New York Times: Der Deutsche als Wolfsbürger

Max Erdinger

Foto: Durch Rudmer Zwerver/Shutterstock
Der Wolf - ein unbewältigtes deutsches Trauma? Foto: Durch Rudmer Zwerver/Shutterstock

Wolfsburger, Wolfsbürger oder Wolfsburger Bürger? Sind wir nicht alle ein bißchen Wolfgang? Die New York Times machte eine erstaunliche Entdeckung: Mit der Massenimmigration des Jahres 2015 wurde zugleich auch ein jahrhundertealter Feind der Deutschen wieder als solcher identifiziert: Isegrim, der Wolf. Es gibt inzwischen etwa 700 Exemplare in Deutschland. Kraft, Rücksichtslosigkeit, Gier, Grimmigkeit, Bösartigkeit, aber auch Tölpelhaftigkeit werden ihm in alten Fabeln zugeschrieben, weshalb er vom verschlagenen Fuchs immer wieder ausgetrickst wird. Nachdem Isegrim immer häufiger Schafe und Kälber reißt, wollen ihn die Deutschen wieder bejagen. Stellvertretend für die Migranten, sozusagen. Meint man bei der New York Times, wo man niemals Zusammenhänge konstruieren würde, die keine sind.

Über die polnische Grenze sickert er ein, der Wolf, schreibt die New York Times. Und er vergreift sich an deutschen Schafen. Ein Rudel von sechs oder sieben Wölfen habe bei Förstgen, im Dreiländereck von Sachsen, Polen und Tschechien, eine ganze Schafherde blutrünstig gemeuchelt. Die Weide habe ausgesehen wie nach einem Massaker. Nicht nur in Sachsen wolle man den Wolf nun wieder bejagen, schreibt die New York Times. Damit er sich nicht auch noch an Rotkäppchen vergreift, so, wie es etliche Migranten machen, von denen man sogar in Sachsen weiß, daß man sie nicht so ohne weiteres abknallen darf.

Steile These

Eine steile These also: Der Wolf wird zum stellvertretenden Sündenbock. Wie seit Jahrhunderten projizieren die Deutsche ihre Ängste auf ihn, denken dabei heute aber tatsächlich an Migranten. Oder anders ausgedrückt: In Sachsen und anderswo will man nur deswegen die Wölfe jagen, weil man auf Migranten nicht schießen darf.

Interessant sind die Stereotype, mit denen in der NYT hantiert wird. So sehr hat man dort offenbar ein Bild von Deutschen konserviert, die sich seit den Märchen der Gebrüder Grimm mental nie geändert zu haben scheinen, daß man ausschließt, die Forderung nach einer Dezimierung des Wolfsbestandes könnte tatsächlich den Grund haben, den man in Deutschland dafür angibt: Der Wolf bedroht Weidetiere und verursacht wirtschaftliche Schäden. Inzwischen wurde bereits ein Wolf hinter den Gärten einer Wohnsiedlung fotografiert, ganz in der Nähe von blonden Knaben und Mägdeleins, die, unschuldig die Melodei eines alten Kinderliedes summend, arglos in den Gärten spielten.

Damit befindet sich Feind Isegrim imagemäßig gefährlich nahe am Migranten. Der Wolf ist in der Vorstellung der Deutschen der zum Tier gewordene, migrantische Messerstecher, meint die New York Times.

Amis in New York

Vermutlich wartet man bei den indianermeuchelnden Amis in New York schon kaugummikauend, colaschlürfend und wild in der Redaktion umherballernd darauf, daß aus Deutschland die Meldung hereinkommt, der erste Migrant sei mit Wackersteinen im zugenähten Bauch bei Förstgen bewegungsunfähig im Wald aufgefunden worden. Weil der ewige Deutsche seit Jahrhunderten zu kompensatorischen Ersatzritualen neigt und sich niemals ändern wird.

Daß man im Deutschland des Jahres 2019 Tiere eventuell auch dann bejagen würde, wenn sie nicht „Wolf“ hießen, sondern als „grüngelb gefiederter Pflaumenfrosch“ Schafe und Kälber rissen, und zwar deswegen, weil sie Schafe und Kälber reißen- und nicht wegen Rotkäppchen und den Migranten -,  scheint man angesichts des tradierten Bildes von den Wolfsdeutschen, welches man bei der New York Times hegt und pflegt, für ausgeschlossen zu halten.

