Umfragewerte Frankreich: Macron brennt durch

Fotomontage Macron - Foto: Screenshot Twitter

Paris – Im Zuge seines Umgangs mit der Brandkatastrophe von Notre Dame steigen die Zustimmungswerte für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron leicht an, wie BILD meldet. Umfragen vom Freitag zufolge liegt er auf der Beliebtheitsskala derzeit bei 32 Prozent. Das ist der Wert, den er im September 2018 hatte, bevor die Gelbwesten-Proteste losgingen. Seither war es mit Macrons Beliebtheit noch weiter bergab gegangen. Momentan liegt er also bei „normal unbeliebt“. 67 Prozent der Befragten sind mit Macron unzufrieden. Im Vormonat waren es noch 70 Prozent.

Etwas gepunktet scheint Macron zu haben mit seiner Ankündigung, Notre Dame binnen fünf Jahren wiederherstellen zu wollen. Minimale Zugewinne in Sachen Sympathie scheint er auch dadurch gehabt zu haben, daß er eine Fernsehansprache zum Ergebnis des „Bürgerdialogs“, einer seit Januar laufenden Intiative der Regierung, bis auf unbestimmte Zeit verschoben hat, um sich am Abend der Brandkatastrophe vom 15. April ganz auf Notre Dame zu konzentrieren.

Die Gelbwesten protestieren seit fünf Monaten für mehr soziale Gerechtigkeit und niedrigere Steuern. Der kommende Samstag ist der 23. Protestsamstag in Folge. Bei den Demonstrationen gab es immer wieder schwere Ausschreitungen.„, schreibt BILD. Das scheint aber schwerpunktmäßig nicht mehr dem Stand der Dinge zu entsprechen. Inzwischen gab es auch obszöne Ausschreitungen der Polizei gegen friedliche Demonstranten, darunter Mädchen, Kinder und Frauen. Die Staatsgewalt macht auch nicht mehr vor Behinderten Halt. Inzwischen wurde einem protestierenden Rollstuhlfahrer aus nächster Nähe gezielt mit Tränengas direkt ins Gesicht gesprüht, wie einschlägige, im deutschen Medien-Mainstream nie gezeigte Videos aus verschiedenen französischen Städten unter anderem belegen.

Die Proteste der Gelbwesten richten sich aktuell auf ein allgemeineres Begehren. Die Franzosen wollen mehr direkte Beteiligung an politischen Entscheidungen und fordern die Einführung von Referenden (RIC = référendum d’initiative citoyenne), die prinzipiell immer durchgeführt werden können sollen, wenn das Volk selbst über etwas abstimmen möchte. (ME)

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16 Kommentare

  1. Bei allen Anschlägen und Verbrechen stellt man sich immer die Frage: qui bono. Der Brand der Kirche Notre Dame zu Beginn der Karwoche ist nach offizieller Verlautbarung einem Unfall geschuldet.

  2. Notre Dame: Das Gegenfeuer gegen die Gelbwesten

    Sage noch einer in Europa wäre der tiefe Staat nicht handlungsfähig

  3. …und wer hat die Umfage gemacht?
    In 5 Jahren neu? Wer´s glaubt wird seelig. In unserer modernemn Zeit wollen die Firmen richtig Reibach machen. Das kann man fast nur noch in dem man laaaaaange an einem Projekt arbeitet (siehe BER).

  4. Na so was! Mathematisch ließe sich jetzt feststellen, wieviele Kirchen brennen müssten, bis er bei 100% angekommen ist.

    • Kommt hoffentlich noch, wenn sich herausstellt, dass es ein Attentat war oder „Der Staat“ selbst.

  5. Bild lesen nur DIE, die nichts Anderes wissen wollen! Der Sonnengott, sollte sich bald bewerben. Denn DEN wird keiner mehr wollen. Da helfen auch nicht die „Bild(lichen)“ 3 Prozent.

  6. Erst hat Macron sich von Gadaffy den Wahlkampf finanzieren lassen,um ihn später wegzubomben.So kann man sich auch seiner Gläubiger entledigen.Was für eine Ra**e!

    • Entschuldigung- aber das ist Unfug! Gaddafi wurde bereits 2011 von Rebellen ermordet- Macrons Wahlkampf zum Präsidenten fand im Jahr 2017 statt. Herr Macron kann sich mithin nicht den Wahlkampf von Gaddafi finanzieren lassen haben, um ihn danach wegzubomben- es sei denn, er verfügt über eine Zeitmaschine!

    • Stimmt! Ich habe Macron mit Sarcozy verwechselt.Sarcozy hatte sich von Gaddafy 50 Mio.in die Wahlkampfkasse packen lassen.

    • Es gibt 2 ausgezeichnete Artikel bei „Voltairenet“ darüber, wer Macron ist. Im Mai 2014 wurde Emmanuel Macron zum jährlichen Treffen der Bilderberger eingeladen. Macron ist eigentlich nur der Ersatzmann von Strauss-Kahn. Beides Sorosknechte. Strauß-Kahn war natürlich nach dem Sexskandal für die Franzosen nicht mehr tragbar, darum wurde Macron neu aufgebaut. Daß er nur für Soros arbeitet konnte man an 2 Punkte ersehen.

      Auszug aus einem Artikel bei voltairenet:

      „Die zwei Schwerpunkte, die Präsident Macron durchpeitschen will, bevor seine Wähler aufwachen, können wie folgt zusammengefasst werden:

      1. den Arbeitsmarkt nach den Grundsätzen des amerikanischen(!) Rechts regulieren; 2. die lokalen Gemeinschaften den europäischen Standards angleichen und die die Arbeitswelt vertretenden Organisationen (Gewerkschaften) in einen rein ehrenamtlichen(!) Verein einsperren.“

      Und bei den Konferenzen waren schon Merkel, Schäuble, Lindner, v.d.Leyen, De Maiziere, Chefredakteur „Zeit“ Giovanni di Lorenzo, ZDF Claus Kleber, Bsirske (verdi)usw. usf. Also all jene, die dieses Land in den Abgrund führen.

  7. Na also, da haben wir‘s. Ablenkung von den wirklich für die Bürger wichtigen Themen. Ein Schelm …

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