichte die NGO Gaia einen Bericht, nachdem allein auf den Philippinen täglich fast 48 Millionen Einkaufstüten aus Plastik benutzt werden – mehr als 17 Milliarden pro Jahr. Dazu kommen jährlich etwa 16,5 Milliarden kleinere und dünnere, häufig durchsichtige Plastiktüten, berichtet Der Standard. (MS)

 

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2 Kommentare

  1. Ja, aber uns erzählt man, daß man die Meere retten könnte, wenn wir keine Plastikbecher mehr benutzen.

    Der Versand von Müll in andere Länder sollte unterbunden werden. Insbesondere in Länder die mit diesem Müll nicht umgehen können. Natürlich wäre weniger Plastik auch hier deutlich besser, aber so ganz ohne geht es leider auch hier nicht.

    Aber auch hier wird der Schuldkult gepflegt, wir sind halt immer und an Allem schuld, sogar am Plastikmüll den wir gar nicht verursachen.

    Nur die wirklich wichtigen Dinge, wie z.B. keine Gifte mehr auszubringen, darum kümmern sich auch die Grünen nicht. Stichwort: Monsanto und Co.

  2. Wie kann man nur so verrückt sein und seinen Müll fast um die halbe Erde zu transportieren! Ich gebe dem phillippinischen Präsidenten vollkommen Recht!

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