Gelbwesten: „Grande Illusion“ Paris brennt weiter

Foto: Screenshot/Youtube

Paris – Eigentlich wollte Präsident Macron sein Land befrieden und zugleich oberster Feuerwehrmann spielen, nun gehen wieder tausende Gelbwesten auf die Straße und Paris brennt weiter. Brände kann man löschen, Kirchen wieder reparieren auch. Einen über Jahrzehnte gewachsenen sozialen Konflikt mit leeren Versprechungen und markigen Worten lösen zu wollen, ist eine Illusion. Und so textet die WELT beinah überrascht: „Auch der verheerende Brand von Notre Dame konnte die französische Nation nicht einen. Die Polizei nahm nach Ausschreitungen mehr als 200 Menschen fest.“ Passend dazu Bilder von vielen Feuern, die am Samstag in den Straßen der französischen Metropole loderten.  

Nach Angaben der Polizei gingen etwa 28 000 Menschen in ganz Frankreich am Karsamstag auf die Straße. 9000 sollen es in Paris gewesen sein. Die Gelbwesten gehen von wesentlich höheren Zahlen aus und dürften damit richtig liegen. Denn allein in der Hauptstadt führte die Polizei 20 000 „präventive Kontrollen“ durch. Bei den Auseinandersetzungen in der Innenstadt setzten die Sicherheitskräfte laut AfP Tränengas ein. Mehr als 200 Demonstranten wurden festgenommen.  An dem Boulevard zwischen dem Place de la Bastille und der Place de la République soll es zu Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen sein, berichtet die Welt weiter.

Es war die 23. Kundgebung seit Beginn der Unruhen im Oktober 2018. Damit gehen die Gelbwestendemos auch nach dem Brand der Kathedrale Notre Dame unvermindert weiter. Das Gelände um die beschädigte Kirche hatte die Polizei für Demonstranten gesperrt. Aus Angst vor über 2000 radikale Aktivisten hatte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner landesweit mehr als 60.000 Mitarbeiter von Polizei und Gendarmerie mobilisieren.

Unter anderem wurden ähnliche Ausschreitungen wie am wie am 16. März befürchtet, als bei heftigen Übergriffen die Champs Elysees heimgesucht wurde

Frankreichs Präsident Emmanuel will am Donnerstag seine Reformpläne vorstellen, die nicht zuletzt erst unter dem Druck der anhaltenden Demonstrationen zustande kamen. Im Dezember hatte Macron laut Medienberichten Zugeständnisse im Umfang von rund zehn Milliarden Euro angekündigt. Unter anderem eine Erhöhung des Mindestlohnes. Zwischen Januar und März wurden die Bürger des Landes in einer „großen nationalen Debatte“ befragen, und konnten Lösungsvorschläge einbringen. Am Donnerstag werden die Franzosen dann wohl erfahren, inwieweit das Bürgerreferendum nur eines von vielen Taschenspielertricks des politischen Posers war. Mit Ostergeschenken rechnet wohl niemand mehr. (KL)

 

Loading...

9 Kommentare

  1. Die gelben Westen verlangen den Rücktritt von Makron und eine Rücknahme seiner geplanten Steuererhöhungen. Und was gewinnen Sie damit? Genau garnichts. Man munkelt, dass die tatsächliche Neuverschuldung Frankreichs so bei 8% liegt. Da gibt es 2 Alternativen entweder Sozialabbau oder Steuererhöhungen. Oder beides. Das Problem liegt an der Deindustrialisierung Frankreichs. Von Mode und Landwirtschaft kann eine europäische Nation nicht leben. Alle großen französischen Innovationen liegen Jahrzehnte zurück, wie z.B. Concorde, Mirage, TGV, Alstom wurde zerschlagen usw. Kaum ein HiTec Investor wird in Frankreich eine Fabrik bauen. Versuchen sie mal in einem Baumarkt ein in Frankreich hergestelltes Produkt zu kaufen. Der Schlüssel für Innovationen liegt in der Bildung. Mit den Schwarzen und Arabern und einem IQ von unter 90 wird das nichts.
    Ausserdem müssen ja die ganzen Neubürger mit den Steuer der arbeitenden Franzosen erhalten werden. Da bleibt für die Leistungsträger kein Geld übrig. UND DIESES SCHICKSAL DROHT ALLEN EUROPÄERN, DIE EINEN FRÜHER DIE ANDEREN SPÄTER.
    FINIS EUROPA, ODER IM NEUSPRECH GAME OVER!

  2. der Unfall–bzw. die Brandstiftung (Notre-Dame)hat dem brühwarmen Macron nichts genutzt.
    Und nun wird wieder gelogen..
    Man führt 20000 Personenkontrollen bei der Demo in Paris durch und spricht von
    9000 Demonstranten..
    Wieder ein Unfall bei Verkündung der Halbwahrheiten

  3. Taschenspielertricks kennen wir zur Genüge.
    Das große Aufräumen ist der einzige Ausweg um ein lebenswertes Leben führen zu können.Das geben die Raffzähne nicht freiwillig !

  4. So leicht würden sich vielleicht die Deutschen abspeisen lassen, aber sicherlich nicht die Franzosen. Die sind da konsequenter.
    Hier geht ja niemand auf die Strasse, höchstens die Gretchen auf Freitag, gegen Kohle, Benzin usw.

  5. Macron deine Zeit ist um, die Gelbwesten werden weiter machen bis du die Kurve macht, verstehe das doch endlich du Dumpfbacke.

Kommentare sind deaktiviert.