Zweierlei Maß

Es ist schon seltsam: Wenn unsereinem eine Korrelation auffällt, etwa dergestalt, daß der Niedergang Deutschlands zeitlich einhergeht mit der zunehmenden Ermächtigung des Weiblichen in öffentlichen Angelegenheiten während des vergangenen halben Jahrhunderts, dann braucht er noch nicht mal eine Kausalität behauptet zu haben, um mit dem Vorwurf konfrontiert zu werden, er habe soeben eine perfide Insinuation auf Kosten der holden Weiblichkeit abgeliefert. Wenn aber die New York Times insinuiert, Sachsen würden lieber Migranten abknallen als Wölfe, weil der sich verstärkende Imageverlust des Wolfs als einer schützens- und wiederansiedlungswerten Tierart zeitgleich mit dem Beginn der Massenimmigration des Jahres 2015 seinen Lauf genommen hat, dann denkt der Linksintellektuelle: „Ah, interessant, das könnte sein“.

Schlußfolgerung: Die deutsche Schafsherde in ihrer peinlichen Arglosigkeit muß vor Linksintellektuellen geschützt – und eine Wiederansiedlung von Linksintellektuellen aus Polen verhindert werden. Das sind nämlich die wahren Wölfe. Und es ist auch nicht zufällig ausgerechnet die Süddeutsche Zeitung, in der es regelmäßig eine Beilage der New York Times gibt.

 

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34 Kommentare

  1. ZITAT: „Inzwischen wurde bereits ein Wolf hinter den Gärten einer Wohnsiedlung
    fotografiert, ganz in der Nähe von blonden Knaben und Mägdeleins, die,
    unschuldig die Melodei eines alten Kinderliedes summend, arglos in den
    Gärten spielten.“

    Dieser Landnehmer war kurz davor, dass Knusperhaus zu okkupieren.

  2. ZITAT: „Oder anders ausgedrückt: In Sachsen und anderswo will man nur deswegen die Wölfe jagen, weil man auf Migranten nicht schießen darf.“

    Oder noch anders ausgedrückt: Man schießt sich schon mal warm.

  3. „…Feind der Deutschen wieder als solcher identifiziert: Isegrim, der Wolf.“
    Schwachsinn !
    Wölfe bereichern das jeweilige Ökosystem seit Beginn ihrer Existenz.
    Wölfe lebten und leben in Mitteleuropa schon seit Jahrtausenden.
    Der Wald ist DAS Ökosystem des Wolfes.

    Außerdem: Wenn das BRD-Gebiet überbevölkert sei, dann nur, weil hier zu viele fremde Menschen leben, nicht aber andere Säugetiere.

  4. So so Nazi Wölfe kommen aus Polen. Gleich den Kanzler Murz in Wien anrufen, damit er Freischuss beordert.

    • Also ich freue mich schon auf den Tag, da die taillenmässig herausgeforderten Walkerinnen etwas beschleunigt unter meinem Hochsitz entlanglaufen…

  5. Klingt nach 80 Jahre alter rassistischer Stereotype gegen die Deutschen. Die hasszerfressenen Journalhetzer in der NJT hätten vielleicht noch etwas zu Hunnen und Kraut unterbringen können.

  6. Die Sicht der Dinge könnte sich ganz schnell ändern, wenn Isegrimm ein kleines dunkelbraunes Kind mit Kulleraugen gerissen hat….

  7. So weit hätten die Autoren der NYT gar nicht zu blicken brauchen, ein Blick ins benachbarte Kanada hätte auch gereicht.
    Dort musste ein ganzes Wolfsrudel erschossen werden. Wie kam es ?
    Nun im Sommer ernährten sich die Wölfe gut und redlich von den Speiseabfällen einer Camping /Sommersiedlung. Im bitterkalten, schneereichen Winter fiel dann diese Nahrungsquelle aus. Und siehe da, die hungrigen Wölfe, an den Menschen im Sommer gewöhnt , folgten den wenigen, verbliebenen Leuten sogar bis in die Ställe und Häuser. Das führte natürlich zu äußerst gefährlichen Situationen. Daraufhin wurde sehr zum Leidwesen einiger Wolfsfreunde das Rudel liquidiert.

    Nun der große Unterschied : In Kanada herrscht der linke Medienliebling und Trumpfeind Trudeau, in Sachsen will die böse AfD an die Macht.

  8. Korrelation? Korrelation ist nicht zu verwechseln mit Kausalität. Eine Korrelation ist auch wenn in einem Fischerdorf über einen längeren Zeitraum weniger geheiratet wird und im gleichen Zeitraum der Fischbestand zurückgeht, eine Korrelation sagt also zuweilen gar nichts aus.

    Was im übrigen auch für die steigende CO2 Konzentration in der Atmosphäre und angeblich steigenden Temperaturen gilt, nicht umsonst sprechen hier die Klimafanatiker immer nur von einer Korrelation und niemals von Kausalität.

  9. Ich hab ja auch so meine Theorie, nachdem wir von der Jägerschaft mal das Wolfsprojekt des Naturschutzbundes besichtigt haben:

    Das Wolfsprojekt des NABU ist dazu da, linken, überengagierten Frauen eine Beschäftigung zu verschaffen, die auf dem normalen Heiratsmarkt nicht mehr vermittelbar sind.

