Kein Geld vom Papst für Notre Dame: Gottes Werk und Teufels Beitrag

Foto:Von neneo/shutterstock
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Rom – Für Martin Luther war Rom bereits zur Zeit der Reformation der Amtssitz des Antichristen. Dieses hartnäckige Gerücht hält sich nicht nur in evangelikalen Kreisen bis heute, sondern flammt auch immer nach diversen Aussagen des Papstes – zum Beispiel nach dem Massaker an Charly Hebdo – in den Kommentarspalten auf. Nun sorgt der Vatikan ausgerechnet an Ostern für ein pikante Aussage, die fast symbolische Bedeutung hat: „Der Vatikan spendet keinen Cent für Notre Dame“, textet der österreichische Sender oe24. Mit dem Zusatz: „Einen finanziellen Beitrag schloss der Kultursprecher des Vatikans aus, da Frankreich finanziell ’selbstständig‘ sei.“

Wie der vatikanische Kulturminister, Kardinal Gianfranco Ravasi, bereits am Dienstag mitteilte, ist Rom bereit, einen „technischen Beitrag“ für den Wiederbau der stark beschädigten Kathedrale zu leisten. Dabei könnten Experten der vatikanischen Museen helfen. „Wir können einen Beitrag bei bestimmten Aspekten des Wiederaufbaus leisten. Wir verfügen über weltweit anerkannte Experten“, meinte Ravasi. Einen finanziellen Beitrag schloss Ravasi aus, da Frankreich finanziell „selbstständig“ sei.

Kurz nach dem Brand hatte der Vatikan getwittert, Papst Franziskus bete „für Frankreichs Katholiken und für die Bevölkerung von Paris.“ Dabei fielen wie immer die aufgeblasenen Phrasen vom „Gedächtnis von Paris“ und vor allem „Symbol der Christenheit in Frankreich und der Welt“ verwundert schreibt oe24 „Spenden will man allerdings keinen Cent“.

Ein fatales Signal

Angesichts der kostspieligen Auslandsreisen des Papstes zu islamischen Machthabern und der großzügigen Spende an die „Seenotretter“, bekommt dieses demonstrative „Wir geben nichts“ ein besonderes Geschmäckle.  Nach katholischer Lehrmeinung sind Kirchen nämlich nicht nur Bauten, sondern Gotteshäuser, also Heiligtümer. Sie werden „geweiht“ oder nach Aufgabe auch „profanisiert“. Dies geschieht durch Löschen des „ewigen Lichtes“, dass den Bau explizit als geheiligten, gesegneten Raum ausweist. Im Volksglauben jedoch, sind Kathedralen noch viel mehr. Gott selbst hat bei den Bauten mitgewirkt. Ein herausragendes Beispiel für ein bis heute kaum zu erklärendes Bauwunder, bietet der Wiederaufbau der Kathedhrale von Chartres, die 1194 nach einem verheerenden Brand bis auf die Grundmauern zerstört war. Wie durch ein Wunder war der „Schleier Mariens“, der in der Krypta in der Nähe eines Brunnens und eines uralten Druidenheiligtums untergebracht war, verschont geblieben. Als die Bürger der knapp 10.000 Einwohner großen Stadt das Stück Stoff und die Marienfigur sahen, brach ein Jubel aus, der sofort in den Wiederaufbau mündete. Alle halfen mit. Und dann geschah das Unglaubliche. Diese kleine Stadt schaffte es unter Anleitung von Handwerken, Steinmetzen und den Franc Macon in 25 Jahren eine 130 Meter lange und 36 Meter hohe Kirche zu erreichten, eine der größten gotischen Kathedralen der Welt und Vorbild für die noch größeren Kirchen in Reims und Amiens…

Zum Vergleich: Heute 2019 braucht man Hunderte Millionen Euro und eine Bauzeit von fünf Jahren, um mit modernsten Geräten ein paar eingestürzte Gewölbe wieder zu reparieren und einen Vierungsturm wiederaufzubauen.