  10. Wolfsfreunde einfach mal in betroffenen Gebieten unter freiem Himmel lassen…..Vielleicht setzt bei dem einen oder Anderen das Denken wieder ein, oder einfach nur der Tod….

  11. Ach, und bevor ich es vergesse: ICH BIN STOLZ, ein Deutscher zu sein! Eine zweite Nation mit derartiger Kunst und Kultur gibt es auf dieser Welt kein zweites Mal!

  12. Ist hier eine Verfasserin des Artikels in der NJT ersichtlich? Oder ist Max Erdinger von JW plötzlich mutiert?

  13. Die Jahrhundertfeinde der Deutschen sind Leute wie Bergoglio, Churchill, Hitler, Stalin, Macron und Merkel – aber vor allem die politisch ungebildete Jugend.

    • Hallo Bodo,
      …..Um mal die politisch ungebildete Jugend von Ihnen auf zugreifen. Das ist gewollt. Bis auf sehr wenige, wirklich berufene Lehrer , wollen die meisten Lehrer nur das hören, was der politisch vorgegebene Lehrplan fordert. Die Schüler gehen natürlich den Weg des geringsten Widerstandes, um gute Noten zu bekommen . Das lässt auch hoffen, das die Indoktrinierung nicht so tief geht. Frage ist nun die, wie ändert man das ?
      Antwort : Das Elternhaus muss ran, basierend auf eigenen Erfahrungen und die knallharte Realität der Berufswelt mit all den schönen Steuer und Sozialabgaben auf der Gehaltsabrechnung.

  14. Mich würde interessieren, ob man das, was man bei der NYT so raucht, auf Rezept erhältlich ist.
    Jedenfalls muss das wahrscheinlich noch intensiver sein, als LSD.

  15. Der Wolf ist sicher intelligenter als der gemeine Wolfsburger.
    Sieht man schon daran, wie Wahlergebnisse so ausfallen und daran, das echte Schafe dem Wolf nicht so einfach zur Schlachtbank folgen würden.

    Aber solange der Wolfsburger den Wagen zum Leasing bekommt, solange er nicht arbeitslos wird, genauso lange folgt er dem Wolfsburger Wolf ins Schlachthaus und freut sich dabei tierisch das er bisher ungeschoren davon gekommen ist.

    Wer Wolf und wer Schaf ist, das bestimmt ein jeder selbst.
    Ich bin lieber Wolf

    • Wahlergebnis der AfD zur BT-Wahl 2017 in Wolfsburg: 11,7 % und damit für Westdeutschland ein überdurchschnittlich hoher Wert (Grünzeug: 6,2% Linke: 0). Insofern müssen Sie mir Ihre arrogante Überheblichkeit gegenüber dem „gemeinen Wolfsburger“ erst einmal erklären.

    • Den Schafen wurde der Fluchtreflex abtrainiert/abgezüchtet. Die bleiben alle brav auf ihrer Weide stehen und schauen zu, wie eines nach dem anderen vom Wolf gerissen/zerfleischt wird. Geschieht jetzt mehr und mehr.

  16. Kommentator „Bengt“ wurde soeben zur Tür gebracht. Er/Sie kann uns gerne eine Email schicken, warum wir den Account gesperrt haben. Wir haben Screenshots parat.
    Wir wollen hier weder Aufrufe zu Gewalt, noch menschenverachtende Kommentare lesen!

  17. Der Wolf ist ein Tier,weder gut noch böse,er handelt nach seinen Instinkten und das ist sein gutes Recht.Der Wolf wird zum zweitenmal Opfer hirnverbrannter Idioten werden,welche ohne Plan und Vernunft handeln.

    • Der Wolf verteidigt aber sein Revier, damit ist er automatisch ein Sinnbild für einen „bösen Rechten“.

  18. Die NY Times steht bei der linksfaschistisch rassistischen Umvolkung doch wohl eher auf der Soros-Täter-Seite!
    Dass die Amerikaner in der Wahrnehmung des Anderen eher denkfaul an Stereotypen kleben und pecuniär interessiert sind, ist wohl zu offensichtlich, um ein Geheimnis sein zu können, das ich hier enthüllen könnte…

  19. Man sollte die New York Times nicht allzu ernst nehmen.
    Ist eine stark linkslastige Zeitung und sollte links liegengelassen werden.

  20. Das ist hanebüchen, aber irgendwie typisch für Amerika. Ich nehme derartigen Schwachsinn, oder besser Hetze, nicht persönlich. Ist genauso weit unten angesiedelt wie die tägliche Hetze, Meinungsterror und Drohung von Deutschen gegen Deutsche.

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