Denn nicht nur Gott, auch der Teufel hat manchmal beim Bau von Kathedralen seine Hand im Spiel. Immer wieder taucht seine diabolische Fratze als Wasserspeier am Dach der Döme auf, zum Beispiel in Köln. Aber auch als Baumeister selbst wird er erwähnt, zum Beispiel in Trier, wo er glaubte, er hätte ein Tanzhaus errichtet. Als er merkte, dass er betrogen worden war, schleuderte er eine Säule gegen das fertige Gotteshaus, die an einer Außenwand abprallte und liegen blieb. Ergo: der Teufel hat wenigstens noch seine Arbeitskraft gespendet. Der Papst spendet gar nichts. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. (KL)

 

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29 Kommentare

  1. In Frankreich wird die Trennung Staat-Religion viel konsequenter gehandhabt als hier.
    Oft gegen die Kirche.
    Eine Kirchensteuer wie bei uns gibt es dort nicht. Religionsunterricht an den Schulen: undenkbar, Frankreich ist streng laizistisch.
    Und jetzt rächt sich die Kirche dafür, zumal das Gebäude Notre Dame dem französischen Staat gehört, und nicht mehr der Kirche.
    „Seht zu wie ihr klarkommt“ – mit dieser Botschaft outen sich die Kirchenheinis als das was sie sind: rachsüchtige bigotte Wi**ser

  2. Dass die Wasserspeier so aussehen, wie sie aussehen, hat aber weniger mit dem Satan, der seine Hand im Spiel hat, zu tun.
    „Bereits in der Romanik und später in der Gotik und Renaissance verwendete man, besonders bei größeren Kirchengebäuden, häufig dämonische Gestalten oder Tiere in einer symbolischen Bedeutung. Da sie sich als Wasserspeier ausschließlich an der Außenfassade der Kirchen und niemals innen befinden, symbolisieren sie den Einfluss des Teufels auf die
    irdische Welt, der in Kontrast zur Reinheit des Himmelsreiches – symbolisiert durch das Innere der Kirche – steht. Diese wasserspeienden Wesen werden Gargoyles, auch Gargylen, genannt und haben den Ruf, Beschützer zu sein. Ihr dämonisches Aussehen soll den Geistern und Dämonen einen Spiegel vorhalten, sie vergraulen und somit Kirchen und
    Klöster, manchmal auch Burgen und Wohnhäuser vor bösen Mächten schützen.“
    Quelle: Wiki

  3. Kaum zu glauben., aber dieser Papstdarsteller hat im Konklave eine Mehrheit gefunden. Oder lag seine Wahl auch hier in den Händen des Auszählers?

    • Bereits im Konklave 2005 lag er nach Kardinal Ratzinger bereits auf dem zweiten Platz! Unter den „Reformern“ galt er damals schon als Nummer 1, nur haben 2005 noch die „Bewahrer“ gewonnen.

  4. Wenn der Antichrist wieder Geld für Kirchen braucht kann er ja wieder ein paar Ablassbriefe herausgeben wo alle unsere Sünden vergeben werden.

  5. Man sollte die Kirche im Dorf lassen — sprichwörtlich! Der französische Staat hat die katholische Kirche enteignet, ihr alle Gebäude und allen Grund abgenommen und in sein Eigentum überführt. Note Dame gehört damit dem französischen Staat und der ist nun wirklich reich genug, das Gemäuer wieder aufzubauen. Wer für den Neuaufbau spendet, spendet dem französischen Staat Geld. Und wer so etwas freiwillig macht, dem ist echt nicht zu helfen.

  6. Die Geldscheine sind wichtiger als Gottes Gebete oder Gottes Willen.
    Wenn es um Geld geht, dann ist Vatikan aber sehr vorsichtig.

  7. Keine Angst, bei der Neueinweihung der Kirche Notre Dame werden diese Kirchenfürsten alle in der ersten Reihe sitzen wollen, diese Pharisäer!

  8. Die sollen die Ruine von Notre Dame so stehen lassen, die Kirche soll ihre Tempel selber finanzieren und keinen cent vom Steuerzahler. Die können die Kirchensteuer auf 25% machen, um die armen fettgefressenen Pfaffen noch mehr zu mästen.

  9. Dieser Papst wird als Zäsur in die Geschichte eingehen. Als negativstes Beispiel der jüngeren Geschichte.

  10. Das der Papst nichts spenden will überrascht nicht. Er hat bestimmt gleich wieder nachgerechnet wie viele sogenannte Flüchtlinge man für das Geld nach Europa schleusen kann.

    Wie viele sogenannte Flüchtlinge hat noch gleich der Vatikan Staat aufgenommen?

  11. Gemach. Das kann sich ja noch ändern. Für den islamischen Papst ist der Originalwiederaufbau von Notre Dame als christliche Kirche natürlich abzulehnen. Schon kurz nach dem Brand hatte Macron bereits davon gesprochen, einen internationalen Architekturwettbewerb auszuloben, um möglichst zeitgemäße Ideen für einen neuen Spitzturm einzuholen. Also keine Rede mehr von Rekonstruktion. Und hier gab es auch den Vorschlag statt eines Spitzturmes ein Minarett auf das Dach zu setzen. Das wäre doch genau das richtige für den Pope. Da würde er sicher mit Freude für das ganze Minarett aufkommen. Auch zur Einweihung würde er kommen, um dem ersten Ruf eines Muezzins vom „Minarett de Notre Dame“ zu lauschen.

  12. Dieser Pfaffe sollte sich statt des;;Bäffchens“wohl besser eine Strickmütze aufsetzen.Zumindest wäre er dann einmal ehrlich.
    Es geht nicht darum ob der Vatikan ein paar Millonen mehr oder weniger spendet.Geld für den Wiederaufbau ist genug vorhanden.Es geht um die Symbolik!Es geht darum der ganzen Welt zu zeigen,das jedes Gotteshaus unter dem Schutz der Kirche steht,und,egal was passiert,es wird wieder aufgebaut!
    Was dieser alte Mann demonstriert ist das genaue Gegenteil.

  13. Warum sollten die auch Geld rausrücken, solange sich genug Deppen finden, die freiwillig spenden? Wenn der Tempel denn als sog. „Kulturerbe“ mit stattlichen staatlichen Mitteln wieder in Schuß gebracht werden soll, müßte man ihn zuerst enteignen und dann säkularisieren, andernfalls müßte sich Quasimodo eben obdachlos melden..

  14. Dieser Papst kennt nur die Shitholes in dieser Welt und kümmert sich nur noch um diese. Wo keine Favellas, da muß Armut und Elend rein, – so wie der Plan mit Deutschland es vorsieht. Man wird sich wundern , wie sehr sich der „Papa“ aus Rom um Schland kümmert, wenn hier alles heruntergekommen, verarmt, verelendet ist. Der Mann hat ne‘ Macke und vermutlich einen Hass auf alle Menschen dieser Welt, denen es einigermaßen gut geht. Dabei verhält er sich so, als hätten alle Christen die Pflicht, in Armut zu leben, wie es den Jesuiten als wichtiges Ideal gilt.

  15. Jeder, der diesen fettgefressenen Pfaffen mit seiner Kirchensteuer zu einem Leben in Saus und Braus verhilft, dem ist nicht mehr zu helfen !

    • Mit Abschaffung der Kirchensteuer ist es nicht getan. Der feiste Marx & Co leben vom Kirchenstaatsvertrag. Da geht es um weit mehr als die Kirchensteuer. Alle Bischöfe und Kardinäle bekommen ihre Gehälter vom Steuerzahler. Jeder der Steuern zahlt, ob in der Kirche oder nicht bezahlt diese Bonzen. Über diesen Kirchenstaatsvertrag erhält die Kirche ca. 50 Milliarden Euro jährlich für die kirchlichen Sozialeinrichtungen (Spiegel, 8.10.2010), überwiegend für Diakonie und Caritas.

      „stop-kirchensubventionen“ Punkt „de“

    • Das wird noch viel cooler. Bodo Ramelow hat ja schon eine Kultursteuer für alle vorgeschlagen um nicht nur den Kirchen, sondern auch den Moscheen finanzielle Zuwendungen zuzuschanzen. Wird mich nicht wundern wenn das noch Schule macht…

  16. Abgesehen von seiner despotisch – autoritären Amtsführung, die viel kritisiert wird, ist auch die Rechtgläubigkeit dieses Papstes von berufener Stelle in Zweifel gezogen worden, von seiner Islamophilie und aufdringlichen Migrationspropaganda zu schweigen. Die Weigerung, einen finanziellen Beitrag für Notre Dame zu leisten, fügt sich nahtlos in das Bild, das man sich bisher von ihm machen konnte.

  17. Was bin ich froh, dass ich vor knapp 30 Jahren aus den Verein Kirche ausgetreten bin.Die gesparte Geld kann bedeutend besser angelegt/ausgegeben werden.

    • Zumindest solange bis sich Bodo Ramelow (SED) mit seinem Vorschlag zur Kultursteuer durchgesetzt hat. Die kommt dann nicht nur den Kirchen, sondern auch den Moscheen zugute.